Monatsgruß April 2005
 Monatsspruch
 Wort des Ökumenischen Rates Berlin-Bandenburg
 „Bibelabende“ und „Bibelgespräche am Vormittag“
 Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung Gedenktag am 24.April
 Zum 60. Todestag von Dietrich Bonhoeffer
 Kommt und fragt!! – Erwachsenenunterricht für Christen und solche, die es werden wollen
 Dritte Kreativrüste 4. - 8. Mai 2005
 Blicke über den Tellerrand
 Gemeinsamer Gottesdienst am 24. April um 11.00 Uhr in der Friedenskirche Niederschöneweide
 Das Kreative Mitmachtheater "Der Weltenbummler"
 Liebe Freunde der Kinder von Tschernobyl
 Fürbitte
 Termine

Monatsspruch
„Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“
Hebräer 13,2
Vor fünfzehn Jahren, als ich kurz nach der Wende in Baumschulenweg begonnen hatte, kam eine Anfrage mit der Bitte um Quartiere. Ein deutsch-skandinavisches Orchester suchte während der Probenzeit in Berlin in Berliner Kirchengemeinden Quartiere. „Fremde Leute als Gäste aufnehmen, noch dazu mit fremder Sprache - wer wird das machen?“ Nun, erfreulich hoch war damals die Resonanz auf unseren Aufruf. Mehr als 15 Quartiere konnte ich vermitteln. Und es war eine ganz großartige Sache – alle Quartiergeber wurden zum Ab-schlusskonzert eingeladen. Und in einzelnen Fällen haben sich sogar Freundschaften entwickelt. Ich weiß von einer Familie, die sich heute noch mit den damaligen Fremden hin und her besuchen – natürlich sind sie längst keine Fremden mehr, sondern sie sind in den wenigen Tagen damals Freunde fürs Leben geworden. Oder: Meine damalige Lateinlehrerin hatte einem Bekannten einer Bekannten pro forma ein Untermietverhältnis ermöglicht, damit der sich in Berlin anmelden und als Berliner Anrecht auf Wohnraum bekommen konnte. Ein Fremder zur Untermiete – geht das? Es ging gut. Heute sind die beiden seit 25 Jahren verheiratet. Solche und ähnliche Geschichten könnten Sie sicher alle erzählen. Fremde, müssen nicht fremd bleiben, wenn wir ihnen Gastfreundschaft gewähren. Im Griechischen gibt es für „Fremder“ und „Gast“ nur ein einziges Wort: „Xenos“– und entsprechend kann man das Wort für „Gastfreundschaft“ „Xenophilia“ auch mit „Fremdenfreundschaft“ übersetzen. Es war selbstverständlich, Menschen, die durchwanderten, aufzunehmen, zu beherbergen, zu versorgen und dann weiterziehen zu lassen. Der Apostel Paulus hat davon profitiert, wie hätte er sonst die Botschaft bis ans Ende des Römischen Reiches bringen können. Martin Luther hat davon profitiert auf seiner Romreise. Alle Jakobs-Pilger haben davon profitiert. Viele Menschen haben auf diese Art Boten Gottes, Engel, aufgenommen - von Abraham an bis heute. Und: „Was ihr getan habt einem dieser meiner geringsten Brüder, das habt ihr mir getan!“ Sie wissen, wer das gesagt hat. Fragen Sie sich jetzt auch, wann Sie zuletzt Fremde beherbergt haben, die zu Gästen wurden, die zu Freunden wurden oder vielleicht sogar Boten Gottes gewesen sein könnten? Vielleicht beim Ökumenischen Kirchentag – wenn ja, dann haben Sie sicher was zu erzählen, wenn nicht, dann lassen Sie sich mal von den Quartiergebern erzählen, wie Gastfrei-zu-sein bereichert. Übrigens – das Neugriechische hat seit etwa dreißig oder vierzig Jahren einen neuen Begriff in die Sprache aufgenommen, ein Lehnwort aus dem Englischen: Das Wort „Tourist“. Denken Sie mal nach, warum!
Ihr Reinhard Kees


Wort des Ökumenischen Rates Berlin-Bandenburg
Gemeinsames Wort des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges
In Sorge darüber, dass das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 60 Jahren - für das wir Gott danken - von rechtsextremen Kräften missbraucht wird, um Geschichte zu fälschen und Hass und Menschenverachtung zu schüren, erklären wir, die Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg:
1. Gott spricht durch sein Wort zu uns:
"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst" (Dtn 6,5; Lev 19,18; Lk 10,27).
Wir sagen Ja zu Gott, unserem Schöpfer, und Ja zur Gottebenbildlichkeit und unantastbaren Würde aller Menschen, weil sie von Gott gewollt und geliebt sind.
Deshalb sagen wir Nein zum Hass, zu menschenverachtendem Nationalismus, zu Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Antijudaismus in Kirche und Gesellschaft. Wir sagen Nein zu jeder Form der Abwertung, Verachtung oder Unterdrückung von Menschen, gleich welcher Sprache, Hautfarbe, Nationalität, Religion und Weltanschauung.

2. Gott spricht durch sein Wort:
dass er "uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat" (2 Kor 5,18).
Wir sagen Ja zu Christus, der unser Friede ist, der am Kreuz die Schuld der Welt auf sich nahm, und zur Liebe sogar gegenüber Feinden herausfordert.
Darum sagen wir Nein zu Krieg, zu Feindschaft und Terror. Wir sagen Nein zu jeder Form von legalisiertem Hass und Nein zur Ausgrenzung und Dämonisierung von Menschen, Gruppen und Völkern.

3. Gott spricht zu uns durch sein Wort:
"Hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt" (Lk 12,15).
Wir sagen Ja zum gerechten Miteinander-Teilen aller uns von Gott anvertrauten Güter. Wir sagen Ja zum Geist uneingeschränkter Solidarität mit unseren Nächsten und zur Barmherzigkeit mit den Armen weltweit.
Deshalb sagen wir Nein zur Habgier, die so oft Ursache von Konflikten und Kriegen war. Wir sagen Nein zur Gewinnsucht in Familien und Interessengruppen, in Firmen und Konzernen, in Staaten und Nationen.
Darum bitten wir Gott um Liebe, Frieden und Barmherzigkeit. Wir beten darum, dass sein Reich komme und dass sein Wille geschehe, im Himmel und auf Erden.
(Beschlossen von der Ratsleitung des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg am 21.02.2005 und den Mitgliedskirchen zur Verlautbarung am Palmsonntag 2005 empfohlen)


„Bibelabende“ und „Bibelgespräche am Vormittag“
– die Resonanz war gut – es geht weiter Sehr erfreulich war die Resonanz auf unsere Einladung zu den Bibelabenden in Johannisthal bzw. den Bibelvormittagen in Baumschulenweg. In beiden Gemeinden haben wir Neues gewagt. Und in beiden Gemeinden kamen jeweils 12 bis 15 Gemeindeglieder, um mit mir oder Pfarrer Hecker Texte des Lukasevangeliums zu durchdenken. In beiden Gemeinden war der Wunsch geäußert worden, die Reihe einmal im Monat fortzusetzen. Darüber freue ich mich, denn für mich gehört es zu den wesentlichen Äußerungen des christlichen Lebens, gemeinsam in der Bibel zu lesen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie aktuell die Texte und Themen der Bibel sind und wie sehr wir durch sie Wegweisung und Ermutigung erfahren. Das gemeinsame Nachdenken und Sprechen macht uns sprachfähig, wir werden fähig über unseren Glauben Auskunft zu geben. Also lassen Sie sich einladen, auch wenn Sie bisher noch nicht teilgenommen haben. Jede Einheit ist in sich verständlich, so dass Sie jederzeit dazukommen können. Und wer am Abend in Johannisthal nicht kann, kann auch am Vormittag nach Baumschulenweg kommen und umgekehrt. In der Regel werden die Bibelabende in Johannisthal am 3.Dienstag im Monat um 19.00 Uhr und die Bibelgespräche am Vormittag jeweils am 3. Donnerstag im Monat um 9.30 Uhr in Baumschulenweg stattfinden, wenn nicht wie im Juni eine Rüstzeit den Rhythmus durcheinander bringt. Folgende Termine können Sie schon im Kalender reservieren: Für Johannisthal: 19. April; 17. Mai und 14. Juni (Achtung! wegen der Rentnerrüstzeit der zweite Dienstag im Juni). Für Baumschulenweg 21.April; 19. Mai und 16.Juni (wie gewohnt der dritte Donnerstag im Juni). An diesen drei Terminen werden wir weitere Texte des Lukasevangeliums lesen. Nach der Sommerpause widmen wir uns dann von August bis November vier ausgewählten Psalmen.


Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung Gedenktag am 24.April
Am 24.April – das ist bei uns in diesem Jahr der Sonntag Kantate – gedenken die armenischen, die syro-aramäischen und die griechischen Christen und mit ihnen die Christen weltweit der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich in den Jahren 1912 bis 1922. Mehrere Millionen Christen wurden von ihrem angestammten Besitz, von Ländereien, von Handels- und Handwerksstätten vertrieben und das Vermögen staatlich beschlagnahmt. Allein 3,5 Millionen armenische Christen verloren bei diesem ersten Genozit des 20.Jahrhundert ihr Leben. Franz Werfel hat den vielen namenlosen Opfern in seinem ergreifenden Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Einen ersten grausamen Höhepunkt erreichten die Massaker im Jahre 1915. Deshalb begehen die Armenier am 24.April den 90. Gedenktag der Toten dieses Genozits und laden zu einem Totengedenkgottesdienst am 23.4. um 15.30 in den Berliner Dom ein. Auch nach neunzig Jahren leugnet die Republik Türkei diese schrecklichen Geschehen. Noch immer steht die Erwähnung dieses Völkermordes unter Strafe, und viele Historiker und Friedenskräfte riskieren Kopf und Kragen, wenn sie an die Aufarbeitung der Schuld gehen. Die Türkei geht damit ganz anders mit ihrer historischen Schuld um, als es beispielsweise bei uns der Fall ist, wo ja die Leugnung des Völkermordes an den Juden unter Strafe steht. Aber auch bei uns ist die Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich ein Tabuthema. Es kommt nur in Brandenburg in den Schulbüchern vor – und war auch da heftig umstritten. Irgendwie wirkt in unserem Umgang mit diesem ersten Genozit des 20.Jahrhundert offensichtlich die alte Allianz zwischen dem Osmanischen Reich und dem Deutschen Kaiserreich noch nach. Und doch müssen auch die „christlichen“ Großreiche ihre Mitschuld anerkennen. Unser Bischof Huber schreibt in einem diesen Vorgängen gewidmeten Buch: „In der Endphase des Osmanisch-Türkischen Reichs kam es zu Vertreibungs- und Vernichtungsmaßnahmen gegen das armenische, das aramäisch/assyrische und das griechische Volk. Bisher wurden die Schicksale dieser ostkirchlichen Völker zumeist voneinander getrennt dargestellt. Sie sind jedoch in ein gemeinsames dunkles Kapitel der Weltgeschichte eingetragen, das noch nicht abgeschlossen ist… Die nahezu fünf Jahrhunderte eines sehr spannungsreichen, aber ebenso fruchtbaren Zusammenlebens der Völker und Religionen im osmanischen Vielvölkerreich erfuhren ihr blutiges Ende erst mit der Übernahme der neuzeitlichen westlichen Ideologie des mono-ethnischen Nationalstaates und mit dem Versuch türkischer Nationalisten, diese Ideologie gewaltsam in die Tat umzusetzen. Das geschah in einer Zeit, in der die "christlichen" Großmächte West- und Osteuropas wirtschaftlich und militärisch um Einfluss auf das Osmanische Reich konkurrierten. In ihrem weltpolitischen Schachspiel benutzten sie die christlichen Völker dieses Reiches als Bauern, die für die eigenen Interessen eingesetzt, aber auch um dieser Interessen willen geopfert wurden.“ Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, sei herzlich eingeladen zu dem Gemeindeabend am 5.April um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Baumschulenweg.
Pfr.Reinhard Kees


Zum 60. Todestag von Dietrich Bonhoeffer
Vorbilder – vielleicht ist das für viele schon ein altmodischer Begriff – trotzdem brauchen wir die Erinnerung an Menschen, die immer mehr Mut hatten als wir. Manchmal lassen wir uns auch von ihnen auf den Weg helfen. Solch ein Vorbild ist für mich Dietrich Bonhoeffer. Er wurde am 4. Februar 1906 geboren. Er studierte Theologie und entschloss sich, den Nationalsozialismus des Dritten Reiches auch politisch zu bekämpfen. Dies führte zu seiner Verhaftung im April 1943. Er hätte im Ausland Asyl finden können, hatte dies aber immer abgelehnt. Er wollte nicht ausweichen, und hat diesen Entschluss nicht bereut. Im Gefängnis waren Mitgefangene und Gefangenenwärter beeindruckt von der Weitsicht und Tiefe dieses klaren und zuversichtlichen Christen. Er fand in seiner Situation für viele noch tröstende Worte, so auch in dem Gedicht: “Von guten Mächten “, das er seiner Mutter zum Jahreswechsel 44/45 schrieb und das durch einen Wärter der Mutter heimlich überbracht wurde. Dieses Gedicht/Lied, das im EG steht, ist in den 60 Jahren danach für viele zum Trost geworden. Dietrich Bonhoeffer wurde im Konzentrationslager Flossenbürg am 9. April 1945 hingerichtet. Als er aus seinem letzten Gottesdienst für die Mitgefangenen in den Tod geholt wurde, nahm er Abschied mit den Worten: „Das ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens.“ Bischof Bell aus England, mit dem er zusammengearbeitet hat, hat über Dietrich Bonhoeffer geschrieben: “In der edlen Gemeinschaft der Märtyrer verschiedener Traditionen verkörpert er beides - den Widerstand der gutgläubigen Seele im Namen Gottes gegen den Angriff des Bösen - die moralische und politische Erhebung des menschlichen Gewissens gegen Ungerechtigkeit und Grausamkeit.“
Ihre H. Böhnke


Kommt und fragt!! – Erwachsenenunterricht für Christen und solche, die es werden wollen
Wenn Sie gern getauft werden wollen, oder Interesse an christlichen Themen haben, aber bisher keine Gelegenheit fanden, diese mal mit einem kompetenten Gesprächspartner zu besprechen, oder gern kirchlich heiraten wollen und Ihrem nichtkirchlichen Partner etwas von dem mitteilen wollen, was Ihnen wichtig ist, oder wenn Sie einfach den längst vergessenen Stoff des Konfirmandenunterrichts gern einmal auffrischen wollen, dann sind Sie – und Ihre Partnerin / Ihr Partner herzlich eingeladen, am christlichen Erwachsenenunterricht teilzunehmen, den ich von Ostern an zunächst bis zu den Sommerferien in 14-tägigem Rhythmus dienstags von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr im Gemeindehaus Baumschulenweg anbieten werde. In dem Kurs wollen wir gemeinsam Entdeckungen in und an der Bibel machen, wollen die Bibel lesen lernen, wollen uns informieren über die Botschaft und das Geschick Jesu, über die Lehre der ersten Christen, wollen uns informieren über Gott und die Welt, wollen nachdenken, wozu es die Kirche gibt und warum es so viele verschiedene Kirchen gibt, und und und. Wir beginnen am 12. April um 20 Uhr, wollen uns zusammenfinden, kennen lernen, wollen Themen absprechen und die Termine endgültig festlegen (z.B. die Anfangszeit). Wer teilnehmen möchte und am 12.4. nicht kann, gebe mir (532 12 676) bitte unbedingt Bescheid, damit wir die Termin- und Themenwünsche berücksichtigen können.
Pfarrer Reinhard Kees


Dritte Kreativrüste 4. - 8. Mai 2005
Wie im letzten Monatsgruss bekanntgegeben, findet unsere dritte Kreativrüste vom 4. bis 8. Mai (über Himmelfahrt) in Hirschluch statt. Wir beginnen am Mittwochabend mit dem Abendbrot 18.30 Uhr und schließen Sonntag mit dem Mittagessen gegen 13 Uhr. Ihr Beitrag für vier Verpflegungstage und Unterbringung beträgt: für den ersten Erwachsenen einer Einkommensgemeinschaft 90 Euro, für den zweiten Erwachsenen 80 Euro, für das erste Kind 70, für das zweite Kind 60 und für jedes weitere Kind einer Einkommensgemeinschaft 50 Euro. Den Rest geben Kirchenkreis und Gemeinde dazu. Es werden verbindliche Anmeldungen ab sofort mit einer Anzahlung von pro Person 50 Euro bis Ende März erbeten. Wir haben nur 47 Plätze, also schleunigst anmelden und anzahlen, denn die Reihenfolge der Anzahlungenentscheidet!!!! Es haben schon viele gesagt, dass sie mitkommen wollen, aber erst die Hälfte hat bisher angezahlt. Ich möchte nochmals daruf hinweisen, dass nicht die mündliche Anmeldung entscheidend ist, sondern der Eingang der Anzahlung. Wir haben nicht unbegrenzt Plätze. Weitere Infos im letzten Monatsgruss, bei Antje Eberhardt oder Pfarrer Kees.


Blicke über den Tellerrand der AKöP lädt ein zu drei Abenden "Christen in aller Welt"
Jeweils am ersten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr trifft sich in Baumschulenweg der Arbeitskreis „Ökumenische Partnerschaften“. In den folgenden drei Monaten lädt er zu drei Thematischen Abenden ein:
Am 5.April Pfarrer Reinhard Kees: „Christen in der Türkei – damals und heute“.
Anlässlich ihres EU-Beitrittswunsches ist die Türkei zur Zeit in aller Munde. Wir wollen in die Geschichte schauen, uns die christliche, ja die biblische Geschichte Kleinasien vergegenwärtigen, wollen an die schreckliche Vergangenheit vor 90 Jahren mit dem ersten Genozit des 20.Jahrhunderts an den armenischen, syro-aramäischen und den griechischen Christen erinnern und wollen den Fragen nachgehen: Wie geht es den Christen heute dort? Wieviele gibt es (noch) in welchen Bereichen? Pfarrer Kees, der Christen in der Türkei mehrfach besucht hat, bringt eigenes Videomaterial mit.

Am 3.Mai Pfarrer i.R.Dieter Ziebarth: „Christen in Palästina - unheilige Bilder aus dem Heiligen Land“
Der ehemalige Treptower Pfarrer Ziebarth war im Rahmen eines internationalen Beobachterprogramms im vergangenen Jahr in Palästina. Die Anwesenheit ausländischer kirchlicher Beobachter verhindert schon manches Mal menschenunwürdige Übergriffe z.B. an den israelischen Checkpoints. Pfarrer Ziebarth erzählt an Hand von Dias von den Hintergründen des Konflikts und den Hoffnungen der Menschen, von dem „normalen“ Leben unter Ausnahmebedingungen, von Mauerbau und Schritten des Friedens auf beiden Seiten.

Am 7.Juni kommt ein reformierter Pfarrer aus St.Clara (Kuba): „Christen in Kuba - Christsein in gesellschaftlichen Umbrüchen“
Die Situation der Christen in Kuba hat sich unter den derzeitigen Umbrüchen, in denen sich Kuba befindet, gebessert, sie ist aber noch nicht gut. Manche der Probleme sind uns bekannt, denn auch wir haben den Sozialismus hinter uns gelassen, aber bei uns war die Richtung der Veränderung durch den Anschluss an die Bundesrepublik klar, in Kuba ist alles irgendwie noch offen. Lassen Sie sich einladen zu den drei Abenden, einmal über den Tellerrand zu schauen. Im Herbst werden wir die Reihe fortsetzen mit ökumenischen Gästen aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft.
RK


"Cantate Domino“ - „Singet dem Herrn“ - Gemeinsamer Gottesdienst am 24. April um 11.00 Uhr in der Friedenskirche Niederschöneweide
Jedes Jahr aufs Neue folgen wir dem Aufruf des 98. Psalms. Im Frühlingserwachen in das „Singet dem Herrn“ einzustimmen, fällt uns nicht schwer. Alles grünt und blüht: Die Schöpfung lobt den Herrn! „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Wir leben in der österlichen Freudenzeit, da wollen und sollen wir unseren Mund zum Lobpreis Gottes auftun - und womit kann man es besser machen als mit Singen!? Jedes Jahr aufs Neue wird nach guter Tradition der Kantate - Gottesdienst als ein regionaler gefeiert. Da jede Gemeinde singende und klingende Kirche erleben möchte, versammeln sich die Chöre unserer Region in jeweils einer anderen Kirche. Nachdem wir im vergangenen Jahr mit dem Kantate - Gottesdienst die renovierte Kirche in Oberschöneweide eröffneten, findet er dieses Jahr am Sonntag, 24. April um 11.00 Uhr in der Friedenskirche Niederschöneweide (Britzer Str.) statt. Jedes Jahr aufs Neue laden wir die Gemeinden unserer Region ganz herzlich dazu ein. Es ist jedes Mal ein Erlebnis und ein Fest, was unsere Gottesdienste ja auch sein sollen. Dieses Jahr hören wir hauptsächlich Werke aus dem Zeitalter der musikalischen Klassik, so u.a. von Ludwig van Beethoven und Josef Haydn. Natürlich werden wir auch gemeinsam viel singen. Also: Kommt, hört zu, singt mit, feiert mit! „Gott ist mein Lied!“ Je mehr kommen ,um so schöner der Gottesdienst!
Martin Fehlandt


Das Kreative Mitmachtheater "Der Weltenbummler"
lädt zu einer spannenden und lehrreichen Weltreise ein. Der Fotograf Rico (pädagogische Handpuppe), reist mit den Kindern auf alle Kontinente, um die schönsten Fotos von der Welt zu machen. Das Theater Weltenbummler ist für jedes Kind ein Abendteuer, das zum Denken und Handeln animiert. Das Theater ist für Kinder von 5-9 Jahren geeignet. Das Theater Weltenbummler spielt am 7. April um 9:30 Uhr, 11:30 Uhr und für unsere Vorschulkinderkreis- und Christenlehrekinder um 15:30 Uhr im Gemeindesaal.


Liebe Freunde der Kinder von Tschernobyl
Seit langem haben Sie keine Informationen aus unserem Arbeitskreis mehr erhalten. Im Oktober wurde von unserer Ferienaktion und dem Tag der offenen Tür in Hirschluch berichtet. An zwei Sonntagen im Oktober und November hielten wir Gottesdienste in der Petri-Luisen, und in der Samariterkirche von denen wir die Kollekten für unsere Vorhaben mit den Kindern bekamen. Eine Graphik-Versteigerung im Dezember in Karlshorst erbrachte über 4000,- Euro und von einem Konzert und mehreren Basaren aus Rehfelde, Friedersdorf und dem Fennfuhl wurden uns über 2000,- Euro überwiesen. Im Februar dann traf eine gute Nachricht aus Gomel (Weißrussland) bei uns ein: Unsere in mehreren Schulen gesammelten 600 Weihnachtspäckchen für die Kinder sowie die ca. 200 Säcke mit Textilien waren pünktlich zum 06. Januar, dem Tag des russischen Weihnachtsfestes, vor Ort. Zwei Transporter waren dafür nötig, doch mit einem Teil der Spendengelder konnte der Transport finanziert werden. Tatjana, die Ergotherapeutin, die auch als Betreuerin in Hirschluch immer dabei ist, schrieb uns, wie die Mitarbeiter des Zentrums Julia und die Eltern der Assoziation bei der Verteilung der Päckchen vorgegangen sind: 320 Familien mit behinderten Kindern bekamen je 1 Päckchen, ebenso alle Mitarbeiter des Zentrums. Einige Pakete wurden erst bei der großen Weihnachtsfeier aufgemacht und die Päckchen von den Mitarbeitern der Assoziation an die Kinder verteilt. Für die Schwerstbehinderten, die bei der Feier nicht dabei sein konnten, haben die Eltern ein Extra-Päckchen bekommen. Die Fotos zeigen uns etwas von der großen Weihnachtsfreude der Kinder. Im Namen der Kinder und ihrer Eltern aus Gomel, aber auch im Namen der Mitarbeiter unseres Tschernobylkreises danken wir Ihnen noch einmal sehr herzlich für Ihre Mithilfe. Wir sind nun schon wieder dabei, uns auf die Sommerferienaktion vorzubereiten. Vom 10. Juli bis zum 05. August haben wir 24 Kinder im Alter zwischen 7 und 11 Jahren nach Hirschluch eingeladen. Vielleicht haben Sie Lust am Tag der Offenen Tür, am Samstag, dem 23. Juli, dabei zu sein? Es grüßt Sie herzlich im Namen des Tschernobylkreises
Ursula Kaeks


Fürbitte
Mit kirchlichem Geleit bestattet wurde:
Am 17. März Gertrud Menzel 80 Jahre