Monatsgruß September 2002
 Monatsspruch
 Das “Sommerloch” in unserer Kirchengemeinde
 Auf den Spuren des Apostels Paulus - zum Zweiten
 11 Jahre Aktionskreis Kinder von Tschernobyl
 Einladung zum Kinderchor
 Einweihung des renovierten Gemeindesaals
 Sommerrüste der JG in Schweinrich
 Eine Woche an der Ostsee
 Partnergemeinde Emmen - Das Vaterunser durchbuchstabiert
 Fürbitten
 Termine


Monatsspruch
Gott spricht: Ich will jubeln über den Herrn, und mich freuen über Gott, meinen Retter.
Habakuk 3,18
Ist uns dieses Wort aus dem Alten Testament fern oder nah? Das Wort “Gott” nehmen viele Menschen leichtfertig in den Mund, gedankenlos, mitunter wohl auch herablassend. “Ach Gott” oder sogar “Ach Gottchen!” Und wir - wir scheuen uns womöglich, ihn zu nennen, uns gar in seinem Namen zu freuen, zu jubeln, zu singen. In der Bibel ist das nicht so. Mirjam und Mose sangen ein Jubellied, nachdem sie auf wundersame Weise den Ägyptern entkommen waren (2.Mose 15), Hanna, die Mutter von Samuel, sang ein Loblied, nachdem sie doch noch ein Kind geboren hatte (1.Sam 2). Im Neuen Testament stimmt Zacharias einen Lobgesang an, weil ihm ein Sohn - Johannes der Täufer - geboren wurde, und ebenso singt Maria das Magnifikat, weil ihr ein Sohn - Jesus Christus - angekündigt wurde (Lukas 1). Warum fällt es uns so schwer, Freude zu zeigen, zu jubeln, zu singen? In einer theologischen Zeitschrift las ich einen Artikel, in dem beklagt wird, daß die Deutschen das Singen verlernen. Der Mißbrauch des Singens im Nationalsozialismus und auch im Kommunismus hätte das volkstümliche Singen zweifelhaft gemacht. Zudem hat die technische Weiterentwicklung der Medien zu einer ständigen allgemeinen Verfügbarkeit der Musik geführt. So würden die meisten heute nur noch im Fernsehen jemand anderen singen sehen bzw. hören. Immer weniger Eltern seien in der Lage, ihre Kinder in den Schlaf zu singen. Auf einem HNO-Kongreß von Ärzten wurde sogar festgestellt, daß Kinder immer kürzere Stimmbänder haben, weil weder zuhause noch im Kindergarten ausreichend gesungen wird. Aber selbst wenn wir einigermaßen gut oder vielleicht sogar sehr gut singen können, haben wir noch Anlässe zum Jubel, zum fröhlichen Gesang? Müßten nicht Wunder passieren in unserem Leben, in der Gesellschaft, in der Kirche, damit wir so wie die biblischen Gestalten mit Freude singen könnten? Wir mißverstehen die Bibel, wenn wir in ihr einfache Erfolgsgeschichten des Glaubens suchen. Glaube bedeutet nicht, daß aus unglücklichen Menschen auf einmal glückliche werden. Die Bibel weiß vielmehr darum, daß wir hin- und hergerissen sind zwischen gut und böse, zwischen Schuld und Nicht-Schuld, zwischen Mut und Verzweiflung. Gott nimmt nichts weg von der Zweideutigkeit menschlichen Lebens, aber er ist mitten darin gegenwärtig. Deswegen ist es eben kein leichtfertiger oder gar enthusiastischer Satz, den der Prophet Habakuk inmitten von Bedrohung sagt. Vielmehr weiß er, daß Gott da ist, auch wenn er fern zu sein scheint. Er weiß, Gott hilft nicht nach unserer begrenzten menschlichen Einsicht, sondern so, daß die Hilfe noch viel umfassender und gewaltiger ist. In seinem Sohn Jesus Christus haben wir die Hilfe, die wir brauchen. Ihn hat er auferweckt, als allein der Tod das letzte Wort zu haben schien. Er ist der Retter. Ihm gilt der Jubel, der auch gut zu singen ist - nicht nur in der Kirche.
Ihr Vikar Bernhard Hoppe


Das “Sommerloch” in unserer Kirchengemeinde
Ein wunderbares Wochenende in Hirschluch (siehe Monatsgruß Juli/August) war der Start für viele in die wohlverdiente Sommerpause. Dann aber ging es hier erst richtig los.zwei PowerJG-ler Der Gemeindesaal wurde komplett ausgeräumt, Heizungsverkleidungen abmontiert und Lampen abgeschraubt. Dann wurden Schlitze für neue Kabel in die Wände und Decken gestemmt. Und dann sollten noch ganz schnell und einfach die Tapeten runtergerissen werden. Tja - und da hatten wir unser großes Problem. Die Tapeten wurden Anfang der 80er Jahre wirklich super fest und für die Ewigkeit haltbar angeklebt! 13 Jugendliche aus der Jungen Gemeinde und dem Freundeskreis ackerten (anders kann man das auch nicht nennen) von früh bis spät, um diese Tapeten abzukriegen. An 6 Tagen waren die Jugendlichen da und dampften, kratzten und schwitzten um die Wette. Ohne ihre Hilfe wären wir längst noch nicht fertig! Und dann stand an der Wand, wo vorher die Tapete war, zu lesen: “Iris, Bianka, Mike, Daniel, Sebastian, Elisabeth, Valli, Wünny, David, Jonas, Jessi, Conny, Keesi und Olli haben hier abgekratzt.” Ein großes Dankeschön wollen wir auch Herrn Klötzsch sagen. Er war immer da, wo man ihn brauchte, unterstützte uns mit seinen handwerklichen Kenntnissen und half tatkräftig mit. Jetzt sind die meisten Arbeiten abgeschlossen und der Saal wird pünktlich zum Ende der “Sommerpause” herausgeputzt. Das Parkett wurde geschliffen und geölt und sieht wieder wie neu aus. Die neuen Fenster müssen noch poliert werden. Bald sind auch die Gardinen fertig genäht. In ein paar Tagen werden die ersten Gemeindekreise im Saal zusammenkommen. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch und werden je nach Haushaltslage recht bald oder auch erst im neuen Jahr angeschafft. Bei all denen, die tatkräftig aber auch mit ihrer finanziellen Hilfe diese dringend nötige Renovierung unterstützt haben, möchten wir uns recht herzlich bedanken.
Tordis Kober


Auf den Spuren des Apostels Paulus - zum Zweiten
Gern erinnern sich die, die mit dabei waren an unsere Reise “Auf den Spuren des Apostels Paulus” quer durch Kleinasien - der heutigen Türkei. Gern erinnern wir uns auch an den Gemeindeabend mit den Dias. Damals habe ich einen kleinen Teil von dem Video gezeigt, das ich erstmalig in meinem Leben auf dieser Reise gefilmt habe - mit der Kaeksschen Camera. Nun ist das Video ganz fertig. Das war eine Aktion, die viel Geduld erforderte - 35 Stunden im Schneidestudio in Charlottenburg mit Schneiden, Nachvertonen und Kommentieren. Alle, die keinen Videorecorder zu Hause haben, und alle, die sich das Video lieber in Gemeinschaft ansehen wollen - bei Fladenbrot, Raki und türkischem Kaffee oder Tee versteht sich ! - sind herzlich eingeladen am Montag, den 23.September, 19.30 Uhr dabei zu sein. Wer nicht kommen kann, kann sich das Video auch bei mir ausleihen oder dauerhaft erwerben. Ich habe einige Kopien gemacht.
Reinhard Kees

Pfarrer Kees vor seiner "zweitliebsten Kirche", der Kubbelkirche in Kappadokien


11 Jahre Aktionskreis Kinder von Tschernobyl
Tag der offenen Tür in Hirschluch am 3. August 2002

Dem Aktionskreis “Kinder von Tschernobyl” ist es wieder gelungen, 23 Kinder im Alter von 8-12 Jahren aus der radioaktiv verstrahlten weißrussischen Region Gomel, einen herrlichen vier wöchentlichen Erholungsaufenthalt zu ermöglichen. Am Tag der offenen Tür konnte man sich von der Begeisterung anstecken lassen, mit der alle Helfer des Aktionskreises von einem Jahr zum anderen diesen Aufenthalt organisieren. Man spürt erst vor Ort beim Zusammensein mit den Kindern und den beiden russischen Betreuerinnen, die schon einige Jahre vertraute Bezugspersonen sind, in welch großem Ausmaß hier organisiert werden muß. Wie viele Spenden an Geld und Sachwerten nötig sind, um das auf die Beine zu stellen. Alle Gäste und Ferienkinder versammelten sich zu Beginn in der kleinen Kirche und wurden von dem sehr engagierten Lehrer Stefan Schulte begrüßt, der auch in russisch dolmetscht. Ein Aussiedlerchor von Russlanddeutschen aus Fürstenwalde erfreute uns mit Gesängen, in die alle Anwesenden ab und zu einbezogen wurden. Dann durften wir uns schon zum Mittagessen unter freiem Himmel einfinden und mit Kartoffelsalat und Würstchen stärken. Eine große Besucherzahl konnte die Mengen nicht verzehren! Anschließend sahen wir einen Videofilm zum Atomreaktor von Tschernobyl. Der Film beinhaltet eine Widerlegung der Version, daß 1986 nur 3,5 % des Kernbrennstoffs freigelegt worden seien. Der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz Dr. Pflugbeil hat im Sommer 2001 mit einem russischen Gelehrten K. Tsche­tscherow in Tschernobyl eine Exkursion in das Innere des Reaktors unternommen und dort Messungen durchgeführt. Diese ergaben, daß 85 % des Brennstoffs entwichen sind und die Umgebung verstrahlt haben. Die angenommenen 3,5 % basierten immer nur auf Vermutungen und gelten bis heute als offizielle Lehrmeinung, auch bei der Gesellschaft für Reaktorsicherheit in Deutschland. Hätte das Eingeständnis der fast vollständigen Freisetzung des Kernbrennstoffs möglicherweise Konsequenzen auch auf westliche Katastrophen-szenarien? Außerdem wollte der Film verdeutlichen, daß ein geplanter Bau eines 2. Sarkophags (Shelter) aus Stahl um den verrotteten 1. Sarkophag, der ungefähr 760 Mill. Dollar kosten soll und von der westlichen Welt finanziert würde, verhindert werden muß. Diese hohe Geldsumme könnte zum Einsatz kommen, um die große Not der dortigen Bevölkerung zu lindern, medizinische Hilfe für die gesundheitlich Geschädigten zu leisten und den Atomschrott zu entsorgen. Dann warteten die Kinder in der Kirche auf uns, um uns mit Darbietungen zu erfreuen, die von den Betreuerinnen einstudiert waren. Ein gemeinsames Kaffeetrinken mit einem vorzüglichen Kuchenangebot erfolgte, bevor der schöne Tag mit einer Andacht endete.
Lieselotte Simmer


Einladung zum Kinderchor
Hallo, liebe Kinder, die Ferien sind (leider) zu Ende und die Schule hat wieder begonnen. Auch unser Kinderchor in Treptow trifft sich wieder jeden Mittwoch. Heute möchte ich euch einladen, wenn ihr gern singt, dazuzukommen. Wir üben jeden Mittwoch von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Gemeindehaus Plesser Straße 4 (Chorraum). Da proben wir für Familiengottesdienste und gemeinsame Aufführungen von Kinderkantaten und Kindermusicals mit den Kinderchören unseres Kirchenkreises. Allen, die bisher mitgemacht haben, macht das viel Spaß. Leider geht es nicht mehr, daß wir in jeder Kirchengemeinde eine Kinderchorgruppe machen können. Aber vielleicht traut ihr euch ja schon zu, nach Treptow zu kommen. Unser Kinderchor und ich würden uns sehr freuen, also, los Mittwoch?! Es grüßt euch eure
Evelies Langhoff


Einweihung des renovierten Gemeindesaals
Endlich ist es soweit. Nach viel Arbeit, mancherlei Verdruss und Verzögerung erstrahlt der Gemeindesaal in neuem Glanz, auch Dank des unermüdlichen Einsatzes vieler Gemeindeglieder, insbesondere der Jungen Gemeinde. Die Einweihung soll im Anschluss an die Orgelmusik am 5. September, also gegen 20:30 Uhr stattfinden. Damit die Wände des Gemeindesaals nicht nur in strahlendem Weiß erscheinen, werden sie mit Grafiken meines Vaters geschmückt sein. Mein Vater, Rudolf Letzig (1903-1989), war Maler und Grafiker in Dresden und hat sich auch biblischer Themen angenommen. Vielleicht kann sich sogar noch jemand an den Kreuzkalender in den 60er und 70er Jahre erinnern, da sind die meisten der jetzt gezeigten Holzschnitte schon einmal zu sehen gewesen. Wir zeigen einen Zyklus von 13 Arbeiten, die den christlichen Jahreskreis begleiten, von Advent bis zum Ende des Kirchenjahres. Sie sind alle recht herzlich zu diesem Abend eingeladen. Die Arbeiten werden natürlich noch länger bei Gottesdienstbesuchen oder anderen Gemeindeveranstaltungen zu besichtigen sein.
Rolf Letzig
jungfrauen samaritanerin


Zukunftsvisionen und Hoffnungsbilder” Sommerrüste der JG in Schweinrich
Montag, Dienstag, Mittwoch - grauer Himmel und Regen. Das schienen wirklich schlechte Aussichten für unsere Rüste am Ende der Sommerferien. Doch am 15. August, dem Tag unserer Anreise, kam zu unserem Glück die Sonne wieder mit ihrer ganzen Wärme, die fast ein bisschen zuviel war, zum Vorschein. Und das sollte sich auch nicht ändern.
Um 15.00 Uhr am Donnerstag war große Versammlung vor der Kirche in Baumschulenweg, damit auch jeder in dem Auto mitfuhr wie es geplant war. Ein paar Verrückte, die das Fahren durch eigene Anstrengung und Kraft sehr mögen müssen, reisten die rund 115 km mit dem Fahrrad an. Die etwas Trägeren nutzten die motorisierten Fahruntersätze wie Roller (ohne Beinantrieb!) und Auto. Gleich nach der Ankunft konnten wir den schönen neu gemachten Bauernhof ohne Tiere, außer einer kleinen Katze, die sich immer in inniger Umknuddelung menschlicher Wesen befand, wenn sie auf dem Gelände auftauchte, erkunden und unsere Schlafgemächer, Zimmer oder Zelt, beziehen. ...Nach dem Abendbrot gab es dann wieder einmal eine große Kennenlernrunde, da einem unter den 46 Leuten doch manche Gesichter noch unbekannt waren. Es waren ja neben den altbekannten Johan­nis­thalern und Baum­schulen­wegern auch einige aus Oberschöneweide und einige andere Gäste dabei. Schon an diesem Abend durften wir uns die ersten Gedanken zu unserem Thema “Zukunftsvisionen und Hoffnungsbilder” machen. Wir sollten uns in ein Erlebnis mit der Familie im Jahre 2030 hineinversetzen, wie z.B. kultureller Tag, Tag der offenen Tür in der Schule, Weihnachten, Essen gehen, gemeinsamer Abend und Einkauf. Die Ergebnisse stimmten in vielen Punkten überein. Der Computer und das Internet hatten eine noch größeer Rolle eingenommen, das Essen und der damit verbundene Geschmack wurde in Form von Pillen oder mit anderen technischen Geräten verabreicht, so etwas wie Kultur bestand einzig und allein in selten gewordenen Nahrungsmitteln wie Brot und Butter und die Tradition war auch auf der Strecke geblieben. Danach konnten wir tun und lassen, was wir wollten, zum Beispiel Tischtennis oder Tischfussball spielen oder seinen müden Kopf noch zu später Stunde mit Schach zu zerbrechen, um etwas später in der Nacht endlich in unsere super gemütlichen Betten (oder Schlafsäcke) zu sinken. ... Viel zu früh am nächsten Morgen und noch im Halbschlaf mussten wir uns um neun zum Frühstück quälen. Am Vormittag war dann zunächst eine Andacht zum Thema Zukunft und Zukunftsangst. Dann hieß es Briefe aus der Zukunft in 10, 20, 30, 40, oder 50 Jahren schreiben - wir sollten also einen kleinen Bericht über unser Leben dann (also von heute aus gesehen in der Zukunft) an uns selbst schicken. In kleinen Gruppen fanden wir uns wieder zusammen und lasen unsere Vorstellung vor.... Die einen blieben auf dem Teppich und betrachteten nur ihr Berufs- und Familienleben. Andere wiederum sponnen sich wilde Zukunftsvisionen aus und rätselten über die politischen und wirtschaftlichen Begebenheiten. Auf jeden Fall war es ein witziger aber zugleich nachdenklich stimmender Ausflug in diese ungewisse Zeit. Nachmittags hatten wir dann Freizeit, in der wir die Seele baumeln lassen konnten, im See baden gehen, auf dem Steg in der Sonne liegen, ein bisschen Action in die Runde bringen ( “Alleine auf dem Steg zu sein ist langweilig. Da ist ja niemand da, der einen ins Wasser schmeißen will!” - so in etwa hat Reinhard Kees den Spaßfaktor richtig ausgedrückt), eben einfach nur faulenzen konnten. ...Abends dann wurde der Grill angeschmissen. Wahrscheinlich war das die einzige Mahlzeit, an der nichts auszusetzen war, denn wir kamen zu dem Schluss, dass wir bei der nächsten Rüste das Essen wieder selber machen zumal wir beim Essen noch nie so viel Müll produziert haben. Alles war nämlich in kleine Plastikschälchen verpackt. - Nicht gerade zu unserem Thema passend. Dann hatten wir wieder Zeit zu Tisch­tennismatchen, Volleyball spielen oder zu Versuchen mit den Didgeridoos Töne zu erzeugen. ...Später schauten wir noch nach den Nachrichten von der Flut einen abschließenden Film zum Thema “Zukunft”. Dieser 1994 erstellte Film war ziemlich erschreckend, da er das aktuelle Thema der Flutkatastrophe im Jahre 2030 behandelte und dass es in dieser Zeit vermehrt zu solchen Überschwemmungen, aber auch zu Dürre und des öfteren zu Erd- und Gerölllawinen im deutschen Raum kommen könnte. Es heißt darin, dass wir nur noch 3 Jahre Zeit haben, um die umweltschädlichen Dinge in ihrer Gefährdung herabzusetzen, damit es nicht zu diesen drastischen Veränderungen kommt. Wie sehr diese Vision Realität werden kann, hatten wir durch die Nachrichten von der aktuellen Flut schon gesehen. Auch in dieser Nacht konnten wir vom Steg am See oder einfach nur von einer Bank auf dem Grundstück den wunderschönen Sternenhimmel bestaunen, über den manchmal eine kleine Sternschnuppe huschte. Wie zuvor leiteten wir auch am Samstag Morgen die Themenrunde im Freien mit ein paar Liedern und Besinnung ein. Diesmal sollten wir uns eine hoffnungsvolle Textpassage aus der Bibel aussuchen, die uns besonders ansprach und dazu entweder ein Gedicht oder eine Geschichte schreiben, ein Seidentuch bemalen, eine Kohlezeichnung kreieren oder anderweitig künstlerisch tätig werden. Diese kleinen Werke, “Hoffnungsbilder”, sollten für den Gottesdienst am Sonntag vorbereitet werden. Nachmittags tummelten wir uns wieder auf dem Steg, von dem man prima ins Wasser springen konnte. Die Freude trübte lediglich ein etwas angetrunkener Dörfler: Er schien unbedingt zeigen zu wollen, wer hier den Ton angibt und dass wir kein Recht hätten, den Steg “zu belegen”. Auf die Warnung von Reinhard, keine fremden Mädchen ins Wasser zu schmeißen, hörte er nicht, sondern warf Jessi einfach hinein, was er damit zu büßen hatte, dass unser Pfarrer den Angreifer auch kurzentschlossen in den See beförderte. Aber nun war der überraschte Einheimische doch etwas sauer und wollte sich handgreiflich rächen. Was er allerdings schleunigst sein ließ, als er mehrere “starke Männer” auf sich zukommen sah. ... Ebenfalls zum zweiten Thema sahen wir noch einen Film "Vom Mann, der Bäume pflanzte", der uns zeigen sollte, was ein Mensch allein schaffen kann, wenn er es nur will. Am letzten Abend zerstreuten sich noch einmal alle. Die einen versuchten im Dunkeln den Tischtennisball zu erkennen, andere die UNO-Karten. Man glaubt gar nicht, was man bei diesem Spiel alles für verrückte Regeln erfinden kann! Am Sonntag stellten wir im Gottesdienst unsere “künstlerischen Ergüsse” vor, reichten sie herum und sangen noch einmal zum Abschluss. Nach dem Gottesdienst kamen wir auf die Politik zu sprechen.Was man denn wählen solle, wenn man die Klimakatastrophe verhindern will. Unser Pfarrer äußerte sich auch dazu sehr deutlich, er wies uns hin auf den Ausstieg aus der Kernenergie, auf die Ökosteuer und die inzwischen sehr stark geförderten alternativen Energiequellen. Bald darauf gab es Mittagessen, allgemeine Aufbruchsstimmung breitete sich aus. Ein nächstes Mal kommt bestimmt! Denn wer will schon auf die traditionelle Ferienabschluß-Rüste der JG verzichten??
Ariane Schön


Eine Woche an der Ostsee
Zum Abschluss der Ferien fuhren wir, Kinder der Gemeinde Baumschu­lenweg und Kinder der Gemeinde Köpenick nach Glowe an die Ostsee. Glowe liegt auf Rügen zwischen dem Jasmunder Bodden und der Schaabe. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir ein schilfbedecktes Haus am Waldrand. Hier sollten wir für die letzten Tage der Ferien wohnen. Nachdem die Zimmer verteilt waren, ging es, wenn auch unter anfänglichem Protest ein Stück zum Bodden - in der Hoffnung, dass wenn wir zurück kommen, Katrin mit dem Gepäck und vor allem unserem leckeren Abendbrot da ist. Die Hoffnung trog und so wurden wir Zeuge einer “Brotvermehrung” Trotz vieler Beteuerungen der Kinder, dass sie keine Reste hätten kam ein stattlicher Teller mit “Hasenbroten”, Gemüse und Obst zustande. Und just in diesem Moment kam endlich auch Katrin! Wie gehen wir in solchen Situationen miteinander um, wie werden wir aktiv war das ungeschriebene Thema unserer Rüste.Herrliches Wetter lud zum Baden ein, wir suchten und fanden unter fachmännischer Anleitung Fossilien probierten Werkzeuge wie die Steinzeitmenschen aus Feuersteinen herzustellen. Vormittags gab es manch kreative Beschäftigung mit unserem Thema und den Abschluß des Tages bildete ein ausführlicher Abendkreis. Vielleicht kommen wir wieder einmal nach Glowe !!!!!!!!!!!!
Antje Eberhardt


Partnergemeinde Emmen - Das Vaterunser durchbuchstabiert
Jesus lehrt seine Jünger beten, er gibt ihnen und damit auch uns ein Gebet, das wohl zu den Ggebeten gehört, das weltweit Tag für Tag am häufigsten gebetet wird. Das Vaterunser ist das Gebet, was die meisten auswendig können - auch viele kirchenferne Menschen. Ich erlebe das bei Beerdigungen sehr häufig. Auch im Seniorenheim für Alzhei­merpatienten, bei denen wir viele male Andachten gemacht haben, konnte ich dass erleben. Teilnahmslos saßen die alten, kranken Menschen in der Andacht - aber beim Vaterunser, da sprachen sie mit, da lebten sie auf, da waren sie dabei. Eine Notration - für die Tage, in denen wir nicht mehr in der Lage sind, selbst zu formulieren, oder wenn uns die Zeit nicht die Ruhe läßt, selbst zu formulieren? Wie oft beten Sie - ja Sie - das Vaterunser - täglich, gelegentlich, selten, fast nie? Warum beten Sie es, warum nicht? Was nehmen wir mit hinein in dieses Gebet, was bedeutet es uns? Was ist das Reich Gottes, um dessen Ankunft wir bitten, was ist sein Wille, der geschehen soll. Warum gerade das täglich Brot, nicht die täglich Lieb‘? Ist es der oder das Böse - oder wie man früher sagte - Übel, wovon uns Gott befreien möge? An sechs Abenden je zwei im September, Oktober und November, wollen wir einmal das Vaterunser Bitte für Bitte durchgehen, wobei wir die 6. und die 7. Bitte zusammenfassen. Alle Gemeindeglieder, die Interesse am Vaterunser haben, und mit und dies alles einmal besprechen wollen, sind herzlich eingeladen 10.9. Gott - “unser Vater im Himmel” und sein heiliger Name 24.9. Gottes Reich - kam, kommt oder wird kommen? 8.10. Gottes Wille - und unser Tun? 22.10. Unser täglich Brot 12.11. Vergebung - wie auch wir vergeben 26.11. Versuchung und andere Übel Jeder Abend soll in sich geschlossen sein, so daß man auch den einen oder anderen Abend aus wichtigen Gründen fehlen kann. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele unsere Einladung annehmen.
Vikar Hoppe und Pfarrer Kees

Von unseren Freunden aus Emmen erhielten wir diesen Brief, in dem sie sich für unsere Kollekte für die Reparatur der Glocken bedanken


Fürbitten
mit kirchlichem Geleit bestattet wurde am 30. Juli
Adline Dombrowski im Alter von 100 Jahren

Getauft wurden:
Am 07. Juli Charlotte-Laurentine Krause
Am 21. Juli Jana Irlenkäuser
Am 28. Juli Jolina Kandzia
Am 04. August Jan-Jens Ramien