Monatsgruß Februar 2004
 Monatsspruch
 Kennen Sie die Baumemännchen?
 Danke! - Es geht schon wieder ums Geld!
 Sie schenkt den Kinder in Afrika mehr als ein Lächeln
 erkennen - lieben - umkehren Bibelabende zum Buch HOSEA
 Gespräche über den Glauben "Von der Zukunft des Religiösen"
 Gottesdienst 08. Februar in Johannisthal
 Gemeindefasching
 Nachdenken in Johannisthal und Baumschulenweg
 Kleinkindergottesdienst - ein besonderes Angebot in unserer Region
 Weltgebetstag am 05. März 2004
 "In eigener Sache..."
 Hinweis
 Wer kann helfen?
 Fürbitte
 Termine

Monatsspruch
Zwei große biblische Gestalten fallen mir da ein. Als erstes Elia. Felix Mendelssohn hat dieses Wort so wunderbar in seinem Oratorium über den Propheten Elias vertont. Und wer das kennt, dem klingt es jetzt in den Ohren. Elias ist ganz verzweifelt, weiß nicht mehr weiter, vermag den Auftrag, den Gott ihm gegeben hat, nicht mehr zu erfüllen. Er ist am Ende, am Ende seiner Kräfte. Und dann dieses Wort. So herrlich gesungen. Verzweiflung, am Ende der Kräfte sein - das kennt jeder und jede von uns. Das kommt in den glattesten Biographien vor. Wer sich dann getragen weiß von Gottes guten Geistern, sich dann von "den guten Mächten wunderbar geborgen" weiß, auch und gerade in den dunklen Stunden, Tagen und Monaten des Lebens, der ist allemal besser dran, als jene, die das nicht haben. Woher soll sonst die Kraft kommen, wie soll sonst die Verzweiflung weichen, woher Hoffnung kommen? Wir können uns doch nicht wie Mönchhausen selbst am Schopfe aus dem Sumpf ziehen. Elia jedenfalls wird gestärkt, Gott gibt ihm Kraft für seinen langen, schweren Weg, für den Auftrag, zu dem Gott ihn berufen hat. Als zweites fällt mir Jesus ein. Da spielt das Wort eine Rolle im Zusammenhang mit der Versuchung. Der Versucher will Jesus locken von den Zinnen des Tempels zu springen. So könnte er mit einem Schlage berühmt werden. Es passiere ihm schon nichts, sagt der Versucher, Gott habe ja seinen Engeln befohlen, dass sie ihn behüten und er seinen Fuß nicht an einen Stein stoße. Ja, so kann man eben auch mit Gottes Wort umgehen: sich in falscher Sicherheit wiegen. Der Schutzengel ist ja wieder in Mode gekommen, gerade bei jungen Autofahrern, die dafür bekannt sind, dass sie gerne mal ausprobieren, was unter der Kühlerhaube steckt. Aber ein Schlager vor ein paar Jahren sang: "Fahr nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann." Und was antwortet Jesus dem Versucher? "Du sollst Gott deinen Herrn nicht versuchen." Ja, Leichtsinn, Waghalsigkeit, Sorg-losigkeit, "mir kann schon nichts passieren", - auch das gibt es oft, auch das kennen wir alle, auch bei noch so glatten Biographien. Und da kann uns das Wort dieses Monats auf den Boden der Realitäten holen. Gott verspricht uns nicht, dass unser Leben immer nur hell und eitel Sonnenschein ist, er verspricht uns nicht, alle Steine aus dem Weg zu räumen, aber er verspricht uns, auch in den dunklen Stunden unseres Lebens bei uns zu sein, uns nicht zu verlassen, uns zu behüten und durchzutragen. Dafür stehen seine Engel, seine Boten. Ich habe vor ein paar Jahren mal bei einem Seelsorgekurs mit viel Selbsterfahrung Bilder und Symbole zu meinem Leben zeichnen sollen. Für meine Kindheit malte ich einen ganz großen Hut oben am Himmel, darunter mein Elternhaus und davor ich und mein Freund mit seinem großen Hund durch die weite Gegend stromern. "Gottes große Liebe ist wie ein großer Hut." Behütet aufwachsen, das wünschen wir uns für unsere Kinder - behütet leben, das wünschen wir uns für uns und für alle, die wir lieb haben - ja für alle Menschen. Die Nähe Gottes spüren, seinen Beistand, sein Wirken im Leben, die leisen Engel Gottes, seine Boten wahrnehmen - das kann nicht jeder - auf sie hören, ihnen vertrauen, auf Gottes Nähe vertrauen, in hellen und in dunklen Zeiten, das ist so unendlich wichtig, vielleicht das wichtigste überhaupt. Wohl dem, der mit Bonhoeffer singen kann: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag." Ich wünsche es Ihnen und mir,
Ihr Pfarrer Kees


Kennen Sie die Baumemännchen?
Nein, kennen Sie nicht. Aber die Mainzelmännchen kennen Sie, na klar aus dem ZDF, abgeleitet von den Heinzelmännchen, die immer über Nacht alles gemacht haben, was eigentlich die Menschen tun sollten. Nun, die Baumemännchen, das sind die Heinzelmännchen von Baume. Eigentlich müßte man Baumemänner sagen, denn sie sind schon längst keine Männchen mehr, die Jugendlichen unserer JG. Jetzt sind sie richtige starke Kerle. Das haben sie unter Beweis gestellt: Vom Förster Haase hatten wir einen Weihnachtsbaum geschenkt bekommen - wofür wir auf diesem Wege herzlich danken wollen - und die Jugendlichen der JG haben ihn aufgestellt, während wir im Gemeindesaal saßen und Advent feierten. Dabei sind die nebenstehenden Fotos entstanden, mit denen ich Ihnen gern einmal einen Einblick in die Aktivität der Baumemännchen geben wollte. Also Herzlichen Dank an alle (nicht nur JG) die bei der Baumaktion, die etwas kaotisch war, mitgeholfen haben. Schließlich war das ja auch nicht das erste Mal, dass Jugendliche aus der JG fleißig waren. Auch nicht das letzte Mal, denn inzwischen haben sie den Baum auch noch fein säuberlich für die BSR in abfahrgerechte Stücke geschnitten und auf die Straße gebracht. Alles keine Selbstverständlichkeiten.Baumemännchen eben. Wir brauchen mehr Baumemännchen, vor allem Baumeweibchen. Jeden Feitag muss der Saal oder die Kirche sauber gemacht werden. Und wenn sich nur zwei zum Putzstamm gehören, sind die jeden Freitag dran, wenn aber 8 oder gar 16 Leute zu den Baumemännchen und Baumeweibchen gehören, die ab und zu saubermachen kommen, dann ist jede und jeder nur alle 4 bis 8 Wochen dran. Also: Werden auch Sie Baumemänner oder Baumefrauen.
Ihr Pfarrer Kees




Danke! - Es geht schon wieder ums Geld!
Wie in jedem Jahr hat der Gemeindekirchenrat die Aufgabe, sich Gedanken über die Finanzen in unserer Gemeinde zu machen. Zuerst sehen wir uns an, wie wir im letzten Jahr gewirtschaftet haben und dann fragen wir uns: Hat unsere Finanzplanung gestimmt? Wo haben wir weniger ausgegeben als geplant und wo haben wir zuviel ausgegeben? Und dann steht die Frage: Wie planen wir in diesem Jahr? Bei einem Gesamtvolumen von etwa 190.000,00 ? im Jahr ist das keine leichte Aufgabe. Alle Arbeitsbereiche müssen bedacht werden. Planen wir eher vorsichtig, weil möglicherweise weniger Kirchensteuern eingehen, oder können wir an manchen Stellen großzügig sein, weil wir uns auf die Spendenfreudigkeit der Gemeinde verlassen können? Zum Glück sitzen wir da in einer Runde, in der diskutiert wird und nicht alles glatt durchgeht. An der einen Stelle ist etwas mehr Vorsicht geboten, aber auf bestimmte Arbeiten können wir in unserer Gemeinde nicht verzichten und müssen uns das etwas kosten lassen. Zu unserer großen Erleichterung haben wir den Haushaltsplan in der ersten Lesung fertiggestellt. Das Verwaltungsamt schaut ihn sich noch einmal an, und so können wir diesen im Februar endgültig beschließen. Es ist Zeit, Ihnen allen ganz herzlich zu danken, für Spenden, Kollekten und ganz besonders für die eifrige und treue Zahlung des Gemeindekirchgeldes. Es wäre langweilig alle Zahlen einzeln aufzuzeigen, aber ein wenig Analyse ist doch interessant: Seit dem Jahr 2002 haben wir den Euro und wir waren gespannt welche Auswirkungen das neue Geld auf Spenden, Kollekten und das Kirchgeld haben wird. Es hat sich aber gezeigt, und das ist schön, dass alles beim Alten geblieben ist. Besonders erfreulich bleibt die konstante Höhe des Gemeindekirchgeldes, denn das Kirchgeld bleibt, anders als die Kirchensteuern, zu 100% in unserer Gemeinde und trägt so zu einem wesentlichen Teil zum Gelingen unserer Gemeindearbeit bei. Immerhin sind das jährlich etwa 20.000,00 Euro, die sich aus vielen einzelnen Beiträgen zusammensetzen. Bei den Spenden und Kollekten unterscheiden wir den Teil für unsere Gemeindearbeit und den Teil der abzuführenden Kollekten für Sonderprogramme und Landeskirchliche Aufgaben. Wie auch in den vergangenen Jahren ist das Gesamtaufkommen an Spenden und Kollekten eine einigermaßen feste Größenordnung von etwa 30.000,00 bis 35.000,00 Euro, wobei zirka die Hälfte für unsere Gemeindearbeit zur Verfügung steht. Für ganz konkrete Vorhaben, wie zum Beispiel den Keramikkeller, wird auch gern mal etwas mehr gegeben, aber dafür fällt die Spende dann an anderen Stellen etwas kleiner aus. Das soll kein Jammern sein, sondern zeigt, dass der Stellenwert der Sonderprojekte auch durch die Gemeinde bestätigt wird. Insgesamt können wir durch Spenden, Kollekten und die Zuweisungen unsere laufende Arbeit durchaus finanzieren und haben es geschafft, unsere Schulden aus der Kirchturmsanierung, die sich am Ende des Jahres 2000 noch auf 25.000,00 Euro beliefen, vollständig zu tilgen. Noch erfreulicher ist, dass wir für unsere Personalkosten eine Rücklage bilden konnten, die fast der kirchengesetzlich vorgeschriebenen Höhe von einem ganzen Jahr Personalkosten entspricht. Ach und vergessen darf ich auch nicht die "kleine" Rücklage von immerhin 3.000,00 Euro für unsere Gebäude, falls mal eine unvorhergesehene Reparatur notwendig wird. Ein paar Tränen gilt es trotzdem zu vergießen, denn wenn wir genau hinsehen, konnten wir das nur erreichen, weil wir drastisch am Personal gespart haben. Wo sich das überall negativ zeigt, wissen Sie bestimmt ganz genau, und deshalb ist es schön, dass viele Ehrenamtliche mit anpacken. Entscheiden Sie am besten selbst in welchem Verhältnis Freuden- und Trauertränen fließen. Zum Schluss nochmals herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft die Arbeit in unserer Gemeinde und die Gesamtkirchliche Arbeit mitzutragen!
Ihr Michael-Erich Aust (Vorsitzender)
P.S. Geiz ist eben doch nicht geil! - Danke!


Sie schenkt den Kinder in Afrika mehr als ein Lächeln
"Ich will nicht aufhören zu träumen von einer gerechten Welt, in der die Men-schen unterschiedlicher Kulturen ein-ander achten und begegnen. Darum habe ich mich auf den Weg gemacht in eines der ärmsten Länder der Welt - ÄTHIOPIEN. Krieg und fast regelmäßig wiederkehrende Dürre und Hunger-katastrophen haben das Land zu dem gemacht, was es ist." Das sagte Frau Erdmute Krafft, Krankenhausseelsorgerin im KEH, die anläßlich der Eröffnung ihrer Fotoausstellung im Gemeindesaal am 18. Januar unseren Gottesdienst gestaltete Die gezeigten Bilder sind entstanden in einem Hungerlager, das eine örtliche Hilfsorganisation eingerichtet hatte. Dort arbeitete sie mit . Zur Ausstellung sagte sie: "Bei der Auswahl meiner Bilder war ich zögerlich. Ich fragte mich bei einigen Bildern: Kann man die dem Betrachter zumuten? Ich denke, wir müssen sie uns zumuten. Denn die da hungern und dürsten, sind unsere Schwestern und Brüder. Und wenn sie so schlimm dran sind, sind es auch unsere Nächsten". Frau Krafft unterrichtete über ihre nächsten Projekte und legte uns ans Herz, diese Arbeit zu unterstützen. Im Gemeindebüro können Sie genauere Informationen dazu erhalten.
Rolf Letzig



erkennen - lieben - umkehren Bibelabende zum Buch HOSEA
Am 25. Januar haben wir es im Gottesdienst erleben können, wie aktuell die Botschaft des Propheten Hosea ist: Wer die Texte liest, ist überrascht: Was für eine Fülle von Bildern enthält diese Schrift, wie kraftvoll, ja zupackend, ist die Sprache, wie symbolreich der Inhalt. Spannend, erschreckend und hof-fnungsvoll zugleich ist dieses Büchlein, das mich seit meinem Studium immer wieder gereizt hat, aber nie Zeit bekommen hat. In den Predigtreihen kommt Hosea so gut wie kaum vor. Das muß damals für das alte Volk Israel eine Existenz und Identitätskrise gewesen sein, die den Menschen gar nicht recht bewußt war. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs wurde zwar formal weiter verehrt, aber das Herz der Menschen hing ganz woanders. In den Reden, in der Theologie, in den Liturgien in den geprägten Texten war natürlich von Gott immer wieder die Rede, aber er war nicht mehr der Mittelpunkt des Denkens, Wollens und Handelns. Das waren die anderen religiösen Sinnanbieter viel attraktiver, das war Flickenteppichreligiosität, Ablenkungsmechanismen, Anziehungs-kraft von Esoterik, Gesundheits-fetichismus, Aberglaube und allerlei zwielichtiger Spiritualität. Da gab es eine "Gott und... Theologie, wo eigentlich Eindeutigkeit dran gewesen wäre. Was für ein Buch! Im Hoseabuch stehen wir erschreckt und überrascht vor einem aktiven, agierenden höchst aktuellen Gott, der sich das Heft nicht aus der Hand nehmen läßt. Wir lernen einen Gott kennen, der nicht verharmlost, sondern aufdeckt und straft, der aber auch nicht verurteilt, ohne um neue Liebe zu werben. Schweres Strafgericht und liebende Zärtlichkeit stehen sich gegenüber, ja wechseln sich ab, gehen ineinander über. Der Prophet läßt keinen Zweifel, Gott läßt sich nicht spotten, er ist aber auch ein Liebhaber seines Volkes, der sich immer wieder danach sehnt, von seinem Volk geliebt zu werden. Die Botschaft von Jesus Christus lässt sich von fern und manchmal auch ganz nah hören und begreifen. Sie sehen, es lohnt sich! Wir wollen die Texte des Hosea dienstags vierzehntägig jeweils von 19.30 - ca.21.00 Uhr an 4 oder 5 Abenden studieren und über ihnen ins Gespräch kommen. Begonnen haben wir bereits am 27.1. (mit Pfarrer Hecker) in Treptow und werden also am 10.2. (mit Pfarrer Kees); am 24.2. (mit Pfarrer Huhn); am 9.3. (mit Vikarin Draeger) und evtl. wenn gewünscht am 23.3. weitermachen. Auf Ihr Kommen freuen wir uns sehr.
R.Kees


Gespräche über den Glauben "Von der Zukunft des Religiösen"
Runde 1
der "Gespräche über den Glauben" hat stattgefunden und hatte eine erfreuliche Resonanz, nicht nur zahlenmäßig: Statt eines ausführlichen Berichts, für alle, die nicht dabei waren hier zwei Bilder:





Ansonsten die Planung:
Runde 2
19.-20.März (Bwg) und
26.-27.März (Joh)
Religion - ein Grund-bedürfnis des Menschen?

Runde 3
17.-18.September (Bwg) und
29.-30.Oktober (Joh)
Christsein zwischen Athe-ismus und Religion


Wir möchten gern die Baumschulenweger, Johannisthaler und Grünauer Gemeindeglieder, die bisher noch nicht an den Gesprächen über den Glauben teil-genommen haben, ermutigen, mit-zumachen. Jede Einheit soll Freitag-abend mit einem gemeinsamen Abendessen beginnen und Samstag mit dem Kaffeetrinken schließen. Der Samstag eignet sich vielfach besser zum Glaubensgespräch als Abende in der Woche. Außerdem kann langfristig geplant werden. Ein Wechseln zwischen den Veranstaltungsorten ist aus terminlichen Gründen durchaus möglich. Für die Teilnahme und das Essen erbitten wir pro Wochenende einen Beitrag von 5 Euro. Zur Planung (vor allem wegen der Mahlzeiten) ist es erforderlich, daß Sie sich zu den "Gesprächen über den Glauben" bei Frau Bauckhage Johannisthal (030/ 6369357) oder bei Pfarrer Kees Baumschulenweg (030/53212676) jeweils bis eine Woche vorher anmelden. Auf Ihr Kommen freuen sich Pfarrer Kees, Pfarrer Vergens und Pfarrer Huhn, sowie Frau Bauckhage, die dankenswerter Weise die Korres-pondenz weiter erledigt.


Gottesdienst 08. Februar in Johannisthal
Auf der Kanzel und von der Orgel Regionalgottesdienst mit Liedpredigt gestaltet von Prof. em. Dr. Henkys und Kantor Martin Fehlandt am 08. Februar 2004, 10 Uhr. Auch die Baumschulenweger Gemeinde ist eingeladen. Text und Melodie eines Gesang-buchliedes ("Komm in unsre stolze Welt", EG 428) stehen im Mittelpunkt des Gottesdienstes am 08.02.2004. Die Worte stammen von Hans von Lehndorff (1910-1987). Sie liegen der Predigt zu Grunde. Die Weise hat Manfred Schlenker (geb. 1926) geschaffen. Schlenker schrieb zu dieser Melodie auch eine achtsätzige Partita für Orgel. Sie erklingt vor, nach und unter der Predigt. Und dazu kommt natürlich der Gesang der Gemeinde: Mit den einzelnen Strophen des Liedes nimmt sie Teile der Predigt auf. Liedpredigten waren in den beiden Jahrhunderten nach der Reformation ganzgeläufig. Später wurden sie vergessen. In den letzten Jahrzehnten ist diese Art der Verkündigung aber wiederbelebt worden. Unser Gesangbuch wartet darauf, dass seine Lieder entdeckt und tiefer verstanden werden. Die Liedpredigt will eine Hilfe dazu sein. Lassen Sie sich also zu dieser uns noch nicht so vertrauten Form des Gottes-dienstes nach Johannisthal einladen.


Gemeindefasching
"Baume-Bühne - Vorhang frei" Freitag, 20.Februar 2004 18.00 Uhr bis open end
Wir wissen ja noch gar nicht, wie viele Talente wir in unserer Gemeinde haben. Da gibt es bestimmt nicht nur Malerinnen und Maler, Töpferinnen und Keramiker, wie wir schon des öfteren sehen konnten. Ich denke, es gibt garantiert auch Komikerinnen, Zauberer, Kabarettistinnen, Rezitatoren und kleine Gesangsensembles, Popstars und Sternchen, Hipphopp-, Techno-, Playback-Künstlerinnen und Künstler. Ein buntes Bühnenprogramm zum Lachen, Schmunzeln, Vor- und Mit-machen, zum Genießen und eben einfach zur Unterhaltung werden wir doch zu Stande kriegen, oder? Alle, die ein wenig Humor haben, sind eingeladen, sich zu beteiligen. Wer nichts vortragen will, muss auftragen, d.h. etwas zu Essen mitbringen. Natürlich kann man auch beides. Laßt Euch - lassen Sie sich was einfallen. Wir sind gespannt. Ob es uns gelingt - wir könnten es auch nennen Baume sucht den Superstar - aber dann würde sich ja keiner trauen. Da wir die kleinen Kinder gerne mit dabei haben, beginnen wir doch wieder um 18 Uhr. Am Donnerstag ab 19 Uhr wollen wir unseren Gemeinderaum zum Varietè umbauen.


Nachdenken in Johannisthal und Baumschulenweg über die künftige Zusammenarbeit unserer Kirchengemeinden Einladung zur Gemeindeversammlung am 22.02.04
Drei ganze Pfarrstellen für fünf Gemeinden, so lautete die Vorgabe unseres Kirchenkreises, dabei darf es keine krummen Stellen, also 66% oder 83%-Stellen geben, die faktisch unbesetzbar sind, sondern ganze oder halbe. So gilt für unsere Gemeinden seit längerem das Konzept: jede Gemeinde eine halbe Pfarrstelle und die sechste halbe für die Jugendarbeit, die ja zur zeit Pfarrer Hecker aus Treptow innehat. Beim Nachdenken über die Frage, was wird nach dem von Pfarrer Huhn geplanten Eintritt in den Ruhestand, ist der Gemeindekirchenrat Johannisthal zu dem vorläufigen Schluss gekommen: Lasst uns doch den bisherigen Pfarrsprengel Niederschöneweide - Johannisthal auflösen und mit Baumschulenweg einen neuen bilden. Hintergrund solcher Überlegungen ist die Tatsache, dass zwischen den beiden Gemeinden Johannisthal und Baumschulenweg schon länger Verbindungen auf verschiedenen Ebenen bestehen. Diese sind intensiver und vielgestaltiger als die zwischen Niederschöneweide und Johannisthal. Auch wir von unserer Seite aus haben immer wieder - schon als Pfarrer Iskraut in den Ruhestand ging, also vor gut 6 Jahren - signalisiert, dass wir uns ein Zusammengehen mit Johannisthal vorstellen können. Es läuft tatsächlich schon viel gemeinsam. Insgesamt gesehen ist die Zusammenarbeit zwischen Baumschulenweg, Johan-nisthal und auch Treptow intensiver geworden. Praktisch würde das bedeuten, dass unser Pfarrer Johannisthal pastoral mitversorgen würde. Eine ganze Pfarrstelle können wir uns auf Dauer nicht mehr leisten. Die Pfarrstelle ist ja schon vor einigen Jahren auf 75% gesetzt worden, um die Kirchenmusikstelle mit 30% zu retten. Das pastorale Zusam-mengehen wird möglich durch die regional besetzte Jugendpfarrstelle, die Pfarrer Kees ja enorm entlastet - bestimmt die Hälfte seiner Kraft hat er ja für Konfir-manden und Jugendarbeit eingesetzt. Auch wenn er nun einen Teil der Arbeit von Frau Böhnke mitmacht, denken wir ist das Zusammengehen sinnvoll, weil sich enorme Synergieeffekte ergeben - wie die Gespräche über den Glauben schon gezeigt haben. Der GKR möchte dies alles nicht ohne Rückkopplung mit der Gemeinde entscheiden und lädt deshalb alle Interessierten zu der am 22.Februar 2004 geplanten Gemeindeversammlung ein. Dort können dann weitere Details zu diesem Problem erfragt werden. Außerdem ist ein kleiner Rückblick auf die Arbeit der Gemeinde im zurück-liegenden Jahr und ein Ausblick auf die kommenden GKR-Wahlen geplant.


Kleinkindergottesdienst - ein besonderes Angebot in unserer Region
Gottesdienste mit Kindern sind ein wichtiger Bestandteil im Leben einer Gemeinde. Geht es doch darum, dass eine nachwachsende Generation erste Erfahrungen mit Gott und mit der Gestaltung des Glaubens macht. Bei vielen jungen Familien ist diese Gottesdienstform akzeptiert und passt in ihre Lebenswelt. Hier finden sie Gleichgesinnte. Sie können sich untereinander über Dinge austauschen, die sie betreffen. Die neuen Erfahrungen, die sie im Umgang mit ihren Kindern und in ihrer neuen Rolle als Eltern machen, kommen auch in der Gestaltung des Gottesdienstes zur Sprache. Auch Kirchendistanzierte finden hier Gesprächspartner. Leider fehlt bei uns noch das Mit-gestalten, das Engagement beim einen oder anderen Gottesdienst. Im nächaten Monatsgruß (März 2004) wollen wir darüber und über das Angebot, das in unserer Region besteht weiter berichten. Wir hoffen, dass Sie etwas neugierig gemacht worden sind. Zu Ihrer Information und Planung: Der nächste Kleinkindergottesdienst wird für den Sonnabend, den 27.03.2004, um 15.30 Uhr in der Friedenskirche (Winterkirche), Britzer Straße in Niederschöneweide vorbereitet.
(Aus dem Gemeindeblatt Johannisthal)


Weltgebetstag am 05. März 2004
"Seid gegrüßt und seid willkommen in der Republik Panama - dem Mittelpunkt der Welt, dem Herzen des Universums!"

So begrüßen uns die Frauen des panamenischen Weltgebetstags-komitees in ihrem Land. Ein Blick auf die Landkarte verdeutlicht, was sie meinen: Panama verbindet Kontinente und Meere, Panama verbindet verschie-dene Naturräume mit ihrer reichhaltigen Pflanzen- und Tierwelt und Panama hat durch seine Geschichte hindurch immer wieder aufs Neue Menschen verschie-dener Ethnien, Sprachen, Religionen und Kulturen mit einander in Verbindung gebracht. Panama versteht sich als "Transit-Land" - festzumachen vor allem am Kanal der seit 1914 das Land durchtrennt. Formal seit 1903 unabhängig von Kolumbien hat Panama jedoch erst seit Beginn des neuen Jahrtausends die volle Souveränität über sein Staatsgebiet. Damit sind schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen verbunden, von denen uns die Schreiberinnen der Gottesdienstordnung berichten. Das Thema des Gottesdienstes "Im Glauben gestalten Frauen Zukunft" hat dabei für die Frauen Panamas eine besondere Bedeutung. Sie erfahren sich in diesen Zeiten der Veränderung als wichtige Kräfte bei der Gestaltung der Gesell-schaft und sie ermutigen auch uns, verantwortlich die Zukunft mitzuge-stalten. Dafür wollen wir gemeinsam um Gottes Beistand und Segen beten. Ein fester Bestandteil dieses Gemein-deabends wird die Gebetsordnung sein. Die Vorbereitung für die Informations-wände und für die Ausgestaltung des Gemein-deraumes laufen an. Wie immer wollen wir auch landestypische Gerichte kosten. Wer uns dabei helfen kann, melde sich bitte nach dem 8. Februar bei mir im Gemeindebüro.
Tordis Kober


"In eigener Sache..."
Das Ausscheiden von meiner Mutter, Frau Böhnke, aus dem bezahlten Dienst macht sich schmerzlich bemerkbar. So viele Dienste sind von ihr ganz heimlich und im Hintergrund erledigt worden. Geahnt haben wir, dass sie uns an allen Ecken und Enden fehlen wird. Nun wird es uns erst richtig bewußt. Nicht nur die Arbeiten müssen von uns zusätzlich erledigt werden, uns fehlt vor allem ihr Mitdenken, ihr "Wachrütteln" aber auch ihr fröhliches Singen im Flur, in der Küche und in der Kirche. Wir der kleine übrig gebliebene Rest müssen nun sehen, wie es weiter geht... Doch es ist manchmal nicht zu vermei-den, dass wir, wie schon geschehen, Termine vergessen, Arbeiten nicht pünktlich erledigt haben, oder auch im Umgangston nicht immer angemessen reagieren. Sie, die Gemeindeglieder, sind uns wichtig und wir wollen uns bemühen, dass Sie, nicht die Benachteiligten des momentanen Engpasses in der Stellen-besetzung sind und werden.
Ihre Tordis Kober


Hinweis
In den Schulferien, die sind in der ersten Februarwoche, werden wir hauptamtlichen Mitarbeiter eine kleine "Winterpause" machen und daher nicht in der Gemeinde erreichbar sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis


Wer kann helfen?
Vor ungefähr zwei Jahren haben wir mit einer größeren Gruppe von Leuten angefangen, die uns bei unserer "technischen" Arbeit helfen. Viele davon sind altersbedingt ausgeschieden, oder auch weggezogen. Nach wie vor brauchen wir Leute, die bereit sind, in unregelmäßigen Abständen freitags die Räume für die Gottesdienste vorzubereiten. Es sind alles keine körperlich schwie-rigen Arbeiten. Das Stühle und Tische stellen im Gemeindesaal übernehmen wir. In der kalten Jahreszeit sind die Gemeinderäume zu fegen oder gegebenenfalls zu wischen und auch die Toiletten im Gemeindehaus zu säubern. In der warmen Jahreszeit muß die Kirche vorbereitet werden. Freitags ist ja das Gemeindebüro besetzt und wir sind im Hintergrund für Sie immer ansprechbar. Frau Böhnke, die nun auch diese Arbeit ab und zu ehrenamtlich übernehmen möchte, wird sich am Donnerstag, den 26. Februar mit all denjenigen zusam-mensetzen, die uns bei diesen Arbeiten unterstützen wollen. Falls Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro.


Fürbitte
Mit kirchlichem Geleit bestattet wurde:
Elisabeth Kühn - 86 Jahre
Anneliese Ihle - 91 Jahre