Monatsgruß Juni 2002
 Monatsspruch
 Christus Pantokrator
 Auf den Spuren des Apostel Paulus Teil 2
 Kreiskirchentag - in Marzahn-Dorf
 Gott baut ein Haus - Gemeindewochenende in Hirschluch
 Kinder von Tschernobyl
 Treffen der Partnergemeinden in Emmen
 Keramikwochenende über Pfingsten
 Termine


Monatsspruch
Gott spricht: Das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Amos 5,24
Vielleicht denkt manch einer von Ihnen bei diesem Bildwort schon an den Sommerurlaub - an eine einsame Waldlichtung, auf der sich leise plätschernd ein Bach durch die Kräuterwiese schlängelt, während die Sonne im frischen Quellwasser ihre Strahlen funkeln lässt. Es ist aber nicht zu übersehen, dass es bei der Schönheit des Bildes um zwei ernste, zueinander gehörige Dinge geht - um Recht und Gerechtigkeit. Wo Un-Recht und Un-Gerechtigkeit sind, da ist es nicht leicht, Mensch zu sein. Wer schon einmal erlebt hat, was es heißt, falsch beurteilt oder gar zu Unrecht angeklagt zu werden, kann verstehen, wie kostbar es ist, eine gerechte Gerichtsbarkeit anrufen zu können. Amos, der erste Prophet, dem ein ganzes Buch des Alten Testaments gewidmet ist, hat ein großes Thema: Gottes Gericht über sein Volk. Amos klagt die Opferpraxis in Israel an, mit der man versuchte, Gott - den gerechten Richter - zu bestechen. Leeres religiöses Gehabe ist für Gott aber eine schreckliche Sache. Es war für ihn unerträglich, dass in Israel die Gerechten bedrängt und die Armen unterdrückt wurden. Gott, der in Jesus Christus auch unser Herr geworden ist, lässt die Welt nicht wie sie ist. Er ist ein barmherziger Richter. Selbst hat er sich von Menschen anklagen lassen, um uns Ungerechte gerecht zu machen. Das ist eine wunderbare Umkehrung alles menschlichen - allzumenschlichen - Urteils. Gerade so ist aber das Recht ins Recht und das Unrecht ins Unrecht gesetzt. Für uns kann dies bedeuten: Ich halte es aus, zu Unrecht angeklagt zu werden. Die rechte Verteidigung ist damit nicht ausgeschlossen, aber ich muss weder zurückschlagen noch verstummen. Die Kraft dazu kann nur Gott im Glauben schenken. So lässt sich das Amoswort auch als Bittruf an Gott verstehen.
Ihr Vikar Bernhard Hoppe


Zum Titelbild: Christus Pantokrator (Papiermonatsgruß)
Christus Pantokrator Christus der Herr über das All, der Allherscher. Ein solches Bild, wie wir es in der Dunklen Kirche in Kappadokien (ca.11.Jh.) gesehen haben, findet man in fast jeder orthodoxen Kirche, entweder in der Apsis, also vorn über dem Altar, oder in der Kuppel. Christus ist der Herr, dem dieses Haus gehört, der Hausherr, dem wir alle, die wir in dieses Haus kommen, gehören und gehorchen sollen. Dabei ist nicht, wie in der lateinischen (westlich-römischen) Tradition in erster Linie an das Gericht gedacht, also an Christus, den Weltenrichter am Ende der Zeiten, sondern an den, der das Leben heute schon bestimmen will und bestimmen soll. Christus, der Pantokrator, richtet nicht, sondern er segnet. Das macht die Fingerhaltung Christi deutlich. Es ist die Fingerhaltung des segnenden Priesters, die jeder orthodoxe Christ wiedererkennt. (Zwei Finger bedeuten die zwei Naturen Christi - wahrer Gott und wahrer Mensch, die drei Finger bedeuten die Trinität.) Der Text der aufgeschlagenen Bibel unterstreicht das: "Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Lassen wir uns einladen, dem segnenden Christus, dem Herrn aller, zu gehorchen. Ich habe bis heute noch keine einleuchtende Erklärung, warum sich dieser Typ der Christusdarstellung an zentralem Ort nicht auch in der westlichen, lateinischen Kirche durchgesetzt hat. Gemälde vom Weltgericht mit Geretteten und Verdammten hatten im Mittelalter Hochkonjunktur, aber der einladende Pantokrator, den sucht man in unserer Tradition vergebens.
R.Kees


Auf den Spuren des Apostel Paulus Teil 2
Auf den Spuren des Apostel Paulus Teil 2 Ich hoffe, daß Sie liebe Leser, sich in meinem sehr ausführlichen ersten Teil des Reiseberichts der Begeisterung für unsere historische Reise anschließen konnten, und so will ich nun fortfahren. Die Höhlenkirchen von Göreme brachten den Abschied von Kappadokien. Die nächste Tagesetappe war von Avanos über Aksaray, Konya bis ans Mittelmeer bei Manavgat und weiter bis Antalya geplant. Trotz der langen Strecke haben wir unterwegs wieder diverse Besichtigungen vorgenommen. In Sultanhani war der erste Stopp. Hier reizte es, die sehr gut erhaltene schönste Karawanserei Anatoliens anzusehen. Sie wurde unter der Herrschaft der Seldschuken im 13. Jh. gebaut und lag an der Seidenstraße, wo Übernachtungsmöglichkeiten für Händler und ihre Kamele bzw. Pferde gebraucht wurden. Auch reger Handel wurde hier betrieben. Eine öde Steppenlandschaft bot sich unserem Auge bis wir Konya erreichten, das wie eine grüne Oase zwischen Bäumen und Gärten liegt. Es ist eine uralte Stadt, die ihren Ursprung z.Zt. der Hethiter im dritten Jahrtausend v. Chr. hat. Sie hieß früher Ikonion. Die Bibel berichtet nicht viel darüber, wie es Paulus und Barnabas in Ikonion erging. Nur, daß Ihre Tätigkeit wirksam war, daß sie sich die Feindschaft der Einwohner zuzogen und fliehen mußten (Apg 14,1-6). Heute ist eine interessante Sehenswürdigkeit dieser Stadt das einstige Kloster der "Tanzenden Derwische", jetzt Mevlana Museum, wohin wir unsere Schritte lenkten. Mevlana war ein Mystiker und Dichter und der Gründer des Ordens anno 1272. Er gewann viele Anhänger, und das Kloster wurde ein großes geistiges Zentrum des Islam. An seinem Todestag drehen sich heute noch Derwische in weiten weißen Gewändern und hohen Filzmützen zu den Klängen von Rohrflöten, Trommeln und Saiteninstrumenten. Eine große Besucherschar nimmt an dieser Zeremonie teil. Innerhalb des Museums befindet sich ein Mausoleum, wo die Sarkophage von Mevlana und seinen engsten Gefährten stehen. Zu den Exponaten des Museums gehören kostbare alte Handschriften der Werke Mevlanas, eine Sammlung von schönen Teppichen, Kelims und Textilien, islamische Kalligraphien, Kleidungsstücke und Musikinstrumente der Derwische. Nach kurzer Freizeit mußten wir die Weiterfahrt antreten, denn die Strecke war erst zur Hälfte geschafft. Endlich leuchteten uns wieder die schneebedeckten Berge des Taurus-Gebirges entgegen. Aber als wir uns dem Meer und der Türkischen Riviera näherten, war der Frühling wieder da. Der Küstenstreifen geizt nicht mit antiken Stätten die griechischen Ursprungs sind. Aspendos war noch durch einen kurzen Abstecher am späten Nachmittag zu erreichen. Hier gibt es das besterhaltene Theater der Antike zu bewundern. Man betritt es durch das Originalportal und wird anschließend von der mehrstöckigen Prachtfassade des Bühnenhauses überrascht. 20.000 Zuschauer haben auf den Rängen Platz, wenn heute noch Konzerte oder Theateraufführungen stattfinden. Die Akustik ist phantastisch! Beim Geburtstagsständchen für Frau Feldmann, konnten wir das ausprobieren. Unser Hotel in Antalya erreichten wir gerade zum Abendbrot. Es liegt direkt am Meer mit Steilküste. Der erste Programmpunkt am neuen Tag war Perge, eine halbe Autostunde nordöstlich von Antalya gelegen. Es war mit seinem Theater, einem Stadion, Thermen und einer langen Kolonadenstraße, von der beindruckende Reste vorhanden sind, einst eine antike Großstadt. Heute sprießen überall Grasbüschel, die Ziegen und Schafe dankbar abzupfen. Paulus und Barnabas kamen auf ihrer ersten Reise auf dem Weg von und nach Antiochia durch Perge (Apg 13, 13; 14,25). Paulus predigte hier und redete mit dem Volk. Dann fuhren wir weiter in die Berge und ahnten nicht, was uns bevorstand. Unser Bus blieb auf dem Parkplatz stehen und für uns hieß es, Kondition zu beweisen: Es galt die antike Festungsstadt Termessos in 1050m Höhe zu erobern. Sie liegt in einer hübschen Bergwelt mit seltenen Pflanzen und Bäumen versteckt. Der Weg dorthin hatte seinen Schwierigkeitsgrad. Alexander der Große kapitulierte vor der Festung; er nannte sie "Adlernest", aber wir haben es erstürmt!! Zunächst kommt man an den Ruinen der römischen Unterstadt mit Mauerresten vorbei und dann geht der Weg steil bergauf bis ins Zentrum von Termessos ,dem Marktkomplex. Im Grünen liegen die Reste von 6 Tempeln verstreut. Das Wassersystem war raffiniert angelegt. Zisternen sorgten für Vorrat, Sturzbäche von den Bergen leiteten Kanäle ab, andere waren für die Entsorgung angelegt. Das spektakulärste Bauwerk ist ein Theater, das wie ein Adlernest über dem Abgrund sitzt. Wohlhabend wurde Termessos vor allem durch Pferde- und Rinderzucht. Man erkennt das heute noch an der reich bestückten Nekropole. Reliefverzierte Riesensarkophage und Mausoleen aus Granit liegen übereinandergestürzt und haben uns sehr beeindruckt. Im 3. Jh. n. Chr. wurde die Stadt durch ein Erdbeben zerstört und liegt bis heute im Dornröschenschlaf. Wir waren froh, als wir unsern Bus wieder besteigen konnten und fuhren zurück nach Antalya. Hier machten wir im Hafen eine Pause, und erfreuten uns am bunten Hafenbild. Ein Bummel durch die Altstadt schloß sich an und eine Besichtigung des Hadriantores. Der marmorne Triumphbogen wurde anläßlich des Besuchs des römischen Kaisers Hadrian 130 n. Chr. in die hellenistische Mauer eingefügt. Es bildet den schönsten Zugang zur Altstadt. Antalya hieß früher Attalia und ist nostalgisch und modern zugleich, heute eine sehr belebte mediterrane Großstadt. Wo man hier Strandurlaub macht, haben wir in der Kürze der Zeit nicht entdecken können. Paulus ließ sich auf dem Rückweg seiner 1. Missionsreise hier nach Antiochia einschiffen. ( App. 14, 25-26 ) Dabei fällt mir jetzt auf, daß wir während der ganzen Reise keine Schiffsfahrt gemacht haben. Stattdessen ging unsere Landpartie am nächsten Tag weiter. Wir entfernten uns wieder von der schönen Mittelmeerküste Pamphyliens und fuhren in nordwestlicher Richtung. Über Pamphylien ist von Paulus nicht viel berichtet worden. Offenbar hatte er mit diesen Gemeinden kaum Probleme, denn seine Briefe galten meistenteils denen, die der Ermutigung und Ermahnung bedurften. Unser Tagesziel war Pamukkale, früher Hiera-polis. Dorthin gelangten wir über Korkuteli mit Stopp am tiefsten See der Türkei, dem Salda-See und in Serinhisar, wo wir in einer Lehrwerkstatt für Teppich-knüpferei etwas über diese anspruchsvolle Handarbeitskunst erfahren haben. An Laodicea (Laodikeia) konnten wir auch nicht unbesehen vorbeifahren. Der Name ist uns wohlbekannt. Der Ort beheimatete einst eine der sieben Gemeinden, die in der Offenbarung des Johannis (3, 14-22 und im Kolosserbrief 2,1; 4,13-16) erwähnt werden. Durch regen Handel wegen der günstigen Lage an der Kreuzung des Nord-Süd und Ost-West-Verkehrs, war die Stadt sehr reich geworden. Cicero lebte hier um 50 v. Chr.. Heute findet man ein großes, in Feldern verstreutes Gelände vor, das mit Marmortrümmern, Mauerresten und Ruinen übersät ist. Ein Erdbeben hatte auch hier alles verwüstet. Nach einer kurzen Weiterfahrt gelangten wir am Spätnachmittag nach Pamukkale, dem Kurbad der Römer, aber auch vieler Touristen der heutigen Zeit. Wenn Reiseveranstalter für die Türkei werben, liefert ihnen Pamukkale ein beliebtes Motiv. Die weißen Kalksinter-Terrassen, mit ihren natürlichen Becken, aus dehnen Thermalwasser rieselt, verheißen ein besonderes Ferienerlebnis. Entstanden sind sie durch Ablagerungen des stark calciumbicarbonat-haltigen Wassers, das 38 Grad warm, auf dem Plateau über dem Hang aus dem Boden quillt. Leider wird das Wasser allmählich aus diversen Gründen knapp. Wir sind alle barfuß über die Kalksinter-Terrassen vom Fuß bis zum Plateau mit Mühe gelaufen und haben das zauberhafte Naturphänomen auf uns wirken lassen. Daran schloß sich ein weiter Spaziergang durch die antiken Reste des einstigen römischen "Kurzentrums" von Hierapolis, wie Pamukkale früher hieß, an. Sehr beeindruckend war die Besichtigung der riesigen Nekropole, die außerhalb der Stadt lag. Die Typologie dieser Nekropolengräber umfaßt vorwiegend 3 Arten: Sarkophage aus Marmor, gewöhnlich mit Inschriften oder Reliefs verziert; runde Hügelgräber mit kreisförmiger Grabkammer; Ädikulagräber, die an die Form eines Hauses erinnern. Damit beendeten wir die Besichtigungstour und freuten uns sehr auf ein erholsames Thermalbad im Hotel vor Ort. Mit dem neuen Tag brach unser letzter Reisetag an. 200 km bis Ephesus lagen vor uns. Wir durchfuhren zunächst das fruchtbare Mäander-Tal, wo vorwiegend Baumwolle angepflanzt wird. Die Orte Nazilli, Aydin lagen an der Strecke bis wir Ephesus erreichten. Viele Völker und Kulturen sind über diese Stadt hinweggezogen. Sie wurde vor ca. 4000 Jahren gegründet und hatte unter römischer Herrschaft eine halbe Million Einwohner. Aller Reichtum, alle Schätze dieser Welt wurden hier im Hafen von Ephesus gehandelt und verkauft. Hier stand eines der Sieben Weltwunder der Antike, der Tempel der Göttin Artemis, die als Fruchtbarkeitsgöttin in Asien verehrt wurde. Der Tempel zog Priester, Tempeljungfrauen und staunende Bewunderer in die Stadt. Lesen sie bitte Apg. 19, darin erfahren sie, daß sich Paulus während seiner dritten Missionsreise 2 ╝ Jahr in Ephesus aufhielt, dort täglich Gottes Wort verkündigte und sich gegen den Götterkult der Artemis verteidigen mußte. Man vermutet auch, daß Paulus hier im Gefängnis war. In spätbyzantinischer Zeit verlandete der Hafen, was der Stadt den Untergang brachte und sie verfiel. Ein Erdbeben besorgte den Rest. Ab 1869 fanden mit Unterbrechungen Grabungen statt, und heute ist im "untergegangenen" Ephesus die ganze Welt zu Gast. Wir standen zuerst vor den Ruinen der großen dreischiffigen Basilika des Heiligen Johannes, die viele Kuppeln trug. Dann marschierten wir über die marmorne Kuretenstraße - die sozusagen ein Kurfürstendamm - war. Von beiden Seiten war sie begrenzt von prunkvollen Geschäften und Tempeln. Von einem Säulengang zum anderen konnte man streifen, schauen und nachlesen, was hier geschah. Das hat Herr Pfr. Kees wieder gern getan. Eines der wenigen, fast unversehrten Bauwerke ist das Amphitheater, wo 24000 Menschen Platz hatten. Es ist in griechischer Zeit in den Fels geschlagen worden und wird heute noch für Aufführungen und Versammlungen genutzt. Prachtvoll wieder hergestellt (aus vorhandenen Bruchstücken) wurde die Celsusbibliothek von 105 v. Chr. Sie galt als Tempel der Gelehrten. Über Aquädukte wurde das Wasser von weither nach Ephesus geleitet, es gab öffentliche Brunnen am Straßenrand. Typisch für die römische Zeit waren die großen Gymnasien, Sportanlagen mit Bädern. Wo anfangen, wo aufhören? Überall kündet jeder Stein von der Vergänglichkeit alles Irdischen. Zum krönenden Abschluß fuhren wir noch ins Archäologische Museum zu Selcuk, wo kostbare Funde aus Ephesus hervorragend präsentiert sind. Zwei unvergleichlich schöne Artemis Statuen aus dem Tempel, die früher vergoldet waren und sehr gut erhalten sind, fand ich besonders faszinierend. Unsere Übernachtung in Kusadasi war kurz, denn wie mußten schon um 4.30 Uhr auf dem Flughafen von Izmir sein. In Istanbul verabschiedeten wir uns von unseren holländischen Freunden und Herrn Pfr. Kees, der dort blieb und seinen Studienurlaub antrat. Wir anderen flogen auf getrennten Kursen in unsere Heimat. Sehr viele unvergeßliche Eindrücke verbinden uns alle miteinander und mit dem Apostel Paulus.
Lieselotte Simmer


Kreiskirchentag - in Marzahn-Dorf 16.Juni 2002, 10.00 - 17.00 Uhr Fest der Erde
Unser Kirchenkreis feiert ein Fest. Es soll, wie vor zwei Jahren in Wilhelmshagen, wieder ein Fest der Erde sein - doch diesmal geht es nicht in erster Linie um die Erde als Schöpfung, die es zu bewahren gilt, sondern um unsere Erde als Raum der Menschen, mit denen wir in Kontakt stehen, was durch den Untertitel deutlich wird: "Vertrauen wagen, damit wir leben können." Alle Gemeinden sind aufgefordert, ihre Partnerschaften innerhalb Deutschlands, innerhalb Europas und weltweit auf dem Kreiskirchentag zu präsentieren. Auch von unserer Partnergemeinde Emmen erwarten wir dazu Gäste. Ebenso werden junge Leute aus dem Kirchenkreis Swaziland im Südlichen Afrika, mit dem unsere Kirchenkreis Kontakt hat, da sein. Ein buntes Programm ist geplant: ab 10.30 Uhr ein Familiengottesdienst im Freien, danach zwei Bühnenprogramme, eines speziell für die Jugend, viel Musik und Kunst, Informationen und geselliges Treiben. Bei uns wird wegen des Kirchentages nur eine Andacht sein, denn wir hoffen, daß viele Baumschulenweger und Baumschulenwegerinnen mit nach Marzahn fahren. Wir brauchen für den Kirchentag noch Kuchenspenden und freiwillige Helferinnen und Helfer, die vorher und hinterher auf- und abbauen. Wir laden herzlich ein, mitzumachen. Vor allem aber brauchen wir Gemeindeglieder, die mit uns dorthin fahren, um in etwas größerer Gemeinschaft als sonst Christsein zu feiern. Im Namen des Vorbereitungsteams,
Ihr Pfarrer Kees


Gott baut ein Haus - Gemeindewochenende der Kirchengemeinden Johannisthal und Baumschulenweg vom 21. bis 23.Juni in Hirschluch
Wir laden nochmals herzlich ein: Johannisthaler und Baumschulenweger Gemeindeglieder, Junge und Alte und natürlich auch die dazwischen, das "Mittelalter", Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen, Väter und Mütter, Großmütter und Großväter, Enkel und Urenkel, Familien und Alleinstehende, Singels und Paare, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, Chorsängerinnen und -sänger, Bläserinnen und Bläser, Zuhörer und Zuhörerinnen, Gemeindeglieder und Sympathisanten. Gott baut ein Haus: unter diesem Thema wollen wir einander kennenlernen, miteinander essen und gemütlich zusammen sein, spazieren gehen und spielen, diskutieren und am Sonntag Gottesdienst feiern. Wir wollen einander besser kennenlernen, um auch im Alltag besser zusammenzuarbeiten. Unser Thema wird uns dazu bringen müssen, darüber nachzudenken, wie wir unsere Gemeinschaft festigen können und dabei doch offen bleiben für solche, die neu dazu kommen. Wir werden uns klar machen, wie wir nach außen hin wirken, ob wir in unserer Art des Zusammenlebens attraktiv sind für Außenstehende oder ob wir auch nur so leben, wie es in unserer Zeit der Ellenbogengesellschaft nun einmal üblich ist. Wir beginnen am Freitag abend 18 Uhr mit dem Abendessen und schließen am Sonntag mit dem Mittagessen. Wer dann bei schönem Wetter noch einen schönen Spaziergang machen will, bekommt sicher auch noch danach eine Tasse Kaffee. Wir haben insgesamt 77 Plätze in drei Häusern (Haus der Stille, Haus der Begegnung und Vogelbauer) gemietet. Die Kosten betragen je nach Unterbringung, Alter und Einkommen zwischen 30 Euro (Kinder im Mehrbettzimmer) und 50 Euro (Erwachsene im Einzelzimmer) . Anreise ist mit der Bahn nicht schwierig. Die Züge fahren stündlich (15.17 Uhr ab Schöneweide, Ankunft 16.15 Uhr) ab Storckow Bahnhof gibt es dann entweder einen Bus oder von uns organisierte Abholung mit Autos. Die Anreise mit dem eigenen Auto ist auch nicht schwierig. Die Johannisthaler haben sich bereits mit 32 Leuten angemeldet, bei uns sind bisher ebenfalls - so ein Zufall, oder ist das ein Fingerzeig, wie gut wir zusammenpassen? - 32 Leute auf der Liste, darunter 8 Kinder und 4 Hauptamtliche. Das heißt: Wir haben noch 13 Plätze. Darum diese erneute Einladung. Bitte melden Sie sich umgehend im Gemeindebüro verbindlich an. Geben Sie bitte auch an, ob Sie mit der Bahn, mit dem eigenen Auto fahren und ob Sie noch Plätze frei haben, oder ob Sie bei jemandem mitfahren möchten. Wir hoffen auf ein schönes bereicherndes Wochenende
Ihr Pfr. Kees


Kinder von Tschernobyl
Liebe Freunde der Kinder von Tschernobyl. Der Juni steht vor der Tür und es wird Zeit, daß ich Ihnen die neuesten Informationen aus unserem Aktionskreis mitteile. Vor kurzem erhielten wir auf unsere Bitte hin von der Elterninitiative aus Gomel einen Situationsbericht einer weißrussischen Familie, der uns sehr traurig stimmt, weil er zeigt, wie notwendig unsere regelmäßige Hilfe in Form von Spenden und Ferienaktionen auch weiterhin ist. Am 30. Juni werden Sie in einem Gottesdienst in unserer Kirche zum Vaterhaus ausführlicher über den diesjährigen Ferienaufenthalt der Kinder von Tschernobyl sowie über unsere weiteren Vorhaben erfahren. Die Kollekte dieses Tages wird für die Sommerferienaktion der Tschernobylkinder vom 23. 7. Bis 16.8 in Hirschluch zur Verfügung stehen und ich danke allen, die sich daran beteiligen. Wer noch mehr über unsere Tätigkeit vor Ort erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, am 3. August am Tag der offenen Tür in Hirschluch dabei zu sein. Auf Ihr Kommen freut sich
Ursula Kaeks


Treffen der Partnergemeinden in Emmen



Vom 03. Bis 05. Mai fuhren 12 Erwachsene und 2 Kinder aus unserer Gemeinde zum nun schon Tradition gewordenen Treffen zur Partnergemeinde nach Emmen. Mit dem Zug ging es bis Meppen, von wo uns unsere niederländischen Freunde mit Autos abholten. Nach einem guten Essen und guten Gesprächen bei den Gastfamilien trafen wir uns am Abend im Wasserwerk von Emmen. Hier erklärte uns Henk Scholten, welcher in diesem Werk tätig ist, welche Behandlungen das hochgepumpte Grundwasser durchlaufen muß, bis es aus dem Wasserhahn kommt.



Die Abfolge der Reinigung und Filterung konnten wir uns im Werk ansehen. Sicher werden wir in Zukunft mit mehr Hochachtung den Wasserhahn öffnen. Am Samstag früh trafen wir uns im Gemeinderaum zu einem Vortrag und Gespräch mit Bernard Rootmensen, Studentenpfarrer aus Amsterdam. Er hat noch mit anderen Autoren ein Buch mit dem Titel "Die Bibel aufs neue gelesen, ausgelegt, bedacht" herausgegeben. So haben wir gemeinsam an Hand von 12 Thesen, welche B. Rootmensen aufgestellt hatte, über die Bibel nachgedacht. Eine seiner Thesen lautete zum Beispiel: Die Bibel ist eigentlich nicht ein Buch, sondern eine kleine Bibliothek von Büchern, ebenso bunt, wie der Rock von Josef.



Die Niederländer feiern am 05. Mai den Befreiungstag. Am Vorabend dieses Tages wird der Toten aller Kriege gedacht. Die Fahnen wehen auf Halbmast, es gibt Gottesdienste in vielen Kirchen und es werden Blumen und Kränze an den Denkmälern niedergelegt. So haben auch wir diesen Feiern beigewohnt. Am Sonntag feierten wir gemeinsam mit der Gemeinde den Gottesdienst, und nach einem von vielen Händen liebevoll bereiteten Mittagessen ging es dann auch bald wieder mit reichlich Proviant versorgt Richtung Berlin. Ein nachdenkenswertes Wochenende mit lieben Freunden ging zu Ende.
Irmgard Dreßler-Schatz


"Eine Handvoll Erde...."
Keramikwochenende über Pfingsten in Warnitz in der Uckermark

Eine Handvoll Erde,
schau sie dir an.
Gott sprach einst es werde.
Denke daran!


Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. So trafen sich auch schon ca. drei Wochen vor Pfingsten die "Keramikkünstler" unserer Gemeinde zur Vorbereitung des Pfingstwochenendes. Denn Höhepunkt der ersten Keramikwerkstatt sollte ein Rakubrand werden. Dazu mußten zunächst einmal die zu brennenden Stücke hergestellt werden. Ein Rakubrand ist eine besondere Technik mit einem holzgeheizten Ofen im Freien. Die fertigen geschrühten (einmal gebrannten) und mit Glasur bestrichenen Werkstücke kommen direkt in den heißen Ofen und werden dann, nachdem sie eine gewisse Temperatur zwischen 900 und 950 ░Celsius erreicht haben, erst in Sägespänen gewälzt und anschließend in kaltes Wasser getaucht. Eine spannende Angelegenheit!





Zu solch einem Unternehmen fuhren wir also zu 22 Leuten zwischen 5 - 53 Jahren über Pfingsten nach Warnitz zur Töpferin Tina Bach. Natürlich wurde auch viel an der Scheibe getöpfert, für manche waren es die ersten Versuche. Aber es wurde auch viel mit Aufbaukeramik gestaltet.





Die Uckermark zeigte sich von ihrer schönsten Seite, blühende Rapsfelder, der Uckersee und Blumen und Tiere in Hülle und Fülle. In den Abend-oder Morgenkreisen unserer Rüste konnten wir aus vollem Herzen Gott als Schöpfer und die Erde als eine uns anvertraute Kostbarkeit preisen.
Antje Eberhardt