Ausstellung Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“

Die Ausstellung wurde von der Stiftung Weltethos konzipiert und realisiert. Thematische Grundlage ist die vom Schweizer Theologen Hans Küng entwickelte „Weltethos-Idee“: die Frage nach gemeinsamen ethischen Werten und Maßstäben der Religionen und philosophischen Traditionen. Dabei geht es vor allem um die Bedeutung dieser ethischen Botschaften in der heutigen Zeit. Mehrere Jahre arbeitete Hans Küng an diesem Projekt und betrieb dabei Feldforschung in verschiedenen Kulturen und Religionen weltweit.

 

Auf 16 Tafeln möchte die Ausstellung:

• die Besucher*innen einladen, die faszinierende Welt der Religionen besser kennenzulernen;

• die Religionen in ihrer Verschiedenheit vorstellen und auf Gemeinsamkeiten im Hinblick auf ethische Fragestellungen aufmerksam machen;

• deren Bedeutung für die heutige Gesellschaft aufzuzeigen;

• interkulturelles und interreligiöses Verständnis schaffen und Begegnungen zwischen Kulturen und Religionen fördern.

 

Die Tübinger Stiftung Weltethos wurde 1995 von Hanbs Küng und K. K. Graf von Groeben für interkulturelle und interreligiöse Forschung, Bildung und Begegnung gegründet. Ziele der Stiftungsarbeit sind die Vermittlung ethischer und interkultureller Kompetenzen sowie die Zusammenarbeit und der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen.

 

Eine Weltepoche, die anders als jede frühere geprägt ist durch Weltpolitik, Welttechnologie, Weltwirtschaft und Weltzivilisation, bedarf eines Weltethos. Das heißt: eines Grundkonsenses bezüglich verbindender Werte, unverrückbarer Maßstäbe und persönlicher Grundhaltungen.“

Hans Küng, 1993

 

Die Ausstellung können Sie ab sofort in der Kirche Zum Vaterhaus während der Offenen Kirche (dienstags und donnerstags von 11 – 14 Uhr) besichtigen.

 

 

Ein vergleichender Erinnerungsspaziergang durch Baumschulenweg –Teil II

recherchiert von Andreas Freiberg

Alte Häuser – neue Ansichten. Ein weiteres Mal entführt uns Andreas Freiberg in das 20. Jahrhundert.Erneut werden vergleichende Ansichten von herrlichen Häuserfassaden entlang der Magistrale Baumschulenwegs, der Baumschulenstraße, gezeigt. Auf den ausgestellten Tafeln sind aber auch Gebäude in den Seitenstraßen und deren nähere Umgebung zu sehen. Wiederum ist Andreas Freiberg der Frage nachgegangen, wer lebte, wer arbeitete in diesen Häusern.

 

Wussten Sie beispielsweise, dass es in Baumschulenweg eine Motorradproduktion gab? Sagt Ihnen der Name Hanni Hoock etwas? Und wissen Sie, was sich hinter dem Begriff „Bullenwinkel“ verbirgt?

 

Auch diese Ausstellung soll einen Eindruck von der Entwicklung Baumschulenwegs vermitteln, sie soll aber auch an die Geschichte unseres Ortes in vergangenen schweren Zeiten erinnern - an Zwangsarbeitslager, die es in der Zeit des Nationalsozialismus sogar in Baumschulenweg gab.

 

Zwanzig Jahre ist es her, dass Andreas Freiberg nach Baumschulenweg zog, inzwischen hat er vieles zur Geschichte Baumschulenwegs recherchiert und öffentlich gemacht. Aufgrund seiner Recherchen und seiner Initiative sind mehrere Stolpersteine verlegt worden, die an in der NS-Zeit verfolgte Personen erinnern.

 

Die Ausstellung ist von Mitte August bis Ende November im Gemeindehaus Baumschulenweg zu sehen. Sie kann zudem am 22. September während eines geführten Rundgangs im Rahmen der diesjährigen Kunstmeile (04.09. bis 06.10.2021) besichtigt werden. Interessierte treffen sich um 15 Uhr auf dem Platz „An der Kirche“.

 

Nehmen­ Sie sich Zeit und begeben Sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit von Baumschulenweg!

 

Die Mauer – eine Grenze durch Deutschland

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“

 

So sprach der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, am 15. Juni 1961 auf einer Pressekonferenz. Eine Lüge. Nur 8 Wochen später sah es anders aus.

 

Zeit des Erinnerns: Am 13. August 2021 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 60. Mal. Aus diesem Anlass zeigen wir Ihnen ab dem 3. Juni in unserer Kirche diese Ausstellung.

 

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellte in Kooperation mit den Zeitungen BILD und Die Welt bereits zum 50. Jahrestages des Mauerbaus im Jahre 2011 diese zeithistorische Sammlung von Bildern und Texten. 

 

 

Auf 20 großformatigen Plakaten wird die Geschichte der Berliner Mauer sowie der gesamten innerdeutschen Grenze erzählt. Präsentiert werden Fotos und Dokumente aus den Archiven der beiden Zeitungen, die teilweise nach langer Zeit erstmals wieder zu sehen sind. Die Autoren Sven Felix Kellerhoff (Die Welt) und Dr. Ralf Georg Reuth (BILD) beschreiben die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die Abriegelung der innerdeutschen Grenze nach 1952, die Umstände des Mauerbaus und die Reaktionen der Westmächte darauf. Wichtige Themen sind außerdem das Grenzregime der DDR und seine Opfer, Fluchten und Fluchthilfe. Und wie schaute der Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in dem geteilten Berlin aus und wie konnte die Teilung Deutschlands 1989 überwunden werden – von all dem erzählt die Ausstellung. Zum Abschluss wird die juristische Aufarbeitung der Grenze durch Deutschland mit den Mauerschützenprozessen sowie das Gedenken an die Mauer in der Gegenwart thematisiert.

 

 

28 lange Jahre spaltete der sogenannte antifaschistische Schutzwall ein Land, eine Stadt, mitunter eine Kirchengemeinde - zerstörte Familien und tötete Menschen. Die Mauer verlief unweit von uns – sie trennte Baumschulenweg von Neukölln. Damit dies nicht in Vergessenheit gerät, möchten wir mit der Ausstellung dieser Zeit gedenken.

 

 

Schauen Sie vorbei und begeben Sie sich auf eine Zeitreise!

 

Ihre Heike Pudler

Quelle:

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/ausstellungen/mauer-grenze-deutschland

Ausstellungshistorie

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