Monatsgruß Aprill 2001
 
  Monatsspruch
  Gemeindekirchenratswahl
  Verstärkung in unserer Gemeinde: Zivi und Vikar
  Nun geht's endlich los
  Neues aus der Seniorenresidenz HEPHATHA
  Von nun an gehts auch rund!!!
  Ökumene - Swaziland
  Weltgebetstag 2001
  Vorschau Mai
  Fürbitte
  Termine

Monatsspruch
Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten?   Lukas 24,5

Als Jesus im Gemeindehaus von Nazareth, seiner Heimatstadt, aus dem Jesajabuch vorgelesen hat, haben sich die Leute das gerne angehört, denn es versetzte sie in eine feierliche Stimmung. Als er dann aber sagte: „Jetzt wird diese Botschaft bei Euch erfüllt“, war es nicht mehr so feierlich, da wurde es ernst. Da rief er jeden einzelnen auf, sich bereit zu machen, sich zu entscheiden. Das paßte ihnen nicht. Und darum stießen sie ihn hinaus, und hätten ihn fast den Berg hinuntergestürzt.
Am Ende wurde er in Jerusalem der Kreuzigung ausgeliefert.
Auch die Jünger, seine ersten Freunde, haben ihn nicht verstanden - damals noch nicht. Als sie ihn ins Grab gelegt hatten, da wollten sie nur an dieses Grab treten und weinen, um wenigstens im Gefühl noch eine Weile festzuhalten, was ihnen im Zusammenleben mit ihm lieb und teuer gewesen war.
So halten auch wir es mit lieben Verstorbenen, so wollen auch wir festhalten, was sie uns im Leben geschenkt haben. Aber es geht um mehr als nur Erinnerung.
Die Frauen am Grab erfuhren die Botschaft vom Leben. Sie sollten nicht den Toten beweinen, das hatten sie schon genug getan. Ihnen wurde gesagt, daß der Auferstandene lebt. Glauben konnten sie es wohl auch nicht - damals noch nicht. Es ging ja über ihren Verstand.
Was wir in unseren Ostergottesdiensten heute sagen, geht ja auch über den Verstand. Wenn wir in unserem Fragen nach der Auferstehung nicht ausgehen von der Herrschaft Gottes über unser Leben, die über unseren Tod hinausgeht, sind wir genauso ratlos, wie die Frauen damals am Ostermorgen und genauso mißtrauisch wie die Jünger, an die die Osterbotschaft weitergegeben wurde. Wir müssen zugeben, daß die Botschaft vom Sieg Gottes über den Tod gegen alle natürliche Erfahrung ist. Solange wir an ein leichteres und besseres Leben nach dem Tod denken und davon träumen, ist das Wort von der Auferstehung für uns genauso ein Märchen wie für die Jünger damals. Ihnen wurde gesagt: Wenn ihr ihn ernst genommen hättet, als er noch unter euch war, dann würdet ihr jetzt nicht so ratlos sein! Ob der Spruch am Grab ihre Ratlosigkeit beendet hat?
Wohl nicht: denn diese Ratlosigkeit ist ja bis heute geblieben. Auch bei mir. Bei jeder Beerdigung, bei jeder Osterpredigt bin ich ratlos, wenn ich über die Osterfreude sprechen soll. Aber bitten kann ich, bitten um Glauben und Gehorsam, Jesus im Leben und im Tod ernst zu nehmen und Herr sein zu lassen über alles, was ich tun will. Und als Antwort auf diese Bitte kann ich eben etwas tun, was mir und anderen Menschen das Leben leichter macht, was mir und anderen Menschen in Trauer und Ratlosigkeit hilft. Verstehen kann ich das alles nicht, aber eben um Glauben und Gehorsam bitten und dann losgehen und kleine Schritte wagen im Blick auf den Herrn über Lebendige und Tote.

Hans-Jürgen Fredrich, Treptow


Gemeindekirchenratswahl
Am 21. Oktober dieses Jahres findet die nächste Wahl unseres Gemeindekirchenrates statt, auf der wir sechs der 12 Ältesten und die drei Ersatzältesten wählen werden.
Sie sind aufgerufen, Ihre Vorschläge auf dem einliegenden Formblatt abzugeben. Voraussetzung ist, dass Sie am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben, zum Abendmahl zugelassen und ein Gemeindeglied der Kirchengemeinde Baumschulenweg sind. Es ist nicht notwendig, die vorzuschlagenden Gemeindeglieder vorher zu befragen.
Die folgenden GKR-Mitglieder sind bis zum Jahre 2004 gewählt und brauchen daher nicht vorgeschlagen zu werden:
M.Aust, W.Bauer, A.Bobach, R.Letzig, A.Müller und B.Winkler.
Für das Ältestenamt kann jedes geeignete Gemeindeglied vorgeschlagen werden, das am Wahltag mindestens 18 Jahre alt, zum Abendmahl zugelassen und in der Kirchengemeinde Baumschulenweg wahlberechtigt ist.
Wir bitten Sie, jeden Ihrer Wahlvorschläge auf ein besonderes Blatt zu schreiben, da nach dem Ältestenwahlgesetz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg vom 16. Juni 2000 jeder Wahlvorschlag von mindestens zehn wahlberechtigten Gemeindegliedern unterschrieben sein muss.
Falls Sie die notwendige Anzahl von zehn Unterschriften für Ihren Wahlvorschlag nicht selbst einholen können, werden wir Sie bei vorzeitiger Abgabe des Wahlvorschlags im August darin unterstützen, indem die unvollständigen Wahlvorschläge im Gemeindebüro  bzw. anlässlich der Gottesdienste und verschiedener Gemeindekreise zur Vervollständigung ausgelegt werden.
Die Wahlvorschläge müssen bis spätestens 9. September 2001 im Gemeindebüro abgegeben werden, um die termingemäße Vorbereitung des Gesamtwahlvorschlages zu gewährleisten. Anschließend wird der Gemeindekirchenrat die vorgeschlagenen  Gemeindeglieder befragen, ob sie bereit sind, sich zur Wahl aufstellen zu lassen.
Unser Ziel muss eine möglichst große Anzahl von Vorschlägen und dementsprechend anschließend von Kandidaten sein, damit am 21. Oktober auch eine echte Wahlmöglichkeit bei der Wahl der sechs Ältesten und drei Ersatzältesten besteht.
Ihr W. Bauer


An dieser Stelle möchte die Redaktion Ihnen noch einen Überblick über die zeitliche Reihenfolge der Vorbereitungen für die Gemeindekirchenratswahl geben. Vom Wahltermin 21. Oktober ausgehend ergeben sich laut Ältestenwahlgesetz folgende Termine. Spätestens am 19. August wird vom Gemeindekirchenrat die Wahlkommission gebildet.
Bis zum 9. September müssen alle Wahlvorschläge eingegangen sein, die dann vom Gemeindekirchenrat bis zum 12. September geprüft sein müssen. Bis zum 22. September müssen alle ergänzenden Wahlvorschläge eingegangen sein.
Vom 23. September bis zum 6. Oktober liegt das Wahlberechtigtenverzeichnis
aus. Sollte man nicht im Wahlberechtigtenverzeichnis enthalten sein, kann man sich in dieser Zeit noch aufnehmen lassen. (Das passiert oft bei Umgemeindeten.)
Bis zum 1. Oktober muß der Gemeindekirchenrat von den Vorgeschlagenen die Bereitschaftserklärung einholen.
Am 7.Oktober werden alle Kandidaten vorgestellt.
In der Zeit vom 8. bis zum 17. Oktober kann man einen Antrag auf Ausstellung der Briefwahlscheine stellen. Diese müssen jedoch bis zum 17. Oktober eingegangen sein.
Am 21. Oktober ist dann von 9 Uhr bis 9.50  Uhr und nach dem Gottesdienst bis ca. 18 Uhr die Gemeindekirchenratswahl und anschließend die öffentliche Auszählung der abgegebenen Stimmen und Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Am 28. Oktober wird das Wahlergebniss dann im Gottesdienst öffentlich bekannt gegeben.            Bis zum 4. November besteht die Möglichkeit die Gemeindekirchenratswahl anzufechten.


Kinder von Tschernobyl
Liebe Freunde der Kinder von Tschernobyl,

diese Karte von Weißrussland haben uns Kinder geschickt, die im vergangenen Jahr die Ferien bei uns im evangelischen Rüstzeitheim Hirschluch bei Storkow verbringen konnten.
Sie markierten die Flächen Weißrusslands, die seit 1986 von der Reaktorkatastrophe Tschernobyl in besonderem Maße betroffen sind. In diesem Gebiet dürfte niemand leben, denn die Strahlenbelastung ist dort etwa genauso hoch wie in der 30 km Zone rund um den Reaktor. Doch Millionen Menschen umzusiedeln, das kann der weißrussische Staat nicht leisten. Es gibt weder Arbeit noch Wohnraum. Den Menschen bleibt also nichts anderes übrig, als mit der Strahlenbelastung zu leben.
Besonders betroffen sind die Kinder, da sie entweder schon in dieser strahlenbelasteten Umwelt geboren wurden oder aufgewachsen sind. Ihr Immunsystem ist schwer geschädigt und damit besonders anfällig für alle Arten von Krankheiten.
Für viele Eltern ist es jedoch finanziell unmöglich, ihre Kinder für 3 – 4 Wochen im Jahr zur Rehabilitation und Kräftigung ihres Immunsystems zur Erholung zu schicken. Unverstrahlte Umgebung mit frischer Luft und ausreichende und unverstrahlte Lebensmittel wirken in 4 Wochen “Erholungswunder”. Und für uns ist beides selbstverständlich.
Um auch in diesem Jahr 24 Kindern aus Gomel einen solchen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen, bitten wir Sie um Ihre Hilfe in Form von Spenden. Die Kinder sollen sich vom 29.7.01 bis zum 23.08.01 in Hirschluch erholen. Am 11.8.01 wollen wir zusammen mit unseren Freunden und den Kindern 10 Jahre Aktionskreis Kinder von Tschernobyl feiern. Vielleicht können wir auch Sie als Gäste begrüßen. Sie haben dann persönlich Gelegenheit zu sehen, wie sinnvoll Ihre Spende hilft. Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne unter der unten angegebenen Adresse und Telefonnummer zur Verfügung.
Im Namen der Kinder danke ich Ihnen schon heute für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Schulte Petersburger Straße 72c, 10249 BERLIN Tel. 030 / 4 29 26 48
Annemarie Rettig, Dorfstr. 13, 15345 Werder, 03343 5248
Bankverbindung: KKVA Berlin Stadtmitte, EDG Kiel, Filiale Berlin, BLZ 210 602 37 Kontonummer 63606 Verwendungszweck: Galiläa - Kinder von Tschernobyl
(oder im Gemeindebüro A.d.R.)


Verstärkung in unserer Gemeinde:
                  Zivi und Vikar
Unser neuer Vikar schreibt uns:
Liebe Gemeinde!
Mein Name ist Steffen Madloch. Ab dem 2. Mai werde ich für neun Monate als Vikar in Ihrer Gemeinde arbeiten, worauf ich mich schon sehr freue und auch sehr gespannt bin. An dieser Stelle möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen.
Ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und wohne in Berlin-Friedrichshain. Aufgewachsen bin ich östlich von Berlin in Fürstenwalde. Dort liegen auch meine „gemeindlichen Wurzeln“. Über 20 Jahre habe ich in der Domkantorei der St. Marien Domgemeinde Fürstenwalde mitgesungen und habe über die Christenlehre, den Konfirmandenunterricht und die Junge Gemeinde meine Gemeinde als einen Ort des Zuhauseseins kennengelernt. Zur Theologie bin ich über den zweiten Bildungsweg gekommen. Mein zuerst
erlernter Beruf ist der eines Elektrikers.  Die Musik ist eine meiner Leidenschaften, die ich auch versucht habe, in Berlin fortzuführen. So bin ich seit fünf Jahren engagierter Sänger im Chor der Erlösergemeinde in Berlin-Lichtenberg.
Ich hoffe, daß die Zeit, die ich in Ihrer Gemeinde bin, für Sie und für mich eine gute Zeit sein wird und wir uns bei einer der vielen Aktivitäten in Ihrer Gemeinde kennenlernen werden.
Bis dahin grüßt Sie recht herzlich Ihr
Vikar Steffen Madloch.
Unser neuer Zivi schreibt uns: 

Ich heiße Sven Ditten und leiste seit 3 Wochen meinen Zivildienst in Ihrer Kirchengemeinde.
Gelernt habe ich den Beruf des Elektroinstallateur
und habe diesen Beruf 2 Jahre lang ausgeübt.
Ich bin 22 Jahre alt und wohne in Berlin Lichtenberg.
Für die kommenden 11. Monate hoffe ich auf gute Zusammenarbeit.

Ihr Sven Ditten

Einladung zu den Feiertagen
Ich möchte Sie herzlich einladen zu den Andachten und Gottesdiensten der Karwoche und Ostern. Jeder dieser Tage hat sein eigenes Thema, sein eigenes „Proprium“ - wie man im Kirchendeutsch sagt. Es sind also nicht einfach viele Gottesdienste hintereinander, wobei einer so abläuft wie der andere, sondern ganz verschiedene, die das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu für uns vergegenwärtigen wollen. Erst die Gesamtheit dieser Gottesdienste mit dem Erleben des Stimmungsumschwungs von der Karwoche - der Stillen Woche - zu Ostern machen uns Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu erlebbar.
Die Bilder vom Abendmahl, der Kreuzigung und der Auferstehung (Christus bringt das Leben ins Totenreich), habe ich von meiner Reise nach Kappadokien (Zentraltürkei) mitgebracht.
Am Mittwoch, den 11.4. um 19.00 Uhr werden wir die Reihe der Passionsandachten mit Bildern zu den Kreuzwegstationen - „Leuchtspuren“ - und mit meditativen Texten , die uns die Leiden Jesu auf dem Weg der Schmerzen vor Augen führen, abschließen. Die Bilder, die uns in den Passionsandachten leiten, stammen aus dem in den Fenstern der Corpus-Christi-Kirche in Nürnberg-Herpersdorf von Reinhard Zimmermann gestalteten Kreuzweg. Am Gründonnerstag, dem 12.4. um 19.30 Uhr laden wir  zu einem Gottesdienst für (Schul-)Kinder und Erwachsene ein zum Thema: „.. alle haben Platz am Tisch - Jesus lädt ein“. Erstmalig wollen wir an einem Gründonnerstag in einem Gottesdienst für Kinder und Erwachsene das Thema Abendmahl behandeln: die Wurzeln unseres Abendmahls im letzten Mahl Jesu mit den Seinen und in den vielen „Sündermahlen“ also den Tischgemeinschaften, die Jesus mit den zwielichtigen Gestalten seiner Zeit hatte - „Dieser nimmt die Sünder an und ißt mit ihnen“. Wir wollen uns dabei von dem Hungertuch leiten lassen, das seit Aschermittwoch wieder in unserem großen Gemeindesaal hängt. Gemeinsam mit den Kindern unserer Gemeinde wollen wir in diesem Gottesdienst Tischabendmahl feiern. Wir hoffen so die Kinder ins Abendmahl einführen zu können.

Den Karfreitagsgottesdienst, am 13.4. um 10 Uhr in der Kirche wollen wir wie in den letzten Jahren besonders gestalten. Wieder wollen wir - statt einer Predigt - die Passionsgeschichte komplett lesen, auf die die Gemeinde mit Chorälen antwortet, ähnlich den großen Passionen von Bach . Ein gemeinsames Abendmahl schließt sich an.
Wie inzwischen in Baumschulenweg zur festen Tradition geworden, feiern wir am Ostermorgen, den 15.4. um 5.15 Uhr die Osternacht. Dieser besonders gestaltete Gottesdienst gehört seit der Frühzeit der christlichen Kirche zu den wichtigsten und feierlichsten des Kirchenjahres. Er hat zwei Teile: Im ersten werden die Geschichte des Karsamstag und einige traditionelle Texte der Osternacht gelesen. Es wird an die Heilstaten Gottes im Alten Testament und an die Taufe und - mit den Liedern - an das Leiden und Sterben Jesu erinnert. Dazwischen gibt es meditative Musik. Dieser Teil beginnt in der Nacht vor dem Morgen und wird in der dunklen Kirche hinten unter der Empore gefeiert. Der zweite Teil beginnt mit dem Einzug des Lichts und führt mit dem Osterruf und den Lesungen des Ostermorgens zum zum Jubel des Auferstehungstages, zu den Taufen und zur Mahlfeier. Dieser Teil wird dann in der hell erleuchteten Kirche vorne im Altarraum gefeiert.
Insgesamtgesehen habe ich in diesem Ablauf die traditionell lutherische Form mit meinen Erfahrungen aus der Orthodoxie verknüpft. Im Hinblick auf die Texte und Lieder sind wir lutherisch, im Hinblick auf den Ablauf der Feier, insbesondere der klaren Zweiteilung und der Erlebbarkeit von Auferstehung durch den Wechsel von Dunkelheit und Licht feiern wir orthodox. Gerade diese Kombination hat vielleicht dazu geführt, daß dieser Gottesdienst so angenommen worden ist und jedes Jahr mehr Gemeindeglieder - auch aus anderen Gemeinden - kommen. Darüber freue ich mich besonders. Wer etwas zum anschließenden gemeinsamen Osterfrühstück beisteuern will, sage dies bitte im Gemeindebüro, damit wir besser kalkulieren können. Alle, denen es um 5.15 Uhr zu früh ist, lade ich herzlich ein um 10 Uhr zum Ostergottesdienst mit Flötenchor und Predigt. Für die Kinder gibt es wieder wie gewohnt einen besonderen Kindergottesdienst.
Am Ostermontag, dem 16.4. um 10 Uhr feiern wir dann einen Osterfestgottesdienst mit den Chören von Baumschulenweg und Treptow in der Plesserstaße. Die Predigt wird Pfarrer Hilse halten.
Ich wünsche allen gesegnete Feiertage,

Ihr Pfarrer Kees


Nun geht‘s endlich los
Manche von Ihnen haben es schon bemerkt: Die Bauarbeiten an unserem neuen Toilettentrakt sind losgegangen.  Auf dem kleinen Lichthof gegenüber von unserem Büro und dem kleinen Gemeindesaal entstehen eine Damen- und eine Herrentoilette sowie ein weiterer Raum, der in Zukunft den von einigen Gemeindegliedern betriebenen „Eine-Welt-Laden“, der jetzt noch in der Fennstraße ist, beherbergen soll.
Die Baugenehmigung liegt vor, ebenso eine Zusage vom Kirchenkreis, sich garantiert mit einem Drittel an den Kosten zu beteiligen (vielleicht auch etwas mehr).
Alles in allem wird der Bau ca. 160.000 DM kosten. Wir finanzieren dies durch Einsparungen aus dem Haushalt 2000 (50.000 DM) – wir haben aus dem Haushalt des vergangenen Jahres keine großen Bauvorhaben finanziert - aus den Spenden, die im vorigen Jahr eingegangen sind (5.613 DM), aus den Baumitteln für dieses Jahr (34.887 DM) und Spenden, die wir dieses Jahr noch sammeln müssen (4500 DM!!!), sowie dem Zuschuß vom Kirchenkreis 65.000 DM. Den Auftrag hat eine kleine Baufirma übernommen, die mit der ganzen Kraft ihrer Firma, verbunden mit einigen Subunternehmern, den Bau bis spätestens Pfingsten fertig haben will und soll. Dazu muß erst einmal allerlei abgerissen werden, dann der Rohbau aufgestellt und schließlich Heizungs-, Elektro-  und Sanitärinstallationen vorgenommen werden. Das alles wird für Sie, wenn Sie im Gemeindehaus sind, einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen – Dreck, Lärm, und den Weg in die Kirchentoilette. Am meisten aber werden wir, die Bewohner unseres Hauses, durch Dreck und Lärm belastet. Ich hoffe auf das Verständnis aller.
Ihr Pfarrer Kees


Neues aus der Seniorenresidenz HEPHATHA
In einem Schreiben wurden wir vom Diakonischen Werk Neukölln-Oberspree gebeten, folgenden Brief und Anzeige zu veröffentlichen, was wir hier gerne tun.
Anderthalb Jahre nach dem Einzug der ersten Mieter/innen ist die Seniorenresidenz HEPHATHA inzwischen gut besetzt. Nicht zuletzt dank der Kirchengemeinden, die durch ihre Gemeindebriefe und Weitergabe von Infomaterial die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt haben. Von den 60 Wohnungen sind nur noch sechs Wohnungen frei, vorwiegend die größeren mit zwei oder mehr Zimmern.
Das Konzept wurde inzwischen immer wieder neu an die Situation der Mieter/innen angepasst. Geblieben ist die Grundstruktur: Ein Seniorenwohnhaus mit einer Diakonie-Station unter demselben Dach, so dass die, die Pflege brauchen, sie auch in der eigenen Wohnung erhalten können. Für die Pflege werden keine Pauschalen erhoben, sondern die jeweils wirklich erbrachten Leistungen werden nach den üblichen Sätzen der ambulanten Hauspflege berechnet. Die Mitarbeiter/innen verstehen sich aber selbstverständlich auch als Ansprechpartner für die Bewohner/innen, die noch keine Pflege nötig haben. Dasselbe gilt für die nächtliche Rufbereitschaft.
Auch das übrige Angebot wurde inzwischen erheblich intensiviert. Von Montag bis Freitag wird ein gemeinsamer Mittagstisch angeboten. Zweimal wöchentlich finden Kaffeetreffs statt, außerdem ein Spielenachmittag. Einmal im Monat treffen sich die Bewohner/innen zu einem Gemeinschaftskaffee, bei dem u.a. auch Themen oder kleine Vorträge angeboten werden. Gottesdienste finden alle 14 Tage im Haus statt, einmal im Monat ein Bibelgespräch. Erfreulicherweise konnte der ökumenische Ansatz gepflegt und sogar weiterentwickelt werden, so dass sich im Bibelgespräch nicht nur evangelische und katholische Christ/innen miteinander austauschen, sondern auch Bewohner/innen mit anders geprägter Weltanschauung interessiert teilnehmen.
Wir verstehen das, was wir in HEPHATHA aufgebaut haben, als „Begleitetes Wohnen“: Man lebt unabhängig in den eigenen vier Wänden, findet aber Rat oder auch einfach nur einen Zuhörer, wenn man ihn braucht. Und der Übergang zum „Betreuten Wohnen“ ist bei Bedarf möglich: Entweder durch einen Pflegevertrag mit der Diakonie-Station wie oben erwähnt, oder, wenn dies nicht zureicht, durch den Umzug in eine der beiden im Haus befindlichen Wohngruppen für altersverwirrte oder schwerst pflegebedürftige Menschen. In letzteren ist Rundumbetreuung durch die ständige Anwesenheit von Pflegepersonal gewährleistet.
Die Bezüge zu den übrigen Bewohnern des Hauses bleiben in jedem Fall erhalten, da die Wohngruppen völlig in die Aktivitäten unseres Hauses integriert sind. Allein das hohe Alter vieler unserer Mieter/innen wird auch künftig das Nachdenken über ein Angebot, das ihren körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnissen so nahe als möglich kommt, notwendig machen. Von den 71 Bewohner/innen sind immerhin 44 (= 62%!) schon mindestens 80 Jahre alt. Und 13 von ihnen haben sogar schon das 90. Lebensjahr überschritten. Die älteste Bewohnerin feierte im letzten Jahr ihren 97. Geburtstag.  Oft genug sind ganz individuelle Lösungen das einzig Brauchbare. Solche gemeinsam mit den Betroffenen zu finden, ist die Aufgabe unseres Teams, das aus der Leiterin und der Einsatzleiterin der Diakonie-Station, der Sozialarbeiterin, dem Pfarrer, den Krankenschwestern, Altenpfleger/innen und Hauspfleger/innen, den Hauswirtschaftshilfen sowie den Zivildienstleistenden besteht. Pfarrer im Entsendungsdienst Dirk Matthies, Seniorenresidenz HEPHATHA


Von nun an gehts auch rund!!!
Der Keramikkreis unserer Gemeinde erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit. Jeden Mittwoch treffen sich ca. 10 - 15 Kinder und einmal im Monat ca. 8 Erwachsene.


Es geht nicht um große Kunst, sondern um Gemeinsamkeit und darum, miteinander Freude zu haben. Zu meiner großen Freude und zur Freude der Kinder und Erwachsenen, die töpfern kommen, konnten wir günstig eine gebrauchte Töpferscheibe erwerben. Sie stand kaum zwei Minuten, da wurde sie schon ausprobiert.  Inzwischen können Sie schon die ersten Kunstwerke bewundern. Wer von den Erwachsenen Lust hat, kann gern einmal am dritten Freitag im Monat ab 19 Uhr im Keramikraum vorbeischauen und sich ausprobieren. Die Kinder treffen sich jeden Mittwoch. Einzelabsprachen mit  mir sind auch möglich, denn an der Töpferscheibe kann ja ohnehin nur eine Person arbeiten.

Ihre Antje Eberhardt

Ökumene - Swaziland
Am Dienstag, dem 3. April, besucht Herr Pfarrer Iskraut den Arbeitskreis Ökumenische Partnerschaft und berichtet von seinem letzten Besuch in Swaziland. Zu diesem Abend sind auch alle interessierten Gemeindeglieder eingeladen. Veit Böhnke, der auch mit in Swasiland war und den Swazilandarbeitskreis unseres Kirchenkreises leitet,  schreibt uns folgende Zeilen für den Monatsgruß, um uns zu interessieren.

„Guten Tag. Wie geht es Dir?“
„Hey, es ist schön, Dich wieder zu sehen. Komm, lass dich drücken“ – „Oh ja, wir haben schon lange nichts voneinander gehört!“
Ein Wiedersehen nach längerer Zeit. Intensiv immer dann, wenn Wichtiges geschehen ist, wir weit voneinander entfernt wohnen. Soweit, dass einen diese Freunde und Bekannte mit ganz anderen Worten begrüßen: „Sawubona. Kunjani?“ – und doch genau das meinen. Dann sind Sie in Swaziland.
Zum wiederholten Male waren Eberhard Iskraut und ich im Oktober 2000 in Swaziland. Die Partnerschaft zwischen unserem Kirchenkreis (Lichtenberg-)Oberspree und Swaziland ist nun gut 20 Jahre alt. Einige können sich an Anfänge erinnern. Unser Besuch dieses Mal hatte einen besonderen Hintergrund. Wir wollten uns an den Anfang der Mission überhaupt erinnern. Ca. 100 Jahre ist es nun her, seitdem es feste Kontakte zwischen der Berliner Mission und Gemeinden im Königreich Swaziland gibt. Was ist daraus geworden?
Die Christinnen und Christen in Swaziland sind eigene Wege gegangen, haben neue Wegbegleiter/innen gesucht und gefunden. Die Ost-Landeskirche der Ev.-Luth.
Kirche in Südafrika mit den Kirchenkreisen IGWA/Südafrika und Swaziland (und die Kirchengemeinde Gem/Südafrika) haben Partner in aller Welt: die Landeskirchen Göteborg/Schweden und Karibik/USA, die Kirchenkreise Bremervörde-Zeven, Auerbach, Charlottenburg und Lichtenberg-Oberspree, die Kirchengemeinde Toarp/Schweden. Bei den Millenniumsfeierlichkeiten trafen wir uns alle das erst Mal – und ließen etwas Neues entstehen: Das Netzwerk „BUDLELWANE“ (SiSwati: gemeinsam gehen, gemeinsam essen, sich begleiten). Hören Sie mehr davon von Eberhard Iskraut und lesen Sie mehr darüber in unserem ersten Heft „BUDLELWANE“, das Ende Mai erscheinen wird.

Ihr Veit Böhnke

 „Weltgebetstag“ 2001
Es gibt in Baumschulenweg schon einen traditionellen Ablauf zur Feier des Weltgebetstages: Das ist ein Zusammenklang von liturgischer Feier, informativem Bildungserlebnis, festlichem Abendessen in größerer Runde und Zeit für Gespräche. Wer einmal dabei war, möchte es auch im folgenden Jahr nicht versäumen. Gegen 18.00 Uhr trafen wir alle im schön geschmückten Gemeinderaum ein. Große, gut und übersichtlich angeordnete Informationstafeln machten uns bekannt mit Samoa, einer Insel im Pazifik, deren Frauen in diesem Jahr die Liturgie, Gebete und Lieder für den Weltgebetstag ausgearbeitet und ausgewählt hatten. Nach den Vorbereitungen nutzt Herr Simmer die Chance eines ungestörten Vorabstudiums der AusstellungDiese wurden wechselseitig von einer Frauengruppe und der ganzen Gemeinde gebetet und gesungen. Eine Kindergruppe aus unserer Gemeinde machte durch kleine Anspiele mit dem Alltagsleben in den Familien auf Samoa bekannt. Unterstützt durch die musikalische Begleitung von Herrn Hauch, konnten wir die neuen Lieder ohne Schwierigkeiten mitsingen. Dann gab es eine Pause, in der sich alle an dem üppigen Büfett mit verschiedenen leckeren Gerichten bedienten, wie sie in Samoa bereitet werden. Bei fast allen Gerichten war in irgendeiner Form das Fleisch der dort heimischen Kokosnuß enthalten. So manches interessante Rezept wurde abgeschrieben, um es zu Hause ausprobieren zu können. Zwischendurch konnte man noch am „Eine-Welt-Verkaufsstand„ bei Frau Anklam einkaufen, was auch gut genutzt wurde. 
Nach der Essenpause sahen und hörten wir einen interessanten Diavortrag von Frau Böhnke über Land und Leute auf Samoa.
Den Abschluß der Feier bildete in dem Altarraum unserer Kirche das gemeinsam gesungene Lied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder...“. Danach gingen wir alle froh und festlich gestimmt nach Hause. Frau Böhnke und Frau Kober sei herzlich gedankt für diese gut vorbereitete Gemeindefeier. All den anderen vielen fleißigen Helfern sei hiermit auch herzlich gedankt.
Ihre K. Wenzlaff


Vorschau Mai
 8. Mai Geburtstagsfeier für die im April geborenen Gemeindeglieder
13. Mai Kantate Gottesdienst in Oberschöneweide
18. bis 20. Mai KJE-Rüste in Quizöbel
27. Mai Gottesdienst mit dem Ensemble NEUMA. Es erklingt eine gregorianische    Ostermesse aus dem 12.Jh


Fürbitten
Mit kirchlichem Geleit bestattet wurden:
am 9.3. Erna Lang aus der Neuen Krugallee, die im Alter von 98 Jahren verstorben war und
am 13.3. Otto Boese aus der Köpenicker Landstraße, der im Alter von 74 Jahren verstorben war.
 


Siehe auch Termine

 zur Hauptseite     zum Anfang dieser Seite