Monatsgruß November 2004
 Monatsspruch
Partnerschaftstreffen mit unseren Emmener Freunden in der Lüneburger Heide
 30. Deutscher Evangelischer Kirchentag Hannover 2005
 Ein Wochenende auf der Heide
 „Ich war krank und ihr habt mich besucht!“
 Gemeindekirchenratswahl 2004
 Achtung ab 2005 – neue Gottesdienstzeit: 9.30 Uhr
 Langfristig Planen:
 Bibelgespräch am Vormittag - statt Bibelstunde am Nachmittag?
 PARIA 1933
 Einladung
 „Austausch-Projekte Treptow-Köpenick - Albinea 2005“
 Fürbitte
 Termine

Monatsspruch
So spricht der Herr: Wahrt das Recht und sorgt für Gerechtigkeit; denn bald kommt von mir das Heil, meine Gerechtigkeit wird sich bald offenbaren.
Jesaja 56,1

Motto der Ökumenischen Friedensdekade 2004
„Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“
Amos 5,24

Nicht nur Weihnachten ist „alle Jahre wieder“. Längst sind die zehn Tage vor dem Buß- und Bettag zu einem festen Termin in unserem Kirchenjahr geworden. Die Friedensdekade, ein Kind des Konziliaren Prozesses in der DDR ist - Gott sei wirklich Dank - eine gesamtdeutsche und vor allem eine ökumenische Aktion geworden. Sie steht für mehr, als der Titel zu verraten scheint. Von Anfang an hatte die Friedensdekade die Dreiheit: Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung im Blick. Nur in der Kombination mit Recht und Gerechtigkeit sowie mit der Bewahrung des Lebensraumes für die kommenden Generationen kann Frieden mehr sein, als die Abwesenheit von Krieg, was der (siegreich beendete und doch fortwährende) Krieg der USA gegen den Irak eindeutig zeigt. Nur in dieser konsequenten Absage gegen alles was dem Leben schadet, was das Leben bedroht, oder sogar vernichtet, in dieser Absage an Gewalt, an Armut, Hunger, Krankheit, Zerstörung der Umwelt und Vergeudung der Ressourcen – und nur in der Hinwendung zu Gott und dem von ihm für uns entwickelten Lebenskonzept, nur so ist wirklich Frieden – Schalom – möglich. Ob die Verantwortlichen für die Friedensdekade sich bei der Suche nach einem Motto haben von dem Monatsspruch für den November inspirieren lassen, oder ob es Zufall oder Fügung, ist bleibt dahingestellt. Es geht gleichermaßen um Recht und Gerechtigkeit im Namen Gottes, um Frieden im umfassenden Sinne des göttlichen Schalom. Das ist Gottes Lebenskonzept für uns. Recht und Gerechtigkeit sind so notwendig wie das lebensspendende Nass. Ohne Wasser kein Leben – ohne Recht und Gerechtig-keit kein Leben. Aber was ist recht, was ist gerecht – darüber müssen wir nachdenken, ins Gespräch kommen uns von Gottes Wort inspirieren lassen. „Kümmert Euch zuerst um Euch, dann um mich“, sagt Gott uns. So könnte man den Zusammenhang im Amosbuch deuten, aus dem das Motto der Friedendekade stammt. Gott stellt sich und sein Loblied hintenan, er kann das Geplärr der Lieder, die ihn loben sollen, nicht hören, wenn gleichzeitig die Armen mit Füßen getreten, und die Rechtlosen gegen ein paar Latschen in die Schuldsklaverei verkauft werden. Oder, vielleicht sagt er uns auch: „Wenn ihr Euch um euch und euresgleichen kümmert, dann kümmert ihr Euch um mich“, – So wie sich Jesus mit denen identifiziert hat, denen wir (nicht) zu essen, zu trinken, Kleidung, Obdach etc. geben. Wer zu ungerechten Strukturen beiträgt, oder sich auch nur mit ihnen abfindet ohne etwas dagegen zu tun, kann Gott nicht angemessen -“billig“- loben. So krass, so deutlich und so aktuell sagt es der erste Prophet Amos mit dem Motto unserer Friedensdekade. Lassen Sie sich einladen, kommen Sie zum Eröffnungsgottesdienst und zu den Friedensgebeten – wir gehen über den Heidekampgraben an dem einst die unsägliche Mauer stand zu unserer Nachbargemeinde TABEA und wir gehen über die unsichtbaren Mauern, die uns von unserer katholischen Schwesterkirche St. ANNA trennen. Wir selbst, unsere Gesellschaft, unser Land, unser Europa, ja unsere ganze Welt hat unser Beten und Handeln bitter nötig – jeden Tag – und alle Jahre wieder. Auf Ihr Kommen freut sich
Ihr Pfarrer Reinhard Kees.


30. Deutscher Evangelischer Kirchentag Hannover 2005
Superintendentur Lichtenberg-Oberspree den 18.10. 2005
An die Gemeinden im Kirchenkreis Lichtenberg, an die Vorsitzenden und Stellvertreter der GKR’s im Kirchenkreis Lichtenberg, an alle Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis Lichtenberg. Der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover vom 25. bis 29. Mai 2005 wird zur Zeit aktiv vorbereitet. Er steht unter dem Thema „Wenn dein Kind dich morgen fragt...“. In den Gemeinden ist das erste Material eingetroffen. Wir wollen im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree wieder eine gemeinsame Teilnahme mit Anreise, Unterkunft und Abreise organisieren. Wir haben dazu geplant, wieder in einem Sonderzug entsprechend viele Plätze zu reservieren und auch die Quartiere zentral zu besorgen. Dazu ist es aber unbedingt notwendig, dass wir bis Ende Dezember 2004 die etwaige Anzahl der Interessenten im Kirchenkreis zur Teilnahme am Kirchentag in Frankfurt erfassen. Die genaue Höhe des Fahrgeldes, der Teilnehmerkosten und der Essenkosten sind uns zur Zeit noch nicht bekannt. Nach der Meldung der voraussichtlichen Teilnehmerzahl in Ihrer Gemeinde bis zum 31.12. 2004 erhalten Sie dann weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen. Die einzelne personenbezogene Anmeldung und die Bezahlung der Unkosten wird dann bis ca. März 2005 erfolgen. Anschließend werden wir wieder bei einer zentralen Veranstaltung alle Unterlagen an die Teilnehmer ausgeben. Für alle Fragen der Vorbereitung zur Teilnahme am 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover von Teilnehmern aus dem Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree stehen Ihnen zur Verfügung:
Jörg Forßbohm, Dillinger Weg 3, 12683 Berlin - Tel.: 51 739 435
Wolfgang Prüfer, Walter-Ratenau-Str. 55, 15732 Schulzendorf - Tel.: 033762/41027

Post oder Anfragen richten Sie bitte an Superintendentur Lichtenberg-Oberspree oder an die Versöh-nungskirchengemeinde Biesdorf zu Händen Herrn Forßbohm. Bitte geben Sie diese Information an viele Gemeindeglieder weiter. Vergessen Sie bitte nicht den ausgefüllten Fragebogen bis zum 31. Dezember 2004 an mich zurück zu senden und freuen Sie sich mit uns auf den 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover.


Ein Wochenende auf der Heide
von Klaas van Netten

Freitag, 15. Oktober, die Sonne scheint und die Bäume haben herrliche Farben: einen schöneren Anfang von einem Wochenende kann man sich kaum vorstellen. Das Auto ist gepackt, die Passagiere sind angeschnallt, wir fahren ab. Auf nach Deutschland in die Lüneburger Heide. Dort werden wir mit unseren Freunden aus Berlin zusammen sein. Für mich sind diese halbjährlichen Begegnungen seit wir in Emmen wohnen nach acht Malen allmählich eine schöne Gewohnheit geworden; jedes Mal aufs Neue ist es eine Überraschung. Wie wird es sein, welche Berliner werden da sein? Es ist eine schöne Fahrt, ohne Autobahn, in Richtung Bockum. Ein sehr kleines Dorf, aber so klein es auch ist, es steht auf der General-Karte! Die Pension Kirsch sieht von aussen eindrucksvoll aus: ein altes Jagdschloss. Auch innen sehr alt und einfach eingerichtet. Wir sind nicht die ersten Gäste, aber bestimmt auch nicht die letzten. Suksessive fahren PKW’s aus Emmen und Berlin auf das Parkgelände und zum Abendbrot sind wir komplett: sechsunddreißig zusammen. Die Begrüßung nach jedem Ankommen ist wie immer sehr herzlich: froh sind wir alte und neue Freunde wieder zu sehen. Nicht wie beim letzten Mal sind wir zusammen gekommen nur zum Vergnügen: Es soll gearbeitet werden. Jan Haveman macht die Einleitung und unser Thema ist der „Islam“. Damit wir alle ein paar Grundkenntnisse haben, gibt Jan uns eine kurze Zusammenfassung worin uns einige wesentliche Begriffe des Islams verdeutlicht werden. Die Position von Christus und vom Prophet Mohammed; das Gesetz und die fünf Säulen, die Hauptströmungen, all die Sachen werden kurz angerissen. Wir hören auch über Toleranz: die Auffassung dass jeder Mensch ein Recht hat auf seine eigene Meinung gehört nicht zum Islam. Zum Schluss seiner Einleitung gibt Jan uns einige Papiere. Wir können diese lesen, als Vorbereitung auf das Zusam-menkommen am nächsten Morgen. Noch eine Weile sind wir gemütlich zusammen, bevor die Schlafzimmer aufgesucht werden. Die Kopfkissen sind wie deutsche Kopfkissen sein sollen: groß, voll Luft und Federn. Die Nacht ist schnell vorüber. Nach dem Frühstück gibt es eine kurze Morgenandacht über Abraham als Stammvater der drei großen monotheistischen Religionen und dann geht es weiter mit dem Thema. Jan Haveman erzählt in seinem sehr gutem Deutsch. Wenn man über den Islam spricht, dann kommt die Frage auf, nach der christlichen Identität. Identität fragt nach Kontinuität, die wir kennen lernen in der Tradition unseres Glau-bensbekenntnisses, in Gebeten, in Sakramenten. Nur dann aber, wenn das täglich seine Form bekommt und erkennbar wird in unserem Tun und Lassen. Und sprechen wir Christen und Mohammedaner über den selben Gott? Bedenke, dass Christen beispielsweise in Indonesien und Pakistan Gott auch anbeten unter dem arabischen Wort für Gott, nämlich „Allah“. Vertrauen dürfen wir darauf, dass Gott nach allen Menschen sieht, wie ein Vater nach seinen Kindern. Dann folgt eine Diskussion, erst in Gruppen und dann wieder gemeinsam. Solch einer Gesprächsrunde ist manchmal ein bisschen schwer zu folgen: das Deutsch bleibt für uns Holländer eine Fremdsprache und im Eifer des Gesprächs hören meine Ohren alles, aber verstehen doch nichts. Warum möchten wir eigentlich den Islam kennen lernen? Warum einen Dialog anfangen (ein Dialog lebt vom wesentlichen Interesse von beiden Seiten)? Weil wir in einem multi-etnischen Europa leben! Um Missverständnisse und Ärger zu vermeiden! Um einander kennen zu lernen, einander zu verstehen und einander zu akzeptieren. Jeder soll wissen, dass man den Dialog nicht führen soll um einander zu überzeugen oder gar zu bekehren! Es geht um ein friedlicheres Zusammenleben in Berlin, in Emmen und überall auf der Welt wo Menschen sind! Dies sollte ein Ansporn für uns sein! Der Rest des Tagesprogrammes ist für die Entspannung gedacht. Wir besuchten ein jahrhundertaltes Kloster in Ebstorf mit schöner Kunst in verschiedenen Räumen, in der Kirche, in den Klostergängen und im Glas der Bleifenster und einer beeindruckenden mittelalterlichen Weltkarte mit Jerusalem, der Stadt der drei Religionen genau im Zentrum – wie passend zu unserem Thema! Moderne Kunst konnten wir in Uelzen sehen. Der Künstler Hundertwasser hat Entwürfe zur Verschönerung des alten Bahnhofes gemacht. In Farben und Formen ist seine Philosophie dort zu sehen: ein Besuch lohnt sich sehr! (siehe Titelbild) Den Abend verbrachten wir singend: unsere deutschen Freunde haben einen reicheren Liedschatz als wir. In jedem Fall kannte man Text und Melodie, während die Emmener meistens nicht weiter kamen als mit „Lalala“. Am Sonntag feierten wir einen schönen, feierlichen Gottesdienst für uns im Haus Hohentann unter der Leitung von Pfarrer Kees. Wir lasen das 4. Kapitel des Briefes an die Epheser. Jeder von uns wählte eine Ermahnung die ihn ansprach und las sie laut vor, in deutsch oder holländisch. Sehr viele wählten den letzten Vers:“Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen, wie auch Gott euch vergeben hat in Chistus.“ aus. Ich wählte den Vers 31:“Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit.“. Vielleicht eine kleine Buße für unzufriedene Gedanken während dieses Treffens? Wir feierten das Heilige Abendmahl, gaben einander das Brot und den Kelch als Zeichen unserer Verbundenheit miteinander und mit unserem Herrn. Danach war noch eine kleine Stunde Zeit die Umgebung anzusehen. Was kann man hier auf der Heide geniessen, welch eine Ruhe, was für eine Natur, was für eine Schönheit. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns, in der Sicherheit, dass wir weiter machen werden mit diesen Kontakten und Begegnungen. Und mit und in den Gedanken nehmen wir den Auftrag dieses Wochenendes: der Dialog soll auf die eine oder andere Weise gestartet werden, in Berlin-Baumschulenweg und in Emmen-Oost.
Klaas van Netten


„Ich war krank und ihr habt mich besucht!“
Liebe Gemeindeglieder! Eine Krankheit oder ein Unfall stellen Menschen vor besondere Heraus-forderungen. In einer fremden Umge-bung mit unbekannten Abläufen müssen Kranke sich auf eine völlig neue Situation einlassen. Manchmal verändert sich durch eine Erkrankung das ganze Leben für den Betroffenen selbst und für seine Familie bzw. sein soziales Umfeld. Halt und Orientierung müssen neu gesucht werden Auf Wunsch begleiten wir Kranken-hausseelsorger/innen Patienten und ihre Angehörigen während eines Krankenhausaufenthaltes. Begleiten kann bedeuten: zuhören, miteinander reden oder gemeinsam schweigen, Ängste benennen, Mut zusprechen, nach Kraftquellen suchen, trösten, Hoffnung wachhalten, miteinander beten, Segen zusprechen oder auch gemeinsam Abendmahl feiern. Unser Angebot gilt allen Kranken und Angehörigen, unabhängig von ihrer Konfession oder Weltanschauung. Wenn Sie selbst in ein Krankenhaus kommen oder jemand aus Ihrer Familie, Nachbarschaft oder Kirchengemeinde, dann lassen Sie es uns wissen
Ihre Krankenhausseelsorger/innen

Ruth Kautzsch
DRK-Krankenhaus Köpenick
Tel. 30353700

Gabriele Dohle
KH Hedwigshöhe (Psychiatrie)
Tel. 6741 -0

Petra Kind
Vtvantes Klinikum Hellersdorf
Tel. 56803892
(ehem. W.Griesinger KH) Unfall-Krankenhaus Berlin
Tel. 56811850

Klaus Radke
Vivantes Klinikum Hellersdorf
Tel. 56512121
{ehem. KH Kaulsdorf} Unfall-Krankenhaus Berlin
Tel. 56811850

Erdmute Krafft
Ev. KH Königin-Elisabeth
Tel. 54725250

Regina Schulz
Herzberge (KEH)
Tel. 54725254

Gabriele Smend
Paritätisches KH Lichtenberg
Tel. 55183616

Kinderkrankenhaus Lindenhof



Gemeindekirchenratswahl 2004
Zuerst einmal möchte ich auf diesem Wege öffentlich allen denen danken, die für die Vorbereitung und Durchführung der Wahl Verantwortung getragen haben. Zuerst denen, die Kandi-datenvorschläge gemacht haben, dann den zwei fleißigen Helferinnen, die ca. 1800 Briefe eingetütet haben, Frau Anklam und Frau Böhnke, sodann dem Wahlvorstand: Frau Fellechner, Frau Kant, Frau Kober, Frau Rudolph und Frau B.Winkler. Ebenso danke ich den Gemeindegliedern, die zur öffentlichen Auszählung gekommen sind und so ihr Interesse am Geschick unserer Gemeinde bekundet haben. Dank auch an die Wählerinnen und Wähler. Erfreulich hoch war unsere Wahlbeteiligung – hoch jedenfalls im Vergleich zu manch anderen Gemeinden bei denen sie gerademal bei 5% lag – wir hatten 15,4%. Also 286 Gemeindeglieder haben an der Wahl teilgenommen, davon haben 67 von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht. Eine einzige Stimme war ungültig. Last not least danke ich allen, die sich als Kandidaten zur Verfügung gestellt haben. Die Entscheidung sich für sechs Jahre auf aktive Mitarbeit in der Gemeinde festzulegen ist vielen nicht leicht gefallen. Denn wir wissen ja, dass die, die wir für geeignet halten, meist ohnehin schon viel um die Ohren haben. Deutlich war der Trend zu spüren, den „neuen und den jungen Kandidaten und Kandidatinnen“ eine Chance zu geben. Auch dafür kann man dankbar sein, dass überhaupt so viele Junge und Neue zur Verfügung standen – auch das ist nicht selbstverständlich. Wenn alle Gewählten die Wahl annehmen und die Wahl nicht angefochten wird liegt der Altersdurchschnitt des neuen GKR bei 46,7 Jahren. Wir haben schon in Aussicht genommen, eine Vertreterin der JG zu berufen, damit auch dieser Bereich der Gemeindearbeit, der ja jetzt in der Hand von Pfarrer Hecker liegt, mit vertreten ist. Das verjüngt den Durchschnitt noch einmal auf 45. Von 18 bis 69 sind dann alle Altersgruppen – über die Eltern sogar die Kinder – gut vertreten. Das Ergebnis im Einzelnen: Als Älteste sind gewählt: Michael Erich Aust (219), Norbert Schulze (211), Susanne Grünbaum (194), Heike Pudler (189), Rolf Letzig (188), Silke Ollenburg-Günther (162), somit sind die folgenden drei Gemeindeglieder Ersatzälteste, die für drei Jahre mitarbeiten: Hans Martin Krausmann (160), Wilfried Bauer (147) und Rainer Schnell (100). Wir werden auf der Klausurtagung des alten und neuen GKR vom 12. bis 14.11. 2004 in Lobetal die Zuständig-keitsbereiche festlegen und dann die Zusammensetzung des GKR wieder als Einlegeblatt im Monatsgruß Dezember veröffentlichen. Am Sonntag den 21. November werden wir im Gottesdienst die Neuen in ihr Amt einführen und die Alten aus dem Amte verabschieden. Ausscheiden aus der Mitarbeit im GKR werden: Achim Bobach nach 30 Jahren, Anita Müller nach 12 Jahren, Bianka Winkler nach 6 Jahren, und Jan Podschus nach 3 Jahren als Ersatz-ältester. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im neuen GKR und bitte Sie, die Gemeindeglieder, für uns in unserer Verantwortung für unsere Gemeinde zu beten und uns mit Kritik und Wohlwollen zu begleiten.
Pfarrer Reinhard Kees


Achtung ab 2005 – neue Gottesdienstzeit: 9.30 Uhr
Wie im letzten Monatsgruss berichtet, bleibt uns wegen der Zusammenarbeit mit Johannisthal nichts weiter übrig, als bei den Gottesdienstzeiten eine leichte Verschiebung vorzunehmen. Ab ersten Januar – so haben wir im GKR beschlossen – wird die reguläre Gottesdienstanfangszeit um 9.30 Uhr sein. Wir beginnen damit am 2. Januar mit dem Gottesdienst mit Tisch-abendmahl zur Jahreslosung, also um 9.30 Uhr – zunächst erst einmal ohne dass ich schnell weg muss, denn die Johannisthaler sind zu uns eingeladen. Am 1. Januar sind wir zu 14 Uhr zum Gottesdienst mit anschließendem Kaffeetrinken nach Johannisthal eingeladen, um die Parochiebildung zu feiern. Also beide Gottesdienste schon mal in den Kalender eintragen!! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Johannisthal, denn auch in Johannisthal gibt es interessante, fleißige, liebe Gemeindeglieder.
R.Kees


Langfristig Planen:
Halten sie sich den Termin für die Rentnerrüste 2005 frei. In diesem Jahr war die Beteiligung an der Rentnerrüste leider sehr mäßig, was die Quantität anbelangt. Von der Qualität her war die Beteiligung und das Programm super. Hier noch einmal der Termin und der Ort für die Rentnerrüste im nächsten Jahr: Wir werden 13 Tage vom 20. Juni bis 3. Juli in Gernrode sein, und zwar im St. Cyriakus-Heim, das sich direkt neben der wunderbaren romanischen Kirche befindet. Dort kann man sehr schöne Andachten und Gottesdienste feiern. Bisher haben wir 20 bis 22 Plätze in zwei Häusern bestellt. Die Kosten belaufen sich pro Person im Doppelzimmer auf ca. 400 und im Einzelzimmer auf ca. 500 Euro. Ein Haus ist noch zu haben. Darum bitte ich Sie, jetzt schon ihr Interesse zu signalisieren. Wenn sich genug Interes-senten melden, werde ich noch Zimmer dazu bestellen. Auf meinen Aufruf im letzten Monatsgruss hin haben sich bisher leider nur wenige gemeldet. Verbindliche Anmeldungen mit Anzahlungen von 150 Euro erwarten wir dann bis Mitte Februar. Auf zahlreiche Anmeldungen freut sich
Ihr Pfarrer Kees


Bibelgespräch am Vormittag - statt Bibelstunde am Nachmittag?
Leider habe ich zu dem gleichnamigen Beitrag vom letzten Monatsgruss keine Rückmeldungen bekommen – Wird der Monatsgruss nicht mehr gelesen oder hat niemand Interesse an den Bibel-gesprächen am Vormittag????
Pfarrer Kees


PARIA (1933)
Ihr könnt mir alles in Trümmern schlagen:
Hohnlachend könnt ihr mich bespeien,
Mit Schmutz bewerfen,
Könnt mir Wunden schlagen,
An denen ich schon manchmal fast verblutete.
Aber ich – lebe.
Ueber alle Trümmer hinweg sucht sich mein nackter Fuss den Weg zu Gott
Und findet Ihn.
Mein Kopf sinkt in Seinen Schoss,
Mein Mund spricht flehend:
"Verstosse mich nicht.
Du hauchtest auch mir Deinen Atem ein.
Dich lasse ich nicht, Du - segnest mich
denn."
Thea Klaube-Ritter
(14.11.1904 - 15.10.1961)

Paria unter diesem Titel hat die Mutter unseres Gemeindegliedes, Lisa Klaube-Ritter, Frau Thea Klaube-Lindau 1933 ein Gedicht geschrieben, das wir hier aus Anlass des Progromgedenkens am 9. November und aus Anlass des 100. Geburtstags der Verfasserin veröffentlichen. Paria – das ist eigentlich ein Angehöriger einer niederen Kaste in Indien – und übertragen seit dem 18. Jh. In Deutschland gebräuchlich für einen „aus der menschlichen Gesellschaft Ausgestoßenen, Entrechteten, Verachteten“. Hier steht der Begriff für die im Nazideutschland verfolgten und entrechteten Juden. Die ganze Familie von Thea Klaube-Lindau ist in den KZ's der unmenschlichen NS-Diktatur umgebracht worden. Ihr Mann war im Straflager interniert, weil er sich geweigert hatte, sich „als Arier“ scheiden zu lassen. Sie selbst hat überlebt und war freischaffende Schriftstellerin, die jedoch weder in der Nazizeit noch im Stalinismus veröffentlichen konnte. So kümmert sich heute ihre Tochter, Lisa Klaube-Ritter, nicht nur um den literarischen Nachlass ihres Mannes, Claus Ritter, sondern eben auch um den ihrer Mutter:


Einladung
zur Matinee aus Anlass des Jahrestages der Pogromnacht vom November 1938

GEDENKEN UND MAHNUNG GEGEN DAS VERGESSEN
am Sonntag, dem 7. November 2004, 11 Uhr, im Rathaus Treptow Neue Krugallee 4
Es spricht Dr. Andreas Nachama
Stiftung „ Topographie des Terrors "

Es liest Petra Kelling Schauspielerin

Es singt der Hellersdorfer Kinder- und Jugendchor

Berliner Vereinigung VdN e.V. Bezirksorganisation Treptow Jüdischer Kulturverein Berlin e.V.
Bund der Antifaschisten Treptow e.V.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Bezirksamt Treptow/Köpenick, FB Kultur


„Austausch-Projekte Treptow-Köpenick - Albinea 2005“
Anläßlich der in unserem Gemeinderaum zur Zeit zu besichtigenden Ausstellung über die Städtepartnerschaft unseres Stadtbezirkes mit der kleinen italienischen Stadt Albinea laden wir herzlich alle Interessierten zu einem Abend über die Albinea-Partnerschaft, am Dienstag, 16. November 2004, nach dem Friedensgebet, das um 19 Uhr in unserer Kirche stattfindet, also ab 19.30 Uhr in unser Gemeindehaus ein. Da die Partnerschaft an die schlimme Zeit des zweiten Weltkrieges erinnert und auf diesem Hintergrund eine Brücke der Versöhnung zwischen den Völkern darstellt, passt dieser Abend gut in unsere Friedensdekade. Themen:

1. Führung durch die Ausstellung
2. Einführung Städtepartnerschaft Treptow-Köpenick – Albinea
3. Projektvorstellung
4. Besprechung der einzelnen Projekte
5. Veranstaltungstipps

Für Interessierte besteht die Möglichkeit sich über die Städtepartnerschaft zu informieren und mehr über Land und Leute zu erfahren.


Fürbitte
Mit kirchlichem Geleit bestattet wurde:
Am 29. Oktober Ingeborg Rösch im Alter von 74 Jahren

Kirchlich getraut wurden:
Am 15. Oktober Mathias und Heike Ziebarth, geb. Mende