Monatsgruß Oktober 2000
 
 
 
 
  Monatsspruch: 2.Korinther 8,9
  Fotoausstellung
  Öko-Strom
  Neubestimmung des Verhältinesses
    zu den Juden nach dem Holocaust
  Die Papstidee und ihre Auswirkungen
  Gospel-Gottesdienst
  Kinder von Tschernobyl
  Einladung zum Gespräch über den Glauben
  Veranstaltungen & Gemeindeleben
                      Kriegsdienst-Zivildienst-Friedensdienst
                      Wochenende zur neuen Lebensordnung unserer Kirche
                      Kirchliche Telefonseelsorge sucht
                        ehrenamtliche  MitarbeiterInnen
                      Reisebericht über die Rüstzeit in Altbuchhorst
  Veranstaltungen im Oktober
  Mitteilungen
  Vorschau November
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Monatsspruch
Ihr wißt, was unser Herr, Jesus Christus, in seiner Liebe getan hat: Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.
2.Korinther 8,9 (nach der Einheitsübersetzung)

Arm und reich - das Problem unserer Zeit - das Problem aller Zeiten.
Arm und reich - die Summe der ganzen Botschaft von Jesus Christus. Was für ein gewichtiger, dichter Satz!  Kurz und knapp enthält er die ganze Botschaft von Jesus Christus: vom Anbeginn vor aller Zeit reich bei Gott, wurde er Mensch - arm: Krippe und Kreuz - , damit wir durch seinen Tod und seine Auferstehung Anteil haben können am neuen - reichen - Leben, am Leben mit Gott, als Gottes geliebte Kinder, ja als seine Partner.
Doch dieser Satz steht in einem Zusammenhang, der alles andere ist, als eine theologische Abhandlung. Das 8. Kapitel des 2. Korintherbriefes ist etwas, was wir im Gottesdienst jeden Sonntag nach der Predigt hören - eine Kollektenabkündigung. Paulus erinnert die Gemeinde in Korinth daran, daß sie ja doch Geld für die Urgemeinde in Jerusalem sammeln wollten. Sie hatten im vergangenen Jahr schon begonnen, nun sollte der Liebesdienst vollendet werden. Offensichtlich hatte man sich mehr vorgenommen, als man bisher ausgeführt hatte. Da sind gute Vorsätze, aber die Kluft zwischen Wollen und Vollbringen, die kannten die Korinther offensichtlich auch schon. Eine Erinnerung durch den Apostel war nötig geworden. „Es geht nicht darum, daß ihr in Not geratet, indem ihr anderen helft, es geht um einen Ausgleich. Im Augenblick soll euer Überfluß ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluß einmal eurem Mangel abhilft.“ Vers 13 und 14
Arm und reich - das Problem unserer Zeit - das Problem aller Zeiten.
Seit gut 10 Jahren gehören wir zu einem Land, das zu den 8 wichtigsten Industrienationen unserer Erde gehört. Auch wenn die Kluft zwischen „arm“ und „reich“ in unserem Lande immer größer wird - insgesamt gesehen geht es uns in Deutschland, in (West-)Europa gut.
Kennen Sie das? Man fragt jemanden: „Was wünschst du dir?“ Antwort „Ach, ich weiß gar nicht so recht.“ Viele Menschen auf der weiten Welt würden gern einmal gefragt werden: „Was wünschst du dir?“ Sie wüßten die Antwort sogleich: „Etwas zu essen, sauberes Trinkwasser, ein Dach über dem Kopf oder wenigstens eine Decke, medizinische Versorgung, dann könnte ich vielleicht etwas länger leben.“
Gebt ab von eurem Reichtum, weil Gott euch reich gemacht hat durch seine Armut, mutet Paulus den Christen - also uns - zu.
Und weil wir diese Aufgabe nicht allein organisieren können, sammeln wir ganz selbstverständlich Kollekten für „Brot für die Welt“, für „Hoffnung Osteuropa“, für „Kirchen helfen Kirchen“ oder auch für ganz konkrete Projekte wie „Abrahams Herberge“. In den kommenden Monaten ist wieder viel Gelegenheit dazu.

In diesem Sinne, Ihr Pfarrer Kees


Fotoausstellung im Gemeindesaal
"Der steinheilige Ort"
Fotografien von Thorsten Sohr
Ab 15. Oktober 2000 können im Gemeindesaal Fotografien von Thorsten Sohr bewundert werden.
Thorsten Sohr, genannt Clemens, wurde 1965 in Dresden geboren, und lebte in der Nähe von Berlin.  Er diente längere Zeit bei der NVA und in der Bundeswehr. Doch seine Berufung fand er in künstlerischer  Bestimmung in der Bildhauerei und der Fotografie.
Ab 1994 entstanden seine ersten Skulpturen aus Sandstein, wobei er die Fotografie immer mit einband.
Sehr beeindruckt hat ihn die Sprache der Steine in einem Steinbruch in Toledo/Spanien. Dort hat er die natürlichen Steinskulpturen fotografiert und verband die entstandenen Fotos mit Textstellen aus dem Alten Testament zu einem Ganzen. Diese Idee wollte er in einem Buch veröffentlichen, doch das war ihm aber leider nicht mehr vergönnt. In seinem 33. Lebensjahr fand er bei einem tragischen Verkehrsunfall auf dem Weg von Spanien zu seinen Eltern nach Deutschland den Tod und hinterließ in Spanien eine schwangere Frau und in Deutschland seine Eltern und seine Schwester. Diese haben sein Vermächtnis übernommen und ein Buch “Der steinheilige Ort”  im Schock-Verlag publiziert.
In der Ausstellung handelt es sich um Schwarz-Weiß-Fotos, die die Formen und den Ausdruck, die Härte und die Klarheit der Steine besonders gut hervorheben und in der kombination mit den alttestamentlichen Bibelzitaten zum Nachdenken und Meditieren anregen. Zu einer früheren Ausstellung hat Thorsten Sohr gesagt: “Die hier ausgestellten Bilder stammen aus einem Manuskript - entstanden in Spanien 1995 - meine erste Reise, bei der ich mich von den Steinen führen ließ.
Auf der Suche nach einem alten Granitsteinbruch, in dem in vierter Generation ein Mann namens Jesus mit seinen Söhnen den Stein traditionell mit den Händen bricht. Die Landschaft, geheimnisvoll von der Natur gestaltet, offenbarte mir jeden Tag, den ich im Steinbruch arbeitend verbrachte, eine Geschichte verkörpert in Granitstein - so alt und verwittert wie die Geschichte selbst.
Das “Alte Testament” in Stein gehauen von der Hand Gottes? Kein Bekenntnis zu Gott als Schöpfer aber zum Geheimnis der Schöpfung und zum bildhauerischen Schöpfungsakt”.
Wir bedanken uns bei der Familie Sohr für die Leihgabe der Fotografien, die wir dankbar für einige Zeit in unserem Gemeindesaal anschauen dürfen, in der Hoffnung, daß das eine oder andere Motiv den Betrachtenden anrühren möge und ihm vielleicht etwas Freude, einen Trost, Anregung zu weiteren Gedanken oder einfach nur Frieden und Entspannung schenken möge.
Am 15. Oktober nach dem Gottesdienst werden wir in Anwesenheit der Familie Sohr und Vertretern des Schock-Verlages die Ausstellung eröffnen. Die Schwester von Thorsten Sohr wird spanische Lieder zur Gitarre singen.


Die Nutzung von Öko-Strom,
eine Chance der Christen zur Bewahrung der Schöpfung

Es besteht kein Zweifel mehr, daß die globalen Klimaschäden, die zur Zerstörung der Lebensgrundlagen auf unserer Erde führen, durch den Treibhauseffekt von uns Menschen verursacht werden. Sie sind Folge der gewaltigen Kohlendioxid (CO2) -Produktion bei der Verbrennung der fossilen Brennstoffe Kohle, Erdöl und Erdgas. Demgegenüber ist durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen in Form von Windenergie, Wasserkraft und Bioenergie aus organischen Rohstoffen sowie von Solarstrom die Chance gegeben, die CO2-Produktion wesentlich zu senken. Neben diesen erneuerbaren Energien trägt die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von Blockheizkraftwerken (BHKW) bei einem Wirkungsgrad von 85% am effektivsten zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz bei. Als Christen, die wir Gottes Schöpfung bewahren wollen, sind wir besonders herausgefordert, alles Machbare zu tun, unseren Kindern und Enkeln eine gut bewohnbare Welt zu hinterlassen. Was kann ich schon als Einzelner da bewirken, hört man oft? Viel mehr, als viele von uns denken. So gibt es nun die Möglichkeit, neben der Einsparung von Energie, soviel es nur geht, Ökostrom zu nutzen, worauf wir im Folgenden hinweisen wollen. Mit der Liberalisierung des Strommarktes im vorigen Jahr, ist es für jeden Strombezieher möglich, seinen Stromversorger frei zu wählen. Aus der Vielzahl der elektrischen Stromangebote gilt es einen ökologischen Strom zu wählen, der zu mindestens 50% aus erneuerbarer Energie und zu höchstens 50% aus gasbetriebener Kraftwärmekopplung erzeugt wird und nicht aus  Atomkraftwerken stammt. Bei diesem elektrischen Strom fällt 70% weniger CO2 an als im Durchschnitt der bisherigen deutschen Stromerzeugung. Damit hat nun jeder Strombezieher die Chance zur Minderung des Treibhauseffektes nachhaltig beizutragen. Aus der Reihe der Anbieter von Öko-Strom, wie z. B. Naturstrom AG, EWS (Elektrizitätswerke Schönau), Greenpeace energy, BEWAG Öko Pur, Ökostrom AG und LichtBlick, empfehlen wir, wie auch der Umweltbeirat der Ev.-Kirche von Berlin- Brandenburg, die Verwendung des Ökostromes vom Energieunternehmen LichtBlick mit Sitz in Hamburg, weil die Zusammensetzung des Stromes bei LichtBlick zu 25% aus Wind, zu 40% aus Wasserkraft und zu 35% aus Kraft-Wärme-Kopplung auf Erdgasbasis beruht und regelmäßig von der Gesellschaft für Umweltschutz, TÜV Nord GmbH, die Zusammensetzung des Stromes überprüft und garantiert wird. In Berlin beziehen inzwischen drei Kirchenkreise und die diakonischen Einrichtungen ihren Strom von LichtBlick.
Der Wechsel vom bisherigen Stromanbieter zu LichtBlick geschieht ganz einfach, in dem online der Auftrag ausgefüllt - oder postalisch bei LichtBlick - Die Zukunft der Energie GmbH, Glockengießerwall 26, 20095 Hamburg, bestellt wird. LichtBlick übernimmt die Kündigung beim alten Versorger. Der Preis bei LichtBlick, der alle Kostenkomponenten wie Netznutzungsgebühr, Konzessionsabgabe, Stromsteuer, Verrechnungspreis des Netzbetreibers und Mehrwertsteuer enthällt, unterteilt sich in einen verbrauchsabhängigen Preis (26,9 Pf/KWh) und einen LichtBlick -Grundpreis von 9,50 DM/Monat. Damit kann bei einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis auch derjenige, der sehr sparsam mit seinem Geld umgehen muss, mit der Nutzung von Öko-Strom zur Erhaltung der Schöpfung seinen Beitrag leisten.

G. Triebler und H.-G. Müller

Unsere Neubestimmung des Verhältnisses zu den Judennach dem Holocaust

Beim letzten Abend des Gemeindeseminars haben wir die Geschichte und das Geschick des jüdischen Volkes durch die Jahrhunderte behandelt und Texte der ersten Jahrhunderte angesehen, in denen die Weichen für das Verhältnis von Christen und Juden gestellt wurden. Themen wie die Geltung der alttestamentlichen Gesetze, die Bedeutung Jesu Christi, die Frage nach dem Bund Gottes mit Israel und mit der Kirche und der Missionsauftrag der Kirche mußten damals bedacht, diskutiert und entschieden werden. Diese Themen beschäftigen uns auch noch heute. Nach der „Schoah“ (hebr. Katastrophe), also der Verfolgung und Lequidierung der Juden während des Dritten Reiches in Deutschland, beschloß der Weltrat der Kirchen auf seiner Gründungsversammlung 1948 „Antisemitismus ist Sünde gegen Gott und die Menschen.“ Seitdem bedenken die Evangelischen Kirchen in Deutschland das Verhältnis zum Judentum grundsätzlich neu. In den letzten Jahren sind wichtige Beschlüsse bis in die Grundordnungen unserer Kirchen gelangt. Um diese Neubesinnung soll es am 10.10. im Gemeindeseminar gehen. Texte dazu sind für 12 DM ab sofort im Gemeindebüro zu haben.

Ihr Pfarrer Kees


Die Papstidee und ihre Auswirkungen

Am 24.10. beschäftigen wir uns dann mit der Entstehung und Entwicklung des Papsttums. Das ist eine Thematik, die angesichts der jüngsten Äußerungen des Vatikans zur Einzigartigkeit und Bedeutung der römisch-katholischen Kirche, die in der weltweiten Ökumene mit Befremden zur Kenntnis genommen wurde, überaus brisant ist.
Die Abende werden so gestaltet, daß jeder Abend auch einzeln besucht werden kann.

Ihr Pfarrer Kees


Gospel-Gottesdienst am 15.10.2000

Mit dem Jugendchor Johannisthal, in dem auch einige Baumschulenweger Jugendliche  unter der Leitung von Kantor Martin Fehland mitsingen, werden wir am 15.10. einen Gospel-Gottesdienst feiern.
Gospel und Spirituals sind unter den schwarzen Sklaven Amerikas entstanden. Sie klagen über Leid und Ausbeutung, träumen und hoffen auf ein besseres Jenseits, trösten sich mit einer stark alttestamentlich geprägten Frömmigkeit. Wir wollen Beispiele dieser Frömmigkeit hören, wollen uns hineinnehmen lassen in Not und Leid, in Klage und Hoffnung, in Kampf und Befreiung. Dabei wollen wir herausfinden, was wir von dieser Frömmigkeit übernehmen können, wollen uns auf die Bibel weisen lassen und mit den Liedern beten. Unsere eigene Tradition soll dabei aber nicht zu kurz kommen, denn auch wir haben Lieder von Freude im Leid, Lieder die gegen Leid und Traurigkeit ansingen und aus dem Glauben Hoffnung und Zuversicht schöpfen. Lassen sie sich zu diesem besonderen Gottesdienst einladen und freuen sie sich mit mir auf gemeinsames Singen, Hören und Beten.

Ihr Pfarrer Kees


Aussiedlermädchen zu Besuch bei Kinder aus Tschernobyl
in Hirschluch

Auch in diesem Jahr stand ein Besuch bei den Kindern aus Tschernobyl auf dem Programm unserer Gruppenarbeit mit Aussiedlermädchen.
Leider waren im August die Jüngeren unter ihnen selbst in ein Ferienlager gereist oder zu Verwandten in die alte Heimat Kasachstan gefahren.
So konnten Frau Kaeks und ich am 18. August nur mit einer sehr kleinen Mädchengruppe in das Jugendheim Hirschluch fahren. Eines unserer Mädchen hatte sich sehr intensiv mit dem Schicksal der Tschernobyl-Kinder beschäftigt und etliches Spielzeug in den Rucksack eingepackt. Unser Empfang war überaus herzlich. Wir wurden am Bahnhof Storkow mit dem Auto abgeholt und von den Begleiterinnen der Tschernobyl-Kinder umarmt und gastfreundlich bewirtet.
In einer Tischrunde beim genußvollen Essen von Schokoküssen überreichten sich die Kinder gegenseitig Geschenke, und es wurde der weitere Tagesablauf besprochen und festgelegt. In dem schönen hellen modernen Essenraum konnten wir mit den Kindern am geschmackvollen, vitaminreichen und sehr reichlichen Mittagessen teilnehmen. Die leeren Teller bewiesen, daß es allen geschmeckt hatte. Unsere Mädchen bewunderten, mit welcher Selbstverständlichkeit und Freude die Kinder aus Tschernobyl den Tischdienst versahen.
Eines unserer Mädchen wünschte sich anschließend einen Badeausflug zum nahegelegenen See. In Anbetracht des warmen sonnigen Wetters war das Baden für die immungeschwächten Kinder aus Tschernobyl möglich. Wir machten uns gemeinsam auf den Weg durch den Wald. Drei Ferienkinder mußten mit dem Auto gefahren werden. Sie konnten auch nicht mit ins Wasser. Sie waren krank und zu anfällig für Infekte. Sie spielten am Ufer und sahen uns zu. Wir übrigen vergnügten uns im See, schwammen, spielten Ball und hatten miteinander viel Spaß. Berührungsängste zwischen den anfangs einander fremden Kindern gab es nicht.
In diesem Jahr empfanden wir sehr stark die gesundheitlichen
Einschränkungen der Kinder. Manche waren in ihren Bewegungsmöglichkeiten stark behindert, verlangsamt und insgesamt konditionsschwach gegenüber gesunden Kindern. Sie müssen sehr achtsam vor Verletzungen sein, da schon kleine Kratzer nur über einen langen Zeitraum heilen.
Für uns war es beeindruckend, in welch guter fröhlicher Atmosphäre die Kinder ihre Ferien verleben konnten, wieviele besondere Höhepunkte ihnen geboten wurden (Spreepark, Zirkus) und daß ihr Tagesablauf so ungezwungen, entspannt und ihren individuellen Bedürfnissen und gesundheitlichen Problemen angepaßt verlief. Auch, mit wieviel liebevoller Zuwendung und pädagogischem Geschick von seiten des Leiters und der Begleiterinnen auf die Kinder eingewirkt wurde, war erstaunlich. Ein behinderter Junge erlangte sehr viel mehr Selbständigkeit und Überzeugung in die eigene Leistung, nachdem er sich in den ersten Tagen seines Dortseins aus Gewohnheit ständig helfen ließ.
Die Ferienaktion für die Tschernobyl-Kinder ist uns sehr ans Herz gewachsen. Es wäre schön, wenn auch für das nächste Jahr so viel Geld zusammenkäme, daß sich wieder eine Kindergruppe aus Tschernobyl in Hirschluch erholen könnte. Wir wünschen es jedenfalls sehr.

Renate Müller,Diakonisches Werk
Neukölln-Oberspree e. V.
Bezirksstelle Treptow, Glanzstr. 11


Einladung
Nunmehr zum 18. Male wird eingeladen zu den
“Gesprächen über den Glauben”
mit Bischof i. R. Dr. A. Schönherr, Pfn. i. R. H. Führ,
Sup. i. R. W. Dellbrück
Die letzten Dinge: Tod, Auferstehung, Gericht, ewiges Leben, Reich Gottes.

Wir werden die Bibel befragen, uns aber auch bewußt bleiben, daß sich unser Weltbild seitdem sehr gewandelt hat. Erfahrungen haben wir zu dieser Thematik nur ganz am Rande einzubringen. Aber vielleicht können wir uns im Gespräch ein wenig helfen. Möge es gelingen! Wir freuen uns auf die bisherigen Teilnehmer und auf die Hinzukommenden!

Tagungsort: Sterndamm 90
Gemeindesaal Johannisthal
Termine: Gr. I.: 27./28. 10., 24./25. 11., 02./03. 02., 16./17. 03.
Gr. II.:10./11. 11., 19./20. 01.,16./17. 02.,30./31.03.
Kursgebühren: einmalig 30 DM, dazu kommen die Kosten für die Mahlzeiten und sonstige Nebenkosten, circa 10 DM je Person und Wochenende
Anmeldung:
                    Christa Baukhage
                    Redwitzgang 16
                    12487 Berlin
                    Tel.: 636 93 57
oder über das Kirchenbüro:
                    Tel.: 636 13 48


„Kriegsdienst-Zivildienst-Friedensdienst“

unter diesem Thema lädt die JG in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert- Stiftung weitere Interessierte zu einer Podiumsdiskussion am 12.Oktober um 19.30 Uhr in den Gemeinderaum ein. Vertreter von Armee, Zivildienst, Kirchen und Friedensbewegung werden am Tisch sitzen und unter der Anleitung von Reinhard Wenzel über die Perspektiven in diesem Themenbereich diskutieren. Selbstverständlich sind Fragen aus dem Publikum und eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum erwünscht. Die Friedrich-Ebert- Stiftung reicht wieder Getränke.


Wochenende zur neuen Lebensordnung unserer Kirche
10.11. bis 12.11. in Reitwein

Wer Interesse hat, die neue Lebensordnung unserer Kirche näher kennenzulernen, und von ihr her die Praxis in unserer Gemeinde zu beleuchten, ist herzlich eingeladen, dieses Wochenende, wozu sich der Gemeindekirchenrat verabredet hat, mit seiner Gegenwart zu bereichern. Es sind noch Plätze frei.
Nach einer Grundbestimmung über die Kirche und ihren Auftrag werden in der neuen Lebensordnung der Gottesdienst, die Taufe, das Abendmahl, die Kirchenmitgliedschaft, Lehren-Lernen-Konfirmation, Ehe und kirchl. Trauung, Bestattung - Sterbe- und Trauerbegleitung, Seelsorge - Beichte, Diakonie, Verantwortung in Politik und Gesellschaft, Mitarbeit in der Gemeinde, Geld - Vermögen und wirtschaftliches Handeln und schließlich Öffentlichkeitsarbeit behandelt.
Sollten Sie an einigen dieser Themen Interesse haben, melden Sie sich an, und geben sie Ihr Interesse an, damit wir entsprechend auswählen können. Die Kostenbeteiligung, um die Sie gebeten werden, beläuft sich auf 70 DM plus Anreise.


Kirchliche Telefonseelsorge sucht
ehrenamtliche  MitarbeiterInnen

Tag und Nacht ist die Kirchliche Telefonseelsorge Berlin unter der Rufnummer 0800 - 111 0 222 kostenfrei erreichbar. Bis zu 60 Gespräche werden täglich geführt. Menschen mit ihren Sorgen und Nöten finden hier einen Partner, der in aller Ruhe zuhört und sie mit ihren Problemen ernst nimmt. Der Dienst am Telefon wird seit über 10 Jahren von einem großen Team ehrenamtlicher MitarbeiterInnen getragen, die in der Regel zwei mal im Monat Dienst tun. Diese  Arbeit der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen verlangt ein großes Maß an Einfühlungsvermögen, Verständnis sowie Verantwortung und Belastbarkeit. Darauf vorbereitet werden die MitarbeiterInnen in einer qualifizierten Ausbildung. Wenn Sie zwischen 25 und 58 Jahren sind und bei der Kirchlichen Telefonseelsorge Berlin mitarbeiten möchten, melden Sie sich unter der Rufnummer 030 - 448 55 84. (für den nächsten Ausbildungskurs möglichst bis Anfang Oktober).


Reisebericht über die Rüstzeit der Jungen Gemeinde in Altbuchhorst vom 30. 8. -3. 9. 2000

Wiederholungen können bekannterweise sehr langweilig sein und werden deshalb nicht von allen Leuten geschätzt. Es soll aber auch Menschen geben, die Wiederholungen gerade deshalb so lieben, weil man sowohl Altbekanntes als auch immer Neues entdecken kann. Und genau diese Kombination wird von einer bunten Truppe, auch bekannt als die JohBaumKöpies, so geliebt, daß sich auch jetzt wieder eine ständig rotierende Teilnehmerzahl nicht dreimal bitten ließ, als eine erneute Rüstzeit nach Altbuchhorst in Aussicht gestellt wurde. Am 30. August 2000 war es also wieder soweit. Vollbepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen, erreichte eine zwar zahlenmäßig noch kleine aber muntere Truppe das allseits begehrte und beliebte Rüstzeitheim Altbuchhorst (AB). Die Zahl der Teilnehmer stieg aber in den folgenden Tagen aufgrund einiger Nachkömmlinge und Gäste stetig an.
Unter der Leitung von Pfarrer Reinhard Kees, der sich schon als rüstiger Rüstzeitorganisator und -leiter bewährt hat, wurde der Auftakt der Rüste mit dem obligatorischem “Kennenlernabend” begonnen, der auch die wenigen sich noch unbekannten Teilnehmer miteinander bekannt machte. Natürlich war auch die Aufteilung in die allseits beliebten Kochgruppen wieder unvermeidlich, ohne die es aber nicht geht und die durchaus ihren Reiz haben, so lange man nicht mit dem Frühstücksdienst beauftragt ist. Das “frühe Aufstehen” fiel, wie sollte es anders sein, auch diesmal einigen Teilnehmern besonders schwer, was aber auch hätte vermieden werden können. Aber es soll Leute geben, die des Nächtens nicht mehr wissen, wie schwer ihnen das Aufstehen fallen wird. Aber auch diese Hürde wurde von allen Anwesenden gemeistert und so waren zur vormittäglichen Themaeinheit alle “Rüstis” im Gemeinschaftsraum versammelt, um sich dem Thema zu widmen. Das Kapitel 12 aus dem Römerbrief sollte uns durch die Tage begleiten. Paulus benennt dort die Regeln, nach denen wir leben sollen, um ein Leben im Dienste Gottes und der christlichen Gemeinschaft zu führen. Obwohl dieser Text schon sehr alt ist, fanden wir Ansätze, die auch für das heutige und zukünftige Leben miteinander unverzichtbar sind. So waren Liebe, Ehrlichkeit, Treue, Glaube und die christliche Nächstenliebe nur einige der Tugenden, die für uns auch oder gerade heute noch eine bedeutende Rolle spielen. Den Abschluß unserer thematischen Arbeit, die teilweise auch in Gruppen stattfand, bildete der Werkstattgottesdienst, in dem die einzelnen Beiträge der Gruppenarbeit in unterschiedlichen Darbietungen vorgestellt wurden. Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Ob nun Bootstouren auf, Sprünge in oder einfach nur entspannen auf dem Steg über dem Möllnsee, die Zeit wurde bestens ausgenutzt. Aber leider muss alles irgendwann ein Ende haben und so ging auch diese Rüste zu Ende, natürlich nicht ohne Grillabend, der leider feuchter ausfiel als erhofft. Aber auch das Wetter hat ein Recht auf schlechte Laune.
Lange Rede - kurzer Sinn: Auch diese Rüste war ein voller Erfolg und ich denke, ich spreche im Namen aller Teilnehmer, wenn ich auf eine baldige Wiederholung hoffe.
Bis (hoffentlich nicht erst) zur nächsten Rüste!!!!!

  Antje Griese, Johthal

  getauft wurde:
    am 3.Sept. Leonie Schwarz

  Kirchlich bestattet wurden:
    am 1. Sept.   Werner Bochnick im Alter von 79 Jahren
    am 8. Sept.   Dorothea Schubert im Alter von 84 Jahren
                         und Olga Beutler im Alter von 64 Jahren
    am 25.Sept.  Ingeborg Mayer im Alter von 76 Jahren

  Vorschau November:
    2. November   Geburtstagsfeier (Achtung am Donnerstag)
    10.-12.11.  Wochenendrüste zur neuen Lebensordnung
    12.-22.11.   Friedensdekade (Gebete in TABEA,St.Anna und bei uns)
    12.11.   Eröffnungsgottesdienst in TABEA
    22.11.   Gottesdienst mit Tischabendmahl zum Abschluß der Fdek.
 

siehe auch Termine


 
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