Monatsgruß Mai 2001
 
 

  Monatsspruch
  Mittelalterliche Ostermesse
  Konfirmation
  Neuer Vikar in unserer Gemeinde
  Gemeindekirchenratswahl
  Goldene Konfirmation
  Gemeindeausflug am 8. Juli
  Auf den Spuren von Christen vergangener Jahrhunderte
  In aller Stille
  Partnerschaftstreffen in Emmen
  Vorschau für Juni


Monatsspruch
Gott spricht: “Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt."
Kolosser 4,6
Wie denn jetzt? Sollen wir den Leuten nach dem Munde reden? Meint Paulus das im Ernst? Das nun ganz und gar nicht! Was aber dann?
Freundlich sollen unsere Worte sein, aber dabei doch würzig, meint er, kraftvoll, gehaltvoll, eben gesalzen, nicht lau:
Nicht: “ich weiß nicht so recht”,
nicht: “ich hab das ja auch nur gehört,”
nicht: “ich bin nun mal dabei, aber ich weiß selbst nicht warum.” Worum geht’s?
Um unseren Umgang mit “Außenstehenden”: “Seid weise im Umgang mit den Außenstehenden, nutzt die Zeit!” schreibt Paulus den Christen in Kolossä im Vers zuvor.  Freundlich, aber gehaltvoll, daß ihr wisst, wie ihr einem jeden in rechter Weise antworten sollt. Damit ihr nicht sprachlos seid, wenn man euch als Christen anspricht, damit ihr Auskunft geben könnt, jedem so, wie es ihm nützt:
dem, der sich dezidiert gegen Gott entschieden hat, so;  dem, der schon gar nicht mehr weiß, daß er Gott vergessen hat, so;  dem, der sich aus allen Religionen das ihm Passende aussucht,  so;
dem Juden so und dem Muslim (die freilich gab‘s zu Paulus Zeiten noch nicht) eben so. Das hat nichts damit zu tun, den Menschen nach dem Munde zu reden, sondern das ist Didaktik, eine Kunst, die richtigen Argumente und Methoden im rechten Augenblick dem richtigen Gesprächspartner gegenüber zu verwenden.
Nutzt den rechten Augenblick im Gespräch mit den Außenstehenden, meint Paulus. Wer dich interessiert fragt, dem bleibe ja keine Antwort schuldig. Wie aktuell! Wie sehr aber trifft er damit einen ganz, ganz wunden Punkt bei uns. Wie gehen wir mit den “Außenstehenden” um? Sagen wir ihnen etwas von unserem christlichen Glauben, von dem, was uns wichtig ist, was uns trägt im Leben und im Sterben?
Wir wollen doch niemandem auf die Pelle rücken. Jeder soll doch nach seiner Facon selig werden. Glaube ist doch Privatsache. Solche Reden kennen wir, solche (Aus)Reden wenden wir selber ja auch so gerne an. Aber wir kennen gewiß auch viele Menschen, denen die gute Botschaft genauso hilfreich wäre, wie uns selbst.  Wir alle - nicht nur die hauptamtlichen kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oder gar nur die Pfarrerinnen und Pfarrer, - alle Gemeindeglieder sind zu Zeugen berufen, sind berufen den “Außenstehenden” gegenüber Zeugen Jesu Christi zu sein, weiterzusagen, was uns trägt und hält.
Doch weil wir ungeübt sind, das auszudrücken, was uns bewegt, reden wir mit den außenstehenden Menschen in unserer Umgebung nicht gern darüber, konfrontieren sie kaum mit der Wirklichkeit, die auch ihnen in ihrem Leben helfen könnte. Schade.
Wir sollten es einüben, im Gespräch mit den –neudeutsch gesagt: - Insidern, also unter Unseresgleichen, im Gemeindeseminar, in der Bibelstunde, im Frauenkreis, im Kreis Junger Erwachsener, in der Jungen Gemeinde, im Konfirmandenunterricht, bei der Christenlehre. Reden über den Glauben will geübt sein, damit wir freundlich aber gehaltvoll den Außenstehenden in rechter Weise antworten können – das ist ja schließlich unsere Aufgabe als Christen – da hat Paulus schon recht. Sie beim nächsten Einüben zu erleben, darauf freut sich
 Ihr Pfarrer Reinhard Kees

Mittelalterliche Ostermesse MISSA
IN DIE PASCHALE Dominica
Resurrectionis am Sonntag Exaudi
Ensemble Neuma
NEUMA, Ensemble für Musik des Mittelalters, wurde 1984 in Berlin gegründet. Die Gruppe widmet sich der geistlichen Musik des frühen und zentralen Mittelalters (6. – 13. Jh.)
NEUMA singt in Kirchen und Kathedralen, wo ein Gesang wieder zur Geltung kommt, der nach seiner Blütezeit im Mittelalter verlorengegangen war. Die personelle Zusammensetzung berücksichtigt die historische Situation, in der neben Sängern an Mönchsklöstern auch Sängerinnen an Nonnenklöstern wirkten.
Das Repertoire des Ensembles umfaßt die Zeitspanne
großes Hungertuch aus der Zittauer Kirche

der Vorläufer und verschiedenen Traditionen des gregorianischen Chorals und anderer geistlicher Einstimmigkeit über Gesänge der aquitanischen Polyphonie, Conducte, geistliche Motetten, bis zu den Organa der Notre-Dame-Schule um 1200.
Anspruchsvolle solistische Gesangskunst ist Richtschnur des Ensembles. Die Erarbeitung der Stücke erfolgt auf wissenschaftlicher Grundlage und nach den modernsten Kriterien historischer Aufführungspraxis.
Das Ensemble sucht, von alten Manuskripten ausgehend, die Freiheit unbegleiteter Vokalstimmen wiederherzustellen. Dieses  monodische Bewußtsein tritt neben einer davon ausgehenden Interpretation früher Mehrstimmigkeit in der Darbietung zutage. Dabei berücksichtigt die Gruppe das Prinzip des Wechsels, legt auf verschiedene  Stimmtimbres Wert und macht sich frei von geläufigen Vorstellungen über mittelalterlichen Rhythmus durch präzise Suche nach neumatischen
Werten.
Erlebte homogene Vokalgesten verschaffen den Neumenformen Freiheit, Wendigkeit und Energie.


Konfirmation
Am Pfingstsonntag wird, wie es bei uns seit Jahren Brauch ist, die Konfirmation gefeiert.
Zu unserer großen Freude hat der Jugendchor aus Johannisthal, in dem ja auch einige Jugendliche aus Baumschulenweg mitsingen, seine Mitwirkung zugesagt.
Die diesjährigen Konfirmanden haben von September 1998 bis zum Dezember 2000 Konfirmandenunterricht gehabt und sind seitdem in der Jungen Gemeinde.
Die Gruppe war eine gute Gruppe, es hat mir Freude gemacht, mit ihnen zu arbeiten.
Bei einem Rückblick im Dezember 2000 haben sie noch eine ganze Menge gewußt.
Da wir in Baumschulenweg den Konfirmandenunterricht für Treptow mitgemacht haben, sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden in diesem Jahr nicht nur aus Baumschulenweg, sondern eben auch aus Treptow und, da einige auch von Schulfreunden mitgebracht worden sind, oder weil andere inzwischen weggezogen sind, aber immer noch zu uns kommen, auch aus anderen Gemeinden.
Die Konfirmanden dieses Jahres sind:

Katharina Busse aus Schöneiche, ehem. Treptow
David Grünbaum aus Baumschulenweg*
Theresa Hellberg aus Treptow
Daniel Hildebrandt aus Treptow*
Florian Hildebrandt aus Treptow*
Benjamin Kees aus Baumschulenweg
Christoph Kunert aus Späthsfelde, umgemeindet nach Baumschulenweg
Tobias Lehmann inzwischen Altglienicke, umgemeindet nach Baumschulenweg
Jessica Naeth aus Baumschulenweg
Martin Wedekind aus Altglienicke
Stephan Wiese aus Späthsfelde, umgemeindet nach Baumschulenweg
Benjamin Wesseli aus Baumschulenweg

Die mit * versehenen werden am Sonntag Trinitatis, also eine Woche nach Pfingsten, in Treptow konfirmiert. Das ermöglicht ihnen die Teilnahme an einem internationalen Fußballturnier in Frankreich und beschert zudem der Gemeinde Treptow endlich mal wieder einen Konfirmationsgottesdienst.  Die Konfirmanden werden am 12. Mai intensiv den Konfirmationsgottesdienst, vor allem ihr eigenes Bekenntnis vorbereiten und sich dann mit ihrem Bekenntnis und Bildern im nächsten Monatsgruß vorstellen.


Neuer Vikar in unserer Gemeinde
Steffen MadlochSteffen Madloch wird ab dem 2. Mai für neun Monate in unserer Gemeinde als Vikar arbeiten. Zu seiner Vorstellung im letzten Monatsgruss jetzt das bisher fehlende Bild, damit Sie unseren neuen Mitarbeiter nicht nur dem Namen nach kennen.


Gemeindekirchenratswahl
Am 21. Oktober dieses Jahres findet die nächste Wahl unseres Gemeindekirchenrates statt, auf der wir sechs der 13 Ältesten und die drei Ersatzältesten wählen werden.
Sie sind aufgerufen, Ihre Vorschläge für diese Wahl abzugeben - bisher sind erst vier Vorschläge für die Wahl eingegangen.  Die Vordrucke für Vorschläge liegen im Gemeindebüro aus. Voraussetzung zur Wahlteilnahme ist, dass Sie am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben, zum Abendmahl zugelassen und ein Gemeindeglied der Kirchengemeinde Baumschulenweg sind. Es ist nicht notwendig, die vorzuschlagenden Gemeindeglieder vorher zu befragen. Die folgenden GKR-Mitglieder sind bis zum Jahre 2004 gewählt und brauchen daher nicht vorgeschlagen zu werden: M.Aust, W.Bauer, A.Bobach, R.Letzig, A.Müller und B.Winkler.
Für das Ältestenamt kann jedes Gemeindeglied vorgeschlagen werden, das mindestens 18 Jahre alt, zum Abendmahl zugelassen und in der Kirchengemeinde Baumschulenweg wahlberechtigt ist.
Wir bitten Sie, jeden Ihrer Wahlvorschläge auf ein besonderes Blatt zu schreiben, da nach dem Ältestenwahlgesetz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg vom 16. Juni 2000 jeder Wahlvorschlag von mindestens zehn wahlberechtigten Gemeindegliedern unterschrieben sein muss.
Falls Sie die notwendige Anzahl von zehn Unterschriften für Ihren Wahlvorschlag nicht selbst einholen können, werden wir Sie bei vorzeitiger Abgabe des Wahlvorschlags im August darin unterstützen, indem die unvollständigen Wahlvorschläge im Gemeindebüro  bzw. anlässlich der Gottesdienste und verschiedener Gemeindekreise zur Vervollständigung ausgelegt werden.
Die Wahlvorschläge müssen bis spätestens 9. September 2001 im Gemeindebüro abgegeben werden, um die termingemäße Vorbereitung des Gesamtwahlvorschlages zu gewährleisten. Anschließend wird der Gemeindekirchenrat die vorgeschlagenen  Gemeindeglieder befragen, ob sie bereit sind, sich zur Wahl aufstellen zu lassen.
Unser Ziel muss eine möglichst große Anzahl von Vorschlägen und dementsprechend anschließend von Kandidaten sein, damit am 21. Oktober auch eine echte Wahlmöglichkeit bei der Wahl der sechs Ältesten und drei Ersatzältesten besteht.
Ihr W. Bauer


Anmerkung:
An dieser Stelle möchte die Redaktion Ihnen noch einen Überblick über die Zeitliche Reihenfolge der Gemeindekirchen-ratswahl geben.
Die Gemeindekirchenratswahl findet (wie im Bericht von Herrn Bauer zu entnehmen) am 21. Oktober statt.
Von diesem Datum ausgehend ergeben sich dann (laut Ältestenwahlgesetz) folgende Termine.
Am 19. August wird vom Gemeindekirchenrat die Wahlkommission gebildet. Bis zum 9. September müssen alle Wahlvorschläge eingegangen sein, die vom Gemeindekirchenrat bis zum 12. September geprüft sein müssen.
Bis zum 22. September müssen alle ergänzenden Wahlvorschläge eingegangen sein.


Goldene Konfirmation
Am 1. Juli wollen wir, wie bereits im Monatsgruß Januar angekündigt, Goldene Konfirmation feiern. Wir bitten also alle, die 1951 konfirmiert worden sind und noch immer dem Glauben und der Kirche die Treue halten, sich am besten mit dem Konfirmationsspruch im Gemeindebüro zu melden.
Da wir von kaum einem Gemeindeglied das genaue Konfirmationsdatum in unseren Unterlagen haben, werden wir im Mai die Jahrgänge 1936 und 1937 anschreiben und auf die Goldene Konfirmation hinweisen. Wenn Sie sich vorher melden, spart es uns Arbeit.
Wir laden nicht nur die ein, die vor 50 Jahren in Baumschulenweg konfirmiert worden sind, sondern alle, die vor 50 Jahren, wo auch immer, den selbständigen Weg in den Glauben und die Gemeinschaft der Christen gegangen sind.
Wenn Sie jedoch gern jemanden aus der damaligen Baumschulenweger Gruppe dabei haben wollen, und diese oder dieser noch Glied der Kirche ist – das ist Bedingung, denn sonst gäbe es ja wirklich nichts zu feiern - dann laden Sie die betreffende Person doch einfach mit dazu.
Von uns aus wird der Gottesdienst festlich gestaltet. Pfarrer Iskraut aus Johannisthal wird die Predigt halten und das Abendmahl leiten. Den Goldenen Konfirmanden werden dabei Gedenkurkunden überreicht.
R.Kees


Gemeindeausflug am 8.Juli
Der diesjährige Gemeindeausflug soll nach Lübben in den Spreewald gehen.
Wir werden mit der Bahn dorthin fahren, gemeinsam (vielleicht mit der Lübbener Gemeinde in der Paul-Gerhardt-Kirche) Gottesdienst feiern, Picknick machen, Kahnfahren oder wandern und miteinander fröhlich sein. Sobald der neue Fahrplan da ist, werden wir genaueres veröffentlichen.
Damit wir einigermaßen planen können (vor allem der Kahn muß rechtzeitig bestellt werden) sammeln wir ab sofort Anmeldungen.


Auf den Spuren von Christen vergangener Jahrhunderte
    Gemeindeabend am 15.Mai 19.30 Uhr
Herr Letzig und ich, wir waren mit vielen Orthodoxie-Spezialisten, Byzantinisten, Theologen und klassischen Philologen unterwegs in Konstantinopel und Kappadokien. Wir wollen Sie gerne Anteil nehmen lassen an unserer Reise. Damit sie jetzt nicht vergeblich sämtliche Atlanten wälzen und beides nicht finden: Konstantinopel heißt seit der Eroberung durch die Türken 1453 Istanbul.
Kappadokien findet man auf den Atlanten meist unter Zentralanatolien, obwohl sich die Landschaftsbezeichnung Kappadokien bis heute gehalten hat.
Also geht es um die Türkei. Wir haben aber nicht in erster Linie die heutige Türkei besucht, sondern eben jene Stätten, in denen seit der Zeit von Alexander dem Großen Griechen gelebt haben und die in den ersten Jahrhunderten der Christenheit Zentren christlichen Lebens waren. Darum die altertümlichen Bezeichnungen für unsere Reiseroute. 
Kirchen, Klöster, Ruinen und vor allem Höhlen mit phantastischen Fresken und Mosaiken aus der Zeit nach dem Bilderstreit (10.-13. Jahrhundert) haben uns so begeistert, daß wir, wie unser türkischer Busfahrer sagte, “vier Tage für das brauchen, was die Japaner an einem halben Vormittag schaffen.”
Viele Fresken und Mosaiken habe ich für Sie fotografiert, sie geben Zeugnis vom Glauben der Mönche in den einsamen Tälern Kappadokiens, oder von der Pracht und Eleganz der kaiserlichen Prachtbasiliken in der Mitte des byzantinischen Reiches.
Wenn Sie sich dafür begeistern lassen, dann könnte ich mir vorstellen, im nächsten Frühjahr einmal eine Busreise durch die Türkei für Gemeinde-glieder unserer Gemeinde auf den Spuren des Apostel Paulus (Antiochien, Tarsus, Kappadokien, Ikonium, Side, Perge, Kolossä, Laodicäa, Ephesus) – freilich auch mit Begegnungen mit Christen vor Ort, sofern es sie noch gibt - anzubieten. Sagen Sie mir doch einmal, was Sie davon halten würden. In Vorfreude Ihr
 Reinhard Kees

In aller Stille

In der Stille wächst das Gras
wächst der Mohn
blühen Blumen
duftet Flieder
stehen auf die Bilder
schweigend in langen Reihen
sinnend gehen sie wie ein Traum
von Brücke zu Brücke
über Meere Wolken
allen Straßen den Himmeln zu
sehen herab
und schweigen
vergessen nicht
erinnern still
denke auch du.

Marlene Uhlenbrock


Partnerschaftstreffen in Emmen
    vom 20. bis 22. April 2001
Als große Gruppe von 25 Teilnehmern trafen wir am Freitagabend in Emmen ein und wurden von unseren Gastgebern herzlich begrüßt.
Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen intensiver Gruppenarbeit. Vier Gesprächsgruppen, eine Malgruppe und eine Collagengruppe beschäftigten sich mit dem  gewählten Thema über alte und neue Gottesbilder. In Vorbereitung wurden dazu bereits in Berlin und in Emmen  einige Kapitel aus dem Buch des niederländischen Pfarrers Rootmensen “Von Gott los “ gelesen und besprochen.
In allen Gruppen bildeten folgende zwei Fragen den Schwerpunkt :
1. Welche Vorstellungen von Gott – innerhalb
    und außerhalb der Bibel – sprechen Sie am meisten an ?
2. Hat in Ihrer Vorstellung von Gott eine
    Entwicklung stattgefunden ? Wenn ja, was
    erfahren Sie darin als positiv (wertvoll ) und
    was als negativ ?
In der Malgruppe entstanden sehr schöne Aquarelle in denen ganz persönliche Gottesbilder dargestellt wurden. Alle Bilder und Collagen werden auch in unserer Gemeinde ausgestellt.
Den touristischen Teil bildete am Samstagnachmittag die Besichtigung des Durchgangslagers für Juden in Westerbork. 
Aus dem Lager Westerbork, elf Kilometer von der niederländischen Stadt Assen entfernt, fuhren in der Zeit vom 15. Juli 1942 bis zum 13. September 1944    93 Züge ab. Mehr als 100 000 Menschen wurden von hier in die Konzentrations- und Vernichtungslager in Deutschland und Polen deportiert. Die Vorgeschichte des Lagers ist bitter. Es wurde nicht von der deutschen Besatzungsmacht gebaut, sondern schon vor dem Krieg im Auftrag der niederländischen Regierung. Es sollte ein Auffanglager für aus Deutschland geflohene Juden sein, die in der Emigration noch keinen endgültigen Bestimmungsort gefunden hatten. In den Niederlanden durften die Flüchtlinge nicht bleiben.
Als der Krieg ausbrach, konnten sie nicht mehr entkommen. Das Lager wurde von den Deutschen übernommen, um als Durchgangslager für die Deportation von Juden zu dienen. 1992 wurde begonnen aus dem ehemaligen Lager Westerbork Gedenkstätte in Westerbork
ein Erinnerungszentrum und Mahnmal zu bauen. Die Besichtigung dieses Erinnerungszentrums hat uns alle sehr schmerzlich berührt.
Nach einem schönen Waldspaziergang  wurden wir von unseren Gastgebern in die  “Pannenkoekboerderij“ zum Essen eingeladen. Dieses historische Restaurant befindet sich in einem sehr alten, denkmalgeschützten Dorf und ist ein sehr beliebter Ausflugsort. Die Pannenkoeken, ob naturell oder mit Speck und vielen schmackhaften Zutaten, waren sehr lecker. 
Den Samstagabend verlebten wir in unseren Gastgeberfamilien.
Am Sonntag stand der gemeinsame Gottesdienst im Mittelpunkt. In der Predigt wurde noch einmal auf Schwerpunkte des Themas vom Samstag eingegangen. Die gemalten Aquarelle und gestalteten Collagen zum Thema konnten durch alle Gottesdienstbesucher besichtigt werden. Nach dem Gottesdienst hatten wir Gelegenheit uns bei Kaffee und Kuchen mit anderen Gemeindegliedern zu unterhalten.
Den Abschluss bildete das gemeinsame Mittagessen im Gemeindezentrum. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die zum Gelingen des wunderschönen und segensreichen Wochenendes beigetragen haben.
Wir freuen uns schon auf das nächste Partnerschaftstreffen Ende September in Berlin, wo wir unsere Freunde aus Emmen in unserer Gemeinde begrüßen dürfen.
Leider ist von unserer Partnergemeinde aus Usti keiner nach Emmen angereist.
H- G. Müller

Vorschau Juni
03. 06. Konfirmationsgottesdienst
05. 06. Geburtstagsfeier für die im Mai geborenen Gemeindeglieder
07. 06. Beginn der Orgelmusiken
19. 06. Gemeindeabend

Taufe
8.4. Celine Bloch

Fürbitten
Mit kirchlichen Geleit bestattet wurde am 24.4. Frau Lotte Schmidt, Frauenlobstraße 26, die im Alter von 90 Jahren verstorben war.



 

Siehe auch Termine

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