Monatsgruß Juni 2003
 Monatsspruch
 Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
 2 mal "AB" - nicht wie immer
 Wiedersehen nach langer Zeit
 Konfirmation 2003
 Die Nachbarn haben Geburtstag - Jubiläum in Johannisthal
 Objekte in Ton und Holz
 "Jonathan"
 Kinderrüste in Lückendorf
 Ausstellung mit Werken von Jana Wienerová
 Goldene Konfirmation
 Reise nach Swaziland
 Nachlese zum Ökumenischen Kirchentag
 Auf den Spuren des Apostel Paulus durch Griechenland
 Termine

Monatsspruch
Wer dem Geringen Gewalt antut, lästert dessen Schöpfer, aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
Sprüche 14,31
Was ist das für ein Gott, den wir verehren? Statt sich daran zu freuen, daß wir ihm ehrerbietig gegenübertreten, daß wir demütig unser Haupt vor ihm neigen, daß wir ihm Lieder und Lobpreis erklingen lassen, daß wir feierliche Liturgien und Gottesdienste feiern, statt sich also an unserer Religion - "religio" heißt ja Verehrung - zu erfreuen, setzt er ganz andere Maßstäbe. Er mißt uns nicht an dem, wie wir ihm gegenübertreten, wie wir ihn verehren, ihm dienen, ihn lieben, sondern er mißt uns daran, wie wir dem Geringen gegenübertreten, wie wir den Ausgestoßenen verehren, wie wir dem Armen dienen, wie wir unsere Mitmenschen lieben. Was ist das für ein Gott? Schon der erste Schriftprophet, Amos, hat um das Jahr 760 v.Chr. in Gottes Auftrag so gepredigt: "Ich kann das Geplärre Eurer Lieder nicht hören und eure Opfer nicht riechen, weil ihr den Geringen für ein paar Latschen in die Schuldsklaverei verkauft." Gott will Ethik statt Kult, oder richtiger: Kult und Ethik, Gottesdienst und Nächstendienst. Jesus nimmt dieses Ansinnen der alttestamentlichen Prophetie auf und geht einen Schritt weiter: Er identifiziert sich sogar mit den Geringen und Armen: "Was ihr getan habt diesen Geringen, das habt ihr mir getan." und - was für uns viel schwerer wiegt: "Was ihr den Geringen nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan." So weit braucht die Lebensweisheit aus dem alttestamentlichen Sprüchen gar nicht zu gehen. Es reicht ein kleiner Hinweis, um zu betonen, warum Gottesdienst und Nächstendienst zusammen gehören. Wer gegenüber dem Mitmenschen Gewalt anwendet, lästert den Schöpfer. Jeder Mensch ist sein Ebenbild, ist Abbild des Schöpfers, Ebenbild Gottes, auch der geringe, der arme - vielleicht ja gerade der geringe, der arme. Darum verlangt der Kult nach Ethik, darum ist der Kult nur echt, wenn er zur Ethik führt. Aber es wird eben auch deutlich, daß erst der Glaube an Gott, der Ethik das Gewicht, ja das Fundament gibt. Wer die Gottebenbildlichkeit des Menschen leugnet, ja wer den Schöpfer selbst leugnet, hat Schwierigkeiten, einem Gewalt anwendenden Menschenverachter die Würde des Menschen zu begründen. "Ihr sollt ein Segen sein!" Schon dem ersten erwählten, dem ersten Gottesfürchtigen, Abraham, hat Gott dies ins Stammbuch geschrieben: "In dir sollen Segen finden alle Völker." Darum feiern wir Christen eben nicht nur schöne Gottesdienste mit herrlicher Musik, Lobpreis und Anbetung, sondern kümmern uns um unsere Umwelt, um Politik und gesellschaftliche Themen. Darum muß ein Kirchentag liturgisch und politisch sein, geistlich und weltlich. Darum stehen wir ein gegen Gewalt, für die Entschuldung der Armen, gegen Ausbeutung und Mißachtung, für fairen Handel, für das Lebensrecht aller, stehen wir ein für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Machen Sie mit, denn wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
Pfr. Reinhard Kees


Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
Was für ein Thema?! Ich habe lange überlegt, welche "Schlagzeile" über diesem Artikel stehen soll. Sollte ich schreiben, so ganz nebenbei "Aus der Arbeit des Gemeindekirchenrates" oder ganz hart "Homosexualität und Glauben"? In Anbetracht des Themas des ersten ökumenischen Kirchentages "Ihr sollt ein Segen sein" habe ich dann doch die deutlichste Formulierung gewählt. Unser Gemeindekirchenrat hat sich in der Sitzung im April ein erstes Mal mit dem Thema beschäftigt. Wir hatten uns einen Gast eingeladen, der uns die unterschiedlichen Aspekte darlegte. Es war spannend, die unterschiedlichen Gesichtspunkte wahrzunehmen und zu diskutieren. Da sind die Aussagen der Bibel, die Fragen nach der Rolle von Partnerschaften, insbesondere dem Leitbild der Ehe und Familie, und nach der Bedeutung von Segen und Segnung. Alles sind Teile, die zu diesem Thema gehören und wie ein Puzzle doch zu einem Bild, einer Meinung zusammengefügt werden müssen. Aus der Sicht unserer Landeskirche ist das Verfahren zur Bestimmung des Handelns in den Gemeinden klar und einfach beschrieben: "... Der Gemeindekirchenrat beschließt, ob in der Gemeinde die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften möglich ist und der Pfarrer kann entscheiden, ob er eine Segnung dann auch vornimmt. Er bleibt also in seiner Gewissensentscheidung frei, wie bei allen seinen Handlungen. ..." Soweit ganz einfach, aber wie kommt der Gemeindekirchenrat zu einem Beschluss? Können wir als Gemeindekirchenrat so ohne weiteres einen Beschluss fassen, der ja oder nein lautet? - Prinzipiell könnte der GKR das. Ich bin jedoch der Meinung, wir sollten bei einem so wichtigen Thema, das auch in unserer Gesellschaft immer noch nicht ganz offen diskutiert wird, nicht vorschnell handeln. Wir sollten das Angebot und die Anregung unterbreiten, die persönliche Haltung und den Umgang mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zu prüfen und sich dazu zu positionieren. Ein erster Schritt dahin soll dieser Beitrag sein. Die erste Frage lautet: Wo in der Bibel wird von Homosexualität oder gleichgeschlechtlichen Partnerschaften geschrieben? Von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften wird in der Bibel nicht geschrieben, aber von Homosexualität an fünf Stellen. Also nicht besonders viel, wenn man es an anderen Themen in der Bibel messen würde. Dennoch sind es ausnahmslos Verbote der Homosexualität von Männern, die da zu finden sind. Dass Frauen in der damaligen Gesellschaft eine andere Rolle als heute spielten und dass es bei der Betrachtung eher um käufliche Dienste ging, lassen wir besser nicht zum Gegenstand der Diskussion werden, denn wir sind nach unserem heutigen Verständnis gefragt. Das Ergebnis der Analyse kann je nach Betrachter sicher unterschiedlich ausfallen. Eine Aussage Homosexualität ist nicht gottgewollt lässt sich heute aus der Bibel nicht ableiten. Denn auch andere Gebote und Handlungsanweisungen in der Bibel sind durch die gesellschaftliche Entwicklung und Erkenntnisse von Medizin und Wissenschaft relativiert worden. Wer denkt heute noch in Kategorien wie: "Zahn um Zahn und Auge um Auge." oder "Die Frau schweige in der Gemeinde." Das Gebot "Du sollst nicht töten." ist beispielsweise angesichts von Hunger-Toten in großen Regionen der Welt, Toten im Straßenverkehr, Toten aus legitimierten und nicht legitimierten militärischen Einsätzen, man kann es auch Kriege nennen, nicht einfach zu beurteilen. Ist es da nicht vielmehr geboten, darüber nachzudenken, wie oft in der Bibel über die Liebe gesprochen wird? Glaube, Liebe und Hoffnung werden gemeinsam genannt und gerade die Liebe wird über alles erhoben. Dass es unterschiedliche Formen der Liebe gibt, ist uns allen bewusst; die Liebe zwischen Mann und Frau, die Liebe zwischen Eltern und Kindern, die Liebe Gottes, des Vaters, zu seinem Sohn Jesus. Wenn man es so sieht, steht die Frage nach dem Geschlecht und der Sexualität bei der Liebe nicht automatisch im Vordergrund. Geht es nicht vielmehr darum, wie die Menschen, die einander lieben, miteinander umgehen? Wie verlässlich ist ihr Miteinander? Was geben sie sich gegenseitig? Da sind wir schon bei der zweiten Frage: Was ist Partnerschaft? Das Lexikon sagt: "Partnerschaft ist ein Miteinander zu gegenseitigem Nutzen." Eine besondere Form der Partnerschaft ist die Ehe und die Familie. Sie hat sich als gesellschaftlich nützlich erwiesen, ist aber seit einiger Zeit nicht mehr die einzige Form partnerschaftlichen Zusammenebens und Kindererziehens. Unsere Gesellschaft bietet dafür auch andere Formen, die der Ehe ähnlich gestellt werden. Sind diese unterschiedlichen Formen der Partnerschaft wirklich nur von dem Ideal des gegenseitigen Nutzens bestimmt? Ist das die Realität von allen Partnerschaften? Klar und deutlich nein, denn die Realität sieht anders aus. Ihnen fallen sicher selbst Beispiele aus der Presse ein, bei denen in der Ehe eher Gewalt und Misstrauen herrscht. Ist es da nicht um so wichtiger, dass Menschen Partnerschaften eingehen und Gott bitten, seinen Segen darüber auszubreiten? Ist der Zweck des Segens eine Hilfe, die Höhen und Tiefen gemeinsam zu erleben und zu bewältigen? So sind wir bei Teil drei des Puzzles angekommen: Was ist Segen und Segnung? Segen - verdeutlicht unsere Beziehung zu Gott. Wir unterstellen uns Gott als unserem Herrn und vertrauen uns ihm ganz an. Früher gab es den Segen im Leben vier mal: zur Taufe, zur Konfirmation, zur Trauung und zur Beerdigung. Heute bitten wir öfter um den Segen Gottes. Besonders an den vielen "Schnittstellen" des Lebens: am Beginn einer neuen Woche, nach dem Gottesdienst, zu Beginn einer Reise, bei Krankheiten und zu manch anderen Gelegenheiten. Warum empfangen oder bitten wir um Segen? Ich denke, uns tut die Bitte um Segen und der Zuspruch von Segen gut. Wir finden Geborgenheit, weil wir wissen, wir sind nicht allein. Kann man irgendeinem Menschen Segen verweigern? Nein, denn alle Menschen sind verschieden und haben ein Recht, um Segen zu bitten und ihn zu empfangen. Auch wenn uns vielleicht hier oder da das Verständnis für den einen oder anderen Zeitgenossen fehlt, hat nicht Jesus für alle Menschen gelitten? Uns fällt es oft schwer, andere zu verstehen und es erwartet auch keiner von uns, jeden Menschen zu verstehen. Ganz ehrlich: es ist nicht einfach, die Menschen in ihrer Verschiedenheit zu akzeptieren. Aber zu versuchen, sie positiv wahrzunehmen und uns für sie zu öffnen, das hat Jesus uns vorgemacht. Wenn wir versuchen, mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften umzugehen, machen wir uns ein Stück auf den Weg, auch unbequeme Fragen zu erörtern. So wird das Motto unseres Kirchentages "Ihr sollt ein Segen sein" ein Stück Wirklichkeit. Ich lade Sie deshalb ein, in unserer Gemeinde miteinander ins Gespräch zu kommen. Wie wir das miteinander tun, hängt von Ihren Reaktionen ab. Manches braucht die öffentliche Diskussion, anderes ein stilles Gespräch unter vier Augen. Glauben Sie mir, jede Meinung ist wichtig und kann uns bei diesem Puzzle zu einem gemeinsamen Standpunkt und zu einem Handeln in unserer Gemeinde führen.
Ihr Michael-Erich Aust, Vors.d.GKR
P.S. Ein paar Materialien zum Thema liegen im Gemeindebüro bereit.


2 mal "AB" - nicht wie immer
Zwei Wochenenden im Mai hatte unsere Gemeinde unser Rüstzeitenheim in Alt-Buchhorst gemietet. Einmal für das von mir so genannte Oldie-Treffen: Für die JG, die damals, als ich Vikar in Baume war, also 1983, aktiv war. Dazu haben Norbert und Michael etwas geschrieben.(siehe nächste Seite) Und zum anderen für unsere ganz normale Frühjahrsrüste. Und weil ich vergessen habe, jemanden zu bitten, etwas zu schreiben, muß ich es also allein tun: Die Jugendlichen hatten sich bei unserer letzten Themensuche gewünscht, mal was Kreatives mit den Händen zu machen. "Lauter schöne Sachen machen" dazu sind die wöchentlichen Abendtreffen aber meist zu kurz. Darum hatte ich eingeladen zum Wochenende "JG kreativ". Im Nu war die Rüste wiedermal reichlich überfüllt. Bei wechselhaftem Wetter waren wir dann tatsächlich kreativ. Manche ließen sich von mir und unserer Ausstellung in der Kirche anstecken und begannen "Objekte in Holz" zu bearbeiten, anderen brachten anderen das Stricken oder Freundschaftsbänderknüpfen bei. Es wurde getöpfert und mal wirklich kreativ gekocht, wozu ja sonst bei Themenwochenenden keine Zeit ist. Ja, selbst der Gottesdienst am Sonntag war von etwas anderer Art. Für gewöhnlich bringen wir in den Gottesdienst all das ein, was wir thematisch am Wochenende gemacht haben, was immer sehr abwechslungsreich ist. Doch diesmal sorgte eine andere Macht für Abwechslung. Wir begannen draußen unterm Kreuz, mußten dann aber fluchtartig nach drinnen. Der Platzregen, der uns überraschte machte diesen Wechsel notwendig. Ansonsten alles wie immer: Kanufahren, Baden und nächtelang am Lagerfeuer sitzen. Alles in allem wieder einmal ein gelungenes Wochenende. Für mich ein bißchen mit Wehmut, denn ich werde im Herbst, wenn Frau Böhnke in den Ruhestand geht die Jugendarbeit in jüngere Hände legen. Paulus Hecker, der neue Entsendungspfarrer von Treptow, der am 1.Juni sein Amt antritt, wird dann diese Arbeit übernehmen. Davon mehr im nächsten Monatsgruß.
Pfarrer Reinhard Kees


Wiedersehen nach langer Zeit - Streiflichter eines nicht alltäglichen Treffens

Neugierig und teils auch überraschte Blicke gab es viele vom 09. - 11. Mai im Rüstzeitheim am Möllensee in Alt Buchhorst bei Erkner. Dank einer glänzenden Idee von Torsten Strauß, Kay Lang und Andreas Ebel und fast einem Jahr (!) Vorbereitung traf sich der Junge Gemeinde-Kreis der "Älteren" aus den Jahren 1981 - 1986. Aus allen Himmelsrichtungen waren sie gekommen, über 30 Leute, einige sogar bis zu 700 km weit. Beim Vorstellungsabend am Freitag knüpften wir auf Anregung unseres damaligen Vikars und heutigen Pfarrers Reinhard Kees (ihm auch einen Dank für die Bestellung des Heimes) aus bunten Schnüren ein Netz und erzählten dabei aus unserem Leben und was uns Glaube und Kirche heute wie damals bedeuteten. Für alle war Junge Gemeinde eine wichtige Station gewesen bei der Suche nach dem Sinn des Lebens und hatte Antwort auf viele Fragen gegeben, die uns damals bewegt hatten, auch wenn viele mit der Kirche im herkömmlichen Sinn nicht verbunden gewesen waren und sind. Die letzten Gespräche verklangen erst im Morgengrauen des nächsten Tages. Nach einem leckeren Brunch am Sonnabendvormittag spazierten wir einer alten Tradition folgend um den Möllensee. Zeit für Gespräche mit diesem und jenem...Am Ende war es eine dreistündige Tour geworden und wir hatten immer mehr gemerkt, daß der Geist von damals unsere Herzen noch immer verband, gleich dem Netz, das wir am Vorabend geknüpft hatten. - "Film ab!". Hieß es dann. In einem einstündigen Schmalfilm aus dem Jahre 1984 - 1985 ließen wir einige Stationen unserer Rüstzeiten und Ausflüge noch einmal Revue passieren. Nach reichlich Gelächter gab es am Ende viel Applaus für den Produzenten. Beim abendlichen Grillen am Lagerfeuer tauchte noch ein unverhoffter Gast auf, den wir freudig begrüßten: Friedlieb Anklam. Am Sonntagmorgen drehten wieder einige Unerschrockene ihre Runden im See. Leider hieß es an diesem Tag auch Abschied nehmen und so entschwand einer nach dem anderen aus unseren Augen, nicht aber aus unseren Herzen. Bis zum nächsten Wiedersehen in dieser Runde wollen wir keine 20 Jahre mehr verstreichen lassen. Michael Ziebarth und Norbert Selig


Konfirmation 2003
Zweieinhalb Jahre haben die Jugendlichen aus Baumschulenweg und Treptow und sogar einige aus Späthsfelde, die also eigentlich nach Johannisthal gehören, am Konfirmandenunterricht teilgenommen. Zur Zeit sind sie schon in der Jüngeren Jungen Gemeinde, die sich montags in Johannisthal trifft. Sie wollen am Pfingstsonntag in unserer Kirche konfirmiert werden. Da ein Jugendlicher im Johannisthaler Posaunenchor mitwirkt, hat dieser beschlossen, den Gottesdienst festlich mitzugestalten. Ebenso wird wieder der Jugendchor unter Leitung des Johannisthaler Kantors Herrn Fehland singen. Darum haben die zwei Johannisthaler Jugendlichen, die dort Konfirmandenunterricht hatten, beschlossen, sich auch in Baumschulenweg mit den anderen konfirmieren zu lassen. Wie in jedem Jahr stellen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Fotos und dem von ihnen selbst erarbeiteten Glaubensbekenntnis vor. Wir haben es am 23. und 24. Mai erarbeitet.

Gott ist der Vater von Jesus Christus und allen Menschen, die höchste Macht, die aus allem, auch aus Bösem Gutes entstehen lassen kann. Er schenkt uns Geborgenheit und Vertrauen. Der Herr, unser liebevoller Schöpfer nimmt uns unsere Angst und hilft uns in der Not. Auch wenn wir manchmal an ihm zweifeln, weil es immer und überall Not und Leid auf der Welt gibt, vertrauen wir ihm.Wir glauben an ihn. Jesus, Gottes Sohn, ist der Vermittler zwischen Gott und den Menschen, Verkündiger seiner Wunder. Er brachte uns Gottes Liebe und Vergebung und rettete uns durch seinen Tod aus Schuld und so vor Strafe. Er ist unser Messias. Wir vertrauen ihm, Wir glauben an ihn. Die christliche Kirche ist unsere Gemeinde, in der wir gemeinsam unseren Glauben leben. Sie nimmt uns auf und schenkt uns Gemeinschaft. In ihr wirkt Gott durch seinen heiligen Geist, der uns ansteckt, Kraft und Mut gibt und uns motiviert, zu glauben und christlich zu leben. Wir vertrauen ihm, Wir glauben an ihn.
Anina Kortboyer Jonathan Homola Beatrice Cornelius
Georg Wächter Hannes Schneider Maria Wise
Lisa Planer-Friedrich Markus Müller Philipp Kirmis


Die Nachbarn haben Geburtstag - Jubiläum in Johannisthal
Am letzten Wochenende im Juni feiert Johannisthal sein 250. Jubiläum. Das Programm ist sehr vielseitig. So wird es unter anderem ein großes Straßenfest und auch ein Jubiläumskonzert in der Johannisthaler Kirche geben. Nach dem Kirchentag werden wir an der Informationstafel vor dem Gemeindebüro genauere Informationen über das Programm dieses Jubiläums aushängen.
Tordis Kober


"Objekte in Ton und Holz"
Ausstellung in der Kirche "Zum Vaterhaus", Baumschulenweg Holz ist nicht nur ein Material, es ist eine gute Gabe Gottes. Es ist oft schon selbst ein Kunstwerk, so wie es gewachsen ist. Keiner kann das besser vermitteln als Hans-Helmut Müller, ein pensionierter Bühnenbauer der Komischen Oper aus Felsensteins Zeiten und immer noch aktiver Maler und Kunstpädagoge. Es gibt so viele Schönheiten der Natur, eben Objekte in Holz, die man nur ein wenig bearbeiten muß, um aus ihnen "Sehenswürdigkeiten" zu machen. Einige Kunstwerke der Natur aus dem VHS-Kurs "Objekte in Holz" sind in der Kirche Baumschulenweg und im Gemeindersaal kombiniert mit "Objekten in Ton" von Tina Bach und Fotos von Bäumen von Antje Eberhardt zu sehen. Noch vor einem Jahrzehnt arbeitete und lebte die Berliner Keramikerin Tina Bach in Argentinien. Acht Jahre konnte sie mit einem selbstgebauten Holzbrandofen arbeiten und mit Formen und Glasuren experimentieren. Die schlechte wirtschaftliche Situation Argentiniens veranlassten die Kunsthandwerkerin 1995 nach Berlin zurückzukehren. Seit 1997 betreibt sie die Keramikwerkstatt Quarzsprung in Berlin-Kreuzberg am Heinrichplatz. Herausragend sind bei Tina Bach sicherlich die Arbeiten aus gemischten Tonen, eine Technik die sie in Berlin wiederentdeckt und weiterentwickelt hat. Die sparsam glasierten keramischen Arbeiten appellieren insbesondere an den Tastsinn, der in unseren Zeiten ein wenig zu kurz kommt. Nicht umsonst spricht die Künstlerin dabei von "Barfußlaufen mit den Händen". Wir laden Sie herzlich ein, sich von den Ausstellungsstücken inspirieren zu lassen. Die Ausstellung ist zu besichtigen vor und nach den Andachten und vor und nach dem Gottesdienst sowie im und während des Nachtcafès. Einige Werke von Tina Bach kann man auch kaufen.



Wir sind dankbar und glücklich, dass er bei uns ist! Silke Ollenburg-Günther und Robert Günther


Kinderrüste in Lückendorf
Ich rufe, aber du antwortest nicht... Ich bin wie ein zerbrochenes Gefäß - Du hast meine Klage verwandelt in Tanzen Zwischen diesen Aussagen aus den Psalmen bewegten sich unsere Gedanken. Wir, das waren Kinder und Erwachsene aus unserer Gemeinde. In der Woche vor Ostern fuhren wir, wie schon oft, nach Lückendorf. Schon die Fahrt im Zug war schön - Lückendorf zeigte sich im schönsten Frühlingsgewand. Thematisch beschäftigten wir uns mit Klagepsalmen, die uns trotzdem nicht in der Klage ließen, sondern die uns Wege in das Vertrauen zeigten. Die Kinder wählten sich Worte aus, die sie schrieben, malten und auch in Pantomime gestalteten. Besonders eindrucksvoll war für uns alle, dass die Kinder bereit waren, sich so intensiv auf die Psalmen einzulassen. Natürlich kam das Spielen und Wandern nicht zu kurz. Mit vielen schönen Erfahrungen, mit dem Wunsch bald wieder nach Lückendorf zu fahren, kamen wir nach Hause.


Ausstellung mit Werken von Jana Wienerová
In den Sommermonaten (genau vom 15. Juni bis zum 14. September) werden im Vorraum der Bekenntniskirche in Treptow Werke der Grafikerin Jana Wienerová aus Prag zu sehen sein - in der Regel donnerstags vor und nach den regelmäßig stattfindenden "30 Minuten Orgelmusik" und natürlich sonntags vor und nach den Gottesdiensten, oder auch nach Vereinbarung mit Herrn Fredrich. Jana Wienerová wurde am 03. April 1953 in Tachov geboren, war Pfarrerin in Prag (Tschechoslowakische Hussitische Kirche) und von 1984 bis 2000 Redakteurin des kirchlichen Wochenblattes "Ceský zápas". Sie hatte 13 selbsständige Ausstellungen - u.a. in Belgien und Polen - und mehrere Ausstellungen zusammen mit anderen Künstlern; in der Zeit von 1983 bis 1998 hat sie mehrere Kirchen und Gemeindehäuser mit Wandmalereien versehen und 27 Bücher illustriert (www.sca-art.cz). Frau Wienerová hat eine Tochter und einen Sohn, ihr Ehemann ist Blindenpädagoge und Mobilitätstrainer an der Karlsuniversität Prag. Wir hoffen, dass es Frau Wienerová möglich sein wird, in der Zeit der Ausstellung an einem unserer Gottesdienste teilzunehmen und etwas über ihre Werke zu sagen. (Aus dem Monatsgruß von Treptow)


Goldene Konfirmation
Am 22. Juni wollen wir das Jubiläum der Goldenen Konfirmation mit einem Abendmahlsgottesdienst feiern. Wir bitten alle, die 1953 konfirmiert worden sind und noch immer dem Glauben und der Kirche die Treue halten, sich am besten mit dem Konfirmationsspruch im Gemeindebüro zu melden. Wir laden nicht nur die ein, die vor 50 Jahren in Baumschulenweg konfirmiert worden sind, sondern alle, die vor 50 Jahren wo auch immer, den selbstständigen Weg in den Glauben und die Gemeinschaft der Christen gegangen sind. Auch wenn sie in Ihren damaligen Heimatgemeinden vielleicht schon Goldene Konfirmation gefeiert haben, sind Sie herzlich eingeladen. Reinhard Kees


Unterwegs zu Partnern im Südlichen Afrika - Reise nach Swaziland
Etwa 25 Gemeindeglieder aus unserem Kirchenkreis und dem KK Charlottenburg sind der Einladung des Swazilandarbeitskreises gefolgt und bereiten sich schon seit Monaten unter der Leitung von Veit Böhnke auf die im Juli bevorstehende Reise zur Lutherischen Kirche im Swaziland vor. Da ein Großteil der Teilnehmenden aus unserer Region stammt, werden die Reisenden am Sonntag, den 15.Juni, im Gottesdienst in Johannisthal mit einem Reisesegen verabschiedet. Dazu hat uns die Johannisthaler Nachbargemeinde eingeladen. Wir sprechen im Gegenzug die Einladung aus für den 14.September in Baumschulenweg, wo wir dann im Gottesdienst von unserer Reise berichten werden.


Nachlese zum Ökumenischen Kirchentag am 10. Juni um 19.00 Uhr
Zu einer Nachlese des ersten Ökumenischen Kirchentages lädt der Arbeitskreis ökumenische Partnerschaft alle Mitwirkenden unserer Gemeinde und auch alle die herzlich ein, die ein Quartier gegeben haben. Wir wollen unsere Erfahrungen und Erlebnisse austauschen und uns so noch ein wenig mehr über das hinaus, was wir selbst erlebt haben, bereichern. Außerdem wollen wir so Danke sagen allen, die geholfen haben, dass alles gelingen kann. Vielleicht gelingt es uns ja, jemanden aus dem Vorbereitungsteam des ÖKT dazu einzuladen.


Auf den Spuren des Apostel Paulus durch Griechenland Planungen für eine Reise vom 26.4. bis 5./6.5.2004
Viele, die damals mit mir auf den Spuren des Apostel Paulus durch Kleinasien gereist sind, haben mich gebeten, eine entsprechende Reise einmal durch Griechenland zu organisieren. Nun habe ich das in Angriff genommen, habe mit Biblisch Reisen Kontakt aufgenommen und ein Angebot für eine 10 tägige Reise erhalten: Flug nach Thessaloniki, dann Kavalla, Philippi, Amphipolis, Vergina, Kalambaka, Meteoraklöster, Delphi, Osios Lukas, Olympia, Tolon, Epidauros, Nauplia, Mykene, Korinth, Athen von dort Rückflug. Das sind die zunächst grob geplanten Stationen. Auf alle Fälle soll es wieder die Möglichkeit geben, an einem orthodoxen Gottesdienst teilzunehmen und mit orthodoxen Christen ins Gespräch zu kommen. (Ich habe schon angefangen Neugriechisch zu lernen.) Da der erste Mai mit einbegriffen ist, an dem alle staatlichen Museen in Griechenland geschlossen sind, empfiehlt es sich, einen Tag anzuhängen und 11 Tage zu planen. Wieder wollen wir unsere niederländischen Freunde mit einladen, die dann von Düsseldorf abfliegen und uns in Tessalonich treffen. Die Reise kostet incl. Flug und Bus und Unterbringung in Doppelzimmer, Halbpension je nachdem, wie viele mitkommen zwischen 1.110 bis 1.220 Euro. Einzelzimmerzuschlag 140 Euro. Ich hoffe, wir bekommen eine stattliche Reisegruppe zusammen. Wenn nicht aus unserer Gemeinde allein, gehe ich "an die Hecken und Zäune" und frage in der Region oder im Kirchenkreis. Also, signalisieren Sie mir Ihr Interesse möglichst bald. Biblisch Reisen hat gute Rücktrittsbedingungen, so dass bei Krankheit oder anderen Zwischenfällen Ihnen keine Kosten entstehen.
Ihr Pfarrer Reinhard Kees