Monatsgruß Februar 2003
 Das Stargarder Tor in Neubrandenburg
 Monatsspruch
 Eben noch Willkommen und schon wieder Abschied
 Beschluss unserer Landessynode zum Thema Krieg gegen den Irak
 "Angenommen, wir wären ...angenommen."
 zu Besuch im Alten Ägypten Gemeindefasching
 Ahlan wa sahlan - willkommen im Libanon
 Rentnerrüstzeit
 Der Frauenkreis lädt ein
 Gastfreundschaft bringt Freu(n)de
 Helfer gesucht
 Aus Johannisthal
 Theologisches Wochenende in Lobetal
 JG-Seite
 Termine


Das Stargarder Tor in Neubrandenburg
von Ingeborg Voss -
Ausstellung im Gemeindesaal noch bis zum 27.Februar
Vortrag über Märkische Backsteingotik siehe


Monatsspruch
"WIR WISSEN, DAß GOTT BEI DENEN, DIE GOTT LIEBEN, ALLES ZUM GUTEN FÜHRT"
RÖMER 8,28

Dieses Wort ist kein Wort, das uns leicht eingeht. Sollen wir als Christen alles hinnehmen in dem Bewußtsein: "Es wird schon werden."? Sollen wir mit all den Schwierigkeiten unseres Lebens und unserer Welt umgehen wie ein Schneemann, der dahinfließt, wenn es taut - einfach nichts tun und sich dem Schicksal ergeben? Dagegen sprechen allein schon die Psalmen und Hiob, in denen Menschen ihre Lebenssituation protestierend vor Gott gebracht haben. Ein wortloses Hinnehmen, eine stumme Ergebenheit kann Paulus also nicht gemeint haben. Unser Vers steht im Römerbrief in einem Zusammenhang, in dem es um das Gebet geht. Im Gebet sind wir Gott ganz nahe und tragen ihm unser Innerstes vor. Das ist gar nicht so leicht, denn was sollen wir Gott sagen? Sollen wir ihm lauter Einzelprobleme vortragen, die uns belasten - vielleicht die Unordnung auf dem Hof, die Mühe des Einkaufens, der Ärger mit einer Institution? Oder ist es eine einzelne Sache, eine ganz bestimmte Frage, die uns beschäftigt, mit der wir nicht fertig werden, vielleicht die Frage nach dem Tod, nach dem danach? Manch einer läßt das Beten lieber, weil er nicht weiß, was er sagen soll. Paulus scheint das Problem gekannt zu haben, denn zwei Verse vorher schreibt er: "Wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie es richtig ist." In unserem Vers sagt Paulus demgegenüber, was wir wissen: Gott will aus allem etwas Gutes machen. Wir müssen nichts als unabänderlich und hoffnungslos ansehen. Dieses Wissen gibt es freilich nicht ohne das Gebet. Nur im Gebet schenkt uns Gott, daß wir den tiefen Graben zwischen unseren Wünschen und unseren Erfahrungen aushalten. Vielleicht meint es Paulus aber auch noch zugespitzter: Im Gebet nehmen wir gar nicht mehr allein unsere Wünsche und Hoffnungen ernst, sondern die von anderen Menschen und von Gott. Wer Gott liebt, der kann seine Blickrichtung ändern ohne sich selbst aufgeben zu müssen. Wer Gott liebt, der kann Gott loben, weil er seine Hilfe schon erfahren hat. In den Psalmen und auch bei Hiob kann man oft diesen Weg feststellen: Von der Verzweiflung hin zur Freude, von der Klage hin zum Lob. Von diesen Wendungen im Leben zu wissen, kann sehr wichtig, kann sehr tröstlich sein. Nehmen wir uns die Zeit und die Ruhe, über unser Leben nachzudenken, über das, was uns wirklich beschäftigt. Nehmen wir uns die Zeit für das Gebet, ohne das der Monatsspruch nicht verständlich ist.
Ihr Vikar Bernhard Hoppe


Eben noch Willkommen und schon wieder Abschied
Am Ende meines Gemeinde-Vikariates sehe ich dankbar auf die schnell vergangenen neun Monate zurück. Zur Baumschulenweger Gemeinde bin ich gern gekommen. Ich traf hier Menschen, die mir freundlich und wohlwollend entgegentraten, die meine Ausbildung förderten und begleiteten, vielleicht sogar im Gebet. Allen möchte ich herzlich dafür danken. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern Frau Böhnke, Tordis Kober, Frau Eberhardt, Herrn Klötzsch und nicht zuletzt meinem Mentor Herrn Pfr. Kees. Von ihm habe ich viel gelernt, z.B. wie man verständlich predigt, wie man Gottesdienste vorbereitet, wie man Rüstzeiten organisiert, wie man sich in der Fülle der Aufgaben nicht unterkriegen läßt und manches andere, was ich gar nicht benennen kann. Da ich ein etwas ruhigerer Mensch bin, werde ich später meine eigene Art finden müssen, aber von der offenherzigen und erfrischenden Art von Herrn Kees würde ich mir gerne etwas abgucken. Auch Frau Kees sowie Stephan-Jakob und Benjamin möchte ich danken für das freundliche Entgegenkommen und die Unterstützung am Computer. Aus der theologischen Arbeit in den Gemeindeseminaren habe ich eine Menge mitgenommen und bin dabei auf wichtige Frage gestoßen. Darin scheint mir überhaupt eine besondere Stärke der Baumschulenweger Gemeinde zu liegen, daß sie schwierigen Fragen nicht ausweicht, sondern sie ausspricht und diskutiert. Dazu gehört Entschlossenheit, aber auch Geduld im Hören aufeinander und auf die Schrift. Eine Gemeinde, die das tut, erscheint mir vorbildlich. Für das Kommende wünsche ich der Gemeinde und den Mitarbeitern Gottes Beistand, gerade in unruhigen und belasteten Zeiten.
Ihr Vikar Bernhard Hoppe

Die neun Monate mit Herrn Hoppe sind wie im Fluge vergangen. Eben noch haben wir uns aneinander gewöhnen müssen - er mußte mit meiner Spontaneität und Lebendigkeit klarkommen und daneben auch zu Wort kommen und ich mußte mich an seine Ruhe und Bedachtsamkeit gewöhnen und lernen, auch mal eine Minute des Nachdenkens auszuhalten - und schon ist das Vikariat um. Wir haben sehr ehrlich und offen miteinander gearbeitet, haben viel Zeit in das Vor- und Nachbereiten von Predigten gesteckt - und da ist auch etwas Gutes draus geworden. Ich denke Sie alle haben Herrn Hoppe gern predigen hören - das ist beim letzten Predigtnachgespräch deutlich geworden. Er war dabei ganz er selbst, hat sich in die Rolle des Liturgen und Predigers sehr gut hineingefunden, hat hier seine Stärke entwickelt. Dankbar bin ich, ja sind wir im Team für seine Art, Anerkennung und Zuneigung zu zeigen, wenn er uns beispielsweise mal zur Dienstberatung fein säuberlich zurechtgemachte Apfelsinen anbot, oder für die jugendlichen Helfer beim Renovieren der Gemeindesäle Erdbeeren mit Schlagsahne zubereitete. Wir wünschen Herrn Hoppe Gottes Segen auf dem weiteren Lebensweg, der ihn jetzt ins religionspädagogische Vikariat (Christenlehre und Schule) führen wird.
R.Kees


Beschluss unserer Landessynode zum Thema Krieg gegen den Irak
In den Tagen, in denen die Landessynode der Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg zusammen kommt, werden die Vorbereitungen für einen Krieg gegen den Irak weiter vorangetrieben. Die Landessynode spricht sich gegen diesen Krieg aus. Die Landessynode ist sich der Gefahr bewusst, die vom Regime Saddam Husseins für die Nachbarn des Irak und für den Irak selbst ausgeht. Die irakische Bevölkerung leidet schon jetzt unter Not und Hunger und wird durch das diktatorische Regime Saddam Husseins unterdrückt. Die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten bleiben aufgerufen, geeignete, nicht kriegerische Maßnahmen zur Durchsetzung ihrer Irakbeschlüsse zu ergreifen, insbesondere derjenigen, die die vollständige Zerstörung der atomaren biologischen und chemischen Waffen des Irak betreffen. Die Landessynode ist sich auch der Gefahr bewusst, die von der massiven Aufrüstung in der Region durch die Regierung der USA ausgeht. Ein Krieg würde noch mehr Elend und unzählige Tote zur Folge haben und hätte verheerende Auswirkungen auf die Lage im Nahen Osten und weltweit. Schon jetzt werden von der UNO Vorbereitungen getroffen, um die zu erwartenden Flüchtlingsströme aus dem Irak auffangen zu können. Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Gottes Schöpfung darf nicht in Gefahr gebracht werden. Krieg muss als Mittel der Konfliktbewältigung überwunden werden. Wir bitten deshalb unsere Gemeinden: Lasst nicht nach im Gebet für den Frieden. Erhebt Eure Stimme gegen den Krieg und beteiligt euch an gewaltfreien Protesten. Wir weisen hin auf den europaweiten Protesttag gegen den Krieg am 15. Februar 2003. Die Demonstration in Berlin wird von Friedensinitiativen aus den beiden großen Kirchen mit vorbereitet. Wir weisen auch hin auf den Aufruf aus Glienicke zu einer "Menschenkette für den Frieden" entlang der B 96 am 25. Januar 2003. Im Gebet für den Frieden und im Protest gegen den Krieg wissen wir uns verbunden mit Christinnen und Christen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir bitten die Frauen und Männer in unseren Gemeinden, die im öffentlichen Leben Verantwortung tragen, sich gegen diesen Krieg auszusprechen. Wir erwarten von der Bundesregierung, auch im UNO-Sicherheitsrat bei ihrem bisher geäußerten klaren "Nein" zu einem Krieg gegen den Irak zu bleiben. Wir erinnern an den Beschluss der Landessynode vom November 2002 "Suche Frieden und jage ihm nach". Bei der Arbeit für einen Gerechten Frieden hat die Gewaltfreiheit Vorrang. Deshalb treten wir für den Ausbau von Möglichkeiten ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung im internationalen Bereich und innerhalb unserer Gesellschaft ein.


"Angenommen, wir wären ... angenommen."
Statt des markigen Titels "Jesus nimmt die Sünder an!" haben sich die Herausgeber der diesjährigen Bibelwochenhilfen für diesen zweideutigen, fast fragenden Titel über den Texten des Römerbriefes entschieden. Denn wenn das wirklich so einfach wäre, es selbst anzunehmen, dass Gott uns annimmt, sähe auch in der Kirche einiges anders aus: weniger ängstlich, weniger auf Leistung fixiert, weniger von Spardebatten gelähmt.Also angenommen, Sie haben die Botschaft angenommen, dass Gott sie angenommen hat, und angenommen, sie wollten über diesen Glauben auch mal ins Gespräch kommen - dann sind sie bei den Bibelabenden, die wir zu den Texten der diesjährigen Bibelwoche durchführen genau richtig. Angenommen, sie nehmen nur an, dass Gott auch sie angenommen haben könnte, also angenommen, Sie zweifeln ob sie für Gott überhaupt annehmbar sind - auch dann wäre es für Sie richtig, mit anderen Zweiflern ins Gespräch zu kommen, mit Paulus ins Gespräch zu kommen. An fünf Abenden im Februar, März und April (genauer am 11.2.; 25.2.; 11.3. und 25.3. und am 8.4.) wollen anhand wichtiger Texte aus dem Römerbrief über wesentliche Aspekte unseres Glaubens ins Gespräch kommen. Der Brief des Paulus ist voller wichtiger, aufregender Themen, er spricht sozusagen in unsere Zeit, wenn es uns gelingt in die Sprache unserer Zeit zu übertragen. Darum wollen wir uns bemühen. Vielleicht geht es uns wie den Personen auf der Karikatur von Ivan Steiger, wir kommen leer und gehen gefüllt nach Hause. Ich hoffe auf Ihr Kommen,
Ihr Pf. Kees


Götter, Gräber und Gelehrte - zu Besuch im Alten Ägypten Gemeindefasching am 28.Februar 2003
Ob als Ramses oder Tutenchamon, als Potiphar oder Nofretete, ob als Joseph oder als Pyramiden-(zwangs)arbeiter, ob als "Vata Morgana" oder Mutter Morgana oder gar als Zeitreisender aus dem 21. Jh. - der Phantasie sind bei unserem Gemeindefasching keine Grenzen gesetzt. Wer Lust hat, mit uns den Abend vorzubereiten, ist herzlich eingeladen, darüber nachzudenken, wie wir Pyramiden, Pharaonen und Mumien zu uns nach Baumschulenweg holen können. Ich weiß, daß unter meinen Konfirmanden so manche Ägyptenfans sind, aber auch echte Ägyptenkenner sind herzlich willkommen, am besten mit eigenen Fotos und mitgebrachtem Andenken (Wasserpfeifen, Kamele u.ä.). Bitte melden Sie sich / meldet Euch im Gemeindebüro. Am 27.2. wollen wir zusammen mit JG und KJE den Saal einräumen. Aber auch wer nicht mitgeplant hat, kann am 28.2. herzlich gerne kommen. Wenn jeder etwas zu Essen mitbringt, ist, wenn viele kommen, für viele Essen da, und wenn wenige kommen, für wenige. Für Getränke sorgen wir zentral. Auf Ihr / Euer Kommen freuen sich
Tordis Kober und Reinhard Kees


Ahlan wa sahlan - willkommen im Libanon
Diese Begrüßung lädt dazu ein, sich niederzulassen und sich wie in einer Familie zu fühlen. Ein Gruß, der von viel Sehnsucht und Hoffnung getragen ist, denn Libanon, das biblische Land der Zedern, das kleinste Land im Nahen Osten hat Bürgerkriegs- und Besatzungszeiten hinter sich. Durch die Konflikte im Nahen/Mittleren Osten - vor allem zwischen Israel und Palästina - bleibt die Situation auch weiterhin sehr angespannt. Und dabei wollen die LibanesInnen gerne in eine bessere Zukunft schauen. Wiederaufbau, Stabilisierung der Wirtschaft, Bekämpfung von Korruption und Umweltverschmutzung, Engagement für ein gelingendes Miteinander der 18 verschiedenen Religionsgemeinschaften, Arbeiten gegen Gewalt gegen Frauen, Verbesserung der Situation der fast 400 000 palästinensischen Flüchtlinge und vieles mehr sind drängende Probleme. Davon berichten auch die Schreiberinnen der Gottesdienstordnung. In dieser Situation bitten sie um Kraft und die Gaben des Heiligen Geistes - vor allem um Frieden: im eigenen Herzen, zwischen Menschen, Konfessionen und Religionen, in der Region und weltweit. Diesem Wunsch schließen wir uns im "informierten Beten und betenden Handeln" an. Am Freitag, 07. März um 18.00 Uhr wollen wir im Gemeindesaal mit den Christen der ganzen Welt den Weltgebetstag feiern. Den meisten ist die Form, wie wir den Weltgebetstag schon seit Jahren feiern vertraut. Wer Lust hat, ein Gericht aus dem Libanon für unser Buffet zu kochen, kann ab Mitte Februar sich ein Rezept im Gemeindebüro abholen.
Tordis Kober


Rentnerrüstzeit
Brakel soll das Ziel unserer diesjährigen Reise sein. Zwischen Weser und Teutoburger Wald liegt Brakel, eine ehemalige Hansestadt mit gotischem Rathaus und Kapuzinerkirche, Kuranlagen mit Kaiserbrunnen, Mineralquelle, umgeben von ausgedehnten Laub- und Mischwäldern. Wir fahren mit dem Bus am 12. Juni hier vor der Kirche ab. 12 Tage werden wir dann dort eine gemeinsame Zeit verbringen, bevor uns der Bus am 25. Juni wieder nach Baumschulenweg zurück fährt. Wie in all den anderen Jahren werde ich für die Tage ein kleines Programm vorbereiten. Ausflüge, Gespräche, geselliges Beisammensein werden genauso dazugehören wie Freiraum für jeden einzelnen und Zeit für Spiel und Spaß. Besonders wichtig für Sie und mich sind sicherlich auch die gemeinsamen Mahlzeiten. Haben Sie Lust und Interesse, dann sprechen Sie mich an oder fragen im Gemeindebüro nach.
Ihre Helga Böhnke


Der Frauenkreis lädt ein
Am 19. Februar wird beim Frauenkreis Prof. Dr. Ernst Badstübner zu Gast sein. Wir werden um 15.00 Uhr mit Andacht und dem Kaffeetrinken beginnen. Gegen 16.00 Uhr wird dann Prof. Dr. Badstübner über "Märkische Backsteingotik" erzählen. Wer sich für die herrliche Architektur interessiert, ist herzlich dazu eingeladen.
Ihre Helga Böhnke


Gastfreundschaft bringt Freu(n)de
Vom 28.5.-1.6.2003 findet in Berlin der ökumenische Kirchentag statt. Im Januar-Monatsgruß habe ich bereits für Quartiere zum Ökumenischen Kirchentag geworben und jedem Monatsgruß ein Quartiermeldezettel beigefügt. Leider war die Resonanz in diesem Monat sehr zögerlich. Es sind bisher nur für 9 Gäste Rückmeldungen erfolgt. Das bedrückt mich sehr! Die Organisatoren des Kirchentages rechnen damit, daß ca. 20.000 ältere Besucher in Privatquartieren unterzubringen sind. Alle anderen müssen in Schulen übernachten. Damit wir diese hohe Bettenzahl erreichen können und kein Besucher enttäuscht werden muß, möchte ich Sie nochmals herzlich bitten, Ihre Situation im Februar zu überdenken und sich nach Möglichumgehend als Gastgeber zu melden. Ende März sollen die Meldungen schon abgeschlossen sein, damit die zentrale Leitung mit der Vermittlung beginnen kann. Wer noch ein Quartiermeldezettel benötigt, bekommt ihn im Gemeindebüro und gebe ihn dort auch wieder ausgefüllt ab oder schicke ihn zu. In der Hoffnung auf mehr Resonanz,
Ihre Lieselotte Simmer


Helfer gesucht
Unsere Gemeinde hat die Betreuung von vier Schulquartieren für die Übernachtung von Teilnehmern während des Kirchentags vom 28.Mai bis zum 1.Juni übernommen. Das sind die "Sonnenblumenschule", die Schule am Heidekampgraben, in der Baumschulenstr. und am Ellernweg. Für jede der Schulen sind "Quartiermeister" benannt, die es durch jeweils mindestens 6 Helfer zu unterstützen gilt. Am 28.Mai ist der Anreisetag mit der Einweisung der Teilnehmer. An den folgenden 4 Tagen ist durch die Helfer zwischen 6 und 9 Uhr das Frühstück zusammenzustellen und auszugeben. Von 9 bis 18 Uhr werden die Schulen geschlossen. Ab 18 Uhr ist durch jeweils zwei Helfer die Abend- und Nachtaufsicht zu übernehmen. Am 1.Juni erfolgt bis 10 Uhr die Abreise der Teilnehmer. Die Helfer erhalten einen Ausweis für den Kirchentag, der auch zum Besuch der Veranstaltungen des Kirchentages berechtigt. Um die Ausfertigung der Ausweise zu sichern, sind die Helfer im März zu benennen und weiterzumelden. Wir bitten Sie, sich im Gemeindebüro zu melden. Je mehr Helfer sich melden, umso besser können wir uns abstimmen.
Ihr W.Bauer


Aus Johannisthal


Theologisches Wochenende in Lobetal zum Thema: "Tod, Auferstehung und ewiges Leben"
Nachdem wir vor drei Jahren in Lobetal uns Gedanken über den Heiligen Geist gemacht hatten, waren wir jetzt wieder am gleichen Ort und dachten gemeinsam mit Pfarrer Kees und Vikar Hoppe über die im Glaubensbekenntnis zuletzt genannten Dinge - Tod, Auferstehung und ewiges Leben nach. In ersten - zunächst weniger theologisch geprägten - Diskussionsrunden sprachen wir darüber, wie die Menschen, auch bekannte Philosophen, über den Tod und ein mögliches Weiterleben danach denken. Nicht jeder sieht den Tod als ein endgültiges Ereignis an; was aber danach kommt, vermag keiner eindeutig zu sagen. Die Beziehungen, die Hinterbliebene zu den Verstorbenen vor deren Tod hatten und das Nachdenken über den Tod erkennt man oft an Traueranzeigen, von denen einige herumgereicht und erörtert wurden. Man findet Ausdrücke tiefen Schmerzes, von Hoffnung auf ein Wiedersehen, der Erbitterung über das plötzliche Dahinscheiden, aber auch der Dankbarkeit für die Erlösung nach vorangegangenem schwerem Leiden. Christliche Todesanzeigen haben meist das Kreuz und manchmal auch biblische Worte ( z.B. "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein." Jesaja 43, 1), die einerseits die tiefe Gläubigkeit der Verstorbenen ausdrücken, andererseits für die Hinterbliebenen ein Trost sind. Die anschließende Bibelarbeit machte uns deutlich, daß der Tod für uns seinen Schrecken verliert, wenn wir ernsthaft um seine Überwindung bitten (s. Bitte der Marta an Jesus um Auferweckung ihres Bruders Lazarus, Johannes 11, 22). Und Paulus läßt uns wissen, daß das irdische Leben, das Sterben und das ewige Leben in einer von Gott gewollten Ordnung stehen (Römer 14, 7-9; 1 Korinther 15). So erschließt sich uns auch die Bedeutung der Osterbotschaft. Der Höhepunkt des geselligen Beisammenseins am Sonnabendabend war, wie bei den meisten "Mittelalter"-Rüsten, die von Ehepaar Simmer zelebrierte Feuerzangenbowle. Am Sonntag erlebten wir gemeinsam mit den Patienten und deren Mitarbeitern der Hoffnungstaler Anstalten einen Gottesdienst, dessen Predigt im Zeichen des Gedenkens an die durch die Nazis Ermordeten stand ( der darauf folgende Tag, 27. 1., ist der Holocaust-Gedenktag). Auch aus den Hoffnungstaler Anstalten wurden Juden, unter ihnen auch Ärzte, deportiert, woran ein Denkmal nahe der Kirche erinnert.
Ihr Walter Feldmann



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