Monatsgruß März 2001
 
  eine besondere Auslegung des Monatsspruchs
  Eine ganz besondere Leihgabe aus Emmen
  Jahreslosungen in Seide - ab sofort im Gemeindebüro
  Passionsandachten
  Kinder von Tschernobyl
  Hoffnung für Osteuropa
  Rüste ins Kloster St. Marienthal
  Einladung zur Mitarbeit und zum Feiern IGSL-Hospizgruppe
  Gemeindefasching
  Spendenaufruf
  Die Gideons laden ein
  Extremismus, Radikalismus - wie weit geht unsere christliche Toleranz
  Fürbitte
 
 
 
 
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Monatsspruch
Gott spricht: Ein Fremdling soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst.
3.Mose 19,34
Mindestens zweitausendundfünfhundert Jahre liegen zwischen dem Aufschreiben dieses Gotteswortes und unserem Lesen, und doch ist es aktueller denn je. Statt einer Andacht gebe ich Auszüge aus einem Vortrag wieder, den der Cottbusser Generalsuperintendent Dr. Rolf Wischnath auf unserer Synode im November 2000 gehalten hat. Dieser Vortrag, der auch bei der Rüstzeit der JG beschäftigt hat, enthält so viel Geistliches und Aktuelles, daß er durchaus als Andacht zu unserem Monatsspruch angesehen werden kann.
Ich möchte mit der Veröffentlichung dieses Vortrags eine breite Diskussion in unserer Gemeinde über die Fremdenfeindlichkeit und den Rechtsextremismus, der ja auch gerade unseren Stadtbezirk sehr stark betrifft, beginnen. Wer am ganzen Text Interesse hat, kann diesen im Büro erhalten oder unter EKiBB im Netz finden.

Herausforderungen - Gewalt, Rechtsextremismus,Fremdenfeindlichkeit in Brandenburg

I. IMAGE UNDALLTÄGLICHKEITEN

1. Zwanzig Schläger überfallen vermummt und organisiert, grölend und um sich dreschend, Steine werfend und vandalierend eine Wohngemeinschaft von drei jungen Männern. Nach Nazimanier schlagen sie in der Wohnung alles kurz und klein, können dem unmittelbaren Zugriff der Polizei entkommen. Vier Haftbefehle gegen Tatverdächtige, die sich nach Polizeiangaben aus schon einschlägig bekannten Rechtsextremen der südbrandenburgischen Region zusammensetzen sollen, sind außer Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen seien schwierig, lässt uns die Zeitung wissen, weil keiner der rechten Schläger auf frischer Tat gestellt werden konnte. - So geschehen in Finsterwalde.

2. Ein 20-jähriger Deutscher wird von einer Gruppe von etwa 20 Skinheads zusammengedroschen. Das dunkelhäutige Opfer wird als „Nigger“ und „Afro“ beschimpft worden. Als er erwidert: „Ich bin Deutscher“ antwortet der Neonazi: „Ich habe einen Ruf zu verlieren“. Dann fallen die Skins über ihn her, treten und prügeln ihn. Der junge Mann muss mit Schädeltrauma und Prellungen ins Krankenhaus. - So geschehen in Potsdam.

3.Eine Frau aus Afghanistan und ihre beiden Kinder werden von zwei 17-jährigen Deutschen angegriffen. Die Jugendlichen drücken den Kopf der elfjährigen Tochter mehrmals gegen eine Mauer. Zudem schlagen sie dem Kind in den Magen und gegen den Kopf und würgen es. Das Mädchen wird verletzt. Die Jugendlichen beschimpfen außerdem die 46-jährige Frau und die Kinder mit ausländerfeindlichen Parolen. - So geschehen in Prenzlau.

4. Ein Dreizehnjähriger schlägt einem Gehörlosen mit der Faust ins Gesicht und auf den Rücken. Die siebzehnjährige Begleiterin des Schlägers ruft dazu „Heil Hitler“, und ein weiterer Jugendlicher schaut zu. Das Opfer muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter sind wieder auf freiem Fuß.
„Der Dreizehnjährige ist nicht strafmündig und ...wurde seinen Eltern übergeben, gegen die beiden anderen besteht kein dringender Tatverdacht“, so die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder). – So geschehen in Eberswalde.

5. Ein 28-jähriger Angolaner, der bei der Deutschen Bahn AG als Reinigungskraft arbeitet, wird um 4 Uhr nachts an einem S-Bahnhof von sieben Jugendlichen mit den Worten „Du hast keinen Platz in Deutschland“ beschimpft. Danach schlägt ihn einer der Täter mit der Faust auf den Kopf und tritt ihn gegen Arme und Beine. Sechs andere, darunter ein Mädchen, stehen dabei und beschimpfen ihn. Dieser wehrt sich, wobei ihm ein Ring aus dem Ohr gerissen wird. Danach kann er flüchten und sich verstecken, bis die Täter mit der S-Bahn abgefahren waren. Kurze Zeit später wird er im Nachbarort von zwei der rechtsextremen Jugendlichen erneut angegriffen. - So geschehen in Mahlow und Blankenfelde.

... Bei keiner der Nachrichten lässt sich bis heute eruieren, ob Täter nach Recht und Gesetz gefasst, verurteilt, bestraft ... worden wären oder ob wenigstens die Verletzten einen wie immer gearteten Ausgleich erhalten hätten. Und das Ereignis in Finsterwalde ist das einzige der fünf, das Menschen - in diesem Fall die Evangelische Jugend und die Jugend des DGB - veranlasst hat, zu demonstrieren ....

II.     OPFER

In der Medienöffentlichkeit geht es meist um die Gewalttäter... Gerade die Kirche aber dürfte in der Frage, welche Faktoren, Kräfte oder Mächte hier zusammen
wirken, nicht an den Hauptbeteiligten vorbeisehen - und das sind nicht die Täter, sondern die Opfer:
Für sie bedeuten Schläge mit Fäusten und Knüppeln, Stiefeltritte, Attacken mit Messern oder Brandanschläge, aber auch die unfasslichen verbalen Schmähungen, tiefe Einschnitte in ihr Leben. Die Verletzungen hinterlassen oft untilgbare Spuren... Die erste Herausforderung der Kirche besteht darin, dass sie sich schlicht wie der Barmherzige Samariter verhält. D.h. Gemeinden und Gemeindeglieder wenden sich zuerst und vor allem den unter die Räuber Gefallenen, den Opfern und Gefährdeten zu. Und die Diskussion über „die Räuber“ und über den Zustand der Wege „zwischen Jericho und Jerusalem“, zwischen Berlin und Prenzlau, .... darf nicht so geführt werden, dass es dann auch von uns wie von Priester und Levit heißen muss: „ .... sie kamen zufällig denselben Weg herab. Und als sie ihn - den Überfallenen und Ausgeraubten - sahen, gingen sie vorüber und ließen ihn halbtot liegen“ (Lukas 10, 25 ff.).

III. MITWISSER UND BYSTANDERS

 “Mit dem englischen Begriff Bystanders, der sich nur schwer mit dem deutschen Wort „Dabeisteher“ übersetzen lässt, hat die amerikanische ... Historikerin Victoria Barnett ihr Buch betitelt, in dem sie die Koalition von Gewissenlosigkeit und stiller Komplizenschaft in den evangelischen Gemeinden und Kirchen im Kirchenkampf „and during the Holocaust“ beschreibt. ... Bitte, ich will nicht behaupten, in 2000 sei es wie in 1938. Wir leben auch in der märkischen Heide oder in der Lausitz, wo allerdings im Oberlausitzer Gebiet inzwischen Neonazis ganze Dörfer „kulturell“ beherrschen und sortieren, nicht wieder in der Nazi-Zeit. Und die damaligen Pogrome darf keiner dadurch bagatellisieren und funktionalisieren, indem er die heutigen Gewaltausbrüche damit in eins setzt.
Aber Parallelen und die Ähnlichkeiten in ihren Erscheinungsweisen drängen sich auf. Es ist eben mit den Bystanders so wie mit Priester und Levit im Gleichnis vom barmherzigen Samariter.
Und so sind als Bystanders heute in Brandenburg zu benennen:
vor allem die zuschauenden Erwachsenen mit ihrer zynischen, oft klammheimlichen Billigung rechtsextremer Jugendaktionen und Gewalttaten,
aber auch die Gemeindekirchenräte, die das Thema abwiegeln oder unter TOP „Verschiedenes“ abhaken,
auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Pfarrer und Pfarrerinnen, die es nicht einmal nach zwei Jahren wagen, den Aufruf der Evangelischen Jugend vom Landes Jugend Camp 1998 in ihren Kirchen und Gemeindehäusern, in den Schaukästen und an den Plakatwänden öffentlich auszuhängen oder diesen Aufruf, wie die Landessynode im letzten Jahr empfohlen hat, in die Gottesdienste ihrer Gemeinden einzubeziehen;
und auch die Art von Ausweichkünstlern muss genannt werden, die sich beim Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gern auf den „eigentlichen Auftrag der Kirche“ berufen oder gar die neu entdeckte „missionarische Verantwortung“ vorschieben.
Das alles gibt es in unserer Kirche mehr, als wir in der Regel einzugestehen bereit sind.

VII. ELEMENTARE GEGENGRÜNDE

... Der offene und heimliche Rechtsextremismus führt in der ohnehin so diffusen weltanschaulichen und kulturellen Situation unserer Region erneut vor Augen, dass eigentlich kein Mensch ohne eine einigermaßen geordnete religiöse oder humanistische Welt- und Menschenanschauung auskommt. Diese Anschauung, das Grundgerüst religiöser oder humanistischer Überzeugungen darf keinem vorgeschrieben werden. ...(Weil dies der Begriff „Leitkultur“ insinuiert, ist er so problematisch.) Aber es gibt - trotz aller rassistischen, nationalistischen und gewaltsamen Selbstgefährdungen des Christentums in seiner Geschichte - kaum eine andere Grundorientierung, die so eindeutig ... gegen den Rechtsextremismus immunisieren müsste, wie die elementaren Glaubenssätze der Christen...

1. “Das rechtsextremistische Grunddogma der natürlichen Ungleichwertigkeit der Menschen widerspricht der biblischen Sicht der Menschen als gleiche, vom ersten Menschen herkommende Geschöpfe Gottes, die in Christus dazu berufen sind, ihre ursprüngliche Einheit wiederzuerlangen (Joh 17,21). Zum Auftrag der christlichen Kirchen gehört es, von dieser in ihnen bereits jetzt verwirklichten Gemeinschaft von Menschen, Völkern und Kulturen, lebendiges Zeugnis abzulegen. Unterschiede in den Religionen und Kulturen begründen keine Rangordnung im Blick auf das Menschsein. Der Gedanke der ‚Primitivität’ einiger und der ‚höheren Entwicklungsstufe’ anderer Völker und Gemeinschaften, der mitunter
auch das Verständnis der kirchlichen Mission gefährdete, kann nicht das Zeugnis der Bibel für sich in Anspruch nehmen.

2. Der oft mit rechtsextremistischen Anschauungen verbundene Nationalismus ist Ausdruck jener kollektiven Ich-Verfallenheit des Menschen, die die Bibel Sünde nennt. Schon das erste Buch der Bibel weist mit seiner Erzählung vom Turmbau zu Babel (Gen. 11) darauf hin, dass die Zerteilung der Menschheit in Völker, Länder und Sprachen eine Folge der Sünde ist. Die nationale und ethnische Identität, die als gemeinschaftsbildendes Element im Leben vieler Kirchen eine wichtige Bedeutung einnimmt, hat ihre Berechtigung nur, sofern sie der biblischen Lehre und der Praxis der ökumenischen Gemeinschaft des Leibes Christi (Gal. 3,28) untergeordnet ist.

3. Der sozialdarwinistische Ansatz und die aus ihm abgeleiteten Handlungsmaximen widersprechen dem christlichen Gebot der Nächstenliebe und Fürsorge für die Schwachen. In der Kirche als Leib Christi haben alle, auch die schwächsten Glieder, ihren eigenen und wichtigen Platz. Überheblichkeit, Ausgrenzung, Rassismus und ähnliche Einstellungen, sei es in ihren eigenen Reihen oder gegenüber Außenstehenden, widersprechen dem Auftrag der Kirche, Ort der Versöhnung und der tätigen Liebe für schwache und rechtlose Menschen (Matthäus 25,40) zu sein. Sofern die Kirche eingebunden ist in die sie umgebende Gesellschaft und teilhat an den darin wirkenden Strukturen der Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit, kann ihre Zugehörigkeit zu Christus immer nur im Streit gegen menschenfeindliche, zerstörerische Tendenzen bewahrt werden.
4. Das Schüren von Angst und das Säen von Hass zwischen Menschen und Völkern ist unvereinbar mit dem Leben in Christus. All unsere Angst und Furcht in dieser Welt ist in Christus, in seinem Tod und seiner Auferstehung, bereits überwunden (Johannes 16,33). Dies befähigt ChristInnen und Kirchen dazu, an der Abwendung tödlicher Gefahren für das Leben menschlicher Gemeinschaften und der Menschheit insgesamt mit Vertrauen und Hoffnung teilzunehmen.

5. Die rechtsextremistische Überhöhung von Führergestalten und der Staatsgewalt trägt aus biblischer Sicht dämonische, widergöttliche Züge. Die Kirchen haben in Erinnerung zu rufen, dass alle Menschen, auch die Machthabenden, Sünder sind (Römerbrief 3,23) und wegen ihrer Verfehlungen täglich die Vergebung des barmherzigen Gottes brauchen. Die Kirchen müssen das eigene Verhältnis zur Macht und zu staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen stets kritisch überprüfen und der Verabsolutierung eines bestimmten gesellschaftlichen oder ökonomischen Systems widerstehen.“

VIII. WAS TUN?

Zunächst die Voraussetzung: Wir brauchen ... eine nachhaltige und langfristige, geistige und kulturelle, bildungspolitische und gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, der Fremdenfeindlichkeit und den unterschiedlichen Formen jedweder Gewalt. Und dafür benötigen wir einen langen Atem für viele kleine, mittlere und große Schritte in unseren Alltagswelten.
 Für die Gemeinden und Kirchenkreise in Brandenburg kommt die Initiative des Ökumenischen Rates (ÖRK), für die Jahre 2001-2010 zu einer „Ökumenischen Dekade zur Überwindung der Gewalt“ aufzurufen, wie gerufen. ... Die Zielstellungen, die der Ökumenische Rat für diese Dekade formuliert hat, lesen sich wie Handlungsanweisungen für die märkische Provinz und ihre Gemeinden - etwa, wenn es heißt, dass es ginge um die  „ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem breiten Spektrum von direkter wie auch struktureller Gewalt zu Hause, in Gemeinschaften und auf internationaler Ebene und Lernen von lokalen und regionalen Analysen der Gewalt und Wegen zu ihrer Überwindung!
 Aufforderung an die Kirchen, Geist, Logik und Ausübung von Gewalt zu überwinden; auf jede theologische Rechtfertigung von Gewalt zu verzichten und erneut die Spiritualität von Versöhnung und aktiver Gewaltlosigkeit zu bekräftigen!
Lernen von der Spiritualität Andersgläubiger und ihren Möglichkeiten, Frieden zu schaffen, Zusammenarbeit mit Gemeinschaften Andersgläubiger bei der Suche nach Frieden und die Aufforderung an die Kirchen, sich mit Missbrauch religiöser und ethnischer Identität in pluralistischen Gesellschaften auseinanderzusetzen.“
Diese Handlungsweisen ... können und müssen umgesetzt werden in die ... sich weitgehend unreligiös verstehende „Kulturlandschaft Brandenburg“... Schnelle Erfolge jedoch sind nicht zu erwarten. ... Es gibt zu wenige, die sich verantwortlich fühlen. ...
Wir alle sollten in dieser Auseinandersetzung auch sorgsamer mit der Sprache umgehen. Wer zwischen Menschen unterscheidet, die uns nützen und die uns ausnutzen, betoniert die Vorurteile. Die Vorstellung, dass man auch diese Vorurteile bewusst ausnutzen und schüren könnte, um im Wahlkampf Stimmung zu machen, ist entsetzlich. Der Satz der katholischen Bischöfe in ihrem jüngsten Wort „Gerechter Friede“ gehörte brandenburgweit plakatiert: „Die Politik kann Fremdenfeindlichkeit nur dann glaubwürdig kritisieren, wenn sie selbst alles vermeidet, was ihr Vorschub leistet!“
Die vorrangige Aufgabe jedoch - auch und gerade für uns als Kirche - ist und bleibt mit und nach der Zuwendung zu den Opfern, die schweigende Mehrheit zu mobilisieren und die gefährdeten Jugendlichen zu schützen und ihnen bessere Wege zu eröffnen als die, auf die die Verführer sie locken wollen.
Im Blick auf die rechtsextremistischen Wiederholungstäter, Gesinnungsgenossen und Rädelsführer allerdings sei eine These ausgesprochen, die die in der ACK verbundenen Kirche im Blick auf den Umgang mit gewaltbereiten, religiösen Sekten selbstverständlich praktizieren:
Nötig sind nicht Gleichmut und verstehende Nachsicht, sondern ein Entzug jeglichen Respekts. Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit dürfen nicht den geringsten Anschein von Legitimität erhalten. Und hartgesottene Gesinnungsgenossen und Täter müssen durch gesellschaftliche Ächtung und durch langfristige soziale Nachteile für ihr Leben erfahren, dass Menschenhass und Nazi-Gesinnung keinen Ort in der demokratischen Zivilgesellschaft haben. Nur so wird das zynische Selbstbewusstsein der Rechtsextremen, sie hätten in der Bevölkerung eine schweigende, ihnen aber innerlich zustimmende Mehrheit auf ihrer Seite, angegriffen.... Es geht ... um nicht weniger als um eine politische und gesellschaftliche Form der Exkommunikation ... und des Ausschlusses, die allerdings jeder Zeit rückgängig gemacht werden kann und soll, wenn es zu einem Ausstieg aus der Szene und zur Umkehr kommt. ...
Schließlich brauchen wir „Aktionsbündnisse“... Seit Mai 1997 gibt es in Brandenburg etwas, worum uns andere Bundesländer beneiden: das
AKTIONSBÜNDNIS GEGEN GEWALT, RECHTSEXTREMISMUS UND FREMDENFEINDLICHKEIT, ein gesellschaftliches Bündnis, in dem eigentlich alle wichtigen gesellschaftlichen Organisationen vertreten sind ... Es wird in der Öffentlichkeit mehr und mehr klar, dass hier ein gesellschaftliches Bündnis geschlossen dafür einsteht, dass Menschenhass und Nazigesinnung auf entschiedenen Widerspruch stoßen muss und dass die einzelnen Organisationen durch ein solches Bündnis umfassende Hilfe - auch materielle - erfahren, um die gesellschaftliche Arbeit in ihren „Basisgruppen“ für die Wahrung, Förderung und Erneuerung der Menschenwürde zu initiieren, zu entwickeln und zu unterstützen. Das Aktionsbündnis, dem die beiden Kirchen von Anfang an aktiv angehören, ist auch für Initiativen der Gemeinden und kirchlichen Gruppen da. Es sollte besser genutzt werden.”

IX.     NOCH EINE IDEE

Wie wäre es, wenn wir uns alle mit einer Trillerpfeife ausrüsteten? Vielleicht könnte das Brandenburgische Aktionsbündnis zusammen mit der Evangelischen Jugend davon ja mal 10.000 Stück bestellen und verteilen. Diese Trillerpfeife haben wir immer dabei. Sie ist ein Erkennungszeichen für alle die, die bereit sind, für andere nach Hilfe zu rufen und einen scharfen, unüberhörbaren Ton hören zu lassen gegen alle Gewalt, gegen den alltäglichen Rassismus, dessen Zeuge wir werden, gegen die zum Hitlergruß hochgerissenen Arme und die zum „Sieg Heil!“ aufgerissenen Münder. ...
Die Trillerpfeife ist Herausforderung, ist Abschreckung und Signal der Hilfesuche, mit der wir gegenüber den Angegriffenen solidarisch sind. Mit der Trillerpfeife bleiben wir alle ziemlich pfiffig, weil herausfordernd und abschreckend laut, aber auch vernehmbar und erkennbar...
Wir sind Unruhestifter gegenüber denen, die meinen, sie könnten die Probleme durch Schweigen und Aussitzen erledigen. Nein: Wer schweigt, macht sich mitschuldig! Wir schweigen nicht länger! Wir lassen uns hören. Wir rufen um Hilfe. Und wir lassen uns rufen. Unsere stärksten Waffen sind Mut zur Zivilcourage, das Bekenntnis zur Menschenwürde, die Entschlossenheit des Glaubens - und die Hilfe Gottes: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Selbstüberwindung“
(2. Timotheus 1, 7).

Generalsuperintendent Dr. Rolf Wischnath

Eine ganz besondere Leihgabe aus Emmen

Während der Passionszeit hängt in diesem Jahr ein ganz besonderes Hungertuch in unserem kleinen Gemeindesaal.Hungertuch von Dea Jense-De Vries

Entworfen hat es Dea Jense-De Vries. Eine holländische Kinderbuchillustratorin, die viele Kinderbibeln und andere Materialien für Sonntagsschulen gestaltet.
Einige Frauen aus unserer Partnergemeinde Emmen-Oost haben dann im vorletzten Jahr dieses Hungertuch gefertigt, im vorigen Jahr hing es in Emmen, nun hängt es bei uns. Es zeigt die Evangelienlesungen der Passionssonntage in der niederländischen Ordnung, die nicht ganz, aber weitgehend mit der unseren übereinstimmt. Versuchen Sie mal auf dem Deckblatt die Bibeltexte herauszufinden – oder noch besser, kommen Sie zu den Gottesdiensten oder den Passionsandachten und entdecken sie die Farbigkeit und Gestaltungsvielfalt dieses besonderen Hungertuches.

Tordis Kober

Jahreslosung in Seide
        – ab sofort im Gemeindebüro
Sie hingen bis Aschermittwoch im Gemeindesaal, aber kaum einer hat es besonders gewürdigt – Jahreslosungsmotive des laufenden und der Vorjahre. Das besondere daran: Es waren nicht nur Farbkopien aus dem Kopierer, sondern es waren, was mich besonders freut, in Seide gemalte Kopien, die Johanna Jendrek gestaltet hat. Wer diese Kunstwerke noch sehen möchte, kann sie in unserem Gemeindebüro bewundern – und vielleicht dabei auch gleich das Kirchgeld fürs Jahr bezahlen.  Wir danken Hanna Jendrek für diese wunderschönen Geschenke, danken unserem Herrn, für die Kraft und Freude, die er ihr zum Malen immer wieder schenkt, und wir freuen uns über weitere Seidenkopien von Jahreslosungsmotiven.
R.Kees

Passionsandachten
In der Passionszeit wollen wir wieder jeden Mittwoch von 19.00 – 19.25 Uhr im kleinen Gemeindesaal Passionsandachten halten. So bekommt die Passions- und Fastenzeit, die ja mit dem Aschermittwoch begonnen hat, ihre liturgische Prägung.Kopie eines Holzschnittes von Rudolf Letzig
In diesem Jahr sammeln wir uns um die Kreuzwegstationen in einer ganz besonders ansprechenden Gestaltung.
Besonders diejenigen, die sowieso zur Probe des  Gemeindechores kommen, sind herzlich eingeladen, ein wenig früher zu kommen. Aber auch alle anderen sind herzlich eingeladen.
R.Kees

Kinder von Tschernobyl
Heute gibt es viel Erfreuliches
zu berichten:
Unsere Weihnachtsaktion verlief gut und die Gaben haben auch nach einigen Komplikationen an der Grenze am 9. Januar ihr Ziel in Weißrussland erreicht. Es waren 350 Päckchen für behinderte Kinder und 450 Päckchen für Geschwisterkinder.
Die Graphik-Versteigerung im Rathaus Lichtenberg erbrachte 6910 Mark Reinerlös für unsere Ferien-Aktion und durch den von unseren Jugendlichen vor Ort angebotenen Imbiß kamen noch 100 Mark hinzu.
Für dieses Jahr haben wir noch ein Benefiz-Konzert der Händelschule und eine Theateraufführung zugunsten unserer Aktion geplant. Außerdem sind wieder Informationsstände auf den Bezirksfesten in Lichtenberg und Mitte sowie auf dem Sozialmarkt und Gottesdienste in mehreren Gemeinden vorgesehen.
Auf Ihr Interesse an all diesen Veranstaltungen hoffe ich und danke herzlich für die bisher geleistete Unterstützung mit Sach- und Geldspenden.
Ursel Kaeks

Hoffnung für Osteuropa
    Gottesdienst am 18.3.2001
„Hoffnung für Osteuropa“ ist die Aktion der evangelischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa. Sie eröffnet am 4. März 2001 in Görlitz die achte Aktion.
„Hoffnung für Osteuropa“ wurde 1994 als Antwort auf den politischen und gesellschaftlichen Wandel in den Ländern Mittel- und Osteuropas ins Leben gerufen, um den Menschen bei den nicht immer einfachen Veränderungen unterstützend zur Seite zu stehen.
Die Aktion fördert den Aufbau diakonischer Strukturen und christlicher Gemeinden. So entstehen Arbeitsplätze im sozialen Bereich, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden fortgebildet, Kinder, alte Menschen, Kranke, Behinderte erhalten Hilfe und Betreuung, Gemeinden finden Räume für ihre Arbeit.
Auch die EKiBB beteiligt sich an dieser Aktion und kann in Osteuropa vielfältig hilfreich sein. Eine besondere Beziehung besteht auch dadurch, daß die erste Aktion in Berlin, in der Gethsemane-Kirche eröffnet wurde.
Herr Weustenhagen vom Diakonischen Werk in Berlin-Brandenburg, der diese Aktion bei uns leitet, wird wieder bei uns zu Gast sein, uns informieren und mit uns diesen Gottesdienst feiern.


Rüste ins Kloster St. Marienthal
Unsere diesjährige “Mittelalter-Rüste” stand unter dem Thema “Mönchtum”. Wir wollten dazu etwas mehr vor Ort erfahren und fuhren deshalb vom 9. Bis 12. Februar in das Kloster St. Marienthal bei Ostritz.

Ostritz - Kloster Marienthal

Die wunderschöne barocke Klosteranlage in den beherrschenden Farben Rot und Weiß liegt inmitten von Laubwäldern direkt an der Neiße, jeweils 30 Kilometer von Görlitz und Zittau entfernt. Hier leben z.Zt. 15 Schwestern des Zisterzienserordens, die sich getreu ihrer Ordensregel “ora et labora” dem Gebet und der Arbeit widmen.
Dazu gehört auch die Betreuung von Gästen des 1992 eingerichteten Internationalen Begegnungszentrums, das uns für 3 Tage zur freundlichen Herberge wurde.
Die Klosterkost war gut und reichlich mit z.T. vegetarischen Gerichten und Zutaten aus eigenem ökologischen Anbau. Das herzhafte Klosterbrot machte seinem Namen alle Ehre.
Nach unserer Ankunft erwarteten uns Kaffee und Kuchen. Danach wurden wir vom geistlichen Beirat (Klostergeistlichen), Herrn Rektor Eckstein, herzlich willkommen geheißen und kurz über das Leben im Kloster informiert.
Das Leben der Ordensfrauen ist streng eingeteilt und wird vom Rhythmus der Tageszeitgebete (Matutin, Laudes, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet, sowie einer Frühmesse) bestimmt. Für die Klosterangestellten und Gäste ist die Teilnahme freiwillig, aber wir ließen uns gerne von diesem Rhythmus mittragen und empfanden die Ruhepunkte als heilsame Oasen.
In dem strengen Tagesablauf der Nonnen von 4.00 Uhr morgens bis 21.00 Uhr abends wechseln Gebets- und Arbeitszeiten mit Mahlzeiten und Ruhepausen ab. Eine Zeitung und eingeschränktes Fernsehen liefern Anlässe für Fürbitten und Gespräche über Tagesthemen. Die Schwestern dürfen Besuche machen, Angehörige empfangen und alle 2 Jahre ihren Urlaub in der Familie verbringen. Der innere Klosterbezirk mit seiner kostbaren Bibliothek, dem schönen Kreuzgang und dem ehrwürdigen Kapitelsaal sind für Außenstehende nicht zugänglich.
Rektor Eckstein und die Priorin gaben uns auch einen Überblick üder die Geschichte des Zisterzienserordens, der seinen Namen auf den Ort zurückführt, von wo aus der Orden in Europa reformiert wurde.
Die Sehnsucht nach einem gottgefälligen Leben führte die Menschen im 5. Jahrhundert nach Christus zuerst als Einsiedler an einsame Orte. Später schloß man sich dann als Mönche oder Nonnen in Gemeinschaften in einem Kloster (lat. Claustrum = abgeschlossener Ort) nach der Regel eines Ordensgründers zusammen. Allen Regeln liegen die 3 sogenannten “evangelischen Räte” Armut, Ehelosigkeit (Keuschheit) und Gehorsam zugrunde.
Da St. Marienthal mit der Stadt Ostritz, dem Domkapitel Bautzen und einigen zum Klosterbezirk gehörenden Ortschaften eine böhmische Enklave bildeten, widerstanden sie der Reformation und entgingen dem Schicksal, ein evangelisches Damenstift zu werden. Seit seiner Gründung 1234 erlebte das Kloster eine wechselvolle Geschichte mit feindlichen Überfällen, Bränden, Hochwasser und zum Schluß beträchtlicher Verluste von Ländereien nach der Festlegung der Oder-Neiße-Grenze 1945. Mit Mühe nur konnte zum Kriegsende die Sprengung des Klosters durch die mutige Weigerung der Äbtissin und des Konvents, das Kloster zu verlassen, verhindert werden.
Noch heute sieht man der weitläufigen Klosteranlage mit ihren zahlreichen Wirtschaftsgebäuden ihre einstige wirtschaftliche Macht an. Nach und nach wurden im 20. Jahrhundert Brauerei, Land- und Forstwirtschaft sowie die Betreuung behinderter Frauen aufgegeben, verpachtet oder an andere Träger übergeben. Geblieben sind ein Schau-Sägewerk, Garten, Bäckerei und die Klosterschenke sowie ein “Klostermarkt”, ein Laden, in dem außer Büchern, Kerzen, Kunstgewerbe und Handarbeiten auch eigene Backwaren u.a. Erzeugnisse verkauft werden. Mit seinen 130 Mitarbeitern (Angestellten, Pächtern, ABM) ist das Kloster der größte Arbeitgeber in der Region.
Das Leben einer Ordensfrau ist keine Idylle. Die Kandidatin sollte mindestens 18 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist wünschenswert. Nach einem Jahr Kandidatur wird sie als Novizin eingekleidet. Nach einer Probezeit wird die Profeß (Gelübde) auf drei Jahre abgelegt. Darum muß die Novizin in einem Antrag den Konvent bitten, der über die Aufnahme entscheidet. Bei der Profeß erhält sie dann ihren neuen von der Äbtissin ausgewählten Klosternamen. In dieser Zeit ist noch eine Rückkehr in die Welt möglich. Danach findet dann die feierliche Profeß auf Lebenszeit mit der stabilitas loci (Ortsbindung) in der Klausur statt. Diese Entscheidung ist unwiderruflich.
Dankbar waren wir, daß wir trotz konfessioneller Unterschiede geistliche Gemeinschaft erleben konnten. Das zeigte sich daran, daß Pfarrer Kees am Sonntag gemeinsam mit Rektor Eckstein im Talar in die Kirche einzog und die Predigt über Matthäus 7, 24-27 hielt. Schwester Gudrun Fellechner las die alttestamentliche Lesung. Die jüngste Schwester kam immer am Ende eines Gottesdienstes auf uns zu und bot jedem von uns den Friedensgruß. Auch die Lieder konnten wir gemeinsam singen und das Vaterunser zusammen beten. Schmerzlich dagegen bleibt noch die fehlende Abendmahlsgemeinschaft.
Neben Gebets- und Mahlzeiten, Betrachtungen und Aussprachen blieb noch genügend Zeit für manchen schönen Spaziergang in die reizvolle Umgebung entlang der Neiße. Am Sonntagnachmittag unternahmen wir gemeinsam mit Rektor Eckstein einen Ausflug nach Zittau. Leider waren zu unserem Leidwesen die meisten Kirchen geschlossen, was uns überlegen ließ, ob wir im Sommer nicht einmal ab und zu unsere Kirche für Besucher öffnen sollten. In der gotischen Kreuzkirche sahen wir uns das berühmte Große Zittauer Fastentuch von 1472 an, das nach einer wechselvollen Geschichte wieder besichtigt werden kann.
Am Freitag heizten wir tüchtig im Kaminzimmer ein. Es war zwar urgemütlich, roch aber wie in einer Räucherkammer.
Am Sonnabend luden wir Rektor Eckstein zur traditionellen Feuerzangenbowle ein, am Sonntagabend hatten wir bei einem Glas Rotwein noch ein gutes Abschlußgespräch.
Im Morgengottesdienst am Montag beteten die Schwestern für eine gute Heimfahrt ihrer Gäste. Nach einem kurzen Abstecher in das wunderschöne Görlitz trafen wir am Nachmittag wieder alle wohlbehalten in Berlin ein.
Ich glaube, es waren für jeden von uns wundervolle, erlebnisreiche und vor allem auch gesegnete Tage.

Edith Schäfer


Einladung zur Mitarbeit und zum Feiern  - IGSL-Hospizgruppe in Baumschulenweg
Mit einer Benefizveranstaltung feiert die Regionalgruppe der Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand, die seit einigen Jahren ihr Quartier bei uns in der Eschenbachstraße 8 hat, das 10. Jahr ihrer Gründung. Seit Anfang 1990 ist der ehrenamtliche, ambulante Hospizdienst in Treptow in der Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden sowie deren Angehörigen tätig.
Die öffentliche Veranstaltung findet am 11.3.2001 um 14 Uhr in unserer Kirche  “Zum Vaterhaus” statt.
Musiker des Äskulap-Orchesters Berlin werden u.a. Streichquartette von Mozart und Tschaikowski darbieten. Eine Theatergruppe des Caritas-Hospiz‘ wird Szenen aus der Hospizarbeit spielen.  Bei dem anschließendem Empfang im Gemeindesaal wird Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch sein.
Die IGSL-Hospizgruppe lädt ein, an diesem Fest teilzunehmen und sich über die Arbeit zu informieren.
Darüber hinaus beginnt Ende März wieder eine Schulung von ehernamtlichen Helfern in der Hospizarbeit. Interessenten melden sich bitte in der Geschäftsstelle bei Frau Höbel. (532 130 40).


Einladung zur Rentnerrüste
        “Lippe-Detmold, eine wunderschöne Stadt”
Von der Wahrheit dieses Liedtextes konnten wir uns im vergangenen Herbst überzeugen.
Aber nicht nur wegen  dieser zauberhaften Stadt und dem nahegelegenen Teutoburger Wald haben wir den Aufenthalt dort so genießen können.
Das Gästehaus Patmos ist ein schönes Haus mit sehr liebenswerten “Hauseltern”.
Allein den herrlichen Garten mit der einladenden Liegewiese, den wir auf dem Bild vom vorigen Jahr sehen, haben wir wegen des herbstlichen Wetters beim letzten Mal nicht nutzen können.
Das soll nun anders werden!
Beim Ehepaar Grube habe ich 20 Plätze vom 06. bis 21. Juni gebucht, wovon einige schon fest vergeben sind. Also rechtzeitiges Anmelden sichert einen Platz.
Wie immer wollen wir vieles gemeinsam unternehmen, aber es gibt auch genug Freiraum für jeden einzelnen.
Die Gemeinsamkeit bei den Mahlzeiten sind auf diesen Rüstzeiten auch für mich immer wieder eine besonders schöne Erfahrung.
Freuen würden ich mich, wenn auch einmal ein paar Leute mitfahren würden, die noch nie die Gelegenheit dazu hatten.
Wenn Sie Rückfragen haben, oder noch weitere Informationen haben wollen, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro.
Ihre Helga Böhnke


So ein Zirkus – Gemeindefasching in Baumschulenweg
Statt eines ausführlichen Berichts über unseren Gemeindefasching zeigen wir hier ein paar Eindrücke. Es war ein herrliches Fest für Jung und Alt. Schade für alle, die nicht dabei waren. Solche Feste sind immer wieder gute Gelegenheiten einander kennenzulernen und sich näher zu kommen – gerade zwischen den verschiedenen Generationen.

Pu-Bli-Kum



Spendenaufruf
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht über Erdbeben, Nachbeben oder Flutkatastrophen berichtet wird: Indien, El Salvador ... .
Das schlimmste Erdbeben seit Jahren ereignete sich im Januar in Indien. Wieviel Menschen ums Leben kamen, wieviel verletzt und obdachlos wurden, ist bis heute noch unklar. Die Ernte ist vernichtet, das Trinkwasser verseucht und Selbsthilfe nicht möglich. Die Diakonie-Katastrophenhilfe hat für 35.000 Menschen Soforthilfe zugesagt. Warme Mahlzeiten, Trinkwasser, Decken, Planen etc werden zur Verfügung gestellt, Krankenhausplätze organisiert und die Kommunikation wieder aufgebaut. Dies alles kostet knapp drei Millionen Mark. Um den Menschen helfen zu können, bittet die Diakonie dringend um Spenden. Wenn auch Sie helfen wollen, dann spenden Sie an das:
Diakonische Werk Berlin - Brandenburg
Kontonr.: 79 79 79
bei: Evang. Darlehensgenossenschaft e. G.
BLZ: 100 60 237
Kennwort: Erdbeben Indien
oder geben Sie Ihre Spende bar im Gemeindebüro ab, wir leiten sie dann weiter.


Die Gideons laden ein
Anfang April (am 2 und am 4.) wollen die Gideons einladen. Sie suchen dazu engagierte Christen, die in Gemeinden beheimatet sind. Wer hat Lust, Kraft und Energie, sich bei dem überkonfessionellen Gideonbund zu engagieren, bzw. sich erst einmal einladen und informieren zu lassen?
Um die Entscheidung zu erleichtern, hier ein paar Informationen aus dem Internet: "Der Gideonbund  ist eine berufsorientierte Vereinigung von Christen aus evangelischen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften. Unser Ziel ist es, Menschen für Jesus Christus zu gewinnen durch:
gemeinsamen Dienst
persönliches Zeugnis
Weitergabe von Gottes Wort
Wir legen Neue Testamente aus in Hotels, Pensionen und Herbergen, Krankenhäusern und Altenheimen, Arztpraxen und geben Testamente persönlich weiter an Schüler und Studenten, Einsitzende in Justizvollzugsanstalten, Bundeswehrsoldaten, Ärzte und Arzthelferinnen, Pflegepersonal in Krankenhäusern und Kliniken.
Wir verstehen uns als verlängerter missionarischer Arm der Gemeinden und Kirchen, zu denen wir gehören. Unsere Arbeit wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Die Mitglieder des Gideonbundes sind Geschäftsleute, freiberuflich Tätige, leitende Angestellte, Beamte oder Hochschulabsolventen. Sie glauben an Jesus Christus als den Sohn Gottes, haben IHN als persönlichen Erlöser angenommen, erkennen die Bibel als inspiriertes Wort Gottes an und bemühen sich in ihrem täglichen Leben, Jesus Christus zu folgen. Viele Menschen finden durch Gideons zum Wort Gottes zurück oder erhalten erstmalig die Gelegenheit, das Wort Gottes kennenzulernen. Das Wort wird nicht leer zurückkommen! Das persönliche Bekenntnis ist eine tägliche Herausforderung. Gideons treten aus einem anonymen Christsein heraus, indem sie sich in einen aktiven Missionsdienst einbringen. In allen Lebensphasen und Situationen lernen sie ihren Glauben neu zu formulieren. Dabei verschenken sie in allen Ländern bei sich anbietenden Möglichkeiten in Familie, Bekanntschaft, Beruf etc. kleine handliche Neue Testamente.
Sie machen dabei die Erfahrung, daß Gott sie durch diesen Dienst im Leben bereichert. Deshalb ist es auch ihr besonderes Anliegen, andere Christen an dieser segensreichen Arbeit zu beteiligen.
„So soll das Wort, das aus meinem Munde geht auch sein: Es wird nicht wieder leer zu
mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“Jesaja 55,11
Mit herzlichen Grüßen Ihre Gideons


Extremismus, Radikalismus, Fanatismus
    - wie weit geht unsere christliche Toleranz
Am Wochenende vom 26.Januar bis zum 28. Januar 2001 war es mal wieder so weit!
gemütlicher Abend in der RED BOX
Wir von den JG´s Baumschulenweg (inclusive Treptowern), Johannisthal und auch Köpenick fuhren mit Pfarrer Kees und Bianka Winkler nach Altbuchhorst.  In diesen Tagen diskutierten wir über extreme Gesinnungen und die daraus folgenden Taten. Dabei entwarfen wir Slogans und gestalteten Plakate gegen Extremismus wie zum Beispiel: „Sei kein Frosch und keine Flasche, nimm die Hände aus der Tasche - misch dich ein!“ oder „Null Toleranz mit Intoleranz“ oder EXTREM - MIST“ „Und wo warst Du im Urlaub? - Wir sind Ausländer fast überall!“ „Habt ihr es immer noch nicht kapiert, es sind schon viele Menschen deswegen krepiert“. Rüstzeitenheim Alt Buchhorst
Zur Themenveranschaulichung sahen wir uns Videos an, in denen beispielsweise Kinder und Jugendliche ihre Meinungen zum Thema „Rechts und Links“ ausdrückten und sprachen ausführlich über den hier abgedruckten Vortrag von R.Wischnath. Zum selbst organisierten Gottesdienst am Sonntag suchten wir dann in Entsprechung zum Vortag Sprüche und Slogans, die positiv unseren Glauben ausdrückten und gestalteten sie zu Plakaten. „Christenheit für Menschlichkeit“, „Wer seinen Bruder haßt, ist ein Totschläger; und ihr wißt, daß kein Totschläger das ewige Leben bleibend in sich hat. 1.Joh.3,15“ „Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht!“ „Leben und Leben lassen“, „Das ist mein Gebot, daß Ihr Euch untereinander liebt, wie ich euch liebe“. Zur Freizeitgestaltung trug auch bei dieser Rüste wieder der Tischfußball bei, aber auch andere Gesellschaftsspiele ließen Möglichkeiten, den Abend freundlich ausklingen zu lassen.
Dass auch an diese Rüste mit viel Freude und Interesse herangegangen wurde, bestätigte die Fülle in den Zimmern, denn auch bei dieser Fahrt, gab es keinen freien Schlafplatz mehr. Freuen wir uns auf die nächste Rüste Ende April-Anfang Mai, die hoffentlich wieder ein ebenso interssantes Thema mit sich bringt.
Katharina Busse


Fürbitte
aus unserer Gemeinde verstorben und mit kirchlichem Geleit bestattet worden sind:

Hannelore Bielke aus der Hänselstr.124,
verstorben am 11.1.2001 im Alter von 72,
bestattet am 13.02.2001

Alfred Brandenburg aus der Neuen Krugallee 138,
verstorben am 27.1.2001 im Alter von  94 Jahren,
bestattet am 22.2.2001

Martha Pruszak aus dem Heidekampweg 121,
verstorben am 30.01.2001 im Alter von 79 Jahren,
bestattet am 8.2.2001

Was halten Sie davon, wenn wir an dieser Stelle auch von Geburten, die es ja Gott sei Dank jetzt wieder häufiger in unserer Gemeinde gibt, berichten würden?     Meinung senden

siehe auch Termine

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