Monatsgruß im Dezember und Januar 2003/2004
 Monatsspruch
 Konfirmndenrüste
 unsere neue Vikarin stellt sich vor
 Benefizkonzert zum Nikolaus
 Lieder und Instrumentalmusik zur Weihnacht
 Advents- und Weihnachtsmusik
 Adventsbasteln
 Orthodoxe Christnacht mit dem Solistenensemble BLAHOVIST aus Kiev
 Ökumene vor Ort - zweimal Weihnachten feiern?
 Paulusreise - zum Dritten!
 Gespräche über den Glauben 2003
 Die Gossner Mission lädt ein zu einer Tagung/Workshop:
 "Meinen Frieden gebe ich euch." (Joh.14,23)
 Bibelsonntag und Bibelabende zum Buch HOSEA
 Termine

Monatsspruch
Gott spricht: Siehe ich will Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.
Jesaja 43,19


"Es geschieht nichts neues unter der Sonne", zitieren die einen den "Prediger" aus der Bibel. "Doch", sagen die anderen, "es gibt Neues" und verweisen auf Fortschritt, Technik, Medien und dergleichen, aber auch auf Menschenrechte und Ökumene. "Im Ganzen sehe ich schwarz, aber ich selbst, ich werde es schon schaffen." tröstet sich mancher, und andere sagen, "Früher war alles besser." "Man kann in dieser Welt, wie sie ist, nur dann weiterleben, wenn man zutiefst glaubt, dass sie nicht so bleibt, sondern werden wird, wie sie sein soll." Das sagt Carl Friedrich von Weizsäcker und versucht uns mit der Sprache der Hoffnung die Resignation zu vertreiben. "Wenn man zutiefst glaubt..", wenn man zutiefst vertraut. Wem sollen wir glauben, wem vertrauen? Für den Propheten - den wir Deuterojesaja (zweiter Jesaja) nennen - für ihn ist diese Frage beantwortet. Unser Lebensweg hat mit Gott zu tun und wird auch in Zukunft mit Gott zutun haben. In der Bibel ist Gottes Namen wiedergegeben mit: "Ich-werde-jeweils-dasein". Da wo alle schon alles aufgegeben haben, führt er aus der Knechtschaft in die Freiheit. Da wo alle nur noch mit Dunkelheit rechnen, führt er ins Licht. Das war damals bei seinem Volk so, und bei uns heute wieder. Gott ist präsent - so lesen wir bei Deuterojesaja - gegen den Standpunkt derer, die ihre alten resignativen Standpunkte pflegen. Der Prophet spricht zu Leuten, deren Familien seit Jahrzehnten im Exil leben - fern von ihren Ursprüngen und versucht, die großen Träume des Glaubens an Gott dem Vergessen preiszugeben. Alles ganz anders damals, und doch fallen uns die Parallelen zu uns ein. Ich denke im Vergleich zur Befreiung aus der babylonischen Gefangenschaft immer an die große Veränderung im Jahr 1989. Wer hätte das damals gedacht - wer hätte ein friedliches, unblutiges Ende der "Diktatur der Proletariats" vorausgesehen. Deuterojesaja spricht die Sprache der Hoffnung in großen Bildern: Wasser in der Wüste, Fülle des Lebens, wo wir nur Todeszonen ahnen. Ja, auch Hoffnung hat ihre eigene Sprache. Und die Heimkehr war damals genauso von Katzenjammer begleitet wie unser Dasein im Westen. Im Advent erinnern wir uns an die großen Visionen der christlich-jüdischen Tradition, und die gehen über das alles hinaus: alles neu - ein neuer Himmel und eine neue Erde. Ohne solche Hoffnungen gehen wir zugrunde. Die Ökumenische Bewegung hat dies treffend so benannt: Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Das sagt uns, daß das, was wir wahrnehmen an Unfrieden, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung nur das vorübergehende Gegenteil von dem, was um Gottes Willen sein soll, was kommt und wächst. Die Welt soll anders werden, neu, so wie sie um Gottes Willen sein soll: Alle bekommen was sie brauchen, das Leben und volle Genüge. Advent 2003 - Zeit für die großen Visionen, Zeit erwartungsvoller Hoffnung und mit der Einladung, Ermutigung, ja Forderung Neues zu erhoffen und mitzuerleben.
R.Kees


Die Konfirmandenrüste der 7. bis 9. Klasse
Auf dem Vorplatz der Kirchengemeinde Baumschulenweg war ganz schön was los. Alle Kinder - oder besser gesagt - Jugendlichen wurden auf die verschiedenen Autos verteilt. Nach ungefähr anderthalb Stunden Fahrt kam Paulus Hecker mit dem "Salatölauto" des Amtes für Evangelische Jugenarbeit als erster an. Nach und nach trudelten dann auch die anderen ein. Als alle da waren, gab's endlich Abendbrot. Da dies die erste Konfirmandenfahrt von Paulus war, nahm er ein paar Helfer mit, die er auch dringend brauchte. Denn so einfach ist es nicht, eine ganze Horde Teenies ruhig zu stellen. Am Samstag Morgen saßen alle zufrieden aber müde am Frühstückstisch. Das Thema der Rüste war Abendmahl. Jeder sagte ein paar Sätze, manche auch ein paar mehr. Aber alles in allem haben wir ganz schön viel über das Abendmahl gelernt. Später wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekam einen Text, der natürlich etwas mit dem Abendmahl zu tun hatte. Man sollte diese Texte in ein Theaterstück oder ähnliches umformen. Am Abend führten wir dies dann vor. Am späten Nachmittag sind wir in den Wald gegangen, um Schmuck für den Saal zu finden, wo am nächsten Tag der Gottesdienst stattfinden würde. Am Sonntag war es dann endlich so weit: Der Gottesdienst mit Abendmahl fand statt. Mit dem Spruch zum Abendmahl wurde er eingeläutet (Anm. d. Red.: Gemeint sind die Einsetzungsworte). Vor und nach dem Abendmahl haben wir noch ein wenig gesungen. Als nach dem Gottesdienst alle ihren Krimskrams zusammengepackt hatten, machten wir uns auf die Rückreise. Gesund und zufrieden kamen wir wieder in Baumschulenweg an. Ich glaube nicht nur mir hat es gefallen, sondern auch allen anderen. Ich bin sehr zufrieden mit der Fahrt und möchte hier noch einmal ein Lob an Paulus Hecker loswerden, der uns eine so tolle Fahrt beschert hat. Danke!
Marit Kober


Ein neues und doch bekanntes Gesicht - unsere neue Vikarin stellt sich vor
Ich bin Katharina Draeger und komme zum 1. Dezember für 9 Monate als Vikarin in die Gemeinde Baumschulenweg. Ihre/ Eure Gemeinde ist mir nicht ganz unbekannt. Ich spiele nämlich das Waldhorn im Posaunenchor der Landesposaunenwartin Barbara Barsch und habe von daher in den letzten Jahren schon einige Gottesdienste in Baumschulenweg erlebt. Dabei habe ich einen so guten Eindruck von der Gemeinde gewonnen, dass ich sofort zugesagt habe, als sich unter den angebotenen Vikariatsorten auch die Gemeinde Baumschulenweg befand.
Aufgewachsen bin ich in Velten und Perleberg (Westprignitz), war in Potsdam-Hermannswerder auf der Kirchlichen Oberschule und habe direkt danach Theologie studiert in Greifswald, Berlin und Heidelberg. Als die Wartelisten für das Vikariat 3 Jahre betrugen und die Anstellungschancen gen 0 tendierten, sah ich mich gezwungen, beruflich noch mal von vorn anzufangen. Das hat zum Glück gut geklappt. Fasziniert von der Technik und Logik, die dahinter steckt, lernte und arbeitete ich 3 Jahre im EDV-Bereich (Beratung/ Softwareentwicklung).
Als sich abzeichnete, dass künftig wieder mehr Pfarrerinnen und Pfarrer angestellt werden, fiel es mir nicht schwer, dort meine Zelte wieder abzubrechen. Und so habe ich im Mai diesen Jahres endlich das Vikariat begonnen. Im ersten, katechetischen Teil des Vikariats war ich im Religionsunterricht an einer Grundschule in Tiergarten. Kinder sind anspruchsvoll und in ihren spontanen Reaktionen wohl die ehrlichsten Kritiker, und so habe ich in dieser kurzen Zeit sehr viel dazugelernt und viele Ideen ausprobieren können. Das wünsche ich mir natürlich auch von der Zeit mit Ihnen und Euch, auf die ich mich schon sehr freue.
Mein Sohn Jona ist 1,5 Jahre alt und wird mich sicher das eine oder andere Mal begleiten, erst recht wenn es Plätzchen gibt.
Ihre/ Eure Katharina Draeger


Wir wünschen Katharina Draeger im Vikariat in unserer Gemeinde, viele gute Eindrücke, Gespräche und Begegnungen, viel Freude, Motivation und Begeisterung im Pfarrberuf, alles in allem: Gottes Segen.



Benefizkonzert zum Nikolaus Samstag, 6.Dezember 2003 16.00 Uhr
in unserer Kirche

Es musizieren Chöre und
Ensemble der Musikschule Treptow-Köpenick
unter Leitung von Claudia Aust
Es laden ein:
Frau Marie-Luise Wolf-Schläfke von der Mörike-Apotheke
Jörg Schläfke vom Mörike-Reformhaus und die Kirchengemeinde
Berlin-Baumschulenweg.
Mit der erbetenen Spende unterstützen wir Waisenkinder in Swaziland
und das Obdachlosenprojekt "PlattenGruppe" in Köpenick



IN DULCI JUBILO
Lieder und Instrumentalmusik zur Weihnacht
mit den Chören aus
Baumschulenweg, Johannithal und Treptow
und dem Treptower Instrumentalkreis
Leitung: Evelies Langhoff und Martin Fehlandt
13. Dezember, 17.00 Uhr in Johannithal
14. Dezember, 17.00 Uhr in Treptow



Advents- und Weihnachtsmusik der
Posaunenchöre Lichetenberg und Oberspree

zum 4. Advent:
Samstag, 20. Dezember 2003, 17.00 Uhr
Kirche zum Vaterhaus Baumschulenstr.
Lesung und Andacht: Pf. Dr. Kees
Bläserrmusik Alter und Neuer Meister und Lieder zum Mitsingen
Leitung: Hartmut Bietz


Adventsbasteln
Am Samstag, d. 13. Dezember laden wir herzlich zu einem adventlichem Basteln ein. Besonders eingeladen sind Eltern mit jüngeren Kindern. Wir beginnen um 15.00 Uhr und wollen bis etwa 16.30 Uhr zusammen sein. Da wir miteinander unter anderem mit Papier basteln wollen, ist es in jedem Fall gut, Scheren mitzubringen.
Antje Eberhardt


Orthodoxe Christnacht mit dem Solistenensemble BLAHOVIST aus Kiev
Zum ersten Mal tritt das Solistenensemble BLAHOVIST aus Kiev (Ukraine) in unserer Kirche auf und setzt mit seinem Konzert unsere langjährige Tradition der Weihnachtskonzerte mit orthodoxen Gesängen fort. Das besondere Merkmal dieses 1992 von professionellen Sänger/-innen gegründeten Kammerchores ist, daß die Sänger neben dem traditionellen Ensemblegesang auch alle als Solisten auftreten. Das Ensemble hat sowohl in der Ukraine wie auch in Ländern wie den USA, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Irland große Anerkennung und Begeisterung gefunden. Einige Pressestimmen schrieben sogar "Kleine Perle große Kunst" oder "Das Wunder silberner Vielstimmigkeit". Die hohe Professionalität, die glänzende ukrainische Vokalschule und das reiche Spektrum des Klanges und der technischen Möglichkeiten bei einer so kleinen Besetzung (15 Sänger/-innen) erlaubten der Musikkritik, das Ensemble BLAHOVIST als eine einzigartige Erscheinung in der europäischen Musikkultur zu bezeichnen. Das Ensemble hat schon mehrmals im ukrainischen Rundfunk und Fernsehen Konzerte gegeben. 1998 hat der Kammerchor als zweiter ukrainischer Chor bei dem Internationalen Chorwettbewerb im irischen Sligo den Grand-Prix gewonnen. Freuen Sie sich also mit uns auf ein einmaliges Weihnachtsereignis. B.Dalheimer


Ökumene vor Ort - zweimal Weihnachten feiern?
Einladung zum 7.oder 8. und 13.Januar

Wir haben in Baumschulenweg neue Nachbarn aber nur wenige haben das bisher mitbekommen: In der St.Anna-Kirche in der Frauenlobstraße feiern seit zirka zwei Jahren die ukrainischen Christen ihre Gottesdienste, genauer gesagt: die griechisch-katholische Gemeinde von Berlin. Der Name ist vielleicht etwas irreführend, denn die Gemeindeglieder haben mit Griechen genauso wenig zu tun wie wir, doch das "Griechisch" steht für orthodox, genauer gesagt für die Byzantinische Tradition, das "Katholisch" steht dafür, daß sich die Ukrainischen Christen, seit der Zeit, als die Westukraine von Polen aus regiert wurde, juristisch zur Katholischen Kirche gehören und den Papst als ihr Oberhaupt anerkennen. Daher hat die Gemeinde auch das katholische Gotteshaus in der Frauenlobstr. zu Nutzung bekommen. Überraschender Weise feiern die Ukrainer ihre Gottesdienste nicht nach dem gregorianischen Kalender, sondern nach dem alten, dem julianischen. Sie haben also auch bei der Vereinigung mit der Römisch-katholischen Kirche die päpstliche Kalenderreform aus dem 17.Jh nicht nachgeholt. Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Nachbarn zu ihrem Weihnachtsfest zu besuchen, ohne zu Hause fehlen zu müssen. Unser Arbeitskreis Ökumenische Partnerschaft lädt also ein, am 7. oder am 8. Januar, dem ukrainischen ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag jeweils 18 Uhr am Gottesdienst der Ukrainer teilzunehmen. Gottesdienste sind in allen Kirchen generell öffentliche Veranstaltungen, so daß wir sicher gern gesehene Gäste sind. Auch wenn wir - der Sprache wegen - kaum etwas verstehen werden, lohnt es sich, denn an diesen Feiertagen singt der Chor der Gemeinde, der zum Teil aus deutschen Sympathisanten besteht. U.a. werden wir ein bekanntes Gesicht entdecken: Frau Barbara Dalheimer, die uns in jedem Jahr ein orthodoxes Konzert zum Heiligen Abend organisiert. Am 13. Januar werden wir dann im Arbeitskreis Ökumenische Partnerschaft einige Vertreter der Ukrainischen Gemeinde zu Gast haben, die uns ihre Gemeinde und ihre Traditionen vorstellen wollen. Dazu sind alle interessierten Gemeindeglieder eingeladen, nicht nur die Leute vom AköP. Wer dann Lust bekommen hat, den ukrainischen Gottesdienst kennenzulernen, ist eingeladen zum 14.1. dem Neujahrstag nach dem alten Kalender. An diesem Tag wird eine besondere Liturgie gefeiert, die an den Heiligen Basilius von Cäsarea - einen der bedeutendsten Kirchenväter aus dem vierten Jahrhundert - erinnert.
R.Kees


Paulusreise - zum Dritten!
Bei der Gemeindereise auf den Spuren des Apostel Paulus vom 26.4.-6.5. durch Griechenland sind noch fünf Plätze frei. Flug nach Thessaloniki, dann Kavalla, Philippi, Amphipolis, Vergina, Kalambaka, Meteoraklöster, Delphi, Osios Lukas, Olympia, Tolon, Epidauros, Nauplia, Mykene, Korinth, Athen von dort Rückflug. Das sind die zunächst grob geplanten Stationen. Auf alle Fälle soll es wieder die Möglichkeit geben, an einem orthodoxen Gottesdienst teilzunehmen und mit orthodoxen Christen ins Gespräch zu kommen. Die Reise kostet incl. Flug und Bus und Unterbringung in Doppelzimmer, Halbpension je nachdem, wie viele mitkommen zwischen 1.110 bis 1.220 Euro. Einzelzimmerzuschlag 140,00 Euro. Anmeldungen bis 15.Dezember (030 532 12 676), ansonsten muß ich die vorbestellten Flugtickts zurückgeben, danach ist kein Mitkommen mehr möglich. Biblisch Reisen hat gute Rücktrittsbedingungen, so daß bei Krankheit oder anderen Zwischenfällen Ihnen keine Kosten entstehen.
Ihr Pfarrer Reinhard Kees


Gespräche über den Glauben 2003 - "Von der Zukunft des Religiösen"
Wie bereits berichtet hatte Altbischof Schönherr jahrzehntelang "Gespräche über den Glauben" initiiert und geleitet. Nachdem Pfarrer Huhn aus Johannisthal, Pfarrer Kees aus Baumschulenweg und Pfarrer Vergens aus Grünau nun die Leitung dieser Gespräche übernommen haben, ist die erste - oder sagen wir besser die Null-Runde in der neuen Besetzung bereits gelaufen, einmal in Baumschulenweg einmal in Johannisthal. Bei diesen Treffen wurde als Jahresthema 2003 festgelegt: "Von der Zukunft des Religiösen" Dieses Thema soll an drei Wochenenden im Jahr 2003 (jeweils parallel einmal in Baumschulenweg einmal in Johannisthal) entfaltet werden, und zwar:

Runde 1 "Was die Menschen wirklich glauben"
16.-17. Januar (Bwg) und 23.-24.Januar (Joh)

Viele Menschen lassen sich heute kaum noch in ein religiöses Korsett zwingen, Glaubensautoritäten wie Kirche und die klassischen Religionen werden von vielen nicht mehr anerkannt. Man sucht sich heute jeweils das Passende und Geeignete für sich selbst heraus. So ist Glauben und Religiosität etwas sehr individuelles geworden und damit sehr unterschiedlich, man spricht von "patchworkreligion". Anhand einer repräsentativen Umfrage, die in den neunziger Jahren durchgeführt wurde, wollen wir eine Bestandsaufnahme versuchen, wollen die "Spielarten" und Erscheinungsformen von Religiosität und Religionen erfassen und in diesem Gewirr auch uns selbst befragen.

Runde 2 Religion - ein Grundbedürfnis des Menschen?
19.-20.März (Bwg) und 26.-27.März (Joh)

Ist der Mensch - bin ich - per se ein religiöses Wesen oder wird sie ihm - mir - von außen suggeriert? Brauchen wir Religion, und wenn ja, wozu? Psychologische und soziologische Ansätze aus Vergangenheit und Gegenwart sollen uns helfen, diese Fragen zu beantworten. Dabei werden auch unterschiedliche Ansätze der Religionskritik in den Blick kommen und unser Nachdenken schärfen.

Runde 3 Christsein zwischen Atheismus und Religion
17.-18.September (Bwg) und 29.-30.Oktober (Joh)

Wo stehen wir als Christen im Spektrum der Religiosität, was sind unsere unaufgebbaren Besonderheiten? Wo und wie müssen wir als Kirche auf die religiösen Bedürfnisse der Menschen reagieren? Können wir in unserer Verkündigung an "Religiosität" anknüpfen? Wo haben wir mit den "Atheisten" Berührungspunkte. Mit dieser Delailplanung möchten wir gern die Baumschulenweger, Johannisthaler und Grünauer Gemeindeglieder, die bisher noch nicht an den Gesprächen über den Glauben teilgenommen haben, ermutigen, mitzumachen. Jede Einheit soll Freitagabend mit einem gemeinsamen Abendessen beginnen und Samstag mit dem Kaffeetrinken schließen, wobei es durchaus möglich ist, die Themen in den Gottesdiensten an- bzw. nachklingen zu lassen. Der Samstag eignet sich vielfach besser zum Glaubensgespräch als Abende in der Woche. Außerdem kann langfristig geplant werden. Ein Wechseln zwischen den Veranstaltungsorten ist aus terminlichen Gründen durchaus möglich. Für die Teilnahme und das Essen erbitten wir pro Wochenende einen Beitrag von 5 Euro. Zur Planung (vor allem wegen der Mahlzeiten) ist es erforderlich, daß Sie sich zu den "Gesprächen über den Glauben" bei Frau Bauckhage Johannisthal (030/ 6369357) oder bei Pfarrer Kees Baumschulenweg (030/53212676) jeweils bis eine Woche vorher anmelden.
Auf Ihr Kommen freuen sich Pfarrer Kees, Pfarrer Vergens und Pfarrer Huhn, sowie Frau Bauckhage, die dankenswerter Weise die Korrespondenz weiter erledigen wird.


Die Gossner Mission lädt ein zu einer Tagung/Workshop:
Gemeinde in der Nachbarschaft Gemeindeentwicklung und gesellschaftliches Engagement
Freitag, 16.01.2004, 17.00 Uhr bis
Samstag 17.01.2004, 17.00 Uhr
Ort: Gemeindezentrum der Ev.-methodistischen Gemeinde Oberschöneweide,
Helmholtzstraße 19-23
Erfahrungsaustausch mit Berichten aus Gemeinden in Velten, Elstal, Oberschöneweide, Hamburg, Bad Salzuflen Weitere Informationen in den ausliegenden Programmen im Gemeindebüro bzw. bei Gossner Mission Tel.: 243445750


"Meinen Frieden gebe ich euch." (Joh.14,23)
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg und der Internationale Konvent fremdsprachiger Gemeinden laden ein zum Zentralen Ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen am 24.Januar 2003 um 17 Uhr in der St.Hedwigskathedrale, Berlin-Mitte.


erkennen - lieben - umkehren Bibelsonntag und Bibelabende zum Buch HOSEA
Was für ein Buch! Schmal ist es, das kleine Büchlein mit Texten des Propheten Hosea, die erste Schrift unter den sogenannten 12 kleinen Propheten. Doch wer die Texte liest, ist überrascht: Was für eine Fülle von Bildern enthält diese Schrift, wie kraftvoll, ja zupackend, ist die Sprache, wie symbolreich der Inhalt. Spannend, erschreckend und hoffnungsvoll zugleich ist dieses Büchlein, das mich seit meinem Studium immer wieder gereizt hat, aber nie Zeit bekommen hat. In den Predigtreihen kommt Hosea so gut wie kaum vor.
Das muß damals für das alte Volk Israel eine Existenz und Identitätskrise gewesen sein, die den Menschen gar nicht recht bewußt war. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs wurde zwar formal weiter verehrt, aber das Herz der Menschen hing ganz woanders. In den Reden, in der Theologie, in den Liturgien in den geprägten Texten war natürlich von Gott immer wieder die Rede, aber er war nicht mehr der Mittelpunkt des Denkens, Wollens und Handelns. Das waren die anderen religiösen Sinnanbieter viel attraktiver, das war Flickenteppichreligiosität (patchworkreligion - siehe S. 13 Gespräche über den Glauben), Ablenkungsmechanismen, Anziehungskraft von Esoterik, Gesundheitsfetichismus, Aberglaube und allerlei zwielichtiger Spiritualität. Da gab es eine "Gott und... Theologie, wo eigentlich Eindeutigkeit dran gewesen wäre.
Was für ein Buch! Im Hoseabuch stehen wir erschreckt und überrascht vor einem aktiven, agierenden höchst aktuellen Gott, der sich das Heft nicht aus der Hand nehmen läßt. Wir lernen einen Gott kennen, der nicht verharmlost, sondern aufdeckt und straft, der aber auch nicht verurteilt, ohne um neue Liebe zu werben. Schweres Strafgericht und liebende Zärtlichkeit stehen sich gegenüber, ja wechseln sich ab, gehen ineinander über. Der Prophet läßt keinen Zweifel, Gott läßt sich nicht spotten, er ist aber auch ein Liebhaber seines Volkes, der sich immer wieder danach sehnt, von seinem Volk geliebt zu werden. Die Botschaft von Jesus Christus lässt sich von fern und manchmal auch ganz nah hören und begreifen.
Sie sehen, es lohnt sich! Wir wollen mit dem Hosea am Sonntag, den 25.Januar im Gottesdienst beginnen und von da an dienstags vierzehntägig jeweils von 19.30 - ca.21.00 Uhr an 4 oder 5 Abenden die Prophetenworte studieren und über ihnen ins Gespräch kommen (also am 27.1.; 10.2.; 24.2.; 9.3. und evtl. wenn gewünscht am 23.3.)
R.Kees