Monatsgruß Februar 2002
 Monatsspruch
 Weltgebetstag: "Bine ai venit"
 Arbeit mit Kindern in unserer Gemeinde
 Finanzen in der Gemeinde - Spenden und Kollekten
 Ein ganz, ganz großes Dankeschön - und wer macht nun mit?
 An alle Keramikinteressierten
 Ein lehrreiches Wochenende
 Neues vom Kirchenasyl
 Nachmeldung GKR
 Zum Titelbild (Des Papiermonatsgrußes)
 Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge
 Fürbitte
 Termine


Jesus Christus spricht: Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
Johannes 12,46

Während ich über dieses Wort nachdenke, bereiten wir in unserer Gemeinde den Fasching vor: Auf hoher See - alles ok?! Und da kommt mir ein Gedanke zu Jesus dem Licht. Auf hoher See in der absoluten Finsternis - nun da war es bis vor der Erfindung des Radarsystems und der Satelitennavigation in klippenreichem Gebiet ganz und gar nicht ok. Wie die Einfahrt in den Hafen finden, wenn Finsternis einen die Hand vor Augen nicht sehen läßt? Wie an den Klippen vorbeischiffen, die, wenn man an ihnen im Sturm zerschellt, den sicheren Tod bedeuten? Nun, man könnte selbst ein Licht anzünden auf dem Schiff, doch wenn dann die Klippen vor dem Bug auftrauchen, ist es zu spät, man sitzt schon drauf, wenn sie denn überhaupt über der Oberfläche zu sehen sind. Ein Leuchtfeuer, das Rundumlicht eines Leutturms hilft, gibt Orientierung, schafft Sicherheit in absoluter Finsternis, führt in den sicheren Hafen. Finsternisse, Dunkelheiten gibt es in jedem Leben. Sie heißen: Verlassenheit, Einsamkeit, Enttäuschung, Krankheit, Verlust, Traurigkeit, heißen Versagen, mangelnde Selbstachtung, Vertrauensverlust. Und Klippen gibt es im Leben auch mehr als genug, die es zu umschiffen gilt. Sie heißen: Zorn, Haß, Neid, Vorurteile, Lüge, Unaufrichtigkeit, Verstellung, Unzuverlässigkeit, Unehrlichkeit. Doch es gibt ein Licht. Das Licht Gottes, es scheint in die Finsternis unseres Lebens. Nehmen wir es wahr, auch wenn wir ganz weit weg sind, Orientieren wir uns an jenem winzigen kleinen Punkt am Horizont,m der uns helfen könnte. Odre verwechseln wir ihn mit all den Irrlichtern, die noch so verlockend am Himmel leuchten. Wenn man weit weg ist, ist das Leutfeuer Gottes nicht unbedingt das hellste. Da gibt es noch ganz andere, und die heißen: Hast-du-was-dann-bist-du-was, oder: Selbst-ist-der-Mann und natürlich auch: Selbst-ist-die-Frau. Die heißen Ignoranz und Arroganz, Intolleranz und Überheblichkeit, oder gar Atheismus und Gottvergessenheit. Wie gut, wenn wir in der Dunkelheit unseres Lebens das rechte Leuchtfeuer haben - Jesus Christus - das uns in den sicheren Hafen Gottes einfahren läßt. Wenn wir uns an ihm orientieren, dann hilft er uns, die Klippen zu umschiffen, dann hilft er uns aus der Dunkelheit heraus. Auschauhalten und Steuer, Vorwärtskommen und auf Kurs-halten das müssen wir selbst. Wie gut wenn wir in den Dunkelheiten und unsicheren wassern unseres Lebens eine Mannschaft sind, wenn wir den scharfen Augen eines erfahrenen Menschen vertrauen können, wenn wir uns gemeinsam auf Kurs halten und uns abwechseln beim Steuern, Segelhissen und Loten. In diesem Sinne wünsche ich, daß in unserer Gemeinde „Auf hoher See alles ok“ ist.
Ihr Pfarrer Kees


Weltgebetstag: "Bine ai venit" Willkommen in Rumänien
Mit diesen Worten werden wir im Weltgebetstagsland Rumänien begrüßt, und je nach Region und Bevölkerungsgruppe erklingt der Gruß auch in Ungarisch, Deutsch und Romanes, Weltgebetstag der Sprache der Roma, sowie in Sprachen weiterer Minderheiten, die in Rumänien beheimatet sind. Die Vielfalt der Sprachen weist auf die kulturelle Vielfalt Rumäniens hin, auf die bewegte Geschichte dieses Landes, auf gute Erfahrungen im Zusammenleben verschiedener Volksgruppen und Konfessionen - aber auch auf die Spannungen, die darin liegen können. So lässt sich das Thema des Weltgebetstages 2002 “Zur Versöhnung herausgefordert”, in Rumänien auf viele Lebensbereiche übertragen. Mit Texten, Bildern, kulinarischen Köstlichkeiten, Gebeten und Liedern wollen wir Sie mit auf eine kleine Reise durch Rumänien nehmen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Im Namen aller, die diesen Tag vorbereiten:
Helga Böhnke und Tordis Kober


Ein Blick auf die Arbeit mit Kindern in unserer Gemeinde
So wie die Gemeindearbeit auch von Begegnungen, Gesprächen, und dem gemeinsamen Feiern von Gottesdiensten lebt, so lebt auch die Christenlehre durch vielfältige Erfahrungen. Und so haben wir auch in diesem Jahr wieder viel vor. Da findet schon bald ein Gottesdienst für Kinder und Erwachsene in der Passionszeit statt, an dessen Vorbereitung und Durchführung sich besonders die Kinder der 5/6 Klasse beteiligen wollen. Für die reiselustigen Kinder geht es im Sommer, in der letzten Ferienwoche nach Glowe an die Ostsee. Glowe liegt auf Rügen, unser Haus dort in Nähe des Meeres. Viel mehr kann ich zu den Örtlichkeiten auch nicht sagen, da auch für mich das Haus neu und damit eine Überraschung ist. Kür die Keramikfreunde unter uns gibt es ein besonderes Bonbon - eine Rüste zu Pfingsten in Warnitz. Auch dieses Haus, ein Reiterhof, ist mir fremd, dafür kenne ich aber die Töpferin, Frau Bach, die uns mit ihren Erfahrungen zur Seite stehen wird. Es sind verschiedene keramische Techniken geplant, u.a. will sie uns auch an einen Rakubrandt, eine besondere Form des Brennens getöpferter Gegenstände, teilnehmen lassen. Da ich selbst in den Osterferien immer noch einen Besuch in Bethlehem plane, werden statt der kleineren Wochendrüsten Lesenächte,( die erste am 15.2. für die Kinder einer Gruppe) Kindertage, darunter auch eine Fahrt nach Dresden oder Stralsund das Programm erweitern. Das jahr 2002 hat begonnen und bis zum Ende des Schuljahres warten noch viele schöne Erlebnisse auf uns.


Finanzen in der Gemeinde - Spenden und Kollekten
Am Anfang einen herzlichen Dank an alle, die im letzten Jahr mit Spenden und Kollekten wesentlich zur Aufrechterhaltung der Arbeit unserer Gemeinde und der überregionalen Arbeit unserer evangelischen Kirche beigetragen haben. Ich denke, dass es ganz interessant ist, ein wenig hinter die Kulissen der Finanzierung unserer Gemeinde zu blicken und die Bedeutung der einzelnen Geldquellen zu betrachten. Die Finanzierung der Arbeit unserer Kirchengemeinde basiert auf mehreren Säulen. Zum einen sind es Mittel, die aus Kirchensteuern, die bei uns in Form von Personalkostenzuweisungen, Baukostenzuweisungen und Sachkostenzuweisungen im Haushalt zu finden sind. Dann gibt es Sonderzuschüsse, die im Kirchenkreis nach dem Solidarprinzip verteilt werden. Wir haben davon im letzten Jahr beim Bau unserer neuen Toiletten profitiert, denn allein hätten wir die erforderlichen Mittel nicht aufbringen können. Weiterhin gibt es Mieteinnahmen, die hauptsächlich der Unterhaltung der Gebäude zu Nutze kommen. Aber das alles zusammen reicht noch immer nicht, unser Gemeindeleben mit seinen zahlreichen Facetten am Leben zu erhalten. Woher kommt also das restliche Geld? Besonders erfreulich ist das Aufkommen an Gemeindekirchgeld. Im Gegensatz zu den Kirchensteuern kommt dieses nämlich zu 100% unserer Gemeinde zugute. Immerhin sind es im Jahr 2001 gut 40.000,00 DM gewesen. Herzlichen Dank all denen, die uns damit unterstützen. Und der Schlussstein auf den Säulen bilden die Kollekten und Spenden, von denen ja eigentlich die Rede sein soll. Unser Gemeindekirchenrat hat sich entschlossen, die Kollekten in den einzelnen Gottesdiensten nicht nach dem Giesskannenprinzip zu sammeln, sondern die Kollekten für die eigene Gemeinde auch inhaltlich zu strukturieren. So ist es naheliegend, bei einer schönen musikalischen Umrahmung des Gottesdienstes für die Kirchenmusik zu sammeln, oder wenn die Kinder besonders beteiligt sind, für die Arbeit mit Kindern zu sammeln. Schwer fällt immer die Entscheidung, für so schnöde Dinge wie die Unterhaltung und die Betriebskosten unserer Gebäude zu sammeln, aber es ist unumgänglich. Hier möchte ich ein paar Zahlen nennen, damit Sie eine Vorstellung bekommen, welche Kollekten und Spenden wir gesammelt haben: Sonderbau Toiletten - 6.900,00 DM, Kirchenmusik - 5.500,00 DM, Gebäude - 4.100,00 DM, Gemeindearbeit - 14.000,00 DM, Arbeit mit Kindern - 2.000,00 DM, Jugendarbeit - 2.000,00 DM, Altenarbeit - 1.700,00 DM, Ausländerarbeit - 1.200,00 DM, Monatsgruss - 2.300,00 DM. In Summe sind das fast 40.000,00 DM, und nur so geht die Gesamtrechnung des Haushaltes unserer Gemeinde auf. Eine Gemeinde mit so vielen aktiven und freiwilligen Helfern, mit so vielen Kreisen und aktiven Gottesdienstbesuchern benötigt halt auch Geld, ich hoffe aber, Sie merken, dass das Geld gut angelegt ist. Bleibt mir nur noch zu wünschen, dass Sie uns auch in diesem Jahr gewogen bleiben und mit Ihren Spenden und Kollekten unterstützen. Denn auch in diesem Jahr haben wir schon einiges geplant, das Geld kosten wird. Wir möchten die Gemeindesäle renovieren, die Treppenhäuser instandsetzen und auch die eine oder andere Reparatur wird unumgänglich sein. Vor allem aber kommt das Geld unserem Gemeindeleben zugute, auch wenn man das hinterher nicht anfassen, sondern nur aktiv gemeinsam erleben kann.
Michael Aust


Ein ganz, ganz großes Dankeschön - und wer macht nun mit?
An wievielen Türen haben sie geklingelt, wieviele Abtreter benutzt, wieviele Blumen ausgepackt, wieviele Grüße von der Gemeinde gebracht, wieviele gespräche geführt und - auch das gehörte oft dazu - zu wievielen Beerdigungen mitgegangen? Sie wissen es nicht mehr, haben es nicht gezählt, wissen noch nicht einmal, wann sie damit angefangen haben - mit diesem Ehrenamt, dem Besuchdienst.Ehepaar Bloch Die Rede ist von Ehepaar Bloch - wir sehen sie auf dem Bild. Nun haben sie erklärt, daß sie aus Gesundheits- und Altersgründen aus diesem Dienst ausscheiden. Darum an dieser Stelle - auch wenn es den beiden sehr peinlich ist (es hat große Überreduingskunst gekostet, das Bild von ihnen zu erbetteln) - ein ganz, ganz großes Dankeschön. „Wie vielen Menschen sind sie beide, liebe Blochs, in dunklen Stunden zum Lichtblick geworden, haben sie hingewiesen auf das Licht vom Leuchtturm Gottes, auf Jesus Christus, der in jede Finsternis scheinen will. Wie vielen waren sie die Ausschauenden auf dem Mast hoch oben, und haben einen kleine, manchmal ganz unscheinbare Kursänderung herbeigeführt? Wir wissen es nicht und hoffen es doch. Danke für ihr Engagement, danke für Ihr Durchhaltevermögen, für die Stetigkeit und Zuverlässigkeit. Ich danke Ihnen im Namen der ganzen Gemeinde und aller, die Sie besucht haben, Danke und Gottes Segen Ihnen beiden, Ihr Pfarrer Kees“ Das verständliche Ausscheiden von Blochs hinterläßt ein große Lücke. Wer wird nun die besuche machen, klingeln, Abtreter benutzen, Blumen auspacken und Gespräche führen? Die verbleibenden vier Besuchsdienstgetreuen können diese Arbeit nicht auch noch schaffen. Darum suchen wir nun wieder Gemeindeglieder, die bereit sind, die Gemeindeglieder, die nicht mehr zu uns kommen können und sich über einen Besuch freuen würden, zu besuchen und Grüße von der Gemeinde zu bringen. Ich weiß, was es für eine Überwindung kostet, an einer fremden Tür zu klopfen. Wer wird öffnen, in welche Situation komme ich, wie ist die besuchte Person gelaunt - und was soll ich sagen. „Was soll ich sagen - ich habe ja eine schwere Zunge, bin gar nicht beredt.“ Solche Gegenargumente haben selbst die großen Propheten gehabt: Mose, Jesaj, Jeremija - lesen Sie mal die Berufungsgeschichten. Und Gott hat ihnen den Mung geöffnet. Wir brauchen keine großen oder kleinen Propheten, wir brauchen nur Christen, den den Auftrag Jesu, Zeugen zu sein, ernst nehmen und bereit sind, sich dieser Erfahrung zu stellen. In der Hoffnung, daß wir hier genauso schnell Bewerber finden, wie für den im letzten Monatsgruß ausgeschriebenen Hausmeisterjob, grüßt
Pfarrer Kees


An alle Keramikinteressierten
Liebe Keramikfreunde, zu meiner großen Freude kann ich Euch/Ihnen jetzt bestätigen, dass die Rüste in Warnitz feststeht. Wir werden von Samstag, d. 18.5 - Montag, d.20. 5. in der Uckermark sein. Wer unser beliebtes Rüstzeitheim in Sternhagen kennt, weiß auch wie schön die Uckermark ist. Unser Quartier wird die „Herberge“ auf einem Reiterhof sein. Wir sind dort mit Vollverpflegung untergebracht. Selbst wenn Reiten nicht direkt in unserem Programm untergebracht ist, wird sich doch vielleicht ein Pferdekontakt ergeben. Sonst lädt auch die schöne Landschaft zu Spaziergängen ein. Vor allen Dingen freue ich mich, dass ich Frau Bach, eine Töpferin aus Berlin und Warnitz für unsere Rüstzeit gewinnen konnte. Sie wird uns sowohl Samstag, als Sonntag und wahrscheinlich auch Montag mit Rat und Tat anleiten. Wir planen u.a. einen Rakubrandt. Eine spannende Angelegenheit, für die wir uns aber in Berlin vorbereiten müssen. Aber auch Töpfern am Ort steht natürlich auf dem Plan. Da wir nur begrenzte Plätze zur Verfügung haben, bitte ich um baldige Anmeldung. Der Platz kostet pro Person ca 65 Euro. Der Preis setzt sich vor allen Dingen aus den Kosten des Quartiers und den Honorar, bzw. den Materialkosten zusammen. Sollten Zuschüsse gewährt werden, verringert er sich eventuell. Ich freue mich auf ein schönes Wochenende mit Euch/Ihnen in Warnitz und bitte um baldige Anmeldung (Spätestens bis zum 10.4.9 Da ich bis 18.04. das Haus bezahlen muss, erbitte ich diesmal mit der Anmeldung auch eine Anzahlung von 40. Euro. Ich grüße ganz herzlich:
Antje Eberhardt


Ein lehrreiches Wochenende
Was ist eigentlich “Mittelalter”? Nein, nicht im zeithistorischen Sinne, sondern im “lebenshistorischen”. Statistisch vielleicht so zwischen 35 und 45 Jahren. Aber wie war das mit der Statistik und den Mittelwerten? -Es kommt immer anders als man denkt. Unsere Gemeinde hatte - traditionell kann man schon sagen - zum Jahresanfang zur Wochenend- Mittelalterrüste eingeladen. Eine Tradition fortsetzend, die uns schon nach Lobetal (mehrfach), nach Brandenburg/Havel und sogar in das Kloster Marienthal in Ostritz bei Zittau geführt hat. Wir wollten uns in Ruhe mit einem theologischen Thema beschäftigen, diesmal mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden des Judentums, des Christentums und des Islams. Wie immer hatten sich Herr Pfarrer Kees und diesmal auch - letztmalig für uns - Herr Madloch organisatorisch und inhaltlich gut vorbereitet und uns am Wochenende 18.- 20.1.2002 in das EC- Begegnungszentrum Woltersdorf gelockt. (EC hat mit eurocard nicht zu tun, sondern heißt “Entschieden für Christus”). Und nun kommt die Auflösung der eingangs erwähnten “Statistik”. Unsere 23-köpfige Gruppe war zwischen 26 und 80 Jahre alt und der “Mittelwert” zwischen 35 und 45 Jahre (wenn man von Herrn Kees absieht) fehlte völlig. Thematisch stellten wir in Gruppengesprächen und dann gemeinsam zusammen, was wir über den Glauben, das Gebet, die Rituale, die Gesetze und die Lebensformen der Religionen wussten. Diese von uns erarbeitete Tabelle möchten.wir gern allen Gemeindemitgliedern sozusagen zum “Selbststudium”, Nachdenken und ggf. Nachschlagen mitgeben. Aus technischen Gründen kann diese jedoch nicht abgedruckt werden, liegt aber im Gemeindebüro aus. Viel schwieriger wurde es, als wir die Frage zu beantworten versuchten, welches denn die bessere Religion sei. Wer sich in der Literatur etwas auskennt, weiß, dass ein weiser Mann der Beantwortung dieser Frage eher auswich: “Wohlan! Es eifre jeder seiner unbestochnen, von Vorurteilen freien Liebe nach! Es strebe von euch jeder um die Wette, die Kraft des Steins in seinem Ring an Tag zu legen”. Konnten wir nun weiser sein als der Richter in Lessings “Nathan” ? Wir wissen, dass mit der “Kraft des Steins” die Wirkung des Glaubens auf die Menschen und mit dem “Ring” die Religionen gemeint sind. - So haben wir es spielerisch versucht: Ein Rabbi Schmuel Israel, der Bischof Christian Bleibtreu, Imam Muhammed El Bakr und der ungläubige Genosse Humanus Glaubannix haben sich dem großen Auditorium (nach dem Vorbild von Talkshows) gestellt und über die Vorzüge ihrer Religion “gepredigt”. Am Ende mussten wir feststellen, dass keine der Religionen besser oder schlechter ist, als die andere; jedoch sich keine Religion fanatisch über die andere erheben sollte. Die Kriege dieser Welt folgen handfesten wirtschaftlichen Interessen. Es gibt keine “Glaubenskriege”. Drei Video-Filme machten uns Religionsrituale noch verständlicher. Nach solchen schwierigen Themen - das sei der Vollständigkeit halber erwähnt - hatten wir auch viel Freude an geselligen Spielen, Spaziergängen und guter Bewirtung.
Michael Wesseli


Neues vom Kirchenasyl
Nicht nur Neues, sondern Erfreuliches gibt es vom Kirchenasyl zu berichten: Vor einigen Tagen bekam Mustafa Kilic eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre! Damit können die Kirchengemeinden Treptow und Baumschulenweg dieses Kirchenasyl, für das die beiden Gemeindekirchenräte sich Ende 1998 entschieden haben, beenden. Das ist umso erfreulicher, als die Lage für Mustafa immer wieder aussichtslos zu sein schien - und das trotz seiner Heirat im Juli vergangenen Jahres ( die in unserem Gemeindehaus und -garten fröhlich gefeiert wurde). Aber nun sind alle Hürden genommen. Seine Frau und er haben eine Wohnung in Baumschulenweg, so daß der Kontakt sicherlich erhalten bleiben wird. Uns als Gemeinde sollte dieser positive Ausgang ermutigen, auch in Zukunft Flüchtlingen unseren Beistand nicht vorzuenthalten. Und wir sollten uns für die Lebenssituationen in ihren Herkunftsländern interessieren und uns informieren. (Das geht am besten in Gesprächen mit den Betroffenen selbst.) Dann werden wir verstehen, warum viele Menschen beispielsweise die Türkei aus Furcht vor willkürlicher Verhaftung und Folterung verlassen.
Christiane Bergelt


Nachmeldung GKR
Der GKR hat auf seiner Sitzung am 14.Januar in Johannisthal Jonas GrünbaumOliver Lehmann in den GKR berufen. „Olli“ wohnt zwar in Altglienicke, hat jedoch zuvor in Baume gewohnt und ist zu uns umgemeindet. Die JG hatte zuvor eine Wahl durchgeführt. Dabei war mit nur wenig weniger Stimmen Jonas Grünbaum als Stellvertreter bestimmt. Da wir jedoch laut Grundordnung für ein berufenes GKR-Mitglied keine Stellvertreter berufen können - es gibt ja die Ersatrzältesten, die als Stellvertreter fungieren, wenn ein GKR-Mitglied nicht da ist - haben wir Jonas Grünbaum als ständig mitarbeitenden Gast berufen. So ist die Junge Gemeinde in unserem GKR gut repräsentiert.





Oliver Lehmann, 1983
Hier nun die fehlenden Angaben vom letzten Monatsgruß: Schüler
Öffentlichkeitsarbeit, Gemeindearbeit




Zum Titelbild (Des Papiermonatsgrußes):
Die Taufe Christi aus dem Egbert-Codex, Reichenau/Trier um 980. Vergleichen Sie das Titelbild aus dem westlichen Entstehungsgebiet einmal mit der hier abgedruckten Taufikone aus der Dunklen Kirche in Göreme in Kappadokien (heute Zentraltürkei - wir werden sie auf unserer Reise sehen) entstanden ebenfalls um das Jahr 1000.
Titelbild Papiermonatsgruß Taufikone aus Kappadokien Tausende Kilometer liegen zwischen den Orten der Entstehung - und es ist ein Bild. Im Zehnten Jahrhundert: Eine Kirche - eine Tradition. Wenn Ihnen die vielen Ikonen zu viel werden, sagen Sie es mir . Wenn mehr als 25 Einsprüche kommen (das sind ca. 10 % der Lesenden) ändern wir die Reihe.
Ihr Pfarrer Kees


Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge
Neun Monate Vikariat liegen hinter mir und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Die Zeit in Ihrer Gemeinde - in der ich mich sehr wohl und sehr zu Hause gefühlt habe - wird mir aus mehreren Gründen unvergessen bleiben. Sicher und vor allem wegen der vielen guten Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen. Ob nun im Gottesdienst, in der Bibelstunde, bei den Konfirmanden, in der JG, im Kreis Junger Erwachsener, dem GKR, dem “Mittelalterkreis”... überall spürte ich eine Offenheit und eine gute Atmosphäre, die es mir als Unbekanntem und erstmal Fremden leicht machten, Fuß zu fassen und ins Gespräch zu kommen. Ein weiterer Grund ist, daß ich mich von Anfang an im “Mitarbeiterstab” nicht nur gut an-, sondern auch gut aufgenommen fühlte. Ich denke, es ist schon ein besonderer Segen, wenn so engagierte und tatkräftige Menschen “mit dem Herzen auf dem rechten Fleck” (wie man so schön sagt) zusammenarbeiten. Und für mich war es natürlich besonders schön, das miterleben zu können. Ein weiterer Grund ist natürlich mein - wie es so schön heißt - Vikariatsvater - Reinhard Kees sowie die gesamte Familie Kees. Ob nun die vielen Gespräche im Amtszimmer beim Vor- und Nachbereiten verschiedenster Dinge oder die Gespräche in der Küche oder beim Abendbrot, bei den verschiedensten Rüstzeiten... - und auch das Spielen mit “Klein-Jonathan” werden mir in guter Erinnerung bleiben. Für diese offene und einladende “Vikariatsfamilie” bin ich sehr dankbar. Und insofern gehe ich mit einem weinenden Auge, denn ich hätte durchaus weitermachen wollen, und ich lasse ungern diese mir ans Herz gewachsenen Menschen zurück. Aber ich gehe auch mit einem lachenden Auge, denn zum einen bin ich natürlich froh, daß diese lange Ausbildung weitergeht und ein Ende absehbarer wird und zum anderen, weil ich mit vielen guten Erinnerungen gehe. Für mich war es ein wirklich gutes und lehrreiches Vikariat! So danke ich Ihnen allen für das gute Miteinander und wünsche Ihnen Gottes Segen für die Zukunft.
Ihr Vikar Steffen Madloch


Fürbitte
mit kirchlichem Geleit bestattet wurden:
am 9. Januar Anna Jeckstadt
am 16. Januar Ruth Helm
am 16. Januar Werner Kandzia
am 18. Januar Gertraude Krüger
am 25. Januar Bertold Marquardt


Siehe auch Termine!