Monatsgruß Februar 2001
 
  Monatsspruch
  Weltgebetstag
  Grenzenlos glauben
  Tausend Dank für 74 Tausend
  Hilfe für Erdbebenopfer in El Salvador
        Spendenkonto
  Partnerschaftstreffen in Böhmen
  Partnerschaftstreffen in Emmen
  Gemeindeversammlung
  Kinder von Tschernobyl

  Mitteilungen:
      Fürbitte
      Vorschau März
      Termine


        zur Hauptseite


Monatsspruch
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.
Lukas 10,27


 Mit der Kardinalfrage des Lebens Jesus auf die Probe zu stellen, ist die Absicht eines Gesetzeslehrers in Lukas 10. „Was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?“ Mit unseren Worte: Was muß ich tun, um ein Leben zu leben, wie es Gott gefällt, so daß es Gott bewahrt und ihm bleibende Bedeutung schafft, daß das Leben im Tod nicht vernichtet wird, daß es - angesichts des Todes - nicht sinnlos ist zu leben. Diese Kardinalfrage des Leben treibt viele Menschen um, aber nur wenige trauen sich, diese Frage einmal laut zu stellen.
Wir Christen fragen zu Recht, was uns aus dem christlichen Glauben in unserem Leben den Weg weist, was uns Regel und Richtschnur sein soll. Gerade an den Schnittpunkten des Lebens oder in Krisen fragen Menschen ganz besonders grundsätzlich nach dem christlichen Glauben, ob er dem Leben Sinn geben kann, gerade da, wo alles andere - Sicherheit, Gesundheit, Geborgenheit - zerbricht. Gerade dann stellt sich diese Frage mit aller Macht.
Wie gut, daß der fromme Gesetzeslehrer diese Frage bedenkt und sie gerade Jesus stellt, auch wenn sie, wie Lukas schreibt, nicht ganz echt gewesen sein soll.
Für Jesus nämlich ist diese Frage viel zu wichtig, als daß man sie als Fangfrage stehen lassen könnte. Wer so fragt, soll nicht ohne Antwort bleiben.
Wie im jüdischen Streitgespräch üblich, ist die Antwort Jesu eine Gegenfrage: „Was steht in der Schrift, was liest du?“
Wenn uns jemand nach dem Sinn des Lebens fragt gerade in den Krisensituationen seines Lebens, dann sollten wir ihm keine Patentantworten geben, sondern ihn anleiten, die Antworten selbst zu finden. Den Sinn seines Lebens kann jeder Mensch nur selbst entdecken. Und so hören wir aus dem Munde des jüdischen Gesetzeslehrers diese Lebensregel - die „Goldene Regel“ - die „Summe des Gesetzes“ - unseren Spruch zum Februar 2001: das „Doppelgebot der Liebe“. Gute jüdische Tradition, die wir Christen geerbt haben. Ich nenne sie allerdings lieber das Dreifachgebot der Liebe, denn es gebietet ja die Liebe in dreierlei Hinsicht: zu Gott, zu den Mitmenschen und zu mir selbst. Das sind ja die Beziehungen, in denen wir leben. Und bei vielen Menschen unserer Zeit hapert es schon am letzten - an der Liebe zu sich selbst, auch wenn sie noch so egoistisch sind, können sie sich oft selbst nicht leiden, gerade, weil sie nicht geliebt werden.
Eigentlich weiß es jeder und jede: Wirkliches, sinnvolles, ewiges Leben ist Leben, das in allen drei Grundbeziehungen des Lebens Liebe übt, denn alle drei bedingen einander.
„Du hast richtig geantwortet“ bestätigt Jesus. „Handle danach, und du wirst leben.“
Mit dem Wissen allein ist die Kardinalfrage des Lebens noch nicht beantwortet. Wir müssen das, was wir wissen, auch noch verwirklichen. Gott helfe uns dazu.

Ihr Pfarrer Kees

Weltgebetstag
        Samoa - Südsee


Wir denken an Palmen, einen Ozean und an ein paradiesisches Leben - auch für die Kinder. In diesem Land, das "auf Gott gegründet ist", gelten auch Kinder als Gottesgeschenk und so ist es nicht selten, dass ein Kind fünf,  acht oder zehn Geschwister hat. Und alle haben ihre Aufgaben innerhalb der Großfamilie. Durch Samoa erfahren wir in diesem Jahr von den Schönheiten, aber auch den Herausforderungen eines kleinen Inselstaates an der Datumsgrenze: Umgang mit Traditionen, hohe Auslandsverschuldung, Abwanderung in andere Länder, Umwelt- und Meeresverschmutzung.
Wie in jedem Jahr wollen wir etwas über das Land und über die Leute, die dort leben, erfahren. Lassen Sie sich einladen zu einer informellen, musikalischen und kulinarischen Reise durch Samoa. Freitag, 2. März ab 18.00 Uhr, ein Gemeindeabend für Groß und Klein.


„Grenzenlos glauben“

Unter diesem Thema laden wir zu Bibelabenden zu Texten aus dem Matthäusevangelium ein. Wir wünschen uns, daß wir durch die Beschäftigung mit diesen zum Teil sehr bekannten Evangelientexten hilfreiche Impulse und Wegweisungen für unser Leben, unseren Glauben entdecken und daß wir als Gemeinde Mut bekommen, Menschen einladend von unserem Glauben zu erzählen. Wir wollen diese Bibelabende jeweils vierzehntägig dienstags 19.30 Uhr für die Gemeinden Baumschulenweg und Johannisthal gemeinsam anbieten - darum werden wir die ersten Abende in Baumschulenweg und die beiden letzten Abende der Reihe in Johannisthal halten. Wir hoffen so einander besser kennenzulernen und als Nachbargemeinden näher zusammenzurücken.
Auf Ihr Kommen freuen sich Pfarrer Jürgen Huhn und Pfarrer Reinhard Kees
30.01. Matth. 5,17-26.38-48
Zugunsten des Lebens
13.02. Matth.15,21-28
Über die Enge hinaus
27.02. Matth. 18,1-6.15-20
Um des lieben Friedens willen 13.03. Matth. 21,1-17
Gegen den Strom
27.03. Matth. 25,31-46
Mit offenen Augen


Tausend Dank für 74 Tausend

74.130,19 DM steht als stolze Summe unter unserem Kollekten und Spendenplan 2000. Das ist Grund zum Danken allen, die mit vielen kleinen oder einigen großen Beträgen geholfen haben, diese stattliche Summe zusammenzutragen. Dazu kommen ja eigentlich auch noch die Gelder, die aktive Gemeindeglieder für Rüstzeiten, Fahrten und ähnliches bezahlt haben.
Hier noch ein paar Informationen im Einzelnen:
35.139 DM sind Spenden und Kollekten für die eigene Gemeinde, 11.138 DM für Sonderprogramme - also solche Kollekten, bei denen wir den Zweck selbst bestimmen, wie beispielsweise für die Bläserarbeit in Lettland, für Asyl in der Kirche, das Diakonische Werk Neukölln-Oberspree und vieles andere mehr – und 17.478 DM amtliche Kollekten, d.h. insgesamt 45% geben wir 2000 von unseren Kollekten und Spenden weg.
Die Ergebnisse der letzten Jahre sehen etwas anders aus (1997: 82.392 DM; 1998: 70.337 DM; 1999: 65.193 DM) wobei sich auch das prozentuale Verhältnis zwischen gemeindeeigenen Kollekten und Spenden und solchen für andere deutlich verschoben hat. Der Anteil “für andere” stieg von 35% im Jahre 1997 über 37% 1999 auf nunmehr 45% im vergangenen Jahr. Damit hat sich die Summe, die in der Gemeinde bleibt in absoluten Zahlen von 53.213 DM auf 35.139 DM verringert. Bei vielen hat sich vielleicht der Groll über die Landeskirche gelegt. Es ist ja wieder friedlicher und ruhiger geworden in der Diskussion um die Verteilung der Gelder zwischen Landeskirche, Kirchenkreis und Gemeinde. Wir haben uns abgefunden und – durch die drastischen Personalkürzungen – auf niedrigem Niveau einigermaßen saniert.
Erfreulich sind die Kirchgeldeinnahmen. Sie sind von 36.408 im Jahr 1997 allmählich und stetig auf 40.026 DM gestiegen. Auch dafür ein ganz herzliches Dankeschön, allen, die so treu ihren Beitrag geleistet haben. Freilich tun das nicht alle. Wir werden im Frühjahr noch einmal alle anschreiben, die im letzten Jahr, oder in den letzten Jahren kein Kirchgeld gezahlt haben. Wir brauchen das Kirchgeld. Es ist ein sehr wesentlicher Faktor in unserem Haushalt, denn nach wie vor werden – trotz drastischer Einsparungen - fast 90% der Kirchensteuerzuweisungen von den Personalkosten aufgefressen.
Da wir aus dem Haushalt 2000 keine größere Bauaktion finanziert haben (die Fenster wurden aus Mitteln 99 bezahlt) haben wir für den Einbau der Toiletten im Innenhof Baugelder übrig behalten. Sie bilden zusammen mit den Baugeldern für 2001, den besonderen Spenden und Kollekten für den Toilettenbau vom Vorjahr und von diesem Jahr (geplant sind 4.500 DM, die wir hoffentlich schaffen) und dem Zuschuß vom Kirchenkreis (30%) die finanzielle Grundlage, das Bauprojekt anzugehen.  Wir rufen jetzt schon auf, Kirchgeld 2001 zu zahlen, das erspart uns im Herbst viel Arbeit. Zahlen Sie bar oder überweisen Sie Ihr Kirchgeld unter dem Stichwort Kirchgeld Baumschulenweg mit ihrem Namen auf das hinten angegebene Konto. Überweisungsträger sind auch im Büro erhältlich oder werden auf telefonische Anforderung auch gern zugeschickt.
Wer sich für die genauen Zahlen interessiert, kann sie vorm Gemeindebüro nachlesen, oder im Büro bekommen.
Nochmal: allen Geberinnen und Gebern sei im Auftrag des Gemeindekirchenrates herzlich gedankt,

Ihr Pfarrer Kees



 
Hilfe für Erdbebenopfer in El Salvador
Nur eine Minute dauerte das Erdbeben am Samstag, dem 13. Januar. Danach waren weite Teile El Salvadors zerstört. Es zeichnet sich ab, dass das Erdbeben mit einer Stärke von 7,6 auf der Richterskala noch verheerendere Auswirkungen hatte als das letzte große Beben im Jahre 1986. Nur zwei Jahre nach dem Hurrikan Mitch stehen viele Menschen erneut vor dem Nichts. Inzwischen wird mit mehr als 4.000 Toten gerechnet, allein Tausend davon in der Siedlung Las Colinas im Landkreis Santa Tecla. Die Menschen von Las Colinas könnten heute noch leben. Ihre relativ neuen Häuser haben dem Beben nämlich Stand gehalten. Sie wurden statt dessen von einem riesigen Erdrutsch verschüttet. Dessen Ursprung liegt in der rücksichtslosen Abholzung und Bebauung der Cordillera del Bálsamo, einem Höhenzug, der bis vor kurzem noch eines der letzten intakten Naturreservate in der Nähe der Hauptstadt San Salvador war. 
Jahrelang hatte sich der Rat von Santa Tecla gegen die Urbanisierung dieser Flächen gewehrt, Umweltschützer warnten schon vor Jahren vor der Erdrutschgefahr, die dadurch bei Erdbeben entstehen kann. Die ARENA-Regierung hat statt dessen den Interessen von Spekulanten nachgegeben und die Cordillera del Bálsamo für die Bebauung frei gegeben.
Wir versprechen Ihnen: Mit dieser Regierung wird INKOTA auf gar keinen Fall zusammenarbeiten. Einer Regierung, die bereits vor gut zwei Jahren nach dem Hurrikan Mitch internationale Hilfsgelder veruntreut und – nachweislich, wie Geständnisse inzwischen belegen – für den Kauf von Wählerstimmen bei den letzten Präsidentschaftswahlen missbraucht hat.  INKOTA arbeitet ausschließlich mit Nichtregierungsorganisationen zusammen. Inzwischen konnten wir zu allen Partnerorganisationen Kontakt aufnehmen. Mit diesen Organisationen, mit denen wir langfristig zusammenarbeiten, werden wir auch die Nothilfe- und Wiederaufbauprojekte der nächsten Wochen und Monate durchführen. Über die direkte Kooperation mit unseren Partnerorganisationen können wir garantieren, dass die Hilfe auch tatsächlich bei den Menschen vor Ort ankommt.
Dieses Vorgehen hat sich bereits nach der Hurrikankatastrophe Mitch vor gut zwei Jahren bewährt, als INKOTA mit Unterstützung von Hunderten Spenderinnen und Spendern eine Vielzahl von Projekten in den am meisten betroffenen Gebieten Nicaraguas durchgeführt hat. Diesmal benötigen die Menschen in El Salvador unsere Solidarität.
Zum Beispiel in Tacuba, wo INKOTA seit zwei Jahren den Aufbau eines Frauenkreditfonds unterstützt. Dort wurden bis zu 80 Prozent der Häuser teilweise oder völlig zerstört. Ein bereits ausgearbeitetes Nachfolgeprojekt für den Kreditfonds muss nun einige Monate verschoben werden. Im Vordergrund der Zusammenarbeit mit unseren Partnern OIKOS und ACODI steht jetzt die Versorgung der obdachlos gewordenen Menschen und die Instandsetzung bzw. der Neubau von Häusern. Als zweites Vorhaben wurde die Zusammenarbeit mit der Gesundheitsorganisation Provida vereinbart. Diese Nichtregierungsorganisation leistet seit vielen Jahren eine sehr wichtige Arbeit bei der Basisgesundheitsversorgung in mehreren Regionen El Salvadors. „Berlin hilft Berlin!“ könnte das Motto unserer Zusammenarbeit mit Provida lauten. Die Stadt und der gleichnamige Landkreis Berlin im Osten El Salvadors wurden vom Erdbeben besonders stark in Mitleidenschaft gezogen. In Berlin sind rund 90 Prozent der Häuser zerstört, viele Gemeinden des Landkreises sind durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten. Zur medizinischen Erstversorgung der Opfer hat Provida eine Gruppe Ärzte und Ärztinnen nach Berlin entsandt. In den nächsten Tagen und Wochen geht es um die Unterstützung der betroffenen Bevölkerung mit Medizin, Lebensmitteln, Decken, Plastikplanen und Wellblech sowie um die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung. Danach wird der Wiederaufbau der zerstörten Häuser und der Infrastruktur angegangen. INKOTA wird Provida bei dieser Arbeit unterstützen. Wir bitten Sie: Unterstützen Sie die Hilfe von INKOTA für die Opfer des Erdbebens. Wir werden auch Kofinanzierungen für Wiederaufbauprojekte bei unseren Geldgebern beantragen. Aber gerade eine unbürokratische und schnelle Hilfe können wir nur mit Spendengeldern leisten. Helfen Sie uns dabei, spenden Sie für die Erdbebenhilfe von INKOTA. Dafür möchten wir uns bei Ihnen auch im Namen unserer Partner schon jetzt bedanken. Wie immer werden wir Sie über die genaue Verwendung der Hilfsgelder informieren.
10405 Berlin
Tel./Fax (030) 42 89 111 / 112
e-mail: inkota@inkota.de

 

Spendenkonto: INKOTA-netzwerk e.V.
Konto: 155 5000 010
Bank für Kirche und Diakonie (BLZ 350 601 90)
Stichwort: Erdbebenhilfe
Oder direkt im Gemeindebüro


Partnerschaftstreffen in Böhmen
Vom 3. bis 5. 11. fand unser Partnerschaftstreffen mit den Brüdern und Schwestern aus Usti statt. Nach einigen Turbulenzen, die sich aus dem relativ kurzfristigen Termin des Treffens ergeben hatten und die letztlich auch unsere Emmener Freunde absagen ließen, machten sich 8 Gemeindeglieder aus Berlin-Baumschulenweg auf den Weg nach Böhmen. Treffpunkt war ein Ferienheim der Tschechischen Telekom in Horni Podluzi, einem kleinen Ort nahe Varnsdorf. Wir haben uns dort mit 10 Freunden aus Usti getroffen. Durch eine Großfandung nach einem flüchtigen Verbrecher wurden wir an der Grenze aufgehalten. Nach dem Abendbrot hielten wir deshalb nur noch eine kleine Andacht und besprachen das Programm für das Wochenende. Der Sonnabend bestand zunächst aus einem touristischen Teil, am Vormittag Besuch der Glasmacherstadt Novi Bor bei Regen und am Nachmittag der Aufstieg zum höchsten Gipfel der Region, dem Grenzberg zu Deutschland der Lausche bzw. Luza, diesmal bei Sonnenschein und guter Sicht. Zum Schluss haben wir noch das idyllisch gelegene Ferienheim der Brüdergemeinde in Rybniste besichtigt, wobei wir noch einem jungen Brautpaar der Gemeinde in Usti gratulieren konnten, das in diesem Heim seine Hochzeit feierte. Wir hatten viel Freude an diesem touristischen Programm, das uns neue Eindrücke von dem schönen Land und seinen Menschen vermittelte und außerdem nach dem vielen Fahren und Sitzen auch unserem Körper gut tat. Am Abend haben wir dann in gemütlicher Runde zusammengesessen und aktuelle Fragen und Probleme aus unserem Kirchenleben besprochen, so wie es uns die Freunde aus Usti vorgegeben hatten:
How to live and share evangelium in open society at present time, which is characterised by rapid changes of human relations by reason of fast developement of interpersonal communication tools (Internet, e.mail, ...) relativasation of ethical values in society increasing materialistic orientation of European society. Opportunities and weak points of our churches.
(Wie soll man das Evangelium in der gegenwärtigen offenen Gesellschaft leben und mit den Menschen teilen, in einer Zeit, die durch die raschen Änderungen der menschlichen Beziehungen auf Grund der schnellen Entwicklung der Mittel zur zwischenmenschlichen Kommunikation (Internet, e-mail, ...) Relativierung der ethischen Werke in der Gesellschaft wachsenden materialistischen Orientierung der europäischen Gesellschaft gekennzeichnet ist. Möglichkeiten und Schwachpunkte unserer Kirchen.) Dieses Thema ist natürlich viel zu komplex, um nur andeutungsweise ausdiskutiert werden zu können. Aber wir haben doch ca. 2 Stunden über unsere beiden Kirchen betreffende Probleme gesprochen. Für mich war eigentlich wesentlich, dass wir alle doch weitgehend in der Beurteilung der Lage und der Chancen für ein Leben im christlichen Glauben einig waren. Vielleicht lag es an der Zusammensetzung unseres Kreises, jedenfalls hatte ich den Eindruck gewonnen, dass wir alle von dem Gespräch profitiert haben und den Wunsch haben, was auch ausdrücklich betont wurde, diese Partnerschaft zum beiderseitigen Nutzen fortzusetzen.
Am Sonntag haben wir dann gemeinsam den Gottesdienst in Usti besucht, in dem wir den Eindruck hatten, gern gesehene Gäste zu sein (wichtige Teile des Gottesdienstes wurden in zwei Sprachen gehalten). Zum Mittagessen wurden wir von den beteiligten Familien der Gastgeber eingeladen, wo wir in intimerem Rahmen noch einmal das gemeinsame Wochenende reflektieren, aber auch schon die kommenden Ereignisse besprechen konnten. Damit klang das Treffen aus. Unsere Rückfahrt war schnell und komplikationslos. Wie schon oben erwähnt, haben wir den Eindruck gewonnen, dass die Freunde aus Usti auf jeden Fall unsere Partnerschaft zwischen Emmen, Usti und Berlin fortsetzen möchten. Sie freuen sich schon auf Emmen im April 2001. Uns hat die herzliche Gastfreundschaft aber auch die in der Diskussion und in den Gesprächen am Rande herrschende Atmosphäre überzeugt, auf diesem Wege fortzuschreiten, wenn es auch immer wieder einmal Probleme bei der Organisation geben wird und vielleicht auch nicht immer alle Partnergemeinden dabei sein können.
Rolf Letzig

Partnerschaftstreffen in Emmen
Der Arbeitskreis plant, vom 20. bis 22.04 ein Partnerschaftstreffen in Emmen (NL) durchzuführen. Thematisch soll es um das Buch von Bernhard Rootmensen “Von Gott los” gehen. Wir werden uns vorbereiten bei den beiden AköP–Abenden am 6.Februar und 6. März. Im Februar wird Jan Haveman zu Gast sein und uns in das Buch einführen. Drei Exemplare sind im Umlauf. Bitte melden Sie sich bei Interesse im Büro.
Am 3.April haben wir dann Herrn Pfarrer i.R. Iskraut aus Johannisthal zu Gast. Er berichtet von seinem Besuch in unserer Partnerkirche im Swaziland. Dieser Abend steht allen Interessierten offen, wie unser Arbeitskreis ökumenische Partnerschaft als solcher natürlich auch allen, die Interesse am Mitmachen haben, offen steht. Eine Verjüngung täte auch hier gut.


Gemeindeversammlung
Gemeindeversammlung am 25.2.2001
Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß ein ausführlicher Bericht über unsere Gemeindearbeit in allen ihren Bereichen für alle Interessierten im Büro erhältlich ist. Bitte informieren Sie sich, denn es gibt wohl niemanden in der Gemeinde, der wirklich alle Bereiche der Gemeindearbeit erlebt.
Dieser Bericht wird zur Gemeindeversammlung nicht noch einmal verlesen, wir setzen ihn als bekannt voraus. Wir brauchen in der Gemeindeversammlung die Zeit zum Gespräch.


Kinder von Tschernobyl
Liebe Freunde der Kinder von Tschernobyl,
wir können wieder auf ein erfolgreiches Sommerlager mit kranken und teilweise behinderten Kindern aus Gomel (Weißrussland) zurückblicken.
Weil Sie uns nicht vergessen haben und uns in so großzügiger Weise unterstützt haben, konnten wir 22 Kindern einmalige und unvergessliche Ferien bereiten.
Alle Rechnungen sind bezahlt, es hat sogar noch für Medikamente im Wert von 1000 DM und den Transport von 30 Säcken mit gespendeten Sachen gereicht.
Der Kreis unserer Freunde beschränkt sich schon lange nicht mehr auf Berlin-Friedrichshain.
Ausgehend von der Galiläa-Gemeinde haben sich viele aus anderen Gemeinden und Orten dazugesellt. Und Sie gehören zu unserer Freude auch dazu. Dafür danken wir herzlich. Im nächsten Jahr sollen zwei Kinder mehr die Möglichkeit bekommen, sich in Deutschland zu erholen. Weiterhin wollen wir den Aufenthalt der Kinder um 3 Tage verlängern.
In diesem Sinne danken wir Ihnen im Namen der Kinder für Ihre treue Unterstütung. Wir wünschen Ihnen ein segensreiche glückliches Jahr und hoffen auf die Aktion 2001.
Im Auftrag aller Mitglieder des Aktionskreises grüßt Sie herzlich
Stefan Schulte


"Am Aschermittwoch ist alles vorbei"
        - und die Passionszeit beginnt.
Wir laden Sie, wie in den vergangenen Jahren, jeden Mittwochabend ch zu Passionsandachten ein. Nachdem wir in den letzten vier Jahren die Passionsgeschichten der vier Evangelien gelesen haben, wollen wir uns in diesem Jahr von der alten Tradition des Kreuzwegs mit Besinnungen zu den Kreuzwegstationen ansprechen lassen. So herzlich, wie meine Einladung zum Fasching, genauso herzlich kommt hier jetzt meine Einladung zum Fasten. Anknüpfend an meine Predigt vor ein paar Wochen möchte ich Sie einladen, in der Passionszeit einmal das Fasten für sich zu entdecken.
Dazu noch einmal ein paar Gedanken aus meiner Predigt vom  2. Sonntag nach Epiphanias über Markus 2,18-22.
"Feiern, Fröhlichsein, Jubeln und was dazugehört Essen und Trinken, alle
weltlichen Freuden - all das gehört zu unserem Christsein dazu. Wir brauchen
keine weltabgewandten Asketen zu sein, um Gott zu gefallen, keine weltfremde Enthaltsamkeit wird uns aufgezwungen, kein Zölibat, kein Kloster. Wir müssen nicht so tun, als wären wir allen weltlichen Freuden abhold, als wären wir erhaben über alles, was uns die Welt an Freuden bereithält.
"Der Christ ist ein freier Mann in allen Dingen"
schreibt Luther in seiner reformatorischen Schrift von der Freiheit eines Christenmenschen. Frei zu allem weltlichen Leben, frei zu Freude und Feiern, frei zu Gebrauchen und zu Genießen.
Wir müssen um Gottes Willen nicht fasten, müssen um Gottes Willen nicht verzichten, müssen uns nicht um Gottes Willen selbst kasteien und quälen. Wir gefallen Gott sowieso. So-wie-so. Ohne Fasten - aber auch mit Fasten, mit Genießen und mit Verzichten. Fasten ist nicht ausgeschlossen - aber es ist eben kein Muß. "Sie werden fasten", sagt Jesus - aber sie müssen nicht.
Christsein ist ja kein Freibrief zu uneingeschränkter, immer währender Völlerei, zu grenzenlosem Genießen und maßloser Eigensucht. "Sie werden fasten" um ihrer  selbst willen. Damit sie all die Freuden des Lebens nicht gefangen nehmen, damit sie über all den Freuden der Welt nicht das Wesentliche vergessen, das Eigentliche - den Schöpfer, und Geber des Lebens, die wahren Werte - Glaube, Liebe, Hoffnung. Damit sie nicht Sklaven ihrer eigenen Bedürfnisse und Triebe werden. Fasten um meinetwillen, nicht um Gottes willen.
Ja, liebe Gemeinde, Fasten ist bisweilen sehr sinnvoll und sehr heilsam. Es tut mir gut, wenn ich Festtage und Alltage deutlich unterscheide, es tut meinem Körper gut, wenn ich einmal ganz und gar auf Gifte (Alkohol, Nikotin) verzichte. Ja es ist sogar der Gesundheit durchaus zuträglich, einmal ganz auf Nahrung zu verzichten, um den Körper zu entschlacken. Ja, es kann dabei sogar anderen etwas zugute kommen, wenn ich das, was ich spare, abgebe. Und es tut meiner Seele gut, wenn ich einmal auf billige Zerstreuung, auf Fernsehen, vielleicht sogar auch auf Hektik und Überstunden verzichte. Wenn ich das, was mich gefangen nimmt, abschüttle.
Und es ist, denke ich, auch unserem Glauben angemessen und dienlich, zu bestimmten Zeiten zu fasten, um den Weg, den Leidensweg Jesu, intensiver mit und nacherleben zu können, um bewußter auf Ostern hinzuleben.
Wer einmal eine Zeit intensiven Fastens durchlebt und - vielleicht auch durchlitten hat - wird sich freuen über die Erfahrung, die scheinbar so unentbehrlichen Dinge des Lebens einmal nicht zu brauchen, frei zu sein von Zwängen und Gewohnheiten,  die uns gefangen nehmen können.  Nur - und damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt - das verschafft weder Lebenssinn noch Lebenserfüllung, noch schafft es uns Heil, es kann uns aber des Heils, das schon da ist, um so gewisser machen, wenn es uns den Blick für das  Wesentliche öffnet. Wir tun es eben nicht um Gottes sondern um unser willen.
Ich kann sie nur ermutigen, sich auf fröhliches Feiern und Freude an den Dingen der Welt (z.B. in der Gemeinde beim Faschingsfest) und dann eben auch in der bevorstehenden Passionszeit auf die Aktion "Sieben Wochen ohne" einzulassen.
Beides lohnt sich. Amen
Ihr Reinhard Kees

Fürbitte

kirchlich bestattet wurden:

  8.  Januar  Gertrud Letzig             86 Jahre
17.  Januar Ingrid Urbanowicz       58 Jahre
23.  Januar Anna Bengsch              93 Jahre
23.  Januar Rosemarie Schwarz     63 Jahre

Vorschau März

  2. März Weltgebetstag
11. März Konzert zum 10 Jährigen Jubiläum der IGSL
17. März Hausmusik
 
 
 

siehe auch Termine

 zur Hauptseite   zum Anfang dieser Seite