Monatsgruß September 2000
 
 
 
 
  Monatsspruch: Jeremia 6,16
  Auf Wiedersehen in Salzwedel - Abschied von Cordelia Hoenen
  Gemeindeabende
  Kinder von Tschernobyl
  Danksagung von Ursula Kaeks
  Veranstaltungen im September
  30 Jahre im Dienst unserer Gemeinde
  Verlängertes Wochenende vom Kreis Junger Erwachsener
  Bitte um Quartiere für Choristen aus der Ukraine
  Gottesdienst zum Schulanfang
  Erlassjahr 2000 - Schuldenerlass für Sambia und Südafrika
  Mitteilungen
  Vorschau Oktober
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Monatsspruch

So spricht der Herr: Fragt nach dem Weg der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

Jeremia 6,16(L)
So lautet der Monatspruch für September, über den wir nachdenken. Ein Kommentator des Jeremiasbuches übersetzt ihn so: Tretet auf die „Wege von alters“ und fragt die Pfade der Vorzeit, welches der Weg zum Glück ist, und den geht, so werdet ihr Ruhe finden für euch selbst. Sie aber sagten: Wir gehen nicht Wege der Vergangenheit, ist das nicht Schnee von gestern? Das muss es nicht sein. Dazu ein Beispiel. Der Stand Israels und der Palästinenser auf der Expo 2000, die noch 2 Monate geöffnet ist, steht unter dem Motto: „Von Israels biblischer Geschichte bis zu seiner modernen Technologie: Vom Morgenland zum Morgen-Land“. Da ist sie, die Geschichte der Vorzeit die „Wege von alters her“. Da ist der Blick auf die nationale Vergangenheit, der Blick auf die Propheten wie Jeremia, auf das Auf und Ab der Entwicklung Israels, Schuld und Gnade. Glück, gute Zeit und Wohlergehen waren immer dann gegeben, wenn das Volk bei Gott blieb. Diese beiden Wegweiser hatte Gott dem Volk gegeben: die Geschichte und die Propheten, die lebendigen Mahner. Der Prophet Jeremia warnt leidenschaftlich vor nationalen und persönlichen Entgleisungen und Unrecht und warnt davor, die Hilfen Gottes zu missachten. Das bedeutet Korruption, Zerstörung, Tod, Verfall, d. h. Unheil von innen und außen. Die Angesprochenen aber sagen: Nein. Wir gehen unseren eigenen Weg. Also wählen sie nicht Glück; sondern Un-Glück. Um noch einmal auf Israels Motto auf der Expo zu kommen: Der Weg vom Morgenland zum Morgen-Land geht nicht gut ohne Gott. Die virtuelle technologische Welt entlässt uns nicht aus der realen. Wir müssen in ihr vor Gott und den Menschen bestehen. Und wir müssen uns der Geschichte stellen, unserer eigenen und der unseres Volkes, auch aus der Vorzeit, die in unsere hineinragt. Die Geschichte mit und ohne Gott, mit und ohne Glück. Auch dann z. B. wenn wir erfahren, dass der Chefdesigner und Koordinator der Expo 2000, ein Sohn des Hitler - Chef - Architekten Speer ist: Albert Speer jr., der über 4 Milliarden Mark entschieden hat. Die Expo-Leitung wollte dies geheim halten, um Unruhen vorzubeugen. Aber überall holt uns die Vergangenheit ein, sie zu leugnen bringt uns keine Ruhe, sondern Un-Ruhe. Gottes lebendiges Wort will uns erreichen, es schickt mahnende Menschen, damit unser Leben gelingt und uns kein Un-Heil schaden kann.
Ist das nicht ein gutes Motto für den Monat September?
Ihre Heidrun Eiliger
Pfarrerin


Auf Wiedersehen in Salzwedel
Abschied von
Cordelia Hoenen

Vielleicht können Sie sich noch an jenen Gottesdienst im Frühjahr 97 erinnern, an dem sich die Kirchliche Telefonseelsorge Berlin Mitte vorstellte. Damals hielt sie die Predigt. Nach dieser Predigt habe ich ihr gesagt, „Ein Vorstellungsgespräch wegen des Vikariats ist nicht mehr nötig. Ich nehme Sie gern und freue mich auf die gemeinsame Arbeit.“
Die Rede ist von Cordelia Hoenen, die vom 1. Mai 1996 bis zum 19. Januar 1997 bei uns im Vikariat war. Die Erwartungen, die nicht nur ich, sondern auch der GKR aufgrund dieses Gottesdienstes hegten, wurden nicht enttäuscht. Das Vikariat war eine schöne Zeit für uns, die wir mit Cordelia zusammenarbeiten konnten - damals war ja auch Pastorin Köppen noch da. „Insgesamt gesehen haben wir Cordelia Hoenen als ehrliche, engagierte, authentische Christin erlebt, der das Ziel, Pfarrerin zu werden, nicht nur den Broterwerb sichern soll, sondern der dieses Ziel Lebensziel und Lebenssinn ist. Mit diesem Satz habe ich damals meinen Bericht über das Vikariat abgeschlossen.
„Die Begeisterung, die das Engagement von Frau Hoenen, ihr theologischer Hintergrund bzw. Zugang, die Gestaltungsfreude im Dienst sowie ihre Bereitschaft zu gemeinsamer Arbeit bei Ihnen ausgelöst haben, ist Ihrem Bericht abzuspüren,“ schrieb eine Mitarbeiterin des Ausbildungsreferats unserer Landeskirche, als sie meinen Bericht über das Vikariat von Frau Hoenen gelesen hatte.
In der Zeit des Vikariats ist Frau Hoenen mit Ihrer Familie in die frei gewordene Wohnung von Familie Kober gezogen. So haben wir neben ihr auch in ihrem Ehemann Stephan und den damals zwei – später drei - Kindern gern gesehene Gemeindeglieder gewonnen, auch über die Zeit der Ausbildung hinaus.
Seit Dezember 1998, seit sie mit dem Zweiten Examen fertig war, hatten wir ihr einen Predigt- und Seelsorgeauftrag gegeben. Ohne viel Aufsehen machte sie Besuche und hielt jeden Monat Gottesdienst im Feierabendheim und manchmal auch bei uns in der Kirche bzw. im Saal.
So hat sie mich entlastet und das Gottesdienstgeschehen bereichert. Wir hatten sie gern bei uns, und wünschen Ihr und Ihrer Familie vor allem Gottes Segen für Ihren Dienst in der Salzwedler Gemeinde.

Ihr Pf. Kees
Marienkirche in Salzwedel
Hier sehen sie die neue Wirkungsstätte von Cordelia Hoenen,
die Marienkirche in Salzwedel.

Anbei veröffentlichen wir hier den von Cordelia Hoenen für den Monatsgruss geschriebenen Abschiedsbrief

„Von der Spree an die Jeetze jeht`se“

Immer wieder kam es ins Gespräch und nun ist es so weit: Mitte August ziehe ich mit meiner Familie nach Salzwedel. Das ist ein wunderschöner Fachwerkort in der Altmark, durch den, wie die Überschrift vermuten läßt, die Jeetze fließt. Da es in der Berlin-Brandenburgischen Landeskirche für junge PastorInnen kaum möglich ist, in den Pfarrdienst übernommen zu werden, lenkten wir unser Augenmerk und unsere Hoffnung stärker auf die Heimat-Landeskirche meines Mannes, die Kirchenprovinz Sachsen. Schon vor einiger Zeit stellten wir uns in einem Gespräch dem GKR der Sankt Mariengemeinde in Salzwedel vor, wo die Pfarrstelle seit einem Jahr vakant ist. Sicherlich können Sie sich unsere Freude gut vorstellen, als sich der dortige GKR in seinem Votum für uns aussprach und somit unser Warten auf  eine Arbeitsmöglichkeit im Pfarrberuf  zum Positiven sich wendete. Ab September bin ich in dieser Gemeinde und einigen angrenzenden kleinen Ortschaften im Entsendungsdienst; in einem Jahr, wenn das Vikariat meines Mannes beendet ist, werden wir uns diese Stelle teilen.
Viele Gedanken und Gefühle bewegen mich in den letzen Tagen und Wochen: da mischen sich Freude und Neugier mit einer gewissen Unruhe, ob man allen Erwartungen gewachsen ist. Und da ist natürlich auch etwas Wehmut: Denn Salzwedel liegt nicht gerade um die Ecke und viele Verwandte und Freunde wird man seltener sehen. Verabschieden muß ich mich auch von der Baumschulenweger Gemeinde. Im Mai 1996 begann ich hier mein Vikariat, durch unseren Umzug in die Forsthausallee wurde meine Familie in dieser Gemeinde heimisch, Laura wurde hier getauft und ich erhielt in den letzen Monaten die Möglichkeit, einen Predigtauftrag wahrzunehmen. Man konnte es, denke ich spüren, daß wir uns in dieser Gemeinde wohlgefühlt haben.  Und so will ich mich zum Schluß bei Ihnen bedanken,  für die freundliche Aufnahme als Lernende, für das begleitende Mentorat von Reinhard Kees und die vielen Anregungen, die ich aus dem Gemeindeleben mit nach Salzwedel nehmen kann. Ich wünsche dieser Gemeinde und jedem Einzelnen von Ihnen  Gottes Segen.

Ihre Cordelia Hoenen
und Familie

Gemeindeabende
Einladung zu fünf oder sechs Abenden zu kirchengeschichtlichen Themen, die für unsere Gegenwart bedeutsam sind.
Ab 12. September im vierzehntägigen Rhythmus

Es gibt Erscheinungen in der Kirche, in den Kirchen, die allein aus der Gegenwart gar nicht zu erklären sind. Sie sind geschichtlich geworden. Kirchengeschichte ist vielfach ein Schlüssel dazu, Phänomene der Gegenwart besser zu verstehen. Sie hat keinen Selbstzweck in sich, sondern hilft uns, Gegenwärtiges tiefer zu durchdringen. Ich möchte Sie dazu einladen im Gemeindeseminar mit mir beispielhaft einige Themen zu bedenken.
Hier meine Vorschläge:
1. Thema: Die Konstantinische Wende und das Verhältnis von Staat und Kirche. In nur wenigen Jahren des vierten Jahrhunderts, wurde aus dem verfolgten Christentum die Staatsreligion des Römischen Reiches. Diese Umklammerung der Kirche durch die Staatliche Obrigkeit dauerte in Deutschland bis 1918, bis zur Abdankung des letzten Kaisers, der ja summus episkopus, höchster Bischof der Evangelischen Kirche war. Wie müssen wir das Verhältnis von Kirche und Staat gestalten um dem Evangelium gerecht zu werden? Was steht der Kirche eher zu Gesicht, der Lorbeerkranz oder die Dornenkrone, das gute Verhältnis zu den Mächtigen oder der Einsatz für die Armen und Schwachen?
2. Die christlichen Wurzeln des Antijudaismus und unsere Neubestimmung des Verhältnisses zum jüdischen Volk nach dem Holocaust.
Jesus, der Jude, lebte und wirkte in der  jüdischen Tradition. Seinen Märtyrertod haben die Evangelien – je später sie entstanden sind, desto stärker - den Juden angelastet. „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ Dieser verhängnis volle Satz rechtfertigte für viele Generationen immer wieder Verfolgung und Vertreibung von jüdischen Mitbürgern. Nach dem Holocaust, der gezeigt hat, wohin dies führen kann, mußte das Verhältnis zu den Juden neu durchdacht werden.
3. Die Entstehung der Papstidee und des Papsttums und deren Auswirkungen auf die heutige Ökumene. Für viele Christen hat Rom eine größere Bedeutung als Jerusalem, obwohl doch in Jerusalem Karfreitag und Ostern geschahen. Rom war die Hauptstadt des nach dieser Stadt benannten Römischen Reiches und genau dort soll Petrus, der Fels, auf dem die Kirche gebaut wird, Petrus, der die Schlüssel hat, der erste Bischof gewesen sein. Seine Nachfolger auf dem Bischofsstuhl beanspruchen die absolute Autorität in der Kirche. Warum? Wer gibt diese Autorität? Gibt es alternative Leitungsstrukturen?
4. Die Entstehung von Nationalkirchen und das große Schisma zwischen West- und Ostkirche 1054Katholische Kirche heißt „allgemeine Kirche“ als gäbe es keine anderen, orthodoxe Kirche heißt „rechtgläubige Kirche“ als wären alle anderen nicht rechtgläubig, evangelische Kirche heißt „Kirche der Frohen Botschaft“ als würden alle anderen nicht die Frohe Botschaft verkünden. Daß es viele Kirchen gibt hat historische Ursachen. Am Beispiel des Auseinanderlebens von lateinischem Westen und griechischem Osten lassen sich solche Faktoren wie Sprache, Politik, Kultur,  und den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Denkmustern gut aufzeigen. Wie begegnen sich die unterschiedlichen Kirchen heute?
5. Die Entstehung des Mönchtums und der jahrhundertelange Streit um die rechte Nachfolge. Menschen zogen in die Wüste, allein oder in Gruppen, um Gott nahe zu sein. Sie verließen alles, was ihnen lieb und wert war, um in Armut Christus nachzufolgen. Andere bildeten Gemeinschaften, schlossen sich in Klöstern ein, ora et labora – bete und arbeite, war der Leitspruch. Manche taten das in Armut, andere wurden reich an Grund und Boden. Franziskaner, Dominikaner, Augustiner, Benediktiner, Waldenser, Hussiten, Katharer – sie alle wollten Christus nachfolgen. Die einen wurden in die Kirche integriert, die anderen blutig als Ketzer verfolgt.
Wie folgen wir nach? Was gilt es für uns von den verschiedenen mönchischen Bewegungen zu bewahren? Wie gehen wir mit christlichen Sondergemeinschaften um?
Wenn Sie durch diese kleine Vorschau Interesse gefunden haben, lassen Sie sich zu diesem oder jenem Thema einladen. Die Abende finden jeweils dienstags ab 12. September im vierzehntägigen Rhythmus also am 12.9.; 26.9.; 10.10.; 24.10; 7.11.; und eventuell 21.11. statt. Wenn Ihnen noch ein Thema unter den Nägeln brennt und andere es ebenfalls interessant finden, bin ich gern bereit, es für den 21.11.vorzubereiten, oder gar ein hier vorgeschlagenes Thema durch ein von Ihnen vorgeschlagenes zu ersetzen.
Ich freue mich auf diese Reihe und auf eine rege Teilnahme

Ihr Pfarrer Kees

Kinder von Tschernobyl
Im Jugendheim Hirschluch erholten sich auch in diesem Jahr wieder 22 Kinder aus Tschernobyl. Es waren 5 Mädchen und 17 Jungen im Alter zwischen 7 und 15 Jahren. Diese Kinder leben im Elternhaus unter schwierigen Bedingungen. Oft lebt nur noch ein Elternteil, weil meistens der Vater durch eine zu große Strahlendosis nicht mehr am Leben ist. Von den Kindern sind auch einige, als Folge der erlittenen radioaktiven Strahlung, behindert. Am Sonntag, dem 13. August 2000 war in Hirschluch „Tag der offenen Tür“ bei der Kindergruppe aus Tschernobyl. Die anwesenden Gäste wurden von der leitenden Betreuerin herzlich begrüßt. Sie zeigte sich überaus dankbar für alles, was für diese Kinder getan wird. Anschließend bot die Kindergruppe ein kleines Programm mit Gedichten, Liedern und Gitarrenmusik. Dann überreichten die russischen Kinder Gastgeschenke von ihren Eltern an die deutschen Helfer und Verantwortlichen. Von unserer Gemeinde wurden Sachspenden und eine Geldspende an die Leitung der Aktion überreicht. Anschließend fand ein gemeinsames Kaffeetrinken statt. Wir alle konnten uns davon überzeugen, dass sich die Kinder in Hirschluch sehr wohlfühlten und sich sehr gut erholt haben. Uns hat dieses direkte Beisammensein mit den zum Teil erheblich geschädigten Kindern sehr beeindruckt. Wir wurden daran erinnert, wie gut wir doch vergleichsweise leben.
H. - G. Müller


 
Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freunde aus Emmen!

Herzlichen Dank für alle Fürbitten und Gebete in den Tagen der Ungewißheit und des Schmerzes, für praktische Ratschläge und tatkräftige Unterstützung, als es am Nötigsten war, für spontane Besuche und liebe Einladungen. Besonderer Dank gilt Herrn Pfarrer Kees für seinen Beistand und seine einfühlsamen Worte sowie Herrn Kantor Hauch für seine angemessene und tief bewegende Orgelmusik. Ebenfalls danken möchte ich für die zahlreichen Geldspenden, die in Hirschluch für unser Tschernobylferienprojekt übergeben wurden. All das gab mir und meinen Kindern Trost, Zuversicht und neuen Mut.

Ursula Kaeks

Gemeindeleben
30 Jahre im Dienst unserer Gemeinde

Am 1. August hatte Frau Böhnke ihr 30jähriges Dienstjubiläum. Wegen der Urlaubszeit war Frau Simmer die Einzige, die an dieses Jubiläum gedacht hatte. Sie schrieb ihr einen schönen Brief. Auch schrieb sie die hier abgedruckten Zeilen für den Monatsgruss.
-Eine kleine "Jubiläumsfeier" fand in der ersten Dienstbesprechung nach dem Urlaub statt.-
Wer hält's 30 Jahre lang auf ein und derselben Arbeitsstelle als kirchliche Angestellte aus? Das ist unsere liebe Frau Böhnke, die am 1. August ihr 30jähriges Dienstjubiläum in unserer Gemeinde beging. Wir gratulieren ihr dazu in großer Dankbarkeit mit den herzlichen Segenswünschen für die Zukunft.
Sie wurde als Gemeindeschwester angestellt und arbeitet noch heute in dieser Berufsgruppe, aber ihr Arbeitsbereich ist mit den Jahren und durch den Stellenabbau von Mitarbeitern wesentlich umfangreicher und vielseitiger geworden. Es lässt sich gar nicht alles erfassen und darlegen, was sie für ihre halbe Planstelle in unserer Gemeinde und auch übergemeindlich leistet. Sie ist eine „Allroundfrau“ geworden und die Seele der Gemeinde.
Vieles geschieht im Verborgenen, und wenn man sie beobachtet, hat sie oft ein fröhliches Lied auf den Lippen. Ja, musikalisch ist sie sehr. Darum singt sie gern im Kirchenchor und bläst sogar im Bläserchor Trompete. Und sparsam ist sie; um die Kirchenkasse nicht  mit Ausgaben für Blumenschmuck zu belasten, holt sie  die Blumen mühsam mit dem Fahrrad aus Gärten, von Wiesen und Feldern und zaubert daraus hübsche Sträuße für den Altar oder Gestecke für den Gemeinderaum. Achten Sie mal drauf! Und wo kommt das frische, duftende Brot zum Tischabendmahl her? Es wird von Frau Böhnke in Heimarbeit gebacken. Auch kochen kann sie wunderbar und probiert ständig neue Rezepte aus aller Welt aus. Wir profitieren davon am Weltgebetstag, den sie immer mitgestaltet und zu allen Gemeindetagen, an denen zum Essen eingeladen wird. Doch nicht nur diese Fähigkeiten sind zu loben, denn im Vordergrund stehen ihre geistigen. Sie gibt viele Anregungen, die das Gemeindeleben bereichern. Einige Gemeindekreise werden von Frau Böhnke geleitet und sie erweist ihre Selbständigkeit bei der Durchführung von den alljährlichen Rentnerrüsten, die sehr begehrt sind. Bei Andachten zur Passionszeit und der Friedensdekade ersetzt sie oftmals den Pfarrer und ist im Gottesdienst als Lektor tätig. Ehrenamtlich stellt sie ihre Kraft auch noch dem GKR zur Verfügung.
Ich denke, ihr großes Engagement in der Gemeinde gilt als Vorbild für uns alle. Und ich möchte Sie alle hiermit sehr ermuntern, sich öfter für erforderliche Hilfe und Ämter zur Verfügung zu stellen.

Ihre L. Simmer



Verlängertes Wochenende vom Kreis Junger Erwachsener
Vom Freitag, dem 29.September bis Dienstag dem 3.Oktober, haben wir für den KJE wieder das Haus in Quizöbel gemietet.
Bisher haben sich noch nicht viele angemeldet. Wer am Montag nicht frei bekommt, und trotzdem gern dabei sein will, kann dies selbstverständlich auch tun. Die Kostenbeiträge belaufen sich auf 80 DM pro Erwachsenen und 40 DM pro Kind. Das Thema ist noch nicht festgelegt.
 Interessenten melden sich bitte verbindlich im Gemeindebüro.



Bitte um Quartiere für Choristen aus der Ukraine
21 Gemeindeglieder der Gemeinde Drogobyc , das liegt in der Nähe von Lvov (Lemberg) in der Westukraine (Galizien) werden vom 5.-7.10 unsere Gäste sein. Wir brauchen Quartiere für die 17 – 38 jährigen Männer und Frauen.
Am 5.10. singt der Chor um 19.30 Uhr orthodoxe geistliche Gesänge in unserer Kirche.
Am 6.10. haben die Choristen dann Zeit, Berlin anzusehen und am 7.10 fahren sie früh wieder nach Hause.
Ob wir die Verpflegung im Gemeindehaus zentral machen oder ob die Gäste in den Quartieren essen, müssen wir festlegen, wenn wir wissen, wer Quartier bietet. Bitte melden Sie Ihre Quartierangebote im Gemeindebüro.  R.Kees



Gottesdienst zum Schulanfang
Und noch ein Grillfest

Am Sonntag, dem 10. September, feiern wir den Gottesdienst zum Schulanfang zum Thema: “Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.”
Wir wollen ausgehend von Abraham, dem Stammvater dreier Religionen, über unser Zusammenleben mit Fremden nachdenken.
Nach dem Gottesdienst wollen wir dann zum Mittag Grillen und ca. 15 Uhr mit dem Kaffeetrinken schließen. Dazu sind besonders die Familien mit Kindern eingeladen, die ja abends nicht mitmachen können, aber auch alle anderen Altersgruppen sind herzlich willkommen. Bezüglich Anmeldung und Mitbringen gilt dasselbe wie beim Grillabend. Also bitte vorher im Büro Bescheid geben und absprechen, wer was mitbringt.



Erlassjahr 2000 - Schuldenerlass für Sambia und Südafrika
Unter diesem Motto findet am 29. und 30. September in der Gossener Mission in der Fennstraße in Oberschöneweide eine Tagung statt. Zu dieser Tagung haben wir ein Faltblatt erhalten, aus dem wir hier zitieren möchten.

Viele Menschen haben gehofft, dass das Jahr 2000 in die Geschichte als Wendepunkt für viele Entwicklungsländer eingeht. Durch einen umfassenden Schuldenerlass sollte, den hochverschuldeten Ländern ein schuldenfreier Start in das neue Jahrtausend ermöglicht werden.
Auf dem Kölner G7-Gipfel im Juni 1999 haben die großen Industrieländer einen Schuldenerlass für etwa 40 Länder in der Höhe von 70 Mrd. US-Dollar beschlossen. Dieser Erlass sollte schnell umgesetzt werden: 20 Länder sollten kurzfristig und .36 mittelfristig entschuldet werden, damit sie Mittel haben, um in Bereichen wie Bildung und Gesundheit zu investieren.
Wie sieht die Bilanz in der Mitte des Jahres 2000 aus? Erst ein Land (Uganda) ist entschuldet  worden, acht weitere Länder stehen kurz davor. Die anderen Länder  müssen weiterhin den reichen Industriestaaten Schulden abzahlen, während Kinder unterernährt sind und aus finanziellen Gründen nicht zur Schule gehen können. Zu diesen Ländern gehört Sambia. Das Land gibt weiterhin doppelt so viel für den Schuldendienst, wie für Gesundheit und Bildung zusammen aus. Auf der Tagung berichten Silishebo Silishebo und Mwape Chilekwa von der United Church of Zambia über die Situation in Sambia und die Arbeit der sambischen Erlassjahrkampagne.
Südafrika, das zweite Schwerpunktland der Tagung, gehört nicht zu den armen, hochverschuldeten Ländern, denen ein Erlass zu Gute kommen soll. Südafrika hat aber Apartheidsschulden, die aus Krediten für das alte Apartheidsregime resultieren, die benutzt wurden, um die schwarze Bevölkerung zu unterdrücken. Soll das neue, demokratische Südafrika diese Schulden zurückzahlen müssen?
Aus Anlass der IWF-/Weltbankjahrestagung im September in Prag soll außerdem die Rolle der beiden
Institutionen bei der Entschuldung beleuchtet werden.
Gemeindeglieder die an dieser Tagung teilnehmen möchten wenden sich bitte an das Gemeindebüro. Dort erhalten sie dann alle weiteren Informationen.


Fürbitte
   Kirchlich getraut wurden am 7. Juli
   Thomas und Astrid Buchhammer, geb. Kammern

Getauft wurde am 23. Juli
    Konstantin Ciupek

Kirchlich bestattet wurde:
   24. August Lothar Poetsch 61 Jahre

Vorschau Oktober
   2. bis 13. Oktober Rentnerrüste
   4.Oktober Geburtstagsfeier für die im
   September geborenen Gemeindeglieder

                                                                        siehe auch Termine



 
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