Monatsgruß November 2003
  Monatsspruch
  Der Schein trügt
  Eindrücke einer Reise
  Den Toten
  Ökumene aus gutem Grund
  Schließung der Beratungsstelle Glanzstasse 11
  Pogromnacht-Gedenken
  Basar in Treptow
  IN DULCI JUBILO
  Herzliche Einladung zum Martinsumzug
  Weihnachtspäckchen für Kinder in Gomel
  Brief an alle Gemeinden von Bischof Huber
  Ökumenische FriedensDekade 2003 "Teufelskreise verlassen"
  "Begräbnismotetten der Familie Bach"
  Fürbitte
  Termine

Monatsspruch
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.
Jesaja 40,8

Diese trüben, feuchten, dunklen Novembertage sind so rechte Tage, um über die Vergänglichkeit des Lebens nachzudenken. Überhaupt sind ja gerade die Tage um den Ewigkeitssonntag, oder wie er im Volksmund heißt um den Totensonntag, angefüllt mit Gedanken an den Tod, an liebe Angehörige, die wir im Laufe unseres Lebens schon haben zu Grabe tragen müssen. Diese Tage geben uns Chance zum Innehalten von all unserer Geschäftigkeit, zum Nachdenken über unsere eigene Vergänglichkeit, zum Nachdenken über das Leben und das Sterben allgemein. Trübsinnig können wir da werden. Was bleibt eigentlich, wenn wir wie das Gras verdorren, verwelken wie die Blume, die einst blühte und schön anzusehen war. Ich höre die Paukenschläge, den quälenden Rhythmus im Deutschen Requiem von Brahms: "Denn alles Fleisch, es ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blume, das Gras ist verdorret und die Blume abgefallen." Ist das alles, was wir zu sagen haben? "Was soll ich predigen?", hatte zuvor der Prophet gefragt, als Gott ihm den Auftrag gab: "Predige." Ja, was haben wir zu predigen, angesichts der Vergänglichkeit des Lebens, die in den Psalmen und unseren Kirchenliedern besungen, ja beklagt wird: "ein Blum' und fallend Laub, der Wind darüber wehet, schon ist er nicht mehr da." Was haben wir an den offenen Gräbern weiter zu sagen als das, was in den Psalmen schon steht: "Das Leben währet siebzig Jahre und wenn's hochkommt sind's achtzig Jahre." In den Volksliedern von dem Lebensbrünnlein in dem Schneegebirge wird die Sehnsucht besungen, die Sehnsucht nach ewigem Leben im hier und jetzt. "Und wer daraus getrunken, wird jung und nimmer alt." Und dann, wie schmerzhaft ist es, all die Lieben zu überleben, immer wieder von lieben Menschen Abschied zu nehmen - und dann kommt man doch irgendwann dazu, auch für sich selbst die Vergänglichkeit zu bejahen. Die Volkslieder wissen das - und wir auch. Ja, es ist die natürliche Seite unseres Geschaffenseins. Wir sind Geschöpfe, wir sind ja nicht vollkommen, anfangslos und eben auch nicht endlos. Wir sind leiblich, damit dem Werden und Vergehen unterworfen, haben einen Anfang und daher auch ein Ende. Gott sei Dank, wir leben hier und heute, wir leben in der Zeit, es gibt ein nacheinander, ein "Damals", ein "Jetzt" und ein "Morgen". Aber das Morgen gibt es eben nicht immer und immer wieder. Das letzte Stündlein, niemand kann ihm entgehen. Was sollen wir predigen? Was bleibt, wenn wir uns denn mit unserer Vergänglichkeit abgefunden haben? "Aber - des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit." Und wer das Brahmsrequiem kennt, dem gellt jetzt dieses "Aber" im Ohr. Stimmungsumschwung, neue Melodie, neuer Takt, neues Tempo. Was ist der Grund des Jubels? Worte, nichts als Worte, mag man meinen. Worte sind Schall und Rauch - sagt der Volksmund. Aber die Worte unseres Gottes, die sind nicht Schall und Rauch, die sind eine Kraft, die unsere Wirklichkeit verändern kann, eine Kraft, die so viele Menschen im Leben und in Sterben getragen und gestärkt hat. Die meiste Verzweiflung am Grab eines lieben Menschen sehe ich bei kirchenfernen Menschen, bei Menschen die mit dem Glauben - eben den Worten Gottes, nichts anfangen können. Die Worte unseres Gottes, sie werden nicht leer zu ihm zurückkehren, heißt es am Ende des Buches dieses Propheten, sie wirken wie der Regen, der die Erde befeuchtet, der das Gras wieder aufgrünen läßt, nach langer Trockenheit, der die Blume wieder erblühen läßt. Bilder für Auferstehung? Auf jeden Fall kommt die Ewigkeit in unsere Zeitlichkeit. Gott läßt uns mit unserer Vergänglichkeit nicht allein, sondern berührt unsere Wirklichkeit mit seinem ewigen Wort und gestaltet so unser Leben und Sterben - Gott sei Dank, was hätten wir sonst zu predigen angesichts der Vergänglichkeit - Gott sei Dank, denn sonst wäre das Leben schon unerträglich. In diesem Sinne feiern wir Ewigkeitssonntag, nicht Totensonntag, feiern Sie mit, Sie sind eingeladen um 10 und um 17 Uhr.
Ihr Pfr. Kees


Der Schein trügt
Wer den Gottesdienstplan Oktober und November aufmerksam verfolgt, stellt fest, daß unser Pfarrer da nur recht selten auftaucht. "Der ist wohl des Predigens müde," könnte man meinen, doch der Schein trügt. Sein Fehlen in Baumschulenweg hat verschiedene Gründe. Zum einen hat er natürlich das Recht, nach 7 ausgebuchten Wochenenden, auch mal ein freies Wochenende zu haben, vor allem dann, wenn sich seine ganze Verwandtschaft zum Familientreffen sammelt, so geschehen Anfang Oktober. Zum andern hat er hin und wieder Anfragen von ehemaligen Gemeindegliedern (vor allem JG) nach Trauungen und Taufen außerhalb Baumschulenwegs, so geschehen am 12.Okt. in Hamburg. Am 26. hat er in Treptow Gottesdienst gehalten, weil dort eine Treptowerin getauft wurde, die zuvor ein Jahr bei ihm im Erwachsenenunterricht gewesen ist. Im November sieht das ein wenig anders aus. Pfarrer Kees wollte eigentlich in der ersten Novemberwochen seinen Privaturlaub dazu nutzen, unsere Gemeindereise nach Griechenland (April/Mai 2004) mit Biblisch Reisen vorzubereiten. Doch die Erkrankung seiner Kollegin aus Rahnsdorf führte dazu, daß er ab 2.November deren Reisegruppe auf den Spuren des Apostels Paulus durch Kleinasien (Türkei) leitet. Er fliegt wegen des Gesprächs über den Glauben in Johannisthal, wozu sich leider nur 4 Baumschulenweger angemeldet haben, einen Tag später als die gesamte Reisegruppe. Am 12.11. ist er zum Frauenkreis wieder da, um sogleich wieder zur Landessynode zu verschwinden, die vom 12.-15.11. tagt. Die Vertretung hat bis dahin Pfarrer Hecker aus Treptow. Ab 17.11. ist Pfarrer Kees dann hoffentlich wieder ganz für unsere Gemeinde da und feiert mit uns am Buß-und Bettag und am Ewigkeitssonntag wieder in alt bewährter Weise Gottesdienst.


Eindrücke einer Reise
Es ist Sonntagmorgen. Am Wochenende sind wir - Irmgard, ich und Enrico, der für uns beide übersetzt - bei Familie Mabuza in Mbekelweni zu Gast. Der 23-jährige Meheduzi, das älteste, anwesende, männliche Familienmitglied, frühstückt mit uns. Vor jedem Essen wird Gott gedankt für Speis und Trank - eine bei uns sehr in Vergessenheit geratene Tradition. Der Gottesdienst ist ein Fest zur Ehre Gottes, dazu wird die Sonntagskleidung aus dem Schrank geholt. Die Kinder, die im Haus meistens barfuss laufen, bringen vor der Tür die Schuhe der ganzen Familie auf Hochglanz. Am Vorabend werden auch wir ermuntert, unsere Kleidung zu bügeln. Der Gottesdienst soll um 10 Uhr beginnen. Als wir ankommen, sitzen nur einige Frauen in der kleinen, schmucklosen Dorfkirche auf den einfachen Holzbänken ohne Lehne. Wir setzen uns dazu und werden mit freundlichem Nicken begrüßt. Hat der Gottesdienst schon begonnen? Es scheint so. Es wird eine Mischsprache aus Englisch und Siswati gesprochen, die auch Enrico nicht übersetzen kann. Immer mehr Menschen kommen in ihren bunten Festkleidern in die Kirche. Auf der linken Seite sitzen fast nur Männer und auf der rechten Seite die Frauen mit den Kleinstkindern. Die Schulkinder gehen in die Sonntagsschule in einem Gemeinderaum, erfahren wir später. Dann wird das erste Lied angestimmt. Die Menschen stehen dazu auf. Eine Orgel oder andere Musikinstrumente gibt es nicht. Aber inzwischen ist fast jeder Platz besetzt und der Klang der vielen Stimmen schmückt den Raum mit der Fülle des Lebens. Ein kleines Kind lacht strahlend auf dem Arm seiner Mutter. Vor mir stützt eine Frau ihre behinderte Mitbürgerin. Meine Nachbarin reicht mir ihr Gesangbuch. Ich verstehe den Text nicht, aber die Umgebung beginnt mich mitzunehmen in die Gemeinschaft und meine Kehle stimmt summend in die Melodie ein. Es ist, als ob ein Band in der Kirche schwebt, das uns fest zusammenhält über alle Unterschiede der Sprache, der Kultur und der Lebensverhältnisse hinweg. In mir tauchen die Bilder der leeren Schränke in der Vorschule auf. Ich denke an die Aidswaisenkinder. Ich schaue in die Augen der Kinder in Swaziland und bei uns zu Hause. Und die Gewissheit steigt in mir hoch: Wir glauben alle an einen Gott - egal wie wir ihn nennen. Er wird uns trotz vieler Hindernisse Möglichkeiten finden lassen, uns gegenseitig zu stützen auf unserem Weg in seiner Schöpfung.
Regina Burow


Den Toten

Sie ruh'n in Frieden!
Bedenkt dies alte Wort.
Von seinen Lieben
Muß jeder einmal fort.
Der Tod zerbricht
Nur Zeit!
Zum Anfang hin
Geht alles Enden...
Claus Ritter (Dezember 1991)


(Wir danken Frau Lisa Klaube-Ritter, dass Sie uns dies Wort Ihres verstorbenen Mannes zur Veröffentlichung gegeben hat.)


"Ökumenisch aus gutem Grund"
Von der Klausur der Gemeindekirchenräte Baumschulenweg und Johannisthal

vom ehem.Pfarrer der Johannisthaler gemeinde, Eberhardt Iskraut Vom 17. Bis 19. Oktober waren ehrenamtliche Mitarbeiter, vor allem Glieder der Gemeindekirchenräte Baumschulenweg und Johannithal zu einer Rüstzeit nach Altbuchhorst gefahren. 14 Männer und Frauen bildeten eine gute Gesprächsrunde zum Thema: "Leitlinien ökumenischen Handelns". Es ging also wieder einmal darum, sich darin einzuüben, über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen. Jedermann weiß, wie mühsam der Prozeß war, im Kirchenkreis Regionen zu bilden und Gemeinden zu bewegen, mit einer (oder zwei) Nachbargemeinden zusammenzuarbeiten, obwohl uns die kirchliche Finanzsituation schon längst dazu genötigt hat. Wer aber solche regionale Zusammenarbeit mit vorangetrieben hat, hat auch schon erleben können, welche beglückende Erfahrungen man machen kann, wenn man in einer Nachbargemeinde zu Gast ist. Aber es ging uns um mehr. Denn wenn wir mit einer Nachbargemeinde zusammen sind, sind wir noch immer unter uns, unter uns evangelischen Christen. Wenn ich jetzt alle Kirchen aufzählen würde, die es allein in Europa oder in Deutschland, ja auch nur in Berlin gibt (Evang. Kirche, Röm.Kath. Kirche, etliche Orthoxe Kirchen, viele Freikirchen), würde sofort die Vielfalt deutlich, die mit dem Namen "Kirche Jesu Christi" verbunden ist. Uns alle verbindet die Taufe, der Glaube und das Suchen nach dem Willen Gottes aus dem Zeugnis der Heiligen Schrift. Wir sind bereits in eine unsichtbare Einheit eingebunden. Das hat die Evang. Kirche in Deutschland vor 3 Jahren dazu gebracht, den folgenschweren Satz zu formulieren: "Wir sind nur dann evangelisch, wenn wir zugleich ökumenisch sind." (EKD-Synode Nov. 2000). Was das praktisch bedeutet, haben wir auch miteinander bedacht unter der Frage: Was eint uns und was trennt uns? Auch die Partnerschaften mit der Gemeinde in Emmen in der Holländisch-reformierten Kirche und mit dem Kirchenkreis Swaziland (in der Ostdiözese der Ev. Luther. Kirche im südlichen Afrika) waren Gegenstand unserer Beratungen, aber auch die eingeschlafenen Beziehungen zur Gemeinde Brüdergemeinde in Usti, in Tschechien. Weitere Möglichkeiten und Chancen bieten sich durch wieder neue Partnerschaften. Aber wir wollen uns nicht verzetteln. Von vier Johannisthalern, die sich zur Rüste angemeldet hatten, blieben dieses Mal leider nur 2 übrig. Aber wir fühlten uns wohl in der lebendigen Gesprächsrunde mit den Baumschulenwegern und hoffen auf weitere gemeinsame Begegnungen und gute Zusammenarbeit.
Eberhard Iskraut


Schließung der Beratungsstelle Glanzstasse 11
Das Diakonische Werk hat uns mitteilen müssen, daß die Allgemeine Beratungsstelle in der Glanzstr. zum 1.November geschlossen wird. In Ökumenischer Zusammenarbeit mit der Caritas bietet das DW ab November Beratungen an in der Borgmannstr.18 in Köpenick (Nähe S.-Bhf.Köpenick) und zwar montags, dienstags und freitags von 10 bis 12 und donnerstags von 16 bis 18 Uhr an. (Tel.: 656 72 48 fax 650 70 996) Bleibt uns nur, den Mitarbeiterinnen des DW, Frau Kramer und Frau Rehlinger, für die langjährige gute Zusammenarbeit zu danken und für die neuen Standorte Gottes Segen zu wünschen.
R.K.


Pogromnacht-Gedenken
9. November 2003 19.30 Uhr
in der Sophienkirche, Große Hamburger Straße

Mit Bildern, Texten und Musik wird an die Progromnacht von 1938 erinnert. In der Nacht vom 9. Auf den 10. November wurden in Berlin und in ganz Deutschland Synagogen geschändet und niedergebrannt; jüdische Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Jüdische Menschen wurden gedemütigt, geschlagen, verhaftet und in Konzentrationslagern verschleppt, gefoltert und ermordet. Viele haben damals nicht hingesehen, haben weggesehen, haben nichts sehen wollen. Vom Wegsehen und Hinsehen soll in diesem Jahr bei unser Gedenkveranstaltung die Rede sein. Einer, der hingesehen und gehandelt hat, war Otto Weidt. In seiner Blindenwerkstatt am Hackeschen Markt, ganz in der Nähe der Sophienkirche, bot er Jüdinnen und Juden Zuflucht und Schutz, so gut es eben ging. Im vergangenen Jahr ist in den früheren Räumen seiner Werkstatt eine kleine Ausstellung entstanden, auf die wir besonders hinweisen wollen. Pfarrer Helmut Scheel wird zum Stichwort "Hinsehen oder Wegsehen" aus Sicht der Sophiengemeinde sprechen. Gestaltet wird die Veranstaltung u.a. von Jugendlichen aus der Sophiengemeinde und der Gemeinde Konradshöhe. Es laden ein: Arbeitsgemeinschaft Judentum-Christentum und Evangelische Jugend


Basar in Treptow
Am 15. November ist wieder Basar in unserer Nachbargemeinde in der Plesserstraße. Sie können dort essen, trinken und kaufen - nach Herzenslust. Mit den Einnahmen werden verschiedene Projekte unterstützt: Das Tansania-Projekt für aidskranke Menschen ebenso wie die Evangelische Schule bei Beit Sahour in Palästina.
Wer noch etwas dafür gesammelt und abzugeben hat melde sich bitte im Treptower Gemeindebüro Telefon: 533 70 96.


IN DULCI JUBILO
Lieder und Instrumentalmusik zur Weihnacht mit den Chören aus Baumschulenweg, Johannithal und Treptow und dem Treptower Instrumentalkreis.

Leitung: Evelies Langhoff und Martin Fehlandt

13. Dezember, 17.00 Uhr in Johannithal
14. Dezember, 17.00 Uhr in Treptow

Liturgische und weihnachtliche Gesänge der orthodoxen Kirche und russische, ukrainische und polnische Volkslieder zur Weihnacht und Neujahr. Es singt das Solistenensemble BLAHOVIST
24. Dezember 22.30 Uhr in der Kirche zum Vaterhaus


Herzliche Einladung zum

Am Sonntag, 9. November. Beginn um 16.30 Uhr in der Kirche in Treptow mit einem Gottesdienst. Danach ab 17.15 Uhr geht der Martins-Umzug los (bitte Laternen mitbringen). Der Heilige Martin wird uns zünftig begleiten. Anschliessend gibt es Würstchen und Getränke an der Kirche. Wir freuen uns auf Kleine und Große!


Weihnachtspäckchen für Kinder in Gomel
Liebe Freunde unseres Aktionskreises "Kinder von Tschernobyl". Wie bereits im vergangenen Jahr wollen wir auch diesmal Weihnachtspäckchen mit Süßigkeiten für die Familien mit behinderten Kindern nach Gomel schicken. Wir brauchen insgesamt 318 Päckchen, bekamen aber erfreulicherwiese im vergangenen Jahr 638 Päckchen gespendet. Diese Päckchen werden wieder in den Schulen gesammelt und von uns in Umzugskartons verpackt und am 15. Dezember mit einem Busunternehmen auf die Reise geschickt. Doch auch für Transport und Zoll wird noch einmal viel Geld benötigt und zwar etwa 2,50 Euro pro Päckchen. So möchte ich Sie hiermit im Namen unseres Aktionskreises um eine gezielteSpende für diese Weihnachtsaktion bitten, die Sie im Gemeindebüro abgeben können. Herzlichen Dank sagt Ihnen im Namen des Aktionskreises
U. Kaeks


Brief an alle Gemeinden von Bischof Huber
Liebe Schwestern und Brüder! Ich schreibe Ihnen an dem Tag, an dem wir unseres Altbischofs Gottfried Forck gedenken, der an diesem Tag 80 Jahre alt geworden wäre. Wir erinnern uns an ihn in großer Dankbarkeit mit dem neutestamentlichen Losungswort für den heutigen Tag: "Christus spricht: Ich bin die Tür zu den Schafen; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden" (Johannes 10,7.9). Meine Andacht zur Erinnerung an Gottfried Forck füge ich diesem Brief bei. Ich schreibe Ihnen auf Bitten unserer Kirchenleitung, um zum Stand unseres gemeinsamen Vorhabens mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz Stellung zu nehmen. Die Synoden beider Kirchen hatten sich am 19./20. September in Berlin-Friedrichshain in der Bartholomäuskirche zur gemeinsamen Beratung zusammengefunden. Jede der beiden Synoden musste dem Vorhaben mit Zweidrittelmehrheit zustimmen. In der berlin-brandenburgischen Synode waren es schließlich nicht nur zwei Drittel, sondern mehr als 87 Prozent der abgegebenen Stimmen, die sich für die Neubildung einer gemeinsamen Kirche aussprachen. Doch auf der Seite der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz wurde die Zweidrittelmehrheit knapp verfehlt. Von den vierzig anwesenden Synodalen hätten 27 Stimmen das Vorhaben bejahen müssen; es waren aber nur 25. Manchmal können zwei Stimmen alles entscheiden. Dabei war die entscheidende Initiative zur Neubildung einer Kirche von der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz ausgegangen. Sie hatte sich beherzt der Einsicht gestellt, dass eine Landeskirche mit 65.000 Mitgliedern, in vier Kirchenkreisen mit 69 Gemeinden organisiert, auf Dauer allein nicht lebensfähig ist. Um des kirchlichen Auftrags in der Görlitzer Region willen hatte man sich für die Neubildung ausgesprochen. In unserer Kirche wurde dieser Anstoß positiv aufgenommen. Denn wir hatten uns schon zuvor zu der Zielsetzung bekannt, die Verbundenheit der unierten Kirchen im Osten Deutschlands zu einem Zusammenschluss von Kirchen zu nutzen, denen eine solche Neubildung leichter fallen müsste, weil sie durch einen gemeinsamen Bekenntnisstand miteinander verbunden sind. Viel Mühe haben wir alle auf uns genommen. Auf gleicher Augenhöhe wurde gearbeitet. Der gemeinsame Verfassungsausschuss unter dem Vorsitz des ehemaligen westfälischen Vizepräsidenten Herbert Demmer hat sich dabei große Verdienste erworben. Vernunft und Verantwortung sprachen eine deutliche Sprache. Auch in unseren Gemeinden und Kirchenkreisen wurde durch eine intensive Arbeit am Entwurf einer neuen Grundordnung der Prozess erheblich vorangetrieben. Aber auf dem Weg zu dem gemeinsamen Ziel waren in der schlesischen Oberlausitz Verletzungen und Verunsicherungen entstanden. So kamen offensichtlich die Herzen der Menschen nicht nach. Auch Rückfragen an unsere berlin-brandenburgische Kirche wurden laut. Wo wir konnten, haben wir darauf geantwortet; solche Antworten wurden auch aufmerksam gehört. Dass auch in unserer Synode und in unserer Kirche insgesamt das Abstimmungsergebnis der Synodalen aus der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz mit Irritation und Unverständnis aufgenommen worden ist, soll nicht verschwiegen werden. Hat es denn überhaupt noch Sinn, auf diese Neubildung zu hoffen? Gilt die Bereitschaft der berlin-brandenburgischen Synode zur Neubildung nun auch weiterhin, so höre ich manche fragen. Ich habe nach dem negativen Votum aus der Oberlausitz angeboten, das Verfahren offen zu halten und erneut nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Das wird und soll nicht unbegrenzt möglich sein. Es soll aber in der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz die Klärung ermöglichen, die jetzt notwendig ist. Denn auch dort haben sich mehr als 62 Prozent, also die überwiegende Mehrheit der Synodalen für eine gemeinsame Kirche mit Berlin-Brandenburg ausgesprochen. Die Kirchenleitung der schlesischen Oberlausitz hat die von mir für unsere Kirche angebotene Bereitschaft mit Dank zur Kenntnis genommen. Es wird abzuwarten sein, ob und wie die Görlitzer Synode, wenn sie Mitte November zusammentritt, das Thema noch einmal aufnimmt. Sollte es bei dem ablehnenden Votum bleiben, steht es unserer Kirche frei, die Arbeit an der Grundordnung, die nach der Meinung vieler Beteiligter ihr eigenes Gewicht hatte, für unsere Kirche fruchtbar zu machen. Das würde einen eigenständigen Entscheidungsgang in unserer Synode notwendig machen. Denn die jetzigen Beschlüsse zur neuen Grundordnung waren an das Vorhaben der Bildung einer gemeinsamen Kirche mit Görlitz gebunden. Bis auf weiteres steht also unsere bisherige Grundordnung in Geltung. Alle weiteren Entscheidungen in dieser Frage liegen in der Hand unserer Synode. So danke ich Ihnen allen für die viele Mühe und Zeit, die sie aufgebracht haben, damit unser gemeinsames Vorhaben gelingt. Ich habe den Eindruck, dass durch diese Arbeit die Bedeutung der Grundordnung vielen erneut bewusst geworden ist. In der jetzt eingetretenen Situation bitte ich Sie alle darum, weiterhin für eine Atmosphäre einzutreten, die unsere Bereitschaft für den um der Evangelischen Kirchen der schlesischen Oberlausitz willen notwendigen Schritt der Strukturreform für dieses Jahr noch offen hält. Es grüßt Sie mit herzlichen Segenswünschen
Ihr Dr. Wolfgang Huber


Ökumenische FriedensDekade 2003 "Teufelskreise verlassen"
Wieder laden wir mit unserer evangelischen Nachbargemeinde Tabea (Neukölln) und unserer katholischen Schwestergemeinde St.Richard/St.Anna zu Gottesdiensten und Friedensgebeten ein.

09. November 10.00 Uhr Gottesdienst zur Eröffnung der Friedensdekade in der Tabeagemeinde Sonnenallee 315
10., 11. Und 12. November in der Kirche der Tabeagemeinde
13. und 14. November in der Kirche Baumschulenweg
16. November 10.00 Uhr Gottesdienst in Baumschulenweg
17. und 18. November in der St. Anna Kapelle, Frauenlobstr.
19. November 19.30 Uhr Gottesdienst zum Buß-und Bettag mit Tischabendmahl zum Abschluß der Ökumenischen Friedensdekade
Die Friedensandachten finden jeweils um 19.00 Uhr statt.


"Begräbnismotetten der Familie Bach"
Werke von Johann Bach
(1604-1673),
Johann Christoph Bach
(1642-1703)
Johann Michael Bach
(1648-1694)
Johann Sebastian Bach
(1685-1750)
Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)


Konzert am Sonntag, 23. November 2003, 17.00 Uhr Evangelische Kirche "Zum Vaterhaus" Baumschulenweg

Fünfzehn Jahre währt nun die Zusammenarbeit des Fachbereiches Kultur des Bezirksamtes Treptow-Köpenick mit Treptower Kirchen. Erlebbar für die Zuhörer in Konzerten zur Weihnachtszeit oder zum Ewigkeitssonntag, wie das diesjährige eines sein wird. Es begann mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach am 22. 12. 1989 in der Kirche "Zum Vaterhaus" in Baumschulenweg mir Orchester, Gewandhauskammerchor Leipzig und namenhaften Solisten. Dieses Konzert wurde ein bejubelter Erfolg. Dirigent war Herr Georg Biller, der heutige Thomaskantor. Diese große Resonanz ermunterte uns, nun jährlich ein Konzert mit hohem künstlerischen Anspruch anzubieten. Das ist uns in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden wohl auch gelungen. Aufführungsstätten waren in diesen 15 Jahren die Kirche in Johannisthal, Niederschöneweide, in der Plesserstraße, erwählt in Bezug zum jeweiligen Sitz des damaligen Kulturamtes oder auch begründet in der Bauphase an der Kirche in Baumschulenweg. In der Kirche "Zum Vaterhaus" hat alles angefangen und hier hat deshalb auch der Großteil der Konzerte stattgefunden. Zu jeder Zeit war uns die Zusammenarbeit mit den Pfarrern und Kantoren der Gemeinden wichtig und eine Freude. Stellvertretend möchten wir uns bedanken bei Frau Evelies Langhoff, Herrn Martin Fehlandt und natürlich bei Herrn Pfarrer Dr. Reinhard Kees. Unser Dank gilt auch den freundlichen Helfern und "Sympatisanten" aus den Gemeinden. Gemeinsam ist es uns gelungen, ein Stück Musikgeschichte in Treptow zu schreiben. Mit den besten Wünschen für Sie alle! Doris Thyrolph und Irmtraud Niclas Bezirksamt Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur Karten zu 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) ab sofort im Gemeindebüro Montag, Mittwoch, Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr Dienstag von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr


Fürbitte
Mit kirchlichem Geleit bestattet wurde:
Am 14. Oktober Lothar Krönke im Alter von 83 Jahren