Monatsgruß September 2003
 Monatsspruch
 ICH KANN, WAS ICH TU.
 Johannisthaler Bewegungsangebote
 Sommer, Sonne, Rüstenzeit
 Besuch bei den Partnern in Swaziland
 Sozialmarkt am 06. September
 Vorfristiges Erntedankfest
 Ein neues Gesicht - aber nur für kurze Zeit
 Gemeindeabend zur Charta oecumenica
 Wechsel in der Konfirmanden- und Jugendarbeit
 einladung
 Wechsel in der Konfirmanden- und Jugendarbeit
 12 Jahre Aktionskreis "Kinder von Tschernobyl"
 Dank und Einladung
 Ein Orgelkonzert der Kantoren
 Kreiskirchenchortag in Lichtenberg
 Konzert mit dem russischen Akkordeon-Virtuosen
 Fürbitte
 Termine

Monatsspruch
Was wir hörten und erfuhren, was uns die Väter erzählten, das wollen wir unseren Kindern nicht verbergen. Psalm 78,3.4
Gibt es das noch: die Generationen sitzen zusammen und erzählen von früher, vielleicht sogar drei Generationen: Großeltern, Eltern, Kinder? Ich habe in der siebenten Klasse angefangen Kaffee zu trinken, und zwar nicht, weil der mir so besonders geschmeckt hat. Wenn meine Mutter den Mittagsabwasch geschafft hatte, kochte sie sich eine Tasse Kaffee. Und wenn ich die Hausaufgaben erledigt hatte, setzte ich mich manchmal dazu. Später wurde daraus eine Gewohnheit. Bald saßen wir jeden Nachmittag am Küchentisch beim Kaffee und sie erzählte eigentlich fast immer von früher. Und weil es so gemütlich war und sie von früher erzählte, setzten sich auch manchmal meine Freunde dazu. Manchmal sogar, wenn ich nicht dabei war. Daran erinnern sie sich noch heute gern. Gibt es das noch, daß Eltern ihre Erfahrungen und die Erfahrungen der Groß- und Urgroßeltern weitergeben? Gibt es das noch, daß Jugendliche sich dafür interessieren, zuhören, fragen? Nun geht es in unserem Monatsspruch, wie man sich denken kann, nicht um irgendwelche Erfahrungen der Vergangenheit, sondern um die Erfahrungen mit Gott. Der Vers geht weiter: "... wir verkündigen dem kommenden Geschlecht den Ruhm des Herrn und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat." Gibt es das noch, daß Eltern ihre Erfahrungen mit Gott an die Kinder weitergeben. Wenn sie kaum noch über ihre nicht geistlichen Erfahrungen reden, wieviel mehr werden sie von den geistlichen Erfahrungen schweigen. Und wenn sie reden, wer hört zu? Gibt es das noch, daß Kinder und Jugendliche danach fragen? Vom eigenen Glauben reden, das ist schon schwer. Aber gar noch kindgemäß den Kindern davon etwas sagen, das ist noch schwerer. Und wovon können wir denn überhaupt wie erzählen? Wer hat schon eigene Erfahrungen mit Gott gemacht? Und wer kann, wenn er solch geistliche Erfahrungen gemacht hat, sie ausdrücken, davon reden? Im alten Israel war es anders. Da hat man sich eben die Erfahrungen der Väter und Mütter zu eigen gemacht. Nicht nur die, sondern die Erfahrungen aller vergangenen Generationen, auch wenn sie weit, ja sehr weit zurückliegen. Das zeigt die Passahliturgie, die an den Auszug aus Ägypten erinnert: Der Jüngste im Raum fragt: "Warum tun wir das alles: bittere Kräuter essen und dergleichen?" Darauf antwortet der Familienvater: "Mein Vater war ein wandernder Aramäer..." und er meint damit den Stammvater Abraham - und erzählt dann die Geschichte von der Sklaverei in Ägypten und der Befreiung durch Gott. Was können wir erzählen? Nun, unser Exodus, unsere Befreiung ist die Jesusgeschichte. Geschichten von Jesus erzählen, seine Taten, seine Gleichnisse, sein Leiden, Sterben und seine Auferstehen, das kann jeder und jede. Man kann es auch aus einer Kinderbibel vorlesen - das kann auch jeder und jede. In Russland ist das die Aufgabe der Babuschka, die hatte Zeit und Glauben - aber wer lebt schon bei uns mit den Großeltern unter einem Dach. Und dann bezeugen, daß das auch was mit mir selbst zu tun hat, wie und wann der Glaube getragen, durchgetragen hat, authentisch Zeugnis geben, vielleicht werden da die Kinder und Jugendlichen aufmerksam. Vielleicht lernen sie dabei den Glauben zu trinken, wie ich damals den Kaffee. Übrigens, ich habe bei meinen nachmittäglichen Kaffeestündchen mit meiner Mutter eine Menge von ihrem einfachen, schlichten Glauben mitbekommen. Sonst wäre ich vielleicht heute nicht so, wie ich bin. Dafür bin ich dankbar. Ich wünsche mir, daß ich und Sie das auch können: den Glauben zu trinken geben.
Ihr Pfarrer Reinhard Kees


ICH KANN, WAS ICH TU.
Raum für mein ehrenamtliches Engagement Wir wollen mit unseren Erfahrungen neue Wege gehen. Der Kirchenkreis lädt alle Mitarbeitenden ein, die Ehrenamtlichen und Festangestellten, mit ihren Erfahrungen, Fragen, Vorschlägen und Anliegen teilzunehmen. Ehrenamtliche und Hauptamtliche suchen nach neuen Möglichkeiten, Gemeindeleben zu gestalten. Es ist wichtig, klare Strukturen zu schaffen. Wer ist wann und wofür in der Gemeindearbeit verantwortlich? Wie ist es mit der Verbindlichkeit der übernommenen Arbeit? Auf der Veranstaltung tauschen wir unsere Erfahrungen über ehrenamtliche Arbeit aus. Wir entwickeln Kommunikationsstrukturen und unterschiedliche Ansätze in den Gemeinden weiter.

Die Veranstaltung wird verantwortet von:
Frau Superintendentin Forck,
Frau Pfarrerin Graap,
Frau Kantorin Kruppke

Begleitet wird die Veranstaltung von Michael Pannwitz aus Berlin, der inzwischen 90-fache open space Erfahrung hat. Open space ist eine angemessene Methode, um aus dem reichen Schatz der Erfahrungen mit ehrenamtlicher Arbeit zu schöpfen. Es wird davon ausgegangen, dass alle beteiligten Personen Kenntnisse und Erfahrungen haben, so dass es nicht nötig ist, theoretische Kenntnisse in Form von Vorträgen einzuholen. Die ergebnisorientierte Arbeit zum Thema kann sofort stattfinden.
Ort: Superintendentur, Schottstr. 6
Tel: 577 986 33 Fax: 577 986 15
Nähe U-Bahnhof Magdalenenstr., S-Bahnhof Lichtenberg
Zeit: Freitag, 24. Oktober von 16.30 Uhr bis 21.00 Uhr
eine untengültige Freistellung kann für Berufstätige ausgestellt werden.
Sonnabend von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Sonntag von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Kosten: Wir sind eingeladen. Für das Essen wird vor Ort eine Spende erbeten. Anmeldungen: bitte bis zum 20. Oktober an die Superintendentur - Anmeldungsformulare können Sie im Gemeindebüro erhalten.



Johannisthaler Bewegungsangebote mit Frau Jerosch

Ab 2. September jeweils dienstags
von 18.00 Uhr - 19.00 Uhr für rüstige RentnerInnen
von 19.15 Uhr - 20.15 Uhr für besonders aktive Frauen
von 20.30 Uhr - 21.30 Uhr speziell für Männer

Mitzubringen sind leichtes, bequemes Schuhwerk und 3,00 Euro


Sommer, Sonne, Rüstenzeit

Wenn man die Leute aus den JG´s Baume, Jo´thal und Treptow fragt, was sie in der letzten Ferienwoche vorhaben, gibt es für die meisten nur eine Antwort...auf zur Sommerrüste. Und dieses Jahr sollte uns diese an den schönen Ort Mötzow führen, wo wir tatsächlich auf die letzten Tage nochmal richtig ausspannen konnten. Aber wer jetzt denkt, wir hätten ausschließlich gefaulenzt, irrt sich , denn natürlich gab es, wie bei jeder anderen Rüste auch diesmal ein Thema - "...und erlöse uns vom Bösen - der oder das Böse?"



Fragen über Fragen wurden mit diesem Thema aufgegriffen und wir sind leider nur selten zu einer Antwort gekommen, mit der alle übereinstimmten. Es war aber auf jeden Fall interessant, mal die Meinung der anderen hören zu können und sich dann selbst eine Meinung dazu zu bilden. Natürlich haben wir nicht nur diskutiert. Es wurden zu vielen Themen auch Rollenspiele angefertigt die unter anderem sehr lustig waren. Auch Plakate wurden angefertigt, die sehr zum Nachdenken anregten. Nach einem solch arbeitsreichen Vormittag ging es am Nachmittag eher ruhig zu. Einige fanden sich draußen zu einem kleinen Volleyballspiel zusammen und andere setzten sich auf die Wiese zur Wasserpfeife, um dort eventuell noch weiter über das Thema zu philosophieren. Die Abende verbrachten die meisten mit Kartenspielen, Schachspielen oder einfach nur in Pullovern eingekuschelt auf der Wiese liegend und nach Sternschnuppen suchend. Leider hatte am letzten Abend das mit dem Lagerfeuer nicht so geklappt wie wir uns das erhofft hatten, da Waldbrandstufe 4 herrschte und bis auf ein kleines Glühen der Hölzer uns nicht mehr blieb. Allerdings war niemandem kalt, da alle kräftig mitsangen als der Chor seine schönsten Lieder zum Besten gab. Ich denke, diese Rüste hat die Gruppe wieder mal etwas näher gebracht und einigen geholfen ihren Glauben zu erweitern. Ich persöhnlich freue mich schon auf die nächste Rüste und hoffe, - nicht erst dann - alle wieder zu sehen.
Conny

Besuch bei den Partnern in Swaziland 6. - 20. Juli 2003
Eindrücke Es ist 18 Uhr und stockfinster. Wir, 23 Reisende aus Berliner Ev. Gemeinden mit drei gemieteten Kleinbussen, kommen von Johannisburg nach 500 km Fahrt an die Grenzstation. Die Formalitäten gehen schnell. Wir sind an unserem Ziel angelangt - in Swaziland! Hier wollen wir Partner besuchen. Die Straße ist breit, glatt und mit Tiefstrahlern festlich hell erleuchtet - einige Kilometer - dann ist es wieder finster. Zu unserem Quartier, einem Schulungsheim der lutherischen Kirche, führt ein Sandweg, der schwer zu finden ist. In Mbabane, der Hauptstadt mit ca. 52 000 Einwohnern und höchstens 2-stöckigen Häusern, gehen wir als erstes zur Post, die sich in einem Einkaufszentrum befindet. Es ist fast wie zu Hause - u.a. gibt es dort ein Internet-Café und in einer SPAR-Filiale lockt das gleiche Angebot wie bei uns die Käufer - nur haben sie hier eine dunkelbraune Hautfarbe. Für Swazis ist alles sehr teuer, denn die Gehälter sind für uns unvorstellbar niedrig. Staatsbeamte und Lehrer verdienen mehr, sie können die Waren kaufen, erfahren wir. Das Wochenende verleben wir in Familien der verschiedenen Kirchengemeinden auf dem Land. Es ist eine faszinierende Landschaft - der leuchtend rote Boden mit den riesigen grünen Avokadobäumen unter dem strahlend blauen Himmel. Um dorthin zu gelangen, benutzen wir teilweise öffentliche Verkehrsmittel: Wir stehen an der Straße. Irgendwann kommt ein Kleinbus. Wir steigen ein. An fast jeder Straßenecke wird gehalten, Leute klettern herein mit Taschen, Säcken und Körben. 19 Mitfahrer haben Platz in so einem Bus, der für 8 bestimmt ist.
Als wir Freitagmittag in Mbekelweni beim Pastor ankommen, ist er gerade dabei, Mais zu reinigen. Mais und alles vom Huhn sind die Hauptnahrungsmittel in Swaziland. Auf dem kleinen - jetzt im Winter abgeernteten - Maisfeld hinter dem Haus scharrt die Henne mit einem Schwarm ihrer winzigen Küken. Die Maiskolben trocknen auf einem Holzgestell. Die Frau und drei Kinder pulen in der Stube die Körner aus den Kolben, während der Vater den Wind nutzt, um die Spreu vom Mais zu trennen. Später wird der Mais mit einer großen Handmühle zu Mehl gemahlen. Wir ziehen die Jacke aus und helfen mit. Es ist für uns gleichzeitig Spaß und Betroffenheit. Denn es ist uns bewusst, dass sich die Bewohner des Dorfes durch harte, schwere Arbeit bemühen, die Familie vor dem Hunger zu bewahren. Im vorigen Jahr gab es eine Dürre und viele Menschen mussten über Hilfsorganisationen mit der nötigsten Nahrung versorgt werden. Am Nachmittag holt uns dann unser Gastgeber, ein 23jähriger junger Mann, beim Pastor ab. Die Frau des Pastors begleitet uns. Unterwegs begrüßt sie Frauen des Dorfes, die Krüge oder Kartons mit ihrem Einkauf auf dem Kopf tragen. Während wir mit unserem Gepäck fast 1 km in der Sonne durch das Dorf laufen, fährt der Pastor mit dem Auto hinterher. Er holt ein Familienmitglied zu einer Beerdigung ab. Fast jeden Tag findet im Dorf eine Beerdigung statt, da fast 40% der Bevölkerung von Aids betroffen sind. Die ganze Nacht wird ein Fest für den Verstorbenen gefeiert mit Gesängen und Tänzen, im Morgengrauen wird er dann in das Grab gesenkt, erzählt uns unser Gastgeber.
Er selbst hat nach dem Abschluss der Highschool vor drei Jahren keine Arbeit gefunden, er lebt mit seinen Brüdern und der Großmutter in dem Haus. Die jüngsten Geschwister wohnen mit der Mutter in einem anderen kleinen Haus auf dem Hof. Diese Wohnweise, mehrere Häuser für die Familie zu bauen anstatt eines großen, hat sich aus der Tradition entwickelt. Die männlichen und weiblichen Angehörigen eines Clans lebten getrennt in runden Krals aus Reedgras, erfahren wir später im Freiluftmuseum. Die Großmutter ist im Familienclan die größte Respektsperson. Ihr Wort hat Gewicht. Kinder werden geschlagen, wenn sie nicht parieren. Wenn sie aber bei der Großmutter Schutz suchen, sind sie immun.
Wir begrüßen die Großmutter unseres Gastgebers. In den letzten Tagen haben wir sehr viele traurige Gesichter gesehen. Auch die Kinder in der Vorschule, die wir besuchten, haben nicht gelacht. Aber das Gesicht dieser Großmutter werde ich nicht vergessen. Ihr Mund versucht ein Lächeln, aber die Augen blicken so traurig, als ob sie erfahrenes Leid nicht verkraften können. Ihre schmale Gestalt, ihre langsamen Bewegungen wirken auf mich so abwesend, als ob sie diese Welt schon verlassen hat.
Partnerschaft! Wir möchten irgendwie helfen - aber wie?
Regina Burow, Johannisthal


Wer mehr über die Reise erfahren möchte sei herzlich eingeladen zum Gottesdienst Gemeinde 2003 am 14.September um 10 Uhr, in dem die Teilnehmer der Reise zu Wort kommen und der Leiter des Swaziarbeitskreises Veit Böhnke predigen wird. Auch wird ein kurzer Ausschnitt des von Pfarrer Kees aufgenommenen, geschnittenen und kommentierten ca. 1 ½ stündigen Video über die Reise und die Situation im Swaziland gezeigt. Wer das ganze Video sehen will, sei eingeladen am 18.9 um 20 Uhr zu einem JG- und Gemeindeabend. Danach gibt es Gelegenheit zum Gespräch und zum Anschauen weiterer Bilder.


Sozialmarkt am 06. September von 11.00 - 17.00 Uhr
Endlich findet der Sozialmarkt wieder vor unseren Kirchentüren statt. Neben vielen anderen diakonischen Einrichtungen wird auch unser Weltladen und der Aktionskreis "Kinder von Tschernobyl" mit je einem Stand vertreten sein. Wie bisher gibt es wieder viele Informationen in Form einer Ausstellung, einem Basar mit zum Teil original russischen Angeboten, Tee aus dem Samowar sowie Kaffee und Kuchen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns wieder mit Kuchen unterstützen können, den Sie bitte im Gemeindebüro abgeben. Alles Gute und ein frohes Gelingen wünscht
Ursula Kaeks


Vorfristiges Erntedankfest am 28. September
Wegen der Ferien eine Woche eher als alle anderen wollen wir mit einem Gottesdienst für Kinder und Erwachsene das Erntedankfest feiern. Dazu wollen wir mit Erntegaben den Altarraum festlich schmücken. Wer uns dabei mit Blumen oder Früchten aus den Gärten unterstützen möchte, kann diese am Freitag vormittag oder am Samstag zwischen 16.30 und 17.00 Uhr in der Kirche abgeben. Und noch ein Hinweis: In den letzten Jahren haben wir immer so herrliche Kürbisse bekommen. Wer davon etwas nach Erntedankfest mitnehmen möchte melde sich bitte im Gemeindebüro. Wir können in der Gemeinde durch die Herbstferien nicht alles verbrauchen und es wäre sehr schade, wenn die Erntegaben deshalb verderben würden. Tordis Kober


Ein neues Gesicht - aber nur für kurze Zeit
Im September haben wir einen Praktikanten der Evangelischen Fachhochschule Berlin. Gregor Nause, Jahrgang 1981, studiert dort im dritten Semester Gemeindepädagogik. Er wohnt seit einem Jahr in unserem Gemeindebereich und hat sich nicht nur deshalb uns für das Gemeindepraktikum auserkoren, sondern weil er, wie er mir sagte unseren Begrüßungsflyer und unseren Monatsgruss gelesen hat. Wir wünschen ihm gute Eindrücke, neue Erkenntnisse und einen Motivationsschub für seinen weiteren Ausbildungsgang.


Gemeindeabend zur Charta oecumenica 9.September um 19.30 Uhr
Beim Ökumenischen Kirchentag gab es einen ökumenischen Höhepunkt. In einem feierlichen Gottesdienst haben bei einer feierlichen Zeremonie die Kirchen Deutschlands, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammenarbeiten, ein Dokument unterschrieben, das eigentlich längst unterzeichnet war, die Charta oecumenica. Die Europäische Katholische Bischofskonferenz und die Konferenz Europäischer Kirchen hatten diesen Text erarbeitet und in Strassbourg längst unterzeichnet und so für Europa in Geltung gesetzt. Warum also die Feier während des Kirchentages? Weil eine Charta kein Gesetz ist, das von oben nach unten durchgesetzt wird, sondern eine Art Selbstverpflichtung, eine Verpflichtung auf Werte und Verhaltensweisen - hier im Miteinander der christlichen Kirchen - zu der sich eben die unterzeichnenden Kirchen selbst verpflichten. So gesehen, müßte es auch einen entsprechenden Unterzeichnungsakt auf der Berlin-Brandenburgischen Ebene geben, ja sogar einen auf Gemeindeebene. Ich möchte Ihnen am 9.September um 19.30 Uhr bei einem Gemeindeabend die Charta oecumenica vorstellen, und mit Ihnen und dem Arbeitskreis ökumenische Partnerschaft gemeinsam überlegen, wie wir Anregungen der Charta oecumenica in unserem Bereich umsetzen. Vorher trifft sich um 19 Uhr bereits der AköP um letzte Dinge bezüglich der bevorstehenden Reise zu besprechen.
R.Kees


Einladung
Wie im letzten Monatsgruß berichtet, werden die Johannisthaler "Gespräche über den Glauben" in neuer Form und in neuer Besetzung weitergeführt. Da bereits viele der alten Kursteilnehmer Interesse bekundet haben und dieses Angebot aber auch offen ist für Hinzukommende aus unserer Region, wird jede Runde wieder doppelt angeboten: einmal in Baumschulenweg (Baumschulenstr. 82/83) und einmal in Johannisthal (Sterndamm 90). Ein Wechsel zwischen den Veranstaltungsorten und damit auch zwischen den Gruppen ist möglich. Wir beginnen generell Freitagabend 18 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen und beenden gegen 21 Uhr den Abend. Am Samstag starten wir mit einer Andacht um 9 Uhr und schließen gegen 16 Uhr. Für Abendessen, Mittagessen und Kaffeetrinken erbitten wir einen Teilnehmerbeitrag von 5 Euro je Treffen.

Termine 2003/ 2004

  in B'weg   in Johthal
0- Runde 12./ 13.09.   31.10./ 01.11.
1. Runde 16./ 17.01.   30./ 31.01.
2. Runde 19./ 20.03.   26./ 27. 03.
3. Runde 17./ 18.09.   29./ 30.10.


In der 0-Runde geht es in erster Linie um ein Kennenlernen und das Planen des Jahres 2004 und um "Die Orthodoxie - die "vergessene" Schwesterkirche".
Für das Jahr 2004 sind je 3 Treffen geplant. Zwei Themen stehen zur Auswahl, worüber im Herbst entschieden werden soll:

1) Die Zukunft des Religiösen oder
2) Die Heiligkeit des Lebens.

Wenn Sie an den Gesprächen über den Glauben teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro Johannisthal, Tel: 636 13 48, Fax: 6390 5892 oder bei Frau Baukhage, Redwitzgang 16, 12487 Berlin, Tel: 636 93 57 oder im Gemeindebüro Baumschulenweg Tel.: 532 8196 an, damit wir vor allem die Verpflegung planen können. Wir freuen uns auf interessante Gespräche über den Glauben mit Ihnen: Jürgen Huhn, Armin Vergens, Reinhard Kees Alle Baumschulenweger Gemeindeglieder, die bisher an den Gemeindeseminaren bzw. den Bibelabenden teilgenommen haben seien diese Gespräche über den Glauben besonders ans Herz gelegt. Außerdem lade ich Sie alle herzlich ein, an den nachmittäglichen Bibelstunden teilzunehmen, da die meisten Teilnehmenden ohnehin Rentner waren und es ihnen oft abends zu spät war, erscheint mir das als angebracht und günstig. Wir könnten dann beim ersten Termin im September gemeinsam überlegen, welches Biblische Buch Sie besonders interessiert, oder zu welcher Thematik wir in den Mittwochs-Nachmittags-Bibelstunden arbeiten wollen.
Ihr R.Kees


Wechsel in der Konfirmanden- und Jugendarbeit
Nun ist der Wechsel perfekt. Pfarrer Hecker aus Treptow macht für die Gemeinden Treptow, Baumschulenweg, Johannisthal und Niederschöneweide ab sofort die Konfirmanden- und Jugendarbeit. Lediglich die Konfirmanden der 9.Klasse bleiben bei Herrn Kees, weil sich da ein Wechsel nicht mehr lohnt. Pfarrer Kees, der bis dahin die Konfirmanden- und Jugendarbeit für Treptow mitgemacht hat, wird dadurch entlastet. Er wird dafür Aufgaben von Frau Böhnke übernehmen, außerdem ist angedacht, daß er ab Ende nächsten Jahres die Gemeinde Johannisthal pastoral mitversorgen soll. Pfarrer Hecker hat sich schon in einer Extremsituation bewährt: bei der Sommerrüste der JG mit rund 40 Jugendlichen fiel Pfarrer Kees wegen Krankheit kurzfristig aus - Improvisation war angesagt. Die Jugendlichen waren dennoch - oder gerade deswegen - sehr zufrieden, wie man Seite 4 entnehmen kann. Die zweite Aktivität, die dann wie geplant wieder beide durchführen werden ist die Konfirmandenrüste mit den neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden der 7.Klasse am Wochenende vom 5.-7.September. Wir wünschen Pfarrer Hecker Gottes Segen für diese wichtige Arbeit und eine glückliche Hand mit den Jugendlichen.


12 Jahre Aktionskreis "Kinder von Tschernobyl"
Tag der offenen Tür in Hirschluch am 3. August 2003 Dem Aktionskreis "Kinder von Tschernobyl" ist es wieder gelungen, 24 Kindern im Alter von 8 - 14 Jahren aus der radioaktiv verstrahlten weißrussischen Region Gomel einen herrlichen vierwöchigen Erholungsaufenthalt in Hirschluch zu ermöglichen. Am Tag der offenen Tür konnte man sich von der Begeisterung anstecken lassen, mit der alle Helfer des Aktionskreises von einem Jahr zum anderen diesen Aufenthalt organisieren. Man spürt erst vor Ort beim Zusammensein mit den Kindern und den beiden russischen Betreuerinnen, die schon einige Jahre vertraute Bezugspersonen sind, in welch großem Ausmaß hier organisiert werden muss. Wie viele Spenden an Geld und Sachwerten nötig sind, um das auf die Beine zu stellen. Alle Gäste und Ferienkinder versammelten sich zu Beginn in der kleinen Kirche und wurden herzlich begrüßt. Ein Aussiedlerchor von Rußlanddeutschen aus Fürstenwalde erfreute uns mit Gesängen, in die alle Anwesenden ab und zu einbezogen wurden. Dann durften wir uns schon zum Mittagessen unter freiem Himmel einfinden und mit Kartoffelsalat und Würstchen stärken. Eine große Besucherzahl konnte die Mengen nicht verzehren! Anschließend sahen wir einen Videofilm über den Besuch einiger Mitglieder in Gomel im Oktober vorigen Jahres. Leider war der Film so unscharf und auch im Ton unverständlich, daß ich mir stattdessen einen Bericht darüber gewünscht hätte. Die Betreuerinnen hatten mit den Kindern wieder ein kleines Programm mit Darbietungen erarbeitet. Sie erfreuten uns mit Tänzen, Liedern und Klavierspielen. Ein gemeinsames Kaffeetrinken mit einem vorzüglichen Kuchenangebot erfolgte, bevor der schöne Tag mit einer kurzen Andacht endete. Allen Helfern sei vielmals gedankt!
Lieselotte Simmer


Dank und Einladung
Am vorvergangenem Sonntag fand die Einweihung unseres Keramikkellers statt. An dieser Stelle möchte ich, auch im Namen aller "Töpferbegeisterten" noch einmal allen, die geholfen haben, sei es mit viel Arbeit und Engagement oder mit Spenden und mit guten Gedanken und Ideen danken. Ich denke, am besten wird dieser Dank durch eine rege Arbeit im Töpferraum gezeigt und so lade ich nun besonders ein zu den einmal im Monat stattfindenden Töpferabenden am Freitag. Damit wir alle viel Freude daran haben, ist es wichtig, dass ich ungefähr weiß, wer und wie viele kommen werden, damit ich alles vorbereiten kann. Der nächste Töpferabend findet am 19. Sept. ab 19.00 statt - ob dieser Termin einen zweiten am Samstag, d. 20. nach sich zieht, wird besprochen werden müssen.
Antje Eberhardt



Ein Orgelkonzert der Kantoren
des Kirchenkreises Lichtenberg/Oberspree
findet am
Donnerstag, 25. September 2003 um 20 Uhr
in der Kirche "Zur frohen Botschaft"
in Karlshorst, Weseler Straße 6 statt.

Ebenso findet dort eine Chormusik der Kantoren unseres Kirchenkreises
innerhalb der Kreiskirchenmusiktage am
Sonnabend, 27. September 2003 um 20 Uhr statt.



Kreiskirchenchortag in Lichtenberg
Am Sonntag, 28. September 2003
singen alle Chöre des Kirchenkreises in der Erlöserkirche am Nöldnerplatz.
Bitte achten Sie auf die Plakate, auf denen dann der genaue Beginn des Konzertes steht.



Konzert mit dem russischen Akkordeon-Virtuosen Professor Viktor Romanko
mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe

Samstag, den 25. Oktober 2003
Gemeindesaal in Baumschulenweg
Beginn: 17:00 Uhr
Eintritt frei - Spende erbeten


Fürbitte
Mit kirchlichem Geleit bestattet wurden:
  am 02. Juli Gerda Urban 86 Jahre
  am 15. August Werner Peichert 79 Jahre
  am 20. August Margarete Meissner 94 Jahre
  am 29. August Martha Piasetzki 90 Jahre

Getauft wurde
  am 24. August Nikolas Herwig