Monatsgruß November 2002
 Monatsspruch
 "Warum habt ihr Angst"
 Die Zukunft hat schon begonnen
 Theologisches Wochenende in Lobethal
 Gütesiegel: Der "Blaue Engel" für Computer
 Mutter - Kind - Gruppe
 Johannisthal
 Treptow
 Ein Chorwochenende in Mötzow
 Gottesdienst für verfolgte Christen
 Dank für eine Arbeit im Verborgenen
 Begegnung mit den Partnern aus Emmen
 Musik und Texte zum denkwürdigsten Tag deutscher Geschichte
 Ewigkeitssonntag
 Konzert
 Benefizkonzert für Swasiland
 Neustes vom unheiligen Krieg im Heiligen Land
 Termine


Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein.
Offenbarung des Johannes 21, 4

Nun ist wieder November. Die Tage werden zunehmend kürzer, die grauen Nebel behindern die Sicht. Nasskalt weht ein unangenehmer Wind ins Gesicht. Da sinkt die Stimmung schnell mal auf Null und Traurigkeit will uns ergreifen. - Totengedenken ist angesagt in diesem spätherbstlichen Monat. Der Weg führt viele auf die Friedhöfe zu den Gräbern ihrer Lieben. Mitten in diese Trostlosigkeit trifft das Wort aus der Offenbarung als Spruch für diesen Monat mit seiner großen Verheißung: "Gott wird abwischen alle Tränen." Wir müssen sie nicht hinunterschlucken, unsere Tränen. Weinen hat eine sehr hilfreiche Funktion für Leib und Seele. Aber zu viel davon macht krank. Irgendwann sollte der Tränenfluss versiegt sein, sollten wir ins Leben zurückfinden. Dabei will Gott mir behilflich sein. Das gilt schon hier und jetzt, dass ich mich bei diesem Gott wirklich geborgen wissen, ihm all meine geheimen und offenbaren Nöte auf die Seele binden darf. Wie er uns hier bekannt gemacht wird in der Offenbarung, ist er ein Gott, der Tränen erlaubt, vor dem ich mich mit meiner Trauer und Zerknirschtheit nicht zu schämen brauche. Doch er will mich herausholen aus dem Tal der Tränen und wieder auf den Weg des Lebens geleiten. Das Wort des Sehers weist jedoch weit darüber hinaus auf eine Zukunft mit dem Gott, der dem Tod am Ende aller Tage das Handwerk legen, ja ihn gänzlich als Macht, die uns bisher im Banne hielt, zerstören wird. "Der Tod wird nicht mehr sein", heißt es im zweiten Teil unseres Spruches. Nach der eher zärtlich anmutenden Geste des Tränenabwischens nun eine mehr sachlich nüchterne Feststellung. Zwei Seiten unseres Gottes, die hier aufleuchten. Der menschliche Gott, der uns im Bruder Jesus so freundlich zugewandt ist und der kämpferische Gott, der durch das Sterben seines Sohnes am Kreuz den Tod besiegt und uns damit ein Ende all dessen beschert, was der Sensenmann unter uns Menschen Leidvolles und Schmerzvolles angerichtet hat. Gute Aussichten in trostlosen Zeiten. Möge uns Gott den Glauben schenken, der uns durchhalten lässt auf dem Weg zum Ziel allen Lebens.
Pfarrer Jürgen Huhn
Kirchengemeinde Johannisthal


"Warum habt ihr Angst"
Die Gottesdienst- und Friedensgebetszeiten und Orte entnehmen Sie bitte den Seiten 8-10. Achtung: Wegen des Firmungsgottesdienstes am Freitag und Samstag ist die Verteilung der Andachten zwischen uns und St.Anna etwas anders als sonst.
Als Einstimmung in das Thema geben wir ein Gespräch mit Jan Gildenmeister wieder. Er ist Koordinator des aus Kirchenvertretern und christlicher Friedensbewegung zusammen gesetzten Gesprächforums Ökumenische Friedensdekade und Politologe und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Bonn. Er antwortet auf Fragen von Wiltrud Rösch-Metzler.



Ängste sind Alarmglocken - nötig ist das gemeinsame Lernen

Die Friedensdekade vom 10. - 20. November 2002 steht unter dem Motto "Warum habt ihr Angst?" Warum gerade dieses Motto? Die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA haben bei vielen Menschen die Angst ausgelöst, dass so etwas Schreckliches auch hier passieren könnte. Für den Krieg in Afghanistan oder auch die Diskussion um die innere Sicherheit in Deutschland nutzen viele Politiker diese Ängste bzw. schüren sie. Nüchternheit und Vernunft bleiben dabei auf der Strecke sowie die Gewissheit, dass wir als Christinnen und Christen auf Gott vertrauen können und nicht nach übertriebener Sicherheit suchen müssen. Was ängstigt die Menschen zur Zeit? Ängste sind subjektiv und es wechselt, vor was oder wem wir uns ängstigen: Vor einem Überfall oder einer Vergewaltigung, vor Arbeitslosigkeit oder einer erfolglosen Suche nach einem Ausbildungsplatz, durch eine Prüfung zu fallen, plötzlich krank zu werden oder einen nahen Angehörigen zu verlieren. Ängste können wichtige Alarmglocken auslösen, beispielsweise die Angst vor atomarer Verstrahlung, dem Ozonloch oder einer Klimakatastrophe. Zunehmend steuern Medien - vor allem das Fernsehen - wovor wir uns ängstigen: Mal sind es muslimische Schläfer, mal junge Gewalttäter in Schulen. Diese Ängste haben rationale Hintergründe, verschleiern aber vielfach den Blick auf die Wirklichkeit und verbauen Lösungswege aus Krisen. Setzt die Friedensbewegung nicht auch auf die Ängste der Menschen? In den 80er Jahren hat die Friedensbewegung die Gefahr eines Atomkrieges bewusst gemacht und damit Ängste geschürt. Die Angst vor dem Staat, der immer mehr die Freiheitsrechte und Privatsphäre der Menschen einengt und andere Ängste spielen in manchen Debatten auch heute noch eine Rolle. Der Friedensbewegung geht es aber darum, mit guten Argumenten und praktischer Friedensarbeit die Köpfe und Herzen der Menschen zu gewinnen. Was sind wichtige Themen und Vorhaben der Friedensbewegung derzeit? Der Protest gegen den Krieg in Afghanistan und die Militäreinsätze der USA und ihrer Verbündeten im Sudan, auf den Philippinen und vielleicht auch in Kürze im Irak sind seit dem letzten Jahr an die erste Stelle gerückt. Militärische Gewalt dominiert in erschreckendem Ausmaß die Außenpolitik auch der Bundesrepublik Deutschland. Dabei gerät leider aus dem Blick, dass es dabei unzählige zivile Opfer gibt, Konflikte nicht gelöst, sondern vielfach verschärft werden und hinter vielen Militäreinsätzen handfeste wirtschaftliche Interessen der reichen Industriestaaten stecken. Daneben bedrückt uns der Krieg im Nahen Osten, die unglaubliche Gewalt des israelischen Militärs und die Selbstmordattentate von Palästinensern. Neben Protest und Aufklärung werden Friedensfachkräfte ausgebildet und in Krisengebieten entsandt, um dort mit zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen Konflikte zu entschärfen, Gewaltausbrüche zu vermeiden oder zur Versöhnung von Kriegsparteien beizutragen. Entsprechende Projekte müssen politisch und finanziell massiv unterstützt werden, anstatt immer mehr Geld ins Militär zu stecken. Neben Freiwilligendiensten im Ausland und internationalen Workcamps engagiert sich beispielsweise die AGDF verstärkt für den Dialog zwischen den Religionen mit dem Ziel, gewaltfreie Ansätze der Konfliktbearbeitung zu stärken Schließlich werden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualifiziert, Gewalt in Schulen oder Jugendarbeit vorzubeugen. Was können Kirchengemeinden und Gruppen gegen Angst unternehmen? Zum einen tut Aufklärung Not: In Veranstaltungen könnten Hintergründe beispielsweise für Fremdenfeindlichkeit und Militäreinsätze beleuchtet werden. Manchmal ist es auch sinnvoll zu fragen, welche Ängste haben die, die mir in unserer Gesellschaft fremd sind, vor "uns Deutschen". Welche Ängste haben die Palästinenser vor den Israelis und umgekehrt? Wie können diese Ängste so bearbeitet werden, dass Fremdheit abgebaut, Verständnis füreinander möglich wird und Konflikte gewaltfrei in ein Modell gemeinsamer Sicherheit überführt werden? Zum zweiten sollte deutlich werden, dass Angst und die Suche nach Sicherheit vielfach ein schlechter Lehrmeister fürs Denken und Handeln sind. Hier hilft die Besinnung auf den christlichen Glauben, wofür es im Themenheft zur Friedensdekade eine Menge Anregung gibt.
Vielen Dank Herr Gildemeister!


Die Zukunft hat schon begonnen
Wochenendrüste des Kreises junger Erwachsener in Wanzka

Welche Zukunftsvisionen haben wir? Wie wird unsere Welt in 30 Jahren aussehen? Macht es überhaupt noch Sinn Kinder in die Welt zu setzen, wenn die Zerstörung der Umwelt immer mehr zunimmt? Über diese Fragen diskutierte der Kreis junger Erwachsener am letzten Oktoberwochenende in Wanzka (Mecklenburg-Vorpommern). Im abgeschiedenen Dorf Wanzka, gelegen im Gebiet der wunderschönen mecklenburgischen Seenplatte, konnten wir einmal, nicht abgelenkt von der Hektik des Alltags, über uns selbst nachdenken und darüber, was wir selbst zum Erhalt unserer Umwelt beitragen können. Einen Brief an uns selbst zu schreiben aus ferner Zukunft, im Alter von 70 oder 80 Jahren lautete eine Aufgabe, und sie förderte interessantes zu Tage. So sehen manche das Ende des Fernsehens kommen, andere fliegende Autos oder Raumschiffe in den Straßen sich bewegen. Im Privaten sind einige Kinder, die auch mit auf der Rüste waren, in 30 Jahren Doktoren und irgendwo in der Forschung tätig. Andere "Kinder" sind schon gar nicht mehr in Deutschland, sondern leben in Israel oder irgendwo anders auf der Welt. Wie Wissenschaftler unsere Erde im Jahre 2030 sehen, schauten wir uns in einem Video an. Manche Szenen des Films ließen uns glauben, wir blicken nicht ins Jahr 2030 sondern ins Jahr 2002. Überschwemmte Städte und Dörfer - das kam uns sehr bekannt vor und überhaupt nicht futuristisch. Insgesamt erschien uns die Zukunftsprognose des Films jedoch zu pessimistisch. Zerstörte Umwelt, gerissenes soziales Netz, Städte im Niedergang. Muss es wirklich so kommen? Wir überlegten, was wir selbst tun können, um die Menschheit und unsere Umwelt zu "retten". Es fängt schon im kleinen an. Man kann beim Einkaufen Produkte aus der Region kaufen und nicht welche, die lange Transportwege hinter sich haben. Beim Stromkauf ist die Wahl eines ökologischen Anbieters besser als auf Atomstrom zu setzen. Und so ergab sich nach intensiver Diskussion eine anschauliche Liste von Maßnahmen gegen die Zerstörung unserer Umwelt. Im Gottesdienst am letzten Tag strengten wir dann nicht nur unsere Köpfe an - sondern wurden auch kreativ. Jeder von uns wählte einen Spruch aus der Bibel und setzte diesen in ein Gedicht oder in ein Bild um. Bekannte Sätze aus der Bibel bekamen so ein Gesicht und verbanden sich mit einem Menschen. Persönliches wurde offenbar wie selten. Die Kinder hatten ihre Kreativität schon zuvor unter Beweis gestellt. Sie hatten Laternen gebastelt, die wunderbar von einer Kerze im inneren erleuchtet wurden. Natürlich sangen wir auch, spielten oder unterhielten uns einfach. Nur Spaziergänge in der herrlichen Umgebung kamen zu kurz, was dem regnerischen Wetter geschuldet war. Aber so haben wir zumindest einen Grund wieder nach Wanzka zu fahren. Und vielleicht können wir dann auch schon eine kleine Bilanz ziehen, was wir getan haben für unsere Zukunft.
E.Reiher



Theologisches
Wochenende in Lobetal
vom 17. bis 19.1.2003
Vorbesprechung und
Themenauswahl
am 8.12.
nach dem Gottesdienst


Gütesiegel: Der "Blaue Engel" für Computer
Computer sind aus keinem modernen Büro mehr wegzudenken. Auch in die Privathaushalte haben sie mittlerweile in großer Zahl Einzug gehalten. Durch den äußerst dynamischen Markt beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines Computers in der Regel um die fünf Jahre. Die ausgedienten Geräte stellen ein Problem dar, denn meist handelt es sich um ein vielfältiges Stoffkonglomerat, das nur schwer recycelbar ist. Deshalb wurde der "Blaue Engel" für Computer eingeführt, der jedoch nicht nur auf das Abfallproblem eingeht, sondern auch Aspekte wie Geräuschpegel, Strahlungsbelastung und Energieverbrauch berücksichtigt.

Der "Blaue Engel" für Computer garantiert:

1)
Der Computer ist modular aufgebaut, d.h., einzelne Bauteile des Gerätes können bei einem Defekt leicht entfernt und ersetzt werden. So wird unnötiger Abfall vermieden, und es werden zudem Kosten gespart.
2)
Die Bildröhre des Monitors ist cadmiumfrei. 3)
Die Werte für die Ausstrahlung des Monitors müssen unter den Grenzwerten der Röntgenverordnung liegen, die strenger sind als die normalen Richtlinien für Computerbildschirme.
4)
Es werden bei Computern mit dem Umweltzeichen keine bromierten und krebserzeugenden Flammschutzmittel verwendet. Auch auf Chlorparaffine, bei deren Verbrennung gefährliche Dioxine entstehen können, wird verzichtet.
5)
Bei der Vergabe des Umweltzeichens erfolgt eine Geräuschemissionsmessung. Danach darf ein Computer im Leerlauf nicht mehr als 48 dB(A) und im Arbeitszustand nicht mehr als 55 dB(A) verursachen.
6)
Ein Computer mit Umweltzeichen muß bei längerer Arbeitspause in den Ruhezustand schalten können. Hier darf der Energieverbrauch nicht über 30 Watt liegen. Einen Grenzwert für den Arbeitszustand gibt es leider nicht.


Mutter - Kind - Gruppe
Schon seit einigen Jahren brabbelt und krabbelt es jeden Montag in unseren Gemeinderäumen. Zwischen 9.30 und 11.00 Uhr kommen Mütter mit ihren Kleinkindern. Sie spielen und singen gemeinsam, und manchmal wird auch zu allen Jahreszeiten und verschiedenen Anlässen gebastelt. Im Sommer, wenn es das Wetter erlaubt, wird schon mal im Garten gebuddelt oder sogar ein wenig geplanscht. Nun sind einige Kinder weggezogen oder in den Kindergaten "reingewachsen". Schön wäre es, wenn neue Mütter und Kinder nachkommen würden. Vielleicht wissen Sie jemanden, den man dazu einladen könnte und sagen Sie es bitte weiter. Nähere Informationen bekommen sie wie immer im Gemeindebüro.
Tordis Kober


Johannisthal:
Eine gute Tradition ist es bereits geworden, am Ewigkeitssonntag eine Kirchenmusik zu gestalten. In diesem Jahr haben wir also

am 24.11. um 17.00 Uhr das "Crisantemi - Streichquartett"


zu Gast. Es kommen Kompositionen von Mozart, Grieg, Mendelsohn und der Streichquartettsatz "Cresantemi" von G. Puccini (nach diesem Streichquartett haben sich die 4 Künstler ihren Namen gegeben) zu Gehör. Das Quartett, das aus Musikern bedeutender Berliner Orchester besteht , möchte den Erlös des Abends der Orgel zugute kommen lassen. Ich lade Sie ein, an diesem Tag zu uns in die Kirche zu kommen und Stille und Besinnung durch wunderschöne Musik zu finden. Das nächste Konzert ist schon eine Woche später zu erleben: Am

1. Dezember, Sonntag um 17.00 Uhr


Am ersten Advent werden wir durch unseren Kammerchor und den Instrumentalkreis Treptow-Johannisthal auf die Advents- und Weihnachtszeit eingestimmt. Wir hören Chor- und Instrumentalmusik von H. Schütz, D. Buxtehude und anderen alten Meistern. Sowohl Chor als auch der Instrumentalkreis haben lange und ausgiebig dafür geübt. Schließlich noch einmal die herzliche Einladung zu diesen zwei Abendmusiken, von denen jede etwas Besonderes sein wird. Mögen uns diese Musiken hineinnehmen in den Lobpreis und die Glaubensgewissheit, von denen sie künden wollen.
Martin Fehlandt - Kirchenmusiker der Kirchgemeinde Johannisthal


Treptow:
BASAR

Am Sonnabend,
16. November 2002
Von 14 - 18 Uhr


    in der evangelischen Kirchengemeinde Treptow
    Plesser Straße 3+4 Gemeindesaal


    Lassen Sie sich einladen:
    zum Schauen, Stöbern, Kaufen,
    zum Kaffeetrinken
    mit selbstgebackenem Kuchen
    Kasperletheater
    um 15 und 16 Uhr
    und wieder einer
    TOMBOLA


Ein Chorwochenende in Mötzow
Es ist zur guten Tradition geworden, einmal im Jahr ein gemeinsames Probenwochenende mit den Kirchenchören aus Treptow und Baumschulenweg zu verbringen. In diesem Jahr fuhren wir wieder ins "Haus am See" in Mötzow bei Brandenburg, herrlich ruhig gelegen vor den Toren der Stadt, direkt am Beetzsee, in dem einst Fritze Bollmann angelte. Um einen guten Chorklang zu erreichen, sind gemeinsame Proben unerläßlich. Insgesamt 31 Sängerinnen und Sänger probten unter Frau Langhoffs geduldiger Leitung mit hörbarem Erfolg. Zur Erholung ging es an den See oder durch die Wiesen und Felder bei herrlichem Sonnenschein. Am Samstag, nach dem Mittagessen, zeigte uns Frau Langhoff die Altstadt Brandenburgs. Den Dom kannten wir, aber die Kirchen St. Gotthard und St. Katharinen sahen wir noch nicht und waren beeindruckt von ihrer Schönheit. An der Havel liegt St. Johannis. Die Kirche wurde im Krieg zerstört und als Kirchenraum wurde ein ausgebautes Seitenschiff genutzt. Der hohe schlanke Turm wurde restauriert. Hier war die Wirkungsstätte von Pfarrer Langhoff, dem Vater unserer Kantorin. Auch das historische Rathaus mit einem Roland ist beeindruckend- - Brandenburg ist eine Reise wert. Der gesellige Abend stand unter dem Thema "Engel". Dieses Thema bot sich an, da am Sonntag Michaelistag war. Der Engel als Bote, vor allem aber als Schutz-Engel, wurde von so manchem Chormitglied erfahren. Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst zum Domkapitelstag 2002 im Brandenburger Dom. Für uns war es ein besonderes Erlebnis, den feierlichen Einzug der Damen und Herren des Domkapitels zu sehen. Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete das Chor-Wochenende. Wir nahmen viele schöne Eindrücke mit nach Hause und freuen uns auf das nächste gemeinsame Singen. Wir alle danken Frau Langhoff für ihre Initiative, die dieses Wochenende ermöglichte und ihre Geduld und humorvolle Art bei der Probenarbeit.
H.-H. Uffrecht


"Wenn ein Glied leidet, leidet der ganze Leib" - Gottesdienst für verfolgte Christen
"Wenn ein Glied leidet, leidet der ganze Leib" hatte ich in einer meiner letzten Predigten in Auslegung von 1.Kor.12 mehrfach zitiert und am Beispiel eines verstauchten Zehs oder eines kleinen Zahns verdeutlicht. Doch habe ich auch die Richtigkeit des Satzes im übertragenen Sinne hinterfragt. Wenn wir den Satz auf den Leib Christi anwenden, die christliche Gemeinde, stimmt er dann - hatte ich gefragt, denn oftmals wissen wir gar nicht, daß Christen in anderen Ländern dieser Erde um ihres Glaubens willen verfolgt oder bedroht werden. Herr Bloch hat mich am Ausgang auf einen Gottesdienst zum Gedenken an verfolgte Christen hingewiesen, der am Sonntag den 10. November um 17.00 Uhr in der Berliner Stadtmission in Pankow, Berliner Strasse 44 stattfindet. Ich gebe allen, die sich von dieser Thematik angesprochen fühlen, diese Information auf diesem Wege weiter und danke Herrn Bloch, für sein aufmerksames Zuhören und Mitdenken.
R.Kees


Dank für eine Arbeit im Verborgenen
Ganz im Verborgenen, aber ganz zuverlässig und getreu haben zwei Gemeindeglieder über längere Zeit jeden Monat einen Dienst verrichtet, den sie sich selbst gesucht hatten. Niemand hatte sie gebeten, niemand sie gefragt. Sie hatten einfach gesehen: "Da ist Not am Manne - oder genauer gesagt an Frauen. Da kann, da muß geholfen werden. Das ist unser Dienst, das können wir". Und wie eben jeder und jede mit seinen und ihren Fähigkeiten helfen kann, haben sie es getan. Jedesmal nach den Geburtstagsfeiern waren sie da - wie die Heinzelmännchen - und sie wuschen die Unmengen von Tellern und Tassen ab, die die 30- 40 "Geburtstagskinder" der Gemeinde Monat für Monat hinterließen. Uns Hauptamtlichen waren sie eine enorm große Hilfe, die beiden: Es waren Erna Schmidt und Ursula Geelhaar. Letztere ist inzwischen nach Friedrichsfelde gezogen und Erstere - die wir auch auf dem Bilde sehen - hat jetzt aus Altersgründen das selbst auferlegte Amt aufgegeben. Auf diesem Wege wollen wir uns mal öffentlich bei beiden für den stillen, verborgenen und treuen Dienst bedanken. Auch dafür, daß ihr Beispiel Schule gemacht hat, denn es sind schon wieder neue Frauen aus der Gemeinde da, die regelmäßig abwaschen. Wie gut daß es immer weitergeht. Wir wünschen allen Helferinnen Gottes Segen und weiterhin Schaffenskraft.
R.Kees und H.Böhnke


Begegnung mit den Partnern aus EmmenVoorhof
Am Wochenende vom 8.-10.November werden wir 16 Gäste aus unserer Partnergemeinde Emmen bei uns haben. Am Freitagabend hören wir gemeinsam das Brahmsrequiem. Wer Lust hat, sich uns am Samstagvormittag anzuschließen, ist herzlich eingeladen. Wir wollen unseren Gästen einmal das eher "kleinstädtische Berlin" zeigen. Ziel ist Friedrichshagen, mit Bummel auf der Bölschestr., Andacht in der Kirche, Mittagessen in der Brauerei und Besichtigung des alten Wasserwerkes. Am Samstagnachmittag ist dann das Instrumentalkonzert zum 9.November und am Abend wollen wir mit unseren Gästen einen gemütlichen Abend haben, zu dem wir um verschiedene europäische Speisen bitten. Wer auch über den Arbeitskreis ökumenische Partnerschaft hinaus Interesse hat mitzumachen, sei herzlich eingeladen. Eine telefonische Anmeldung vor allem zum Samstag ist aber dringend erforderlich.
W.Bauer



Konzert


Ewigkeitssonntag
Zum Ewigkeitssonntag laden wir wieder alle, die um einen lieben Menschen trauern, ganz besonders zum Gottesdienst ein. Namentlich werden die Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres verlesen. Darum werden auch die Angehörigen dieser Verstorbenen besonders eingeladen. Als Einstimmung auf dieses besondere Totengedächtnis drucken wir hier den Segen der Trauernden von Marie-Luise Wölfing ab, den Pfarrer Kees schon des öfteren im Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag verlesen hat. Wir sind mehrfach danach gefragt worden. Vielleicht wird der Text Ihnen zur Hilfe.

Gesegnet seien alle,
die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden,
der mir einmal zulächelt
und mir seine Hand reicht,
wenn ich mich verlassen fühle.

Gesegnet seien die,
die mich immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas Falsches zu sagen.

Gesegnet seien alle,
die mir erlauben,
von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerungen nicht totschweigen.
Ich suche Menschen,
denen ich mitteilen kann,
was mich bewegt.

Gesegnet seien alle,
die mir zuhören,
auch wenn das,
was ich zu sagen habe,
sehr schwer zu ertragen ist.

Gesegnet seien alle,
die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig annehmen,
wie ich jetzt bin.

Gesegnet seien alle,
die mich trösten und mir zusichern,
daß Gott mich nicht verlassen hat...



Ein Deutsches Requiem
op.45
Die Tragische Ouvertüre
op.81
Johannes Brahms

Freitag
8. November
19.30 Uhr

Cornelia Zerm, Sopran Romo Feldbach, Bass
Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus
Chorvereinigung Spandau

Dirigent:
Erwin Gabrysch.


Ev.Kirche "Zum Vaterhaus"
Berlin-Baumschulenweg
Karten zu 10 Euro und 8 Euro (erm.) im Gemeindebüro



Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Amtes für Bildung und Kultur Treptow-Köpenick und der Evangelischen Kirchengemeinde Baumschulenweg, mit freundlicher Unterstützung der Späthschen Baumschule und des Kirchenkreises Lichtenberg-Oberspree.


Benefizkonzert für Swasiland

7. Dezember 2002
16.00 Uhr

in der Ev. Kirche
Zum Vaterhaus
Berlin-Baumschulenweg
Es singen und musizieren

Schüler, Chöre und Ensemble der
Musikschule Treptow-Köpenick

Doreen Langer - Gitarre
Johannes Raudszus - Orgel

Leitung - Claudia Aust

Das Königreich Swaziland im Nordosten von Südafrika hat eine der höchsten AIDS-Rate in unserer Welt. Jeder vierte Mensch ist mit dem HIV-Virus infiziert. In der Gruppe der 15 - 30 Jährigen liegt der Anteil der Erkrankten besonders hoch. Was das langfristig für Folgen hat, ist noch nicht absehbar. Aber heute schon leiden Tausende Kinder unter den Folgen dieser Epedemie, denn sie haben ihre Eltern durch AIDS verloren. Die Evangelisch-lutherische Kirche, mit der wir eine langjährige Partnerschaft haben, bemüht sich um Aufklärung und Hilfe. Ein Waisenhaus für AIDS-Waisen soll auf dem Kirchengelände in der Hauptstadt entstehen. Das wollen wir mit Ihrer Hilfe durch die Kollekte dieses Benefiz-Konzertes unterstützen. Wir danken der Mörike-Apotheke, die die Werbe- und Honorarkosten dieses Konzerts trägt und damit uns hilft, den Betroffenen im Swaziland zu helfen.


Neustes vom unheiligen Krieg im Heiligen Land
Besuch aus Thalita Kumi am Do., dem 14.11. um 20.Uhr Wie schon vor ca. 2 Jahren haben wir den Geschäftsführer der evangelischen Schule Thalita Kumi und Bruder des Bischofs der Ev.Luth.Kirche von Palästina, Maurice Younan, in unserer Gemeinde zu Gast. Er kann uns aus nächster Nähe über die Situation der Palästinenser in den sogenannten autonomen Gebieten erzählen. Die Junge Gemeinde lädt alle interessierten Gemeindeglieder zu diesem besonderen Abend mit ein.